Unionsparteien sollten das „C“ streichen

Ein sehr interessanter Aspekt für die voraussichtlich im Herbst stattfindende Bundestagswahl kommt vom Kölner Kardinal Joachim Meisner. Wie die Welt in ihrer Ausgabe vom 06.06.2004 meldet forderte er die Unionsparteien auf, das C aus ihren Parteinamen zu streichen. „Was christlich ist, kann nicht die CDU definieren, das machen wir“, sagte der für seine konservativen Positionen bekannte Erzbischof der „Westdeutschen Zeitung“.

Sicherlich muss der katholische Kardinal auch aus evangelikaler Richtung ein wenig ausgebremst werden, denn bei aller Liebe für die klare katholische Position in Fragen der Kultur des Lebens. Einem katholischen Deutungsmonopol für das was christlich ist werden sich die konservativen deutschen Protestanten wohl eher nicht und die Evangelikalen schon mal überhaupt nicht unterwerfen. Darum geht es ja auch nicht. Es geht darum, in Deutschland neue moralische Allianzen auf dem Boden des christlichen Menschenbildes aufzurichten und dabei führen streckenweise einzelne Menschen und meinetwegen auch vereinzelt Organisationen mit neuen Leitbildern, die zurückführen zu den Wurzeln einer längst vergessen geglaubten christlichen Tradition in Europa. Die geistliche Leitung liegt jedoch bei Gott und wir sollten ihn im Gebet um seinen Segen und um die Gesamtführung für die vor uns liegenden politischen Umwälzungen für Deutschland bitten.

Der Schuss vor den Bug der Union durch Kardinal Lehmans Statement kann jedoch für diese konservative Hoffnungsträgerin nur hilfreich sein nicht zu vergessen, wo sie her kommt und welche Hoffnungen man mit ihr verbindet. Andere christliche Parteien, wie z. B. die Partei Bibeltreuer Christen warten schon in den Startlöchern auf ihre Chnce. Der Wahlkampf für diese Richtungswahl wird also eines sicherlich nicht werden: langweilig und nach bekanntem Strickmuster gestrickt …
Quelle: http://www.welt.de/data/2005/06/06/728179.html
Unionsparteien sollten das „C“ streichen

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