Pädophilie im ARD – Tatort „Stau“

Der ARD hat sich im Kampf um die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften sehr engagiert, jetzt scheint er die Pädophilie-Debatte ins Rollen zu bringen. Wie von mir voraus gesagt, beginnt es mit Fällen falscher Verdächtigungen, wie z.B. im Tatort „Stau“. In der Folge geht es um die Frage, warum ein 14jähriges Mädchen kurz nach dem Geschlechtsverkehr blutend am Straßenrand liegt. Die Geschichte entpuppt sich als reichlich konstruiert: sie hatte einfach Sex mit ihrem Freund (17) und geriet unmittelbar im Anschluss in einen Streit mit ihm, weil er meinte, es lohnt sich nicht, nach ihrem entlaufenen Hund zu suchen, was sie natürlich doch tat und prompt angefahren wurde. Durch dieses sicher reichlich alberne Szenario war es erst möglich, den Verdacht des Missbrauchs aufkommen zu lassen. Nein, eigentlich brauchte man dafür noch widersprüchliche Zeugenaussagen, für die  ein 3jähriger Junge als Zeuge genommen wurde. Immerhin war es auf diese Weise möglich, eine Geschichte um eine begründete aber fälschliche Vermutung aufzubauen. Im Verlauf der Suche wurden dann gleich 3 Männer verdächtigt, die natürlich ganz zu unrecht, als pädophil aktenkundig geworden sind. Am Ende löste sich also alles in Wohlgefallen auf, und niemand hatte wirklich Grund, an der Folge Anstoß zu nehmen. Allein die schlecht konstruierte Geschichte lässt die Frage aufkommen, ob der Zuschauer möglicherweise bewusst nicht allgemein gegen Vorurteile sensibilisiert werden sollte, sondern ein neues Vorurteil lernen sollte: bei dem Vorwurf der Pädophilie muss man gaaanz vorsichtig sein!  In juristischen Fragen ist genaues Hinschauen sicher wichtig, allein die Häufigkeit, mit der solche Fälle konstruiert werden, führt zu einer routinierten Vorwegnahme des Urteils, weil der Zuschauer glaubt, aus Erfahrung sagen zu können, dass an solchen Vorwürfen ja meistens nichts dran ist. Und genau mit diesen psychologischen Mitteln wurde auch die Bereitschaft vorbereitet, Homosexualität nicht zu verurteilen. Und wo sich die geforderte Bereitschaft nicht einstellt, hilft dann erfahrungsgemäß die gesellschaftliche Ächtung nach.

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