Bringt das Christentum wieder in die Schule!

Aber verstößt so eine Forderung nicht gegen die staatliche Neutralität in religiösen Fragen? Nein, ganz im Gegenteil, die Neutralität scheitert an Einseitigkeit, und die liegt im Umgang mit dem Christentum eindeutig vor:
im Philosophieunterricht gibt es eine Unterrichtsreihe, die sich „Religionsphilosophie“ nennt, aber faktisch eine Lehreinheit in Religionskritik ist – ohne einen Funken Bemühen, ein ausgewogenes Bild zu vermitteln. Was gäbe es für einen Aufschrei der Eltern, wenn es analog dazu eine Reihe gäbe, in der Texte von Autoren gelesen würden, die aus den verschiedensten Gründen ihren Glauben an Gott begründen?
Auch im Deutschunterricht scheint es niemanden zu stören, dass man Nietzsche lesen kann, ohne gleichzeitig einen christlichen Kulturkritiker zu Wort kommen zu lassen.
Im Geschichtsunterricht wird den Schülern die Französische Revolution als Ursprung unserer Freiheiten dargestellt – was eine plumpe Lüge ist, wenn man sich ihren Ausgang ansieht. Aber noch nicht einmal hier ist es möglich, der Reformation und ihren Anhängern ihren gebührenden Platz zuzuweisen, wo doch die Zusammenhänge so gut greifbar sind, wie sonst selten in der Geschichtswissenschaft: es waren protestantische Christen, welche die Demokratie in Europa einführten und durch ihr Vorbild auch in aller Welt Nachahmer auf den Plan rufen. Und auch der Ruf nach Religionsfreiheit entstand aus den protestantischen Kreisen der Independenten in England.

Wieso bedeutet „liberal“ und „neutral“ für viele Menschen heute „atheistische“? Denn so wird die Forderung nach Neutralität offenbar immer umgesetzt: christliche ELemente werden aus der Öffentlichkeit verbannt und Atheismus kommt an ihre Stelle (siehe Philosophieunterricht).

Gäbe es einen einzigen Staat, der sich einer konsequent atheistischen Weltanschauung verschrieben (die gab und gibt es immer wieder) und dabei wirklich Freiheiten für seine Bürger hervorgebracht hat, die christliche Staaten nicht besitzen, dann könnte ich diese Gleichsetzung ja immerhin der Verzweiflung zuschreiben.
Aber wenn es eine historische Wahrheit gibt, dann diese: in protestantischen Ländern gibt es die meisten Demokratien und die meisten Freiheiten für alle. Der Protestantismus hat den Freiheit und Wohlstand in einem Maße hervorgebracht, dass man seinen Einfluss nicht übersehen kann. Selbst Muslime können in protestantischen Ländern ihrer Religion ungestörter nachgehen als in muslimischen Ländern, die oft von Flügelkämpfen geplagt werden. Auch im Buddhismus lässt sich nichts Vergleichbares finden.

Wer um eine freiheitliche Erziehung der Schüler ernsthaft bemüht ist, kommt um das protestantische Christentum nicht herum.

Ein Gedanke zu „Bringt das Christentum wieder in die Schule!“

  1. Warum das Christentum? Warum denn nicht den Islam? Oder den Buddhismus? Oder Asatru? Oder Wicca? Oder wie wäre es mit dem Satanismus?
    Damit ließe sich an den Schulen doch ebenfalls eine ganze Menge Unsinn in den Köpfen der Schüler hineinpflanzen!
    Und immer nur Christentum? Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?
    Wie wäre es deshalb mit: von jedem etwas? Also soll heute mal das Christentum dran sein! Da kommt dann aber die historische Wahrheit ans Tageslicht, daß gerade der Protestantismus die Freiheit des Kapitalismus gefördert hat! Aber ja auch, daß sich bei den Katholiken das „ora et labora“ nicht nur auf das benediktinische Mönchstum beschränkt, sondern ganz allgemein bei kapitalistischer Ausbeutung Anwendung findet!
    Und nächste Woche ist dann der Islam dran. Dann heißt es natürlich: Mädels, ab unter den Tschador! Doch dafür dürft ihr ja beim Wicca-Abend im Wald bei Vollmond nackt ums Lagerfeuer tanzen! Und falls dies wegen Regen ins Wasser fällt, dann wird halt drinnen die satanistische Schwarze Messe vorverlegt. Das wird dann ja auch geil, so alles in schwarz, mit Pentagrammen, Kerzen auf Totenschädeln und Hühnerblut auf nackten Frauen auf dem Altar! Also besorgt schon mal ein paar Hühner, denen wir dann dazu den Kopf abreißen können!
    Und damit Odin nicht grollt ist danach dann Asatru dran! Und danach dann Buddha! Und so geht es dann immer weiter. So kommen dann doch alle auf ihre Kosten! Dann wird doch niemand mehr bevorzugt oder benachteiligt!

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