Die große Ernüchterung

Obama sollte das Verhältnis zu Europa eigentlich wieder kitten und Amerika vor Alleingängen abhalten. Alle, die dies vielleicht hofften, dürften spätestens heute eine Enttäuschung erleben: Obama hat in den ersten Tagen seiner Amtszeit nicht nur versucht, die amerikanische Wirtschaft isoliert zu fördern, sondern seine Außenministerin hat zum ersten Mal ihre Antrittsbesuche in Asien begonnen und nicht wie üblich in Europa. Damit wird gleich zu Beginn von Obamas Amtszeit deutlich, deutlicher vielleicht als durch das böse Wort vom „alten Europa“, dass die Machtverhältnisse sich verändert haben. Europa wird zwar aus Höflichkeit „gehört“, so wie Obamas Regierung auch alle Parteien im Nah-Ost-Konflikt und auch Nordkorea hören will. Aber die politische Kraft Europas lebt von Nostalgie.

3 Gedanken zu „Die große Ernüchterung“

  1. Über den Glauben von Obama kann ich nicht viel sagen. Aber so langsam dürfte klar sein, dass die Obamanie ein oberflächlicher Medien-Taumel war. Gerade heute habe ich gelesen, dass Obama von seinen europäischen Verbündeten mehr Engagement in Afghanistan erwartet. Das spricht nicht gerade für ein Gespräch auf Augenhöhe.
    Der Unterschied zu Bush besteht nur darin, dass die Deutschen dem Aufruf folgen werden und jetzt vermutlich verschämt ihre „Pace“-Flaggen einrollen…

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