Aufbruch 09: Bündelung christlicher Kräfte in der Politik ist Gebot der Stunde

Karlsruhe (PBC) Der Bundes-Delegierten-Parteitag der PBC am 12. und 13. Oktober in Kirchheim / Hessen setzte durch die Wiederwahl des Vorstandes auf Kontinuität und Wachstum. Ein wirksameres Engagement christlicher Kräfte in der Politik wird breit unterstützt. Welche Rolle die PBC in diesem Prozess spielen soll, hat dieser Parteitag noch nicht beantwortet. Mehrere externe Referenten hielten klare Schritte in dieser Richtung für das Gebot der Stunde.

„Verstärktes Engagement in der Kommunalpolitik, vertiefte thematische Arbeit an politischen Konzepten sowie intensivere Zusammenarbeit mit christlichen Organisationen und anderen christlichen Parteien bleiben die Schwerpunkte der PBC auch in den kommenden Jahren“, erklärt Weiblen. Die PBC sieht sich nach seinen Worten als dynamische und progressive christlichsoziale Partei, die mittelfristig auf 50.000 Mitglieder wachsen und ein Wählerpotential von 5 – 8 % erschließen will.
Darüber, wie der Weg zu einer intensiveren Vernetzung von Christen in der Politik (Arbeitstitel „Aufbruch 2009“) aussehen könnte, hatte es seit einigen Monaten eine intensive Diskussion in der Partei über einen Antragsentwurf des Bundesvorstandes gegeben. Auf einer Bundes- und mehreren Regionalkonferenzen, in zahlreichen Telefonkonferenzen und auf vielen Parteitagen wurde intensiv darum gerungen, ob die PBC gemeinsam mit Christen aus anderen Parteien, z.B. aus dem ZENTRUM und der ÖDP, eine neue christlich-soziale Partei gründen sollte. Dazu konnte sich der Parteitag nicht durchringen. Mehrere Anträge mit verschiedenen Varianten am ersten Tag in Richtung auf dieses Ziel fanden keine Mehrheit. Dazu muss also die Diskussion weitergehen. Mit der Bestätigung des klar für „Aufbruch 2009“ werbenden Vorstandes hat der Parteitag am zweiten Tag dann doch eine mögliche Richtung vorgezeichnet.
Christa Meves, Erziehungswissenschaftlerin und Publizistin, rief in ihrem engagierten Beitrag dem Parteitag zu: „Die Bündelung der christlichen Kräfte ist das Gebot der Stunde! Jetzt! Hören Sie und wir Christen insgesamt mit kleinräumigen internen Diskussionen auf.“ Sie forderte, die Betreuung der Kinder in der Familie zu stärken, die Tätigkeit der Mutter mit einem Erziehungsgehalt
als Beruf anzuerkennen und staatliche Unterstützung zur Stärkung von Familien einzusetzen.
Dr. Jürgen Bühler, Internationaler Direktor der Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) und Leiter des deutschen Zweiges dieser Organisation, legte dem Parteitag ausgearbeitete politische Konzepte für neue Ansätze einer deutschen und europäischen Politik für die Völker des Nahen Ostens vor. „Wir werden diese hervorragenden Konzepte aufgreifen und in unsere Programmatik für die Wahlen 2009 integrieren“, kommentierte Weiblen.
Esther Kluth, Pharmaberaterin und rheinland-pfälzische Koordinatorin der überkonfessionellen Organisation „Christen im Gesundheitswesen“, zu der deutschlandweit 6.500 im Gesundheitsbereich tätige Personen gehören, beleuchtete spezifisch christliche Schwerpunkte für die Erhaltung und Wiedergewinnung der Gesundheit. „Die Gestaltung der strukturellen Gesundheitsreform wird ein
zentrales Wahlkampfthema 2009 bilden und in der nächsten Legislaturperiode des Bundestages zu lösen sein. Die PBC will in Zusammenarbeit mit Organisationen wie CiG und Fachleuten in den eigenen Reihen im PBC-internen Strategiekreis „Gesundheitspolitik“ ihre Programmatik weiter detaillieren“, versicherte Weiblen dem Bundesparteitag.
Peter Rohde, Richter, verwies in seinem Referat auf den engen Zusammenhang zwischen dem hohen sexuellen Stimulierungslevel in unserer Gesellschaft in Medien, Werbung und Internet sowie dem Anstieg von Ehebruch (einer der Hauptfaktoren für Scheidungen) und sexuell motivierter Gewalt.
Hier müsse die Politik gegensteuern und auch über klare Rechtnormen in diesem Bereich diskutieren.

5 Gedanken zu „Aufbruch 09: Bündelung christlicher Kräfte in der Politik ist Gebot der Stunde“

  1. Ich bin gespannt wo es hinführen wird. Sicher ist allerdings, dass Deutschland tatsächlich eine entschieden christliche Kraft benötigt, die zugleich auch Menschen offenstehen sollte, die nicht so entschieden sind, sondern lediglich die Werte gutfinden.

    Die PBC hat mit ihrem Namen viele Menschen ausgeschlossen, denn schon Luther hat häufig betont, dass es nicht allzuviele „wahre Christen“ gibt, aber die anderen Christen sind häufig auf der Suche und würden eine entschieden christliche Politik unterstützen.

  2. Nach wie vor werde ich keine Splitterpartei wählen. Statt sich in Schattenboxer-Parteien zu zersplittern täten wir als Christen gut daran, in den renommierten Parteien Führungspositionen anzustreben. Der gesamte rechte und linke Flügel der Parteienlandschaften bedarf guter geistlicher Führungskräfte.

  3. Jupp, Deine Argumentation hat auf den ersten Blick viel für sich.

    Tatsache ist aber doch, dass sich eine gestärkte kleine Partei in einer Koalition viel stärker mit einbringen könnte, als es einzelne Christen in einer riesigen Volkspartei je können. Auch wenn es einzelne dort weit bringen können (Beckstein, Köhler etc.) sieht die Regel anders aus. Oder warum denkst Du, sind Spätabtreibungen trotz dieser Führungskräfte nicht längst abgeschafft??

  4. Bitte beachtet, dass der im obigen Artikel erwähnte PBC-Vorstand zwischenzeitlich komplett nicht mehr im Amt ist und sich m.W. komplett der neuen AUF-Partei angeschlossen hat!

    Die PBC muss ihren eigenen Weg nun erst einmal finden. Wie seltsam dort derzeit die Ansichten sind, kann man u.a. in der online-Ausgabe von idea.de hin und wieder nachlesen. In der PBC sind derzeit Pharisäer am Werk, die glauben, den einzig richtigen, bibeltreuen Weg zu vertreten. Das wird nach wie vor nicht funktionieren.

  5. Und welche überzeugende Begründung sollte es denn geben die AUF-Partei zu wählen?
    Das A steht zwar für Arbeit, doch was will sie diesbezüglich? Hat sie ein Konzept die Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen, neue Arbeitsplätze zu schaffen?
    Fordert sie Mindestlöhne? Tritt sie für soziale Gerechtigkeit ein? Fordert sie die Abschaffung von HartzIV?
    Von all dem, worauf es wirklich ankommt, dringt aber nichts an die Öffentlichkeit durch!
    Da kann es doch wohl keinen Grund geben diese Partei zu wählen!

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