Christenverfolgung in Deutschland

Während man von Kanzeln immer noch hört, dass wir in einem Land leben, in dem wir unsere Religion frei ausüben können, hat die Verfolgung bereits begonnen.

Spektakuläre Thesen leben im allgemeinen von schlechten Definitionen. Deswegen möchte ich vorweg klären, was ich unter einer „Verfolgung“ verstehe:
Unter „Verfolgung“ soll hier die wissentliche und willentliche Schikanierung einer Gruppe von Menschen aufgrund einer Eigenschaft gemeint sein, die diese nicht ablegen können, oder nicht ablegen müssen, mit dem Ziel, diese Menschen aus dem öffentlichen Leben zu vertreiben (durch gezielte Diffaierung, Unterdrückung, Gefängnis oder Mord).

Nach Thomas Schirrmacher, dem Herausgeber der Dokumentation über die Christenverfolgung, lassen sich verschiedene Stadien der Verfolgung unterscheiden:

„Christenverfolgung beginnt normalerweise mit einer Desinformationskampagne. Das war schon bei den alten Römern so, dass die Meinung verbreitet wurde, Christen würden beim Abendmahl Kinder töten. [Ich würde noch ergänzen, dass die Desinformation vor allem dem Ziel dient, die verfolgte Gruppe als Gefahr für die Sicherheit des Staates und das Wohl seiner Bürger einzustufen, es genügt nicht, sie bloß als schrullig darzustellen. Tatsächlich haben sowohl die Römer als auch die Nazis ihre Feinde immer zur Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt; Anm. JW]
Die Desinformationskampagne geht dann zur Diskriminierung über, d.h. einer sehr starken Benachteiligung in vielen Bereichen des Lebens,
und schließlich zu Übergriffen von Seiten des Staates in rechtlicher Weise. Dazu gehören verschiedene Verbote und Verhinderungen.
Die schlimmste Stufe ist dann eben, dass es den Christen an Leib und Gut geht“.

Quelle: http://www.persecutio.de/artikel.html

Die Frage, auf welcher Stufe der Schikanen wir uns derzeit befinden, muss jeder für sich beantworten.

Was bedeutet das für uns?
Ganz einfach, es wird Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen und eine gesunde Sicht dafür zu gewinnen. Im Folgenden habe ich einen Text aus dem 1. Petrusbrief, der sich an Christen in Verfolgung wendet, in gekürzter Form wiedergegeben:

„Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, und vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt! […]

Und wer wird euch Böses tun, wenn ihr Eiferer des Guten geworden sied? Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen glückselig seid ihr!
Fürchtet aber nicht ihren Schrecken, seid auch nicht bestürzt, sondern haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig!
Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, aber mit Sanftmut und Ehrerbietung!
Und habt ein gutes Gewissen, damit die welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden, worin euch Übles nachgeredet wird. Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden als für Bösestun.
[…]
Da nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung – denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen-, um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
[…]
Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes; sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut!
Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werde, glückselig seid ihr! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch.
Denn niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als einer, der sich in fremde Sachen mischt; wenn er aber als Christ leidet, schäme er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen! Denn die Zeit ist gekommen, dass das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen? Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, einem treuen Schöpfer ihre Seelen anbefehlen im Gutestun.“
(1.Petr.3,8-4,19 mit längeren Auslassungen)

Links zum Thema:
http://209.85.135.104/search?q=cache:ewaK9hxQlkcJ:www.publichrist.de/beitraege/antidiskriminierungsgesetz.doc+%22christenverfolgung+in+europa%22&hl=de&ct=clnk&cd=16

http://religion.orf.at/projekt03/news/0601/ne060109_laun.htm

http://www.amazon.de/Christen-unter-Druck-Christenverfolgung-Europa/dp/3936850100

