Zum Sündigen verdammt

Die Menschen wollten ihre Freiheit von Gott und wurden zu Sklaven der Sünde. Nachdem sie Gott verworfen hatten, hat Gott sie an in ihrer Bosheit dahingegeben. Erst wollten sie sündigen, dann mussten sie.

Erst wollten sie am Sonntag arbeiten, dann mussten sie. („Ich weiß, dass morgen Sonntag ist, aber ihr Kollege hat das letztes Mal trotzdem für mich gemacht!“)
Erst wollten sie vor der Ehe zusammen schlafen, dann mussten sie. („Oder willst du etwa bis zur Ehe warten?“ *lachschlapp*)
Erst wollten sie ihren Tod selbst herbeiführen, dann mussten sie. (oder welches Recht hat der teure unheilbare Patient, noch am Leben zu hängen, dessen Heiligkeit niemand mehr sieht?)
Erst wollten sie abtreiben, dann mussten sie. („Wieso habt ihr das Kind denn dann bekommen? Konnte man da nicht irgendetwas machen…?“)
Erst wollten sie ihr Leben um ihre eigene Karriere aufbauen, dann mussten sie.

Wir erleben langsam, was es bedeutet, von Gott „dahingegeben“ zu werden in die Sünde, die wir scheinbar freiwillig gewählt haben. Hier hilft keine Politik, keine menschliche Macht sondern allein das Wort Gottes, das wir predigen müssen. Nur das Wort hat die Kraft, den Verdammten wieder zu Gott zu rufen und selbst Tote zum Leben zu erwecken.

„Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.“
(1.Kor. 1,17-21)

6 Gedanken zu „Zum Sündigen verdammt“

  1. Ein ganz klasse Beitrag mit Blick auf die 10 Gebote. Darf ich dies im Unterricht verwenden? Ließe sich das nicht zu einer Predigt ausbauen?
    LG Buchstapler

  2. Ja, du kannst den Text natürlich gerne für den Unterricht verwenden!
    Als Predigt würde ich das Ganze vermutlich etwas exegetischer angehen, aber grundsätzlich wäre das möglich. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit…

    Gruß
    Moorwackler

  3. Wieso „zum Sündigen verdammt“? Und wer will schon unbedingt sonntags arbeiten, wenn er nicht muß? Die meisten Leute, die sonntags arbeiten müssen, würden doch lieber stattdessen ausschlafen und sich danach einen schönen Tag machen! Aber in manchen Fällen geht es doch ohne Sonntagsarbeit nicht. Oder sollen z.B. am Sonntag die Patienten eines Krankenjhauses sich selbst überlassen werden, weil weder Ärzte noch Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger arbeiten?
    Und was gibt es denn dagegen einzuwenden vor der Ehe miteinander zu schlafen?
    Und zur Abtreibung wird doch auch niemand gezwungen! Oder wo werden Kinder gegen den Willen ihrer Mütter abgetrieben?

  4. „Die meisten Leute, die sonntags arbeiten müssen, würden doch lieber stattdessen ausschlafen und sich danach einen schönen Tag machen!“

    Unter „sich einen schönen Tag machen“ verstehen die meisten heute verkaufsoffener Sonntag, hier sind die Durchschnittsbürger wie die Lemminge. Als Folge dessen MÜSSEN andere sonntags arbeiten und somit schließt sich der Argumentationskreis von Moorwackler. Ich finde den Artikel sehr treffend. Er zeigt, wie sehr wir doch „Opfer unserer eigenen Handlungen sind“.

  5. Unter sich sonntags einen schönen Tag machen sollte ja auch nicht zu verstehen sein, durch verkaufsoffene Läden zu ziehen und zu shoppen, was das Zeug hält. Jedenfalls sind dies nicht meine diesbezüglichen Vorstellungen davon. (Wobei ich natürlich nicht ausschließen möchte, dass es tatsächlich einige Zeitgenossen gibt, bei denen derartige Vorstellungen stets in Verbindung mit Konsum stehen müssen!).
    Es gibt also keinen gerechtfertigten Grund weshalb die einen nur deshalb sonntags arbeiten sollen, damit die anderen sich dem dekadenten Konsumwahn hingeben können. (Doch leider ist dies ja in der heutigen Zeit immer häufiger der Fall!).
    Doch es läßt sich ja wohl nicht leugnen, dass es in einigen Bereichen, z.B. in den Krankenhäusern, doch wohl unumgänglich ist, dass auch sonntags gearbeitet wird!

  6. „Es gibt also keinen gerechtfertigten Grund weshalb die einen nur deshalb sonntags arbeiten sollen, damit die anderen sich dem dekadenten Konsumwahn hingeben können. (Doch leider ist dies ja in der heutigen Zeit immer häufiger der Fall!).“

    Sehe ich ganz genau so. Das Sabbatgebot in der Bibel wird auch in der Bibel mit sozialen Bedürfnissen begründet, wobei Gott gerade an die Ärmsten denkt. Niemand sollte den Sabbat so halten, dass er dabei das Ruhebedürfnis seiner Knechte oder sogar der Tiere (!) übergeht.
    Und heute ist es genau so wie du sagst, dass das Ruhegebot eigentlich vor allem dem Vergnügen der Mittel- und Oberschicht dient, während es in der Regel die am schlechtesten bezahlten Berufe sind, in denen gearbeitet werden muss.

    Die Ausnahmeregelungen, die du ansprichst, sind in der Bibel ausdrücklich geregelt, weil Jesus vorgeworfen wurde, am Sabbat zu heilen. Seine Antwort kannst du in Mt 12 nachlesen aber auch in diversen Parallelstellen.

    Die größere Bedeutung des Sabbats ist aber die Verheißung, die Gott seinem Volk damit gegeben hat, einmal in die ewige Ruhe einzugehen, in der wir zu Ruhe kommen von unseren Werken. Diese Verheißung ist einmal in Jesus erfüllt, aber es bleibt noch die Hoffnung auf den Himmel, an dem wir am Sonntag schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen 🙂

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