Das „Argumentum ad ignorantiam“

Bei dem Argumentum ad ignorantiam handelt es sich um einen Fehlschluss. Dabei wird aus Nicht-Wissen Nicht-Existieren gefolgert (z.B. Weil wir keine Hinweise auf X haben, gibt es kein X. Dieser Fehlschluss wird regelmäßig Kreationisten vorgeworfen, die aus einer fehlenden Erklärung die Unmöglichkeit einer Erklärung ableiten. Derselbe Fehlschluss liegt natürlich auch bei Atheisten vor. Und vielen ist nicht bewusst, dass letztlich sämtliche Argumente von Kreationisten und Evolutionisten auf dem Argumentum ad ignorantiam beruhen. Beispiel: Ein rudimentäres Organ zeichnet sich dadurch aus, dass es funktionslos ist, sich aber aus einem früheren Zustand erklären lässt. Wie soll man aber das Nicht-Bestehen einer Funktion beweisen, ohne das Ai zu bemühen? Es gibt genug Beispiele für vermeintliche rudimentäre Organe, deren tatsächliche Funktion einfach später entdeckt wurde (berühmtes Beispiel ist der Blinddarm des Menschen).

Das Ai ist ein logischer Fehlschluss. Wer immer sich darauf berufen muss, steht aber immer unter dem Druck, seine Position auch anders zu begründen.

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