http://www.was-sagt-die-bibel-zu.info/html/christenverfolgung_in_deutschl.html

Der Beo

Eine schwarze Limousine hielt vor dem Haus und zwei sehr elegant gekleidete Herren stiegen aus, kamen zu dem kleinen Haus und klopften an. Es war das einzige Gebäude im Umkreis von ca. 40 km. Eine alte Frau öffnete, ohne die Kette von der Tür zu nehmen, und blickte misstrauisch fragend zu den Männern.
„Guten Tag, gnädige Frau. Haben sie einen Beo?“
Die Frau hatte keine Ahnung worum es ging, nahm aber die Kette von der Tür und bat die beiden herein. Still gingen sie hinter ihr her, bis sie vor dem Vogel standen.
„Können wir den kaufen?“
„Darf ich fragen, was sie von meinem Beo wollen?“
„Er soll unser König werden.“
Die Frau versuchte Zeit zu gewinnen, um das zu verstehen – sie verstand nicht viel von Politik, muss man zu ihrer Verteidigung sagen. „Äh, der Beo kann nur einen einzigen Satz sagen“
Die Gesichter der Männer leuchteten auf. „Welchen?“
„Wenn man ihm zuwinkt, sagt er „Hallo, alter Furz“ “
Die Männer waren begeistert, aber die Frau verstand noch immer nicht. „Haben sie keine geeigneteren Kandidaten?“
„Doch, klar. Wir hatten einen Kandidaten, der klug, gebildet, eloquent und sogar gutaussehend war…“
„Ja, und?“
„Leider war er ein weißer Mann…“ „Ja, und dazu noch 54!“ stöhnte der andere hilfreich.
Die Frau war verwirrt, wusste aber auch, dass die Menschen in den Städten sehr fortschrittlich waren, so wagte sie nur, ratlos zu gucken. Die Männer merkten nun, dass sie ihre Lage würden erklären müssen:
„Sehen, sie“ begann der eine „wer wählt den so was?!“
„Wir sind dann auf eine Frau umgestiegen. Aber die Gegenseite war uns immer einen Zug voraus. Irgendwo trieben sie eine 5jährige Indianerin auf.“
„Ja, wir dachten, das wäre unser Ende, bis wir ein riesen Glück hatten: unsere Agenten fanden eine afrikanische Frau, die sich in einen jungen Indianer umoperieren ließ und danach wieder zu einer Frau. Die letzte OP hat sie nur schwerstbehindert überlebt, d.h. der Sieg war uns so gut wie sicher…“
„Da hatten unsere Freunde vom anderen Lager die Idee, einen sprechenden Papagei als Kandidaten aufzustellen.“
„“Sprechen“ ist vielleicht ein bisschen viel gesagt. Er kannte seinen Namen und den seiner ersten Besitzerin.“
„Egal, auf jeden Fall ist das Volk begeistert.“
„Die Gegenseite hat aber nicht nur diesen Papagei gekauft, sondern auch alle anderen sprechenden Tiere im ganzen Land!“
„Wir haben 8 Monate gebraucht, bis wir den Tipp bekamen, dass Sie hier einen sprechenden Beo besäßen.“

Die Frau roch auf einmal viel Geld: „Wieviel?“
Die Männer sahen sich an und probierten zögerlich „14 Millionen?“
Die Frau sagte: „140 Millionen!“
Die Männer seufzten und zahlten bar.

Der Vogel wurde gewählt. Und auch wenn er nach den ersten Pressekonferenzen kurzfristig in den Umfragewerten etwas sank, waren die Menschen mit seiner Regierung sehr zufrieden.
Nur der Gegenseite war der Beo zu konservativ. Und überhaupt müsse ein König nicht unbedingt sprechen können…

Antworten auf die „Systemfrage“

Die neue Partei „Die Linke“ hat angekündigt, die „Systemfrage“ zu stellen. Das gehört zunächst mal zu ihrem Aufgabengebiet.
Die interessantere Frage ist eher: wird das schon wieder eine Sozialismus-Diktatur, bei der die Grundidee der Einkommensgleichheit nur für die gilt, die sich nicht wehren können?

Der Hinweis auf die SED ist zur Beantwortung der Frage auf Dauer ermüdend, weil niemand sicher sagen kann, ob Gysi und Co sich vielleicht wiklich von der Arbeitsweise der DDR-Partei verabschiedet haben. Vielleicht haben sie jetzt, so zu sagen in der Fremde, ganz neu zum Sozialismus in seiner Urform zurück gefunden. Aber wie bekommt man das vor der nächsten Bundestagswahl heraus? Sich lautstark als der bessere Anwalt der Armen zu profilieren, solange man nichts zu sagen hat, ist schließlich keine Kunst.

