Snake-Speech

Die Abschiedsrede von Hillary Clinton wurde von vielen Seiten als würdevoller Abgang gewürdigt. Es ist grundsätzlich nett, Verlierer nicht auch noch mit Füßen zu treten, aber ganz nüchtern betrachtet hat sie ihre Anhänger zum Kampf aufgerufen. Sie hat zwar auch gesagt, dass sie das Ergebnis anerkennen werde, aber dass es sich lohne, für linke Werte zu kämpfen. Tosender Applaus und eine Rednerin, die mit einem bitteren jetzt-kannste-mal-sehen-Blick in die Runde nickt. Hat sie damit nur den politischen Kampf gemeint?

Wenig später brannten die ersten Autos und der Mob tobt bis jetzt in zahlreichen Städten durch die Straßen. Hat sie das mit „Kampf“ gemeint? Spätestens jetzt wäre es ein guter Zeitpunkt gewesen, um sich von der Gewalt zu distanzieren. Hat sie aber nicht. Und daher muss man ihr im vollem Umfang unterstellen, dass sie exakt genau das gemeint und ihre Anhänger zur Gewalt gegen die neue Regierung aufgerufen hat.

Interessant hierbei: der Protest geht nicht in erster Linie von Afroamerikanern aus oder Hispanics sondern von Studenten. Der Aufstand veranschaulicht meine These, dass es eigentlich um einen Kampf zwischen Universitäts-Aristokratie und Wirtschafts-Aristokratie geht.

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