Wie die deutsche Presse auf Kritik reagiert

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: ich befürworte weder Drohungen noch Einschüchterungen oder gar offene Gewalt gegen Journalisten. Aber ich begrüße es, dass heute durch das Internet eine Möglichkeit geschaffen wurde, Journalisten öffentlich zu kritisieren. Journalisten stehen also vor einer für sie ungewohnten Situation – auf die sie ganz offensichtlich überhaupt nicht vorbereitet sind. Man muss die Darstellung z.B. des ARD nicht stark verkürzen, um sie auf die einfache Formel zu bringen: wer Journalisten kritisiert, ist ein Nazi.

Volker Beck versuchte den Umstand für sein persönliches Combeck (Achtung: Wortspiel) zu nutzen, indem er sich im Bundestag für die Journalisten einsetzt. Dieser Einsatz könnte sich als Bärendienst erweisen, denn einer der Kritikpunkte an den Journalisten lautet ja, dass sie bei weitem nicht das Wahlverhalten der Bevölkerung widerspiegeln sondern mehrheitlich grün-rot wählen (auch in den vermeintlich konservativen Medien). Mit seiner kleinen Anfrage im Bundestag hat Beck diesen Vorwurf eindrucksvoll bestätigt.

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