Es gibt ein ganz einfaches Mittel herauszufinden, welches System, oder welche Form des Sozialismus die „Linke“ anstrebt: man muss nur klug beobachten, wie Sozialismus in der Partei selbst gelebt wird.
Also:
Werden alle gleich bezahlt (der Vorstand wie die Reinigungskräfte)? Werden Nebeneinkünfte fair (d.h. für Sozialisten „gleichmäßig“) unter allen Parteimitgliedern verteilt?
Beuten sie Journalisten bei ihren Buchveröffentlichungen aus, indem die Journalisten die Hauptarbeit leisten und die Politiker das dicke Geld kassieren? Oder klarer: Wer erhielt letztlich wieviel von Lafontaines 400 000 Euro, die er für sein Buch „Mein Herz schlägt links“ erhielt?

Der Eifer, mit dem beispielsweise Gysi und Lafontaine sich um ihre Einkünfte bemühen, legt den Verdacht nahe, dass sie möglicherweise ein durchaus eigennütziges Interesse an diesen Geldern haben und nicht unbedingt daran denken, diese mit anderen zu teilen. Der „Südkurier“ schrieb in einem Artikel über die Nebeneinkünfte der Abgeordneten:

„Anders Gregor Gysi, der neben seiner Tätigkeit im Bundestag noch reichlich Zeit für andere Belange mitbringt. Der Links-Politiker ist gefragter Redner. Da darf man bei der Auswahl der Vortragsorte nicht wählerisch sein. Vom Deutschen Theater bis zur DZ Bank in Frankfurt hält er sein Publikum in Bann, gegen Bezahlung. Er berät die Burda-Zeitschrift „Super Illu“ (mindestens 7000 Euro), außerdem betreute er 2006 noch sechs Mandanten als Anwalt.“

Quelle: http://www.suedkurier.de/nachrichten/seite3/art1798,2675853

Lafontaine lässt sich ebenfalls nichts entgehen:
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,364423,00.html

Bevor die „Linke“ die Systemfrage überhaupt stellen konnte, haben ihre profiliertesten Mitglieder sie möglicherweise für sich selbst schon beantwortet.

Meinungsfreiheit vs. Schutz der Persönlichkeitsrechte

Der BGH hat es verboten, Abtreibungen als „Mord“ zu bezeichnen. Eine wie mir scheint solide Kritik dieser Entscheidung findet sich in der ZfL 3/2003, S. 79 (Zeitschrift für Lebensrecht, Nr. 3/2003, S. 82
(Zeitschrift für Lebensrecht, Vierteljahresschrift der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V.).

http://www.cdl-online.de/leben/abtrei/freih.htm

Die Autoren kommen dort zu dem Schluss:

„Der Beschluss des BGH macht im Ergebnis jede personenbezogene Kritik an Abtreibungsärzten unmöglich. Denn wenn schon die personenbezogene Bewertung von Abtreibungen als „rechtswidrig“ verboten sein soll, dann kann niemand mehr sicher davon ausgehen, dass jedes andere kritische Werturteil gerichtlich unbeanstandet bleibt. Setzte sich die schlecht begründete Auffassung des BGH durch, dann würden Meinungsäußerungen von Abtreibungsgegnern offensichtlich nach anderen Maßstäben bewertet als die von Pazifisten oder Umweltschützern. Dies aber würde nicht nur eine schwerwiegende Verkürzung des Grundrechts der Meinungsfreiheit bedeuten, sondern auch einen Verstoß gegen den Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit (Art. 20 Abs. 3 GG), zu dem auch das Verbot der Ungleichbehandlung (Art. 3 Abs. 1 GG) gehört.“

Der Krieg um die nächste Generation

Die Diskussion um die Krippenplätze dreht sich in Deutschland um die Frage, ob Frauen eher arbeiten oder ihre Kinder betreuen sollten.
Ich möchte hier nur auf einen Nebeneffekt der staatlichen Kinderbetreuung hinweisen, der in diesem Zusammenhang wohlweislich nicht thematisiert wird: wer Kinder betreut, prägt!

