Irak: Einseitige Medien spielen den Terroristen in die Hände

Ich muss hier mal ein kleines Geheimnis verraten: Ich freue mich immer auf die monatliche Kolummne von Jeffrey Gedmin in der WELT. Gedmin ist der Leiter des Aspen-Institutes in Berlin und er kämpft mit Charme, Humor und amerikanischen Pragmatismus gegen die liebgewonnenen antiamerikanischen Lebenslügen der deutschen Gutmenschen. Und immer trifft er den Nagel auf den Kopf.

Heute geht es um die Presseleute, für die der Wunsch nach einem Misserfolg der Bush-Administration im Irak schon fast religiöse Züge angenommen hat [NB wp: Übrigens auch sehr schön jetzt wieder bei der Hurricane-Berichterstattung zu bemerken … USA sündigt gegen das Klima -> und wird wegen der Unfähigkeit zu Busse und Umkehr jetzt mit einem Hurricane bestraft]
Gedmin beklagt, dass der Focus der Irak-Berichterstattung NUR auf den Terroranschlägen liegt:
Die Medien haben den Irak mittlerweile auf ein einziges Thema reduziert: Selbstmordanschläge. Terroristische Gewalt ist natürlich ein enormes Problem und könnte das Land letztendlich ins Chaos stürzen. Aber wenn in der Hauptstadt eine Bombe hochgeht und 35 Iraker tötet, möchte ich trotzdem wissen, wie die übrigen 24 999 965 leben, was sie denken und wie sie sich fühlen. Die Gewalt, die man im Fernsehen sieht, konzentriert sich auf vier bis sechs von 18 irakischen Provinzen, vor allem in der Mitte des Landes und vor allem in Bagdad. Zehn der 18 irakischen Provinzen waren Anfang dieses Jahres über einen Zeitraum von sechs Monaten beinahe gewaltfrei. Das heißt, es gab dort entweder überhaupt keine Anschläge, oder sie machten weniger als ein Prozent der landesweit erfaßten Gewalt aus.

Gedmin vermisst Berichte über sensationell positive Dinge, die im Irak wirklich passieren:
Ich würde gern einmal einen Bericht über die Sumpf-Araber sehen. Saddam zerbombte ihre Dörfer anfangs der neunziger Jahre, tötete 30 000 bis 60 000 und vertrieb fast eine halbe Million aus ihrer Heimat. Er verminte und vergiftete ihre Sumpfgebiete – fast 20 000 Quadratkilometer. Die UNO bezeichneten das damals als das weltweit schlimmste Umweltdesaster. Heute werden die Sümpfe mit japanischer Hilfe wiederhergestellt, das Wasser wird gesäubert, und die Menschen kehren zurück.

Letztendlich spielen diese Negativ-Journalisten mit ihrer einseitigen Berichterstattung den Terroristen direkt in die Hände:
Die Killer machen klar, daß sie mit ihren Anschlägen Pessimismus verbreiten wollen. Durch den dadurch erzeugten Druck hoffen sie, die USA und andere zum Rückzug zu bewegen. Einer sagte letzte Woche der „Financial Times“, er verfolge jeden Tag die westlichen Fernsehsender, um zu sehen, wie sie vorankämen. Kommen unsere Journalisten jemals auf die Idee, „nützliche Idioten“ der Terroristen zu sein? Manche wünschen den Terroristen sogar den Sieg. Roland Heine von der „Berliner Zeitung“ gibt das zu. Er schreibt, die Dschihadisten und ihre Verbündeten hätten das moralische und legale Recht, die „Besatzer“ und ihre einheimischen Hilfskräfte zu töten.
Ich wünsche der jungen Demokratie im Irak und allen, die sich für eine positive Entwicklung einsetzen und darüber berichten Gottes reichen Segen!
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

Irak: Einseitige Medien spielen den Terroristen in die Hände

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