Das Christentum ist der Humus der freiheitlichen Verfassung

Ehemaliger Verfassungsrichter und jetzt everybody’s darling Paul Kirchhof, gerade von Angela Merkel ins Kompetenzteam berufen legt in der Welt vom 19.08.2005 ein Essay zum Thema christliche Grundlagen der freiheitlichen Demokratien hin, auf das wir alle schon lange gewartet haben.
Man könnte ihm stundenlang zuhören, wenn er über das Grundgesetz redet:
Das deutsche Grundgesetz baut auf dieses religiöse Prinzip moralischer Verantwortlichkeit und geistiger Weite. Es ist „im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ beschlossen und in Kraft gesetzt worden. Diese Verantwortung vor Gott soll die politisch Mächtigen bescheiden machen, weil sie sich auch dann beobachtet wissen, wenn kein Mensch zuschaut …

Kirchof beschreibt im wesentlichen die Grundlagen einer christlichen Bürgergesellschaft, in der sich Politiker und Bürger für das Gemeinwohl verantwortlich fühlen und sich be2usst sind, dass sie Gott Rechenschaftspflichtig sind:
Der hoheitsgebundene Mensch gewinnt in diesem Bewußtsein einer Verantwortung vor Gott Selbstsicherheit und Bürgerstolz. Er ist nicht einer Staatsgewalt unterworfen, sondern steht in einer gleichen Verantwortlichkeit wie die Mächtigen, kann in dieser Gemeinsamkeit von Rechten und Pflichten seine Würde und seine Freiheit stetig behaupten.

Dieser ganze Artikel ist hochkompatibel zu dem was wir zur Zeit im Zentrum der politischen Botschaft von Papst Benedikt XVI wahrnehmen:
Eine Welt ohne Visionen wäre leer, eine Demokratie ohne innere Mitte würde die Minderheit mehrheitlich ausbeuten, eine freiheitliche Verfassung ohne bindungsfähige Menschen würde in die Beliebigkeit zerfallen, wirtschaftlicher Wettbewerb um maximalen Gewinn ohne Sozialkultur würde illegitime Herrschaftsstrukturen hervorbringen. Das heißt: Ein Europa ohne Christentum wäre ein Europa ohne Zukunft.
Ich möchte dem nur noch eines hinzufügen: Jesus Christus ist Herr!

Das Christentum ist der Humus der freiheitlichen Verfassung

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