Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?

Vor ca. einer Stunde meldete der Landeswahlleiter den Sieg der CDU (36,8%) über die SPD (36,7%) in Hessen … Aber der Verlierer der Hessen-Wahl ist trotzdem in den Augen aller: Roland Koch. Wie konnte das passieren? Koch die heimliche Nummer 2 der Bundes-CDU. Wie konnte er so tief fallen? Nun, Hessen ist eigentlich seit Urzeiten immer rot gewesen … und ich muß es wissen, denn ich bin selber gebürtiger Hesse 🙂 Es ist doch das eigentliche Wunder, dass dieser streitbare Konservative sich überhaupt so lange in Hessen als Ministerpräsident halten konnte; als rotes Tuch für die gesamte deutsche Linke. Nur zum Vergleich der Dimension stelle man sich doch mal vor, die SPD würde sich 9 Jahre in Bayern an der Macht halten können …
Roland Koch ist es hoch anzurechnen, dass er das heiße Eisen der dramatisch ansteigenden Kriminalitätsquote von ausländischen Jugendlichen angepackt hat. Seine Gegner aus dem medienrelevanten Lager der post-68er-Gutmenschen können bei Ausländerüberfällen offensichtlich nur reflexartig die armen Täter bedauern, wie der Chefredakteuer der ZEIT di Lorenzo treffend schreibt.
Auf den Hinweis, mein ältester Sohn sei von mehreren türkischen Jugendlichen einfach so zusammengeschlagen und sogar noch per Handy dabei gefilmt worden, warf mir meine eigene Schwester in einer innerfamiliären Debatte um „den rassistischen Wahlkampf von Roland Koch“ doch tatsächlich vor: „Wie unverantwortlich von Dir, dass Du ihn nicht längst in einen Karate-Kurs gesteckt hast!!!“
Oh wow … ich muss schon sagen, die Anti-Koch-Kampagne greift!
Ich selber habe ja nicht nur deutsche Gutmenschen in der Verwandschaft, sondern bin glücklicherweise auch mit einer wunderbaren Frau „mit Migrationshintergrund“, einer Italienerin mit spanischen Wurzeln mütterlicherseits verheiratet. Bei unserem letzten Aufenthalt in Ihrer „Heimatstadt“ Mannheim hatte ich ein Gespräch mit meinem italienischen Schwiegervater … einem sog. „Ausländer“ …
Wir diskutierten den München-Überfall und ich mußte feststellen, dass er sogar eine noch radikalere Ansicht in der Frage der Verschärfung des Jugendstrafrechts hatte als ich. Er würde in solchen Fällen nicht lange fackeln und die Täter SOFORT aus Deutschland ausweisen. Auch mein italienischer Schwager, der übrigens bald Pastor einer pfingstgemeinde sein wird gestand mir offen seine Sympathie zu Roland Koch und seinen Wahlkampfinhalten. Heute höre ich, dass der spanische Cousin meiner Frau von acht Türken zusammengeschlagen wurde und mit Tritten ins Gesicht schwer verletzt wurde … Was soll ich sagen … meine „ausländischen“ Verwandten scheinen erfreulicherweise gegen die typische Politischen Korrektheit der linksalternativen deutschen Medien insgesamt resistent zu sein.
Auf einige SPD-Mitglieder trifft das ja im Übrigen auch zu … Hier ein Zitat von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD):
„Man muss das mal sagen, selbst wenn es manche nicht gern hören: Beim organisierten Autodiebstahl sind Polen nun mal besonders aktiv, das Geschäft mit der Prostitution wird dominiert von der Russen-Mafia, Drogenkriminelle kommen besonders häufig aus Südosteuropa und Schwarzafrika. Man schützt die hier lebenden gesetzestreuen Ausländer nicht, indem man Ausländerkriminalität totschweigt. Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell!“
Dieses Schröder-Zitat schien innerhalb der Hessen-SPD nicht viel zu gelten, betrieb sie doch erfolgreich eine Diffamierungskampagne gegen den hessischen Regierungschef Roland Koch, die gar nicht auf die Realitäten der Amtsführung zielte, sondern auf unterstellte Absichten.
Siehe Ypsilanti im TV-Duell: „Das Problem, warum das so diskutiert wird, ist, dass man Ihnen das zutraut.“
Aus heutiger Sicht scheint Roland Koch und damit weite Teile des konservativen Flügels der CDU nach dieser schweren Niederlage wirklich demontiert. Deutschland ist nach links und die CDU ist zu Merkels linker Mitte gerutscht. Man mag das bedauern … zu ändern ist das nicht!
Oder etwa doch? Für mich bedeutet diese Entwicklung die historische Chance für die Bildung einer neuen christlich-konservative Partei. Nach dem Desaster der PBC, die sich kürzlich putschartige von Ihrem Vorsitzenden Weiblen trennte, der mit der Forcierung der Initiative Aufbruch 2009 genau dieses Ziel hatte – frage ich Euch: Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei? Nie war sie wichtiger als heute!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?