Neben den Einflüssen aus Medien und Politik (die Schule ist politisch so stark bestimmt, dass ich sie hier nicht eigens aufführen musste) dürfte ein maßgeblicher Teil der Prägung nach wie vor durch die Erziehung stattfinden. Die Arbeit der Eltern ist also die direkte Konkurrenz zu Medien und Politik. Sie muss daher zum Feindbild jedes engagierten Gesellschafts-Verbesserers werden.

Der ehemalige Generalsekretär der SPD, Olaf Scholz, erklärte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 03.11.2002: „Wir wollen die Lufthoheit über die Kinderbetten erobern!“

Aus diesem Grund ist es nicht denkbar, den Eltern finanziell die Freiheit zu ermöglichen, zwischen verschiedenen Lebensentwürfen zu wählen. Kinder müssen in öffentliche Erziehungsanstalten.
Das tückische an diesem Punkt ist die Tatsache, dass Politik und Medien hier an einem Strang ziehen:
Die Medien liefern die Schreckensmeldungen aus den Familien und halten die Schreckensmeldungen aus Kinderheimen oder Kindertagesstätten klein. Hier nur ein paar Fundstücke aus dem Internet:
http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/nds888.html
http://www.papa.com/paPPa-Forum/viewtopic.php?p=56788&sid=72ab6eb1961f8ade53b609b3ffa6268d

Bei diesen Berichten muss man berücksichtigen, dass hier in der Regel die Eltern auf den Missbrauch aufmerksam werden, was in Kinderheimen beispielsweise nicht funktioniert. Wer entdeckt den Missbrauch, wenn die Kinder den größten Teil des Tages nur mit den Mitarbeitern der „Kinderkrippe“ verbringen? Hier haben keine Nachbarn ein Auge auf die Entwicklung der Kinder und die Eltern nur noch sporadisch Zeit. Dazu kommt die Frage, ob die Kinder sich ihren Eltern überhaupt noch in den wenigen gemeinsamen Zeiten ihren Eltern so öffnen können, damit solche Verletzungen überhaupt ans Licht kommen!

Trotzdem haben die Medien es geschafft, beim Thema „Gewalt gegen Kinder“, die Eltern in den Blick zu rücken.

Die Politik nimmt diesen Ball dankbar auf und hat jetzt ein Gesetz auf den Weg gebracht, nach dem es den Jugendämtern schon auf den ersten Verdacht durch Nachbarn möglich sein soll, sich in die Familie einzuschalten. Bislang brauchte das Jugendamt dafür handfeste Gründe.

Hier geht es nicht um die Frage, ob man „links“ oder „rechts“, christlich, konservativ, liberal oder anarchistisch ist, sondern allein darum, ob man bereit ist, seine Freiheiten auch gegen den geballten Willen von Medien und Politik zu behaupten.

Eine Erklärung der Fossilabfolge

Die Abfolge der Fossilien erlaubt mit Einschränkungen einen Blick auf die Entwicklung der Fauna und Flora in einer bestimmten Gegend.
Für Kreationisten sind diese Funde scheinbar schwer zu erklären, weil man (wie es nach der Evolutionstheorie auch zu erwarten wäre) auf den unteren Schichten die eher niederen Lebewesen und auf den höheren Schichten auch zunehmend höher entwickelte Lebewesen findet.

Ich möchte hier eine  kreationistische Erklärung dieses Befundes vorstellen:
Gott gebot den Tieren im Wasser und in der Luft (Gen 1,22) sich zu vermehren und Luftraum und Meer zu füllen. Ein ähnliches Gebot erhalten später auch die Menschen und es galt vermutlich auch für die Landtiere.
Daraus darf man wohl schließen, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die ganzen Tiere in Kleinstpopulationen (auch nur jeweils ein Pärchen?) erschaffen wurden. In den folgenden Jahren verbreiteten sich Tiere und Pflanzen auf der ganzen Erde. Wenn dieses Szenario stimmt, kann man die Schichtenfolge soweit ich sehe, sehr leicht erklären, denn es gibt bei so einer Ausbreitung verschiedene bekannte Gesetzmäßigkeiten:

Ein Lebewesen kann nur dort überleben, wo es Nahrung findet. Das bedeutet, ein Gebiet wird immer zuerst von Pflanzen, dann von Tieren besiedelt, dann von Tieren, die Tiere fressen, und dann erst von Tieren, die auch große Tiere fressen. Die Schichtenfolge ist zunächst einfach eine Abfolge der Nahrungskette.

