Friedensnobelpreis für Bush? Eine herrliche Provokation zum Nachdenken …

Liebe Geschwister,
in der Anlage findet Ihr ein brilliantes … natürlich nur rein rhetorisches 😉 Plädoyer von dem Historiker Michael Wolffsohn für die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika … George W. Bush!
Was für eine herrliche Provokation! Die aufgescheuchten Reaktionen aus der Bush-Bashing-Front könnt Ihr hier nachlesen.
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Keiner wird George Bush den Friedensnobelpreis verleihen (wollen). Dennoch hat er sich um die atomare Abrüstung mehr als andere verdient gemacht. Die Fakten: Libyen und nun auch (wirklich?) der Iran haben nach 2003 auf die nukleare Aufrüstung verzichtet. Auch Nordkorea. Mit dessen Steinzeit-Kommunisten hatte sein Vorgänger Clinton 1994 ein Wischiwaschi-Abkommen geschlossen. Erst jetzt wird der bedrohliche Reaktor kontrolliert abgebaut und nuklear abgerüstet. Von den meisten Nachrichtendiensten dieser Welt unbemerkt, hatte Syrien mithilfe Nordkoreas begonnen, atomar zu rüsten. Anfang September dieses Jahres hat Israel – mit Billigung der USA – die entstehende Anlage zerstört. Das (vorläufige?) Ende der nuklearen Weitergabe („Proliferation“) erklären Chronologie und Militärgeografie.Seit 2003, dem Sieg über Saddam, stehen US-Truppen in unmittelbarer geografischer Nähe des Iran, Libyens und Syriens. Ihre und die von ihnen ausgelösten regionalen (und globalen) Probleme sind ebenso bekannt wie unbestreitbar. Doch ihre Präsenz war zugleich ein klares Signal an die nahöstlichen Möchtegern-Atommächte: „Notfalls können wir innerhalb von Nahost gegen Nahost-Nuklearmächte militärisch leichter operieren als außerhalb.“Die militärische Abschreckung war glaubhaft und friedenspolitisch wirksam. Libyen hat verstanden. Und der Iran? Müssen wir bezüglich des Iran so „sicher“ sein wie vor 2003, als neben der CIA alle großen Nachrichtendienste (auch der BND) mit der Existenz von Saddams Massenvernichtungswaffen rechneten? Israels von Bush bewilligter Luftangriff gegen Syrien war atompolitisch folgenschwer und friedenspolitisch segensreich, denn Damaskus ist mehr denn je verhandlungsbereit. Syrien zündelt derzeit im Libanon weniger als zuvor, und es nahm kürzlich an der Friedenskonferenz von Annapolis teil. Assad möchte mit den USA politisch sowie wirtschaftlich ins Geschäft kommen. Das bringt mehr als die Freundschaft mit dem (traditionell eher antiarabischen) Iran.Die Sprache militärischer Abschreckung zur Verhinderung von noch mehr Kriegen hat auch Nordkorea verstanden. Vor dessen Tür stehen US-Truppen seit Jahrzehnten. Dass sie möglicherweise eingesetzt werden könnten, musste das atomar aufrüstende und deshalb Hunger leidende Land mehr als früher befürchten. Auch Nachbar Japan leitete, von Bush angeregt, militärischen Aktivismus ein.Selbst Bush-Kritiker können diese Fakten nicht ignorieren.
Friedensnobelpreis für Bush? Eine herrliche Provokation zum Nachdenken …

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