Weltjugendtag in Köln: So viele Pilger wie nie zuvor

Johannes Paul II. hatte die Idee, den Weltjugendtag in Köln zu veranstalten … Mit einer verblüffenden Begründung: „Nachdem im 20. Jahrhundert die beiden großen Weltkatastrophen von Deutschland ausgegangen sind, möchte ich, daß im 21. Jahrhundert von Köln eine große positive Bewegung für ganz Europa und die Welt ausgeht.“ … „Bislang haben sich 405.000 Pilger für den 20. Weltjugendtag angemeldet. Kirchenvertreter zeigen sich tief beeindruckt von der beispiellosen Resonanz der Gläubigen.“ berichtet die Süddeutsche „Zu Jesus Christus gibt es keine Alternative“, sagte der Kölner Kardinal Joachim Meisner.

Der Star der Veranstaltung wird aber ohne Zweifel Papst Benedikt XVI. sein. Als Evangelikaler schluckt man routinemässig erst mal ein wenig, wenn man liest, er wolle für die Jugendlichen den sogenannten Ablass in grossem Rahmen praktizieren. Sündenvergebung durch gute Werke, das kennt man „bei uns“ nicht wirklich.
Aber ich will hier nicht gleich alles schlecht machen. Eigentlich ist mir dieser neue intellektuelle deutsche Papst ja sehr sympathisch. Ziel des katholischen Weltjugendtags ist nach Aussage von Benedikt XVI., „dass ein Schwung neuen Glaubens durch die Jugend geht – vor allem auch durch die Jugend in Deutschland und in Europa“.

Lesenswert sind das Essay:„Beim Weltjugendtag treffen sich 800 000 Wege zu Gott“ von Kardinal Meissner und das Interview mit Papst Benedikt XVI „Der Schwung des Glaubens fehlt“.
Hier ein kurzer Ausschnitt:
Frage: Kann man ein Idealziel des Weltjugendtages in Köln formulieren?
Benedikt XVI.: (lacht) Nun, daß eben ein Schwung neuen Glaubens durch die Jugend geht – vor allem auch durch die Jugend in Deutschland und in Europa. Wir haben in Deutschland immer noch große christliche Institutionen. Es geschieht viel Christliches, aber es gibt auch eine sehr große Müdigkeit und wir sind so sehr mit Strukturfragen beschäftigt, daß der Schwung und die Freude des Glaubens fehlen. Wenn dieser Schwung – die Freude und das Frohsein, daß wir Christus kennen! – wieder neu aufleben würde und der Kirche in Deutschland und auch Europa eine neue Dynamik gäbe, dann denke ich, wäre das Ziel des Weltjugendtages erreicht.

Weltjugendtag in Köln: So viele Pilger wie nie zuvor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.