Ein zweites Gesetz lautet, dass niedere Tiere (am unteren Ende der Nahrungskette) tendenziell eine schnellere Vermehrungsrate haben als höhere Tiere. Dies liegt wohl vor allem an der oft höheren Geburtenfolge und den zahlreicheren Nachkommen. Das führt in der konventionellen Landwirtschaft auch zu dem Problem, dass nach dem Versprühen von Insektiziden, sich zuerst die niederen Tiere und erst mit deutlicher Verzögerung ihre Fressfeinde wieder erholen. Zum Anderen mag es an dem größeren Nahrungsangebot für niedere Tiere liegen als für höhere.
Ein dritter Effekt dürfte die Kraft des Wassers sein, dass viele Lebewesen einfach in den großen Meeresströmungen einfach verteilte. Daraus folgt aber nicht nur, dass man tendenziell im Meer die ältesten Lebewesen finden dürfte, sondern auch, dass sich das Leben an Land anhand der Küsten ausgebreitet hat. Hier werden zunächst nur Tiere erfolgreich gewesen sein, die ihre Nahrung auch im Wasser finden – also Amphibien. Erst dann konnten sich auch andere Landtiere niederlassen, die sich von den Amphibien ernährten. usw.

Diese Erklärung ist möglicherweise sogar besser als die Erklärung durch eine Entwicklung. Sie erklärt nämlich einerseits das plötzliche Auftreten einer Tierart, was die Evolutionstheorie vor arge Erklärungsnöte stellt. Zweitens erklärt sie Verteidigungsmechanismen der niederen Tiere gegen Fressfeinde, die man in der jeweiligen Schicht noch gar nicht findet. Z.B. muss man sich doch fragen, weshalb die Trilobiten sich mit einem derart aufwändigen Panzer umgeben, obwohl sie anfänglich die größten Tiere zu sein scheinen. Klar, man kann das mit dem „Monsterwurm“ erklären, der sich wegen seiner fehlenden Hartteile leider nicht nachweisenlässt, man muss es aber nicht.

Ein möglicher Einwand lautet, dass man die sukzessive Ausbreitung der einzelnen Tiergruppen nicht anhand ihres Vorkommens in den Schichten nachvollziehen kann. Aber dieser Einwand lässt sich recht einfach entkräften: wenn wir von einer Räuber-Beute-Beziehung ausgehen, benötigt der Räuber immer eine Menge an Beutetieren, die weit über der eigenen Populations-Stärke liegt. Gehen wir von dem Szenario aus, dass Gott die Menschen und Tiere in einen Garten gesetzt hat, von wo aus sie sich verbreitet haben, dann fanden z.B. räuberische Amphibien praktisch unbegrenzte Ausdehnungsmöglichkeiten. In dieser Situation gab es daher keinen Grund, sich in Herden oder anderen sozialen Verbänden zusammen zu schließen, denn Gruppen sind kostenintensiv und lohnen sich nur in Konkurrenz-Situationen oder Druck durch Predatoren. Die günstigste Strategie bestand daher in einer möglichst dünnen Besiedlung der ganzen Welt. Für einen Predator bedeutete dies aber, dass die optimalen Beutetiere noch nicht in einer ausreichend hohen Konzentration vorlagen. Hat ein Löwe also ein Gnu gefressen, gab es im Umkreis von ein paar hundert Kilometern keine Gnus mehr und er musste sich wohl mit Kleinsäugern begnügen. Irgendwann waren die ökologischen Nischen des Gnus dann besetzt und die Wahrscheinlichkeit für den Löwen auf ein Gnu zu treffen deutlich gestiegen. Dadurch hat sich die Ernährungssituation des Löwen erheblich verbessert, weil Kosten und Nährwert bei Kleinsäugern für ihn sehr ungünstig sind. Die Besiedlung eines bislang unbesiedelten Gebietes wäre also gar nicht als geografische Ausbreitung denkbar sondern als schrittweise Verdichtung der ökologischen Nischen. Auch hier mag die Rückkehr des Wolfes den Prozess veranschaulichen: er traf in Deutschland auf ein Paradies, in dem es keinen anderen Beutegreifer in seiner Größe gibt und hat sich in wenigen Jahren in fast ganze Deutschland ausgebreitet. Ausgebremst wurde er wohl nur durch die teilweise sehr dichte Besiedlung und Jäger. Unter optimalen Umständen hätte der Wolf sich vermutlich in wenigen Jahren in ganz Europa ausbreiten können, also nach geologischen Maßstäben schlagartig. Erst nach und nach kommt es zu der Notwendigkeit, größere Rudel zur Revierverteidigung zu bilden und sich mit kleineren Revieren zu begnügen.