9 Gedanken zu „Nach der Demontage von Roland Koch … Wo bleibt die neue christlich-konservative Partei?“

  1. Oh, mein lieber wanderprediger!

    Bezüglich dessen kann es nur eine Lösung geben: Wollen wir Christen sicherstellen, unseren Kindern und Enkeln ein freies Land zu hinterlassen, in der die Menschen wieder nach Gottes geboten leben und nicht mehr wegen ihres Glaubens diskriminiert werden, müssen wir Christen uns endlich als politische Kraft erkennen und uns IN der CDU engagieren. Jegliche Anstrengung, eine neue politische Infrastruktur aufzubauen, wird nur zuviel Energie verbrauchen – und kaum Ergebnisse bringen.
    Da ich annehme, dass du selbst Calvinist bist (liege ich da richtig?), sollten wir uns vielleicht mal eingehender unterhalten 🙂

    Gott segne unser Land

  2. Hallo Thomas,
    Jochen, der hier sehr viel schreibt kommt aus der reformatorischen Ecke … ich selber komme aus der pietistisch-evangelikale Tradition und meine Frau aus einer italienischen Pfingstgemeinde 🙂 Ich bin Ältester in einer konservativ-bibeltreuen charismatisch geprägten ostdeutschen Gemeinde der evangelischen Landeskirche.
    Ich finde abeer vieles am Calvinismus wirklich bereichernd. Allerdings kann ich mit den vielen cessationistisch orientierten Calvinisten theologisch nicht viel anfangen. Apropos Cessationisten: Es gibt erfrischende AusnahmenZitat: „Das Problem bei den Charismatiker ist ihr Glaube, dass Gott nicht nur heilen kann, sondern heilen muss. Gott wird auf diese Weise zu einem Werkzeug, das der allmächtige Glaubende handhabt. Das ist einer der Gründe dafür, dass in der Geschichte der charismatische Glaube eine Bewegung unter den Arminiern war. Das Problem bei den Nicht-Charismatiker ist andererseits, dass sie zwar behaupten, dass Gott heilen kann, aber davon ausgehen, dass er es nicht tun wird. Ich glaube eigentlich nicht, dass sie an Gottes Fähigkeit glauben – sie glauben wohl eigentlich nicht, dass Gott heilen kann. Das Problem bei den Charismatikern ist also die Negierung von Gottes Souveränität; das Problem bei den Nicht-Charismatikern die Negierung von Gottes Fähigkeiten oder seiner Güte oder von beidem gleichzeitig.“

    Von reformatorischen Theologen wie John Piper, obwohl er soweit ich weiss zu den Bundestheologen gehört halte ich dagegen sehr viel. Zuletzt beeindruckte mich seine liebevoll-kritische Auseinandersetzung mit den Vertretern der Emerging Church [->Seite 155] Hier mal ein in meinen Augen sehr unangenehmes Kontrast-Programm aus den Reihen der Bekenntnisbewegung [->Seite 11]
    Nachdem ich viel Wort-Streit und Theologische Gefechte unter Christen erlebt habe, habe ich mich aus diesen Grabenkampf-Foren jedoch zurückgezogen.
    Ich finde es gerade erholsam, wenn Christen aus den verschiedensten christlichen Denominationen auf dem Gebiet der „christlichen Politik“ zusammenarbeiten können, die ansonsten auf theologischem Gebiet keine 5 Minuten miteinander auskämen, ohne ins persönlich-verletzende ausufernde theologische Gezänk zu verfallen.
    Wie wunderbar ist es doch sich als charismatisch angehauchter Pietist gemeinsam mit anti-charismatischen Vertretern der Bekenntnisbewegung und strenggläubigen Katholiken gemeinsam gegen Abtreibung und Homo-Ehe zu engagieren 😉
    Was Du zum Engagement innerhalb der CDU sagst … nun ich glaube, es gibt einige hoffnungsvolle innerparteiliche Ansätze, wie zum Beispiel die „Christdemokraten für das Leben“. Ja die gibt es, aber wenn wir ehrlich sind, läuft doch zur Zeit das große Säkularisierungsprogramm in der Union, mit schleichender Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, Aufgabe jeder echten Opposition gegen das gängige Abtreibungsrecht und dem klammheimlichen Schielen in Richtung Stammzellforschung …
    Letztendlich würde der Aufbau einer christlich-konservativen Alternative rechts von der CDU auch den christlich-konservativen Kräften innerhalb der CDU nützen … Siehe aktuell der Linksrutsch der SPD nach dem Angriff der Linkspartei.
    Selbst wenn man keine Parteigründung anstrebt, so müsste man doch die Gründugn einer Art deutscher „Christian Coalition“ nach dem Vorbild der USA forcieren, die erst den Druck aufbauen und bündeln kann, die unser politisches System benötigt, um sich auszurichten.
    Initiativen der Evangelischen Allianz wie „Werte wählen“ können da erst der Anfang sein …
    Mit freundlichen Grüßen
    wanderprediger

  3. Was soll das alles? Egal, ob SPD, CDU, CSU, Grüne oder FDP: alle diese neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien sind doch für immer mehr Menschen überhaupt nicht mehr wählbar. Und für immer mehr, vor allem die immer mehr werdenden HartzIV-Opfer, werden sie es auch nie wieder sein. Denn wer einmal unter HartzIV gelitten hat und trotzdem noch bei klarem Verstand geblieben ist,wird doch niemals wieder eine dieser Parteien wählen! Die einzige im Bundestag (und inzwischen auch in den meisten Landtagen) vertretene Partei, die sowohl demokratisch als auch sozial ist, ist doch DIE LINKE.

  4. Ich frage mich, wie oft der Kommunismus eigentlich noch scheitern muss, bevor er auch bei den Unzufriedenen nicht mehr sein Bild vom Kämpfer für die Armen verkaufen kann, ohne schamrot zu werden…

  5. Was hat das denn mit dem Kommunismus zu tun?
    Erwarten die neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien den tatsächlich von HartzIV-Opfern gewählt zu werden? Etwa deshalb, weil sie laufend an diese die Forderung richten: „Geht zur Wahl, denn eine geringe Wahlbeteiligung stärkt die Extremisten! Doch wählt nicht die Linken, denn das sind die bösen Kommunisten! Und wählt auch nicht die Rechten, denn das sind die bösen Nazis!“?
    HartzIV-Opfer sind zwar arm, doch wer arm ist, ist doch deswegen nicht zwangsläufig blöd!

  6. Wenn die Parteien, die du möglicherweise im Blick hast, wirklich extrem menschenfreundliche Programme hätten oder extrem originell wären, könnten sie eine gute Alternative für Arme sein. Aber beide haben die Chance gehabt, Geschichte zu schreiben, und das Ergebnis ist einfach nur extrem in die Hose gegangen. Daher ist es in meinen Augen durchaus blöd, sie zu wählen.
    Bei einer kommunistischen Partei hätte ein Hartz IV – Empfänger dann beispielsweise nicht mehr so einfach die Möglichkeit, sich bei einer „global-kapitalistischen“ Zeitarbeitsfirma sein eigenes Geld zu verdienen, weil es nur noch verstaatlichte Betriebe gäbe

    Natürlich wird es viele geben, die hochphilosophische und gesellschaftskritische Einwände ins Feld führen könnten, die dagegen sprechen, morgens um 5 aufzustehen, um Geld zu verdienen…
    Aber für den ein oder anderen ist es ja vielleicht doch eine interessante Alternative zu dem Gefühl, immer nur von dem Gutwill der aktuellen Sozialpolitik abhängig zu sein und sich den ganzen Tag über die Welt zu ärgern.

  7. Gerade die Zeitarbeitsfirmen sind doch wohl für Lohndumping berüchtigt! Und wem wundert das? Die sind auch noch von „christlichen“ und anderen gelben Pseudo-Gewerkschaften unterwandert.
    Und was spräche denn dagegen in einem verstaatlichten Betrieb zu arbeiten? Vor allem, wenn dies einen sicheren Arbeitsplatz beinhaltet? Und wenn der Verdienst dann auch noch stimmt? Dafür würden doch HartzIV-Opfer gerne 5 Uhr morgens aufstehen, um Geld zu verdienen!
    Und welche andere Partei sollten denn Arme, besonders HartzIV-Opfer,
    überhaupt wählen können, wenn nicht jene, die ich im Blick habe?
    Willst Du wirklich behaupten, CDU, CSU, SPD, Grüne oder FDP wäre noch für HartzIV-Opfer wählbar? Oder könnten es je wieder sein?
    Und welche Parteien gibt es denn noch, die die Abschaffung von HartzIV fordern? Da gibt es doch außerdem nur noch einige wenige unbedeutende Splitterparteien, die ohnehin nur aab und zu hier oder dort kandidieren! Und von denen überhaupt nicht bekannt ist, wie sie zu HartzIV stehen. Da muß man erst ausgiebig im Internet recherchieren. Und von welchem Wähler kann man dies denn vor dem Gang zur Wahlurne erwarten? Und diese wenigen Anti-HartzIV-Splitterparteien werden doch auch alle von den neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien entweder in die links- oder in die rechtsextremistische Schublade gesteckt!
    Und DIE LINKE ist als einzige derzeit im Bundestag vertretene Partei, die sowohl sozial als auch demokratisch ist, doch wohl auf dem besten Weg Geschichte zu schreiben! Da ist doch wohl nichts „extrem in die Hose gegangen“! Im Gegenteil: die Wahlerfolge sprechen doch wohl für sich!

  8. Hallo,
    ich arbeite seit 1990 in der Sicherheitsbranche. Ich schrieb damals als Roland Koch das Ausländerproblem zum Wahlkampf nutzte einen Leserbrief an die Bild-Zeitung, dieser auch veröffentlicht wurde; Originalzitat:
    Schröder sagt, dass die Gewalt auch ein Problem deutscher Jugendlicher sei. Na klar, wir sind ja auch in Deutschland!! Ich war zehn Jahre Türsteher in Rüsselsheim. Ich hatte fast täglich Ärger mit Personen, Probleme aber nur mit ausländischen Besuchern.
    Ich bin der Meinung dass nachdem ein Politiker, in diesem Fall Roland Koch, dieses Problem endlich mal beim Namen nannte und versprach dieses Thema anzugehen und auf politischem Wege auszumerzen, dadurch aber komplett demontiert wurde, in naher Zukunft nicht ein einziger Politiker der heutigen Regierung dieses Thema jemals mehr aufgreifen wird!
    Das wird für uns alle hier lebenden multikulturelen Bürgern in geraumer Zeit ein unlösbares Problem geben!
    Es ist derzeit schon so extrem ausgeartet das wir keine Zeit mehr verlieren dürfen dieses Problem als Chefsache zu erklären und zu lösen. Daher bin ich der Meinung das es Zeit wird eine multikulti Partei zu gründen um unsere Bundesbürger zu schützen.
    Ich bin in Frankfurt am Main-Sindlingen multikulturell aufgewachsen. Da gab es kein du bist Deutscher/ Türke/ Italiener oder sonstige Nationalität. Wir waren Sindlinger, Freunde die zusammen gehalten haben. Heutzutage gruppieren sich z.B. Türken unter sich und akzeptieren/ respektieren keine anderen Landsleute.
    Ich war/ bin stolz ein Deutscher zu sein, heute bin ich froh das ich Europäer bin. Deswegen werde ich nicht weiter zuschauen und mich belügen lassen von unseren derzeitigen Regierung, sondern werde den Schritt wagen das Problem zu ändern und eine Partei mit meinen multikulturellen Freunden gründen.
    Ich hoffe auch auf eure Unterstützung und würde mich freuen eure Meinung darüber zu erfahren.
    Schluß mit dem Egoismus, lasst uns an unsere Kinder und Kindeskinder denken und dafür sorgen das Sie in Sicherheit aufwachsen, eine Zukunftsperspektive haben und ohne Angst und sinnloser Gewalt Leben können.
    Ich gehe es an!!!!!!
    Gruß
    Markus

  9. Wozu eine „multikulturelle Partei“ gründen? Wozu noch mehr kleine und kleinste Splitterparteien, von denen ja doch keine die 5%-Hürde packt? Das bringt doch nichts!
    Was sind denn die wirklichen Probleme? Das größte Problem sind doch wohl die sozialen Mißstände in diesem Land. Und dabei ziehen doch die neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien SPD, CDU, CSU, Grüne und FDP an einem Strang! Diese Parteien sind für HartzIV-Opfer und andere Sozialabbau-Geschädigte nicht mehr wählbar und werden es nie wieder sein! Die Zahl der HartzIV-Opfer nimmt ständig zu. Und diese Entwicklung wird wohl im neuen Jahr noch beschleunigt. Für HartzIV-Opfer kann es als Wähler nur noch zwei Alternativen geben: entweder DIE LINKE oder NPD bzw. DVU.
    DIE LINKE ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die sowohl sozial als auch demokratisch ist. Und sie strebt auch nach einer Integration unserer Mitbürger aus anderen Ländern. DIE LINKE ist also weder völkisch noch nationalistisch noch rassitisch. Sie ist offen für alle Menschen, die für Recht und soziale Gerechtigkeit eintreten. Ich bin selbst Mitglied bei den Linken. Und es gibt in meiner Partei auch Mitglieder mit einem Migrantenhintergrund. Somit besteht also überhaupt kein Bedarf an einer neuen „multikulturellen Partei“. Im Gegenteil: Eine solche Partei würde sich wahrscheinlich an Ausländer- und Integrationsangelegenheiten festbeißen, wie die meisten Splitterparteien keinerlei Stellung zu HartzIV und weiteren Sozialabbau beziehen und deshalb auch nur einen unbedeutenden Wähleranteil bekommen, würde die 5%-Hürde mit allergrößter Wahrscheinlichkeit niemals überspringen. Denn als die vorangegangene rot-grüne Regierung HartzIV einführte und die neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien diesbezüglich alle an einem Strang zogen, bot sich doch für die vielen Splitterparteien die Chance, sich aus dem Unter-5%-Sumpf zu erheben. Doch die haben damals fast alle geschlafen bzw. sind zu spät aufgewacht! Da haben nur PDS und WASG durch ihre Fusion zur Linken das Rennen gemacht! Lediglich NPD und DVU haben sich noch schnell genug an die soziale Situation rangehängt um auch noch einen größeren Wählerzuwachs zu bekommen. Für die weiteren Splitterparteien, die dann noch Stellung gegen HartzIV bezogen, war es bereits zu spät. Und jede Partei, die jetzt noch neu gegründet wird, hat doch überhaupt keine Chance mehr!
    Da wären doch die Wählerstimmen, die diese Partei erzielen würde, bei der Linken besser aufgehoben!

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