Von Motten und Menschen

In Vorratsräumen oder Küchenregalen kann man – wenn man Pech hat – zarte Fäden auf Haferflocken, Müsli, Nudeln etc beobachten, und wenn man die Packung genauer untersucht, findet man viele kleine weiße sich windene Maden. Es handelt sich dabei vermutlich um die Kinderstube einer Mottenart, die man sich leicht einfängt (weil die Eier schon in neuer Ware enthalten sein können) aber recht schwer wieder loswird. Es gibt eigentlich nur ein Verfahren, dass zwar etwas langwierig ist, aber ziemlich verlässlich zum Ziel führt:
Man füllt zunächst alle kohlenhydrathaltigen Lebensmittel in feste Behälter und stellt Mottenfallen auf. Diese bestehen aus einer klebrigen kleinen Korkscheibe, die mit dem Sexuallockstoff der Mottenweibchen getränkt ist. Die Mottenmännchen riechen das, und bleiben an dem Leim kleben, während die Mottenweibchen ihre Eier vermutlich zum Frühstück essen. Innerhalb von wenigern Wochen lässt sich mit dieser Methode die Reproduktionsrate wirkungsvoll bis auf Null reduzieren.
Es hat mich ehrlich beeindruckt, dass man von einem Tier gezielt ein bestimmtes Hormon ananlysieren und industriell anfertigen kann. Ist das nicht ein beeindruckendes Beispiel dafür, um wieviel intelligenter Menschen als Motten sind?

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