Widersprüchliche Schöpfungsberichte?

Ein häufig erhobener Vorwurf gegen die Glaubwürdigkeit des Schöpfungsberichtes ist, dass es ja eigentlich zwei gebe, die sich zu allem Überfluss auch noch zu widersprechen scheinen:

Nach dem ersten Schöpfungsbericht erschafft Gott die Pflanzen am dritten und die Menschen am sechsten Tag, also eindeutig nach den Pflanzen. Im zweiten Schöpfungsbericht beginnt die Schöpfung mit dem Menschen, und es wird ausdrücklich gesagt, dass noch keine Pflanzen gemacht wurden.

Wie löst man das Problem? Man löst es wie jedes Problem, indem man es ernst nimmt:
nehmen wir mal an, der zweite Schöpfungsbericht sei tatsächlich völlig unabhängig vom ersten entstanden und erzähle etwas völlig anderes, dann erhalten wir nach den Kritikern der Berichte etwa folgendes Bild: Gott erschuf den Menschen. Aber da es noch keine Pflanzen gab, musste er ihn zunächst im Matsch abstellen, bis der Garten fertig war.

Es ist wohl ziemlich offensichtlich, dass man den Text natürlicherweise niemals so lesen würde. Jeder liest ihn so, dass Gott den Menschen in einen fertigen Garten stellt, einen Garten also, der vor dem Menschen erschaffen wurde.

Nun werden die Kritiker natürlich darauf hinweisen, dass in Gen 2,5 ausdrücklich steht, dass „all das Gesträuch“ nicht gesprosst war, bevor die Erschaffung des Menschen berichtet wird.
Der Einwand ist ziemlich leicht zu entkräften, denn hier wird doch offensichtlich eine Begründung und keine Reihenfolge genannt. Also weil es noch nicht geregnet hatte und weil es noch keinen Menschen gab, hatte Gott die Pflanzen noch nicht wachsen lassen.
Der Mensch war also der Grund für die Entstehung der Pflanzen, auch wenn diese strenggenommen drei Tage früher entstanden.

Das Problem entsteht also nur, wenn man sich künstlich doof stellt.

Ist die Natur stinkesauer auf uns?

Wieso wird die Klimalüge so gerne geglaubt? Gibt es nicht genug Unsinn und genug unausgegorene Theorien, mit denen man die Leute unterhalten kann? Weshalb ist gerade die Theorie vom Klimakollaps so beliebt?
Man kann dies sicher nicht mit ihrer Qualität erklären (vgl. die entsprechenden Beiträge von Wanderprediger). Man kann es auch nicht mit einer konkreten Furcht erklären, denn wie soll denn das Horrorszenario aussehen? Große Landstriche stehen unter Wasser. Aber das ist ja nur dann ein Problem, wenn sie sehr schnell unter Wasser stehen, und das Abschmelzen der Pole kann man wohl kaum als ein besonders schnelles Ereignis bezeichnen. Also schade um das Land, aber ich kann mir durchaus Schlimmeres vorstellen. Z.B. ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Leser dieser Zeilen an Lungenkrebs stirbt, der von Feinstaubpartikeln ausgelöst wurde, erheblich größer, als die Gefahr in einer apokalyptischen Sturmflut zu ertrinken. Aber obwohl dieser Zusammenhang meines Wissens sehr gut belegt ist, hat man dieses Thema als „Hysterie“ abgetan.
Wieso also der Klimakollaps?

Ich werde versuchen zu zeigen, dass diese Angst viele Merkmale einer verdrängten Gottesfurcht besitzt:

Grundsätzlich unterscheidet sich eine Strafe von einer Folge durch ihren personalen Ursprung. Also wir werden von Personen aber nicht von Sachen bestraft.
Die Strafe richtet sich an den Willen, die Folge hängt nur von der Handlung des Menschen ab.
Strafe lässt sich durch eine Änderung des eigenen Willens also eine Läuterung der Einstellungen möglicherweise abwenden, z.B. durch Bittgebete, demonstrative Sühne, Opfer oder Ehrerbietung. Bei Folgen funktioniert das nicht. Folgen sind unerbittlich.
Die Änderung des Willens oder allgemeiner der Haltung ist im Hinblick auf die Strafe absolut entscheidend. Eine Folge kann nur durch entsprechende Änderungen der Handlung abgewendet werden, der Wille an sich ist vollkommen unerheblich.
Strafe enthält immer ein unwägbares Moment, weil sie in keinem naturwissenschaftlich strengen oder völlig klar erkennbaren Zusammenhang zur Schuld steht, sondern von dem Willen dessen abhängt, der straft.

Je klarer man die Unterschiede zwischen Folge und Strafe erkennt, desto leichter fällt es auch zu erkennen, wie sehr viele moderne Ängste eigentlich Ängste vor Strafen sind, was hier nur anhand des Themas Umweltschutz und dies anhand des Parteiprogrammes der Grünen von 2002 gezeigt werden soll:

Umweltschutz ist für die Autoren des Parteiprogrammes nicht nur eine Frage, welche Schäden wodurch hervorgerufen werden, welche Konsequenzen dies hat und wie man politisch rational dagegen vorgehen kann, sondern es ist zuallererst eine Frage des „Bewusstseins“:

„Wir Bündnisgrünen verdanken unsere Entstehung als politische Kraft vor allem dem erwachenden Bewusstsein, dass die natürlichen Lebensgrundlagen durch industriellen Raubbau und überschießenden Ressourcenverbrauch gefährdet werden.“ (S.24)

Was hat denn die Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen mit dem „Bewusstsein“ zu tun? Entweder sind die Grundlagen bedroht oder sie sind es nicht.
Normalerweise würde man naturschonendes Verhalten etwa so beschreiben:
Person A wünscht sich den Zustand B, aber nicht den Zustand C, der leider mit B zusammen hängt. Da sie die Folgen von C vermeiden möchte, unterlässt sie auch B.

Nun gehen die Grünen aber weiter und sagen:
Person A wünscht sich den Zustand B und schon das muss sich ändern! Die Person muss also nicht nur gut informiert werden und rational entscheiden, sondern sie muss ihre Haltung ändern, und genau an diesem Punkt verlassen die Grünen eindeutig die Umweltpolitik.

„Aber Nachhaltigkeit ist mehr als technische Innovation: Sie hat auch eine kulturelle Dimension. Sie beinhaltet auch, dass wir Werte schätzen, die keinen Preis haben: den Wert naturnaher Landschaften, die Vielfalt der Flora und Fauna, die Bedeutung freier Zeit, selbstbestimmter Tätigkeit und eines aktiven kulturellen und sozialen Lebens.“ (S.29)

Der Mensch soll eben nicht mehr nur sein Verhalten ändern, sondern das veränderte Verhalten auch besser finden als das alte. Er soll den „Wert“ dieser Dinge schätzen lernen.
Nun könnte man noch vermuten, dass dies ein wenn auch völlig überzogener Versuch ist, letztlich doch das schonende Umgehen mit menschlicher Umwelt zu sichern. Aber gerade diesem Verdacht wird in der Präambel ausdrücklich entgegen gehalten:

„Der Schutz der Natur und ihrer Lebensformen ist auch um ihrer selbst willen geboten.“ (Aus der Präambel)

Man kann also das Anliegen, eine veränderte Haltung zu bewirken ganz klar von dem Anliegen unterscheiden, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Beides sind zwei ausdrücklich nebeneinander stehende Ziele.
Und eben die Bedeutung des Sinneswandels lässt erahnen, dass nun die Folgen der Naturzerstörung eher als Strafe gesehen oder zumindest doch empfunden werden. Es klingt also vermutlich nicht zufällig religiös, wenn die Autoren von einem „erwachenden Bewusstsein“ sprechen.

Das zweite Kriterium war die Unwägbarkeit der Strafen. Die ganz konkreten Schäden scheinen im Grundsatzprogramm der Grünen nicht halb so interessant zu sein, wie die vage apokalyptischen Schilderungen, die in überhaupt keinem erkennbaren Zusammenhang mehr stehen:

„Die klimaverändernden CO 2Emissionen nehmen weltweit trotz aller gegenteiliger politischer Proklamationen weiter zu. Anhaltendes Bevölkerungswachstum, Armut und Landflucht, ebenso wie ein rücksichtsloser Industrialisierungskurs münden in einen bedrohlichen Raubbau an der Natur. Menschliche Kurzsichtigkeit führt mehr und mehr zu Naturkatastrophen wie Dürren, das Voranschreiten der Wüstenbildung oder die Häufung von Überschwemmungen und schweren Stürmen.“(S.25)

Was genau bewirkt denn jetzt die beschriebenen Katasthrophen? Es gibt ja wohl kaum Überschwemmungen wegen der Armut. Hier hat man sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, verständlich zu sein und es bleibt irgendwie nur eine vage Angst zurück. Gerade dieser vage Zusammehang von Ursache und Wirkung ist ein typisches Element der Strafe.

Sieht man sich den Text näher an, kann man sogar erkennen, wer hier vermutlich straft:
Der Text nennt erstens eine Reihe von menschlichen Vergehen. Diese „münden“ angeblich alle in einem „Raubbau an der Natur“. Der Natur wird also etwas gegen ihren Willen entrissen, was ihr gehört. Das ist das eigentliche Vergehen in dem alle anderen Umweltsünden zusammengefasst werden!
Den zweiten Teil mit der Liste der Katastrophen kann man dann kaum anders als eine Strafe der Natur lesen.
Wissenschaftlich enthält dieser Abschnitt also kaum eine einzige auch nur verständliche Aussage, aber er erklärt sich ganz leicht, wenn man eine urreligiöse Furcht vor der Natur unterstellt.

Und diese Furcht wiederum lässt sich leicht als eine verschobene Gottesfurcht erklären. Denn die Natur ist keine Person, sie ist niemandem gram und straft natürlich auch nicht – und sie vergibt auch nicht. Die Angst vor Strafe wir daher bleiben, solange ein Mensch nicht Frieden mit Gott gefunden hat. Kein politisches Engagement in Partei oder NGO und keine Verehrung der Natur wird die Angst bezwingen.

Erziehen durch Strafe oder durch „logische Konsequenzen“?

Elternratgeber scheinen sich heute darin einig zu sein, dass Kinder nicht mehr „bestraft“ werden, sondern dass man sie mit den „logischen/natürlichen Konsequenzen“ vertraut macht.
Also: Wenn ein Kind sich weigert, sich die Zähne zu putzen, darf es auch keine Süßigkeiten mehr essen.
Gut, strenggenommen wäre die natürliche Konsequenz, die Zähne verfaulen zu lassen. Man ahnt schon, dass auch die vermeintlichen Konsequenzen selbstverständlich Strafen sind. Und auch wenn man seine Kinder bestraft, gehört es zu einer guten Erziehung, die Kinder, je nach Entwicklungsstand, über die Gründe für bestimmte Verbote oder Forderungen zu informieren – also ihnen beispielsweise den Nutzen des Zähneputzens zu erklären. Darin unterscheidet sich die „Konsequenz“ nicht von der Strafe.

Es geht eigentlich um die Frage der Autorität: man möchte heute vermeiden, dass Kinder lernen, sich Autoritäten unterzuordnen. Also