Wie analysiert man Wahlergebnisse?

Z.Zt. kommt es ja häufiger vor, dass alle alten Parteien Federn lassen müssen. Sollten Sie in der Verantwortung stehen, dieses Ergebnis journalistisch kommentieren zu müssen, halten Sie sich einfach an folgende Faustregeln:

Verluste der SPD sind traurig, machen Sie ein ernstes Gesicht. Letztlich ist es aber keine existentielle Bedrohung, denn die Partei ist ja schon alt und die Grünen können übernehmen.

Verluste der CDU weisen grundsätzlich auf ein grundsätzliches Problem hin!

Verluste der Grünen gibt es eigentlicht nicht und falls doch handelt es sich um den Prozess der Normalisierung nach einem fantastischen Höhenflug für den sie natürlich perfekt aufgestellt ist (bringen Sie diesen Gedanken ohne Atemzug, Punkt oder Komma zu Ende!).

Verluste der Linken sind o.k. weil keiner sie liebt, aber SPD und Grüne sich längst damit abgefunden haben, mit ihr zu regieren. Sie sind ein peinliches aber für manche Parteien notwendiges Übel.

Verluste der FDP sind lustig. Sollte sie aber gewinnen, weisen Sie darauf hin, dass die FDP ja nur davon „profitiert hat, dass…“ Und achten Sie auf jeden Fall darauf, das Wort „profitiert“ zu verwenden, das akzeptiert man im Zusammenhang mit der FDP sofort – wegen „Profit“ und so.

 

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