Gaza-Siedlungen: Bulldozer reißen Häuser ein

Die Räumung der jüdischen Siedlungen durch israelische Soldaten auf dem Gaza-Streifen geht dem Ende entgegen. Der journalistische Mainstream, in Deutschland in der Regel antiisraelisch eingestellt weigert sich standhaft Scharon für die Räumung etwas freundlicher zu beurteilen als sonst. Die Gaza-Räumung wird als längst überfällig bezeichnet und ungeduldig wird auf weitere Räumungsnotwendigkeiten im Westjordanland hingewiesen …
Ich will heute mal nicht auf die Schwierigkeiten von uns Evangelikalen eingehen mit Nicht-Christen über dem Abzug zu diskutieren, vor dem theologischen Hintergrund, dass Gott dem Jüdischen Volk eben dieses Land geschenkt hat.
Nein, heute soll es um eine Position von in Deutschland lebender Juden zur Räumung der Siedlungen gehen. Wenden wir uns daher hagalil.com, einer jüdischen Publikation zu, die ein eigenes Dossier zum Thema Gaza-Abzug anbietet.

Typisch für den pragmatischen Standpunkt der in Deutschland lebenden Juden scheint mir das Essay von dem in Jerusalem lebende Ulrich W. Sahm in dem Artikel Messianische Hoffnungen auf biblische Grenzen: Ein nationales Trauma:“Die Rückzugsgegner zählen zu den rechtsgerichteten frommen Ideologen. Ariel Scharon hingegen ist nicht fromm und war niemals ein Ideologe. Als pragmatischer Politiker besinnt er sich heute wieder auf die Grundsätze David Ben Gurions, einen jüdischen Staat als sicheres Asyl für alle Juden zu garantieren. Ebenso knüpft er an die Politik Rabins und Netanjahus an, indem er Gebiete an die Palästinenser abgibt, die nicht in sein Konzept Israels als jüdischer Staat in sicheren Grenzen passen. Für die Räumung von Siedlungen wie für die Übergabe biblischen Landes an die Palästinenser gibt es schon Präzedenzfälle. Scharon handelt wie seine Vorgänger in einer schnell wandelnden Realität im Nahen Osten. Er definiert die Interessen Israels und passt sie der Wirklichkeit an.“
Ich hätte keine Schwierigkeit einem atheistischen Deutschen meine pro-jüdische/anti-Räumungs-Position klarzumachen … Wie verhält man sich aber bei diesem Thema einem rein-pragmatischen womöglich liberalen oder „atheistischen“ Juden gegenüber?
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

Gaza-Siedlungen: Bulldozer reißen Häuser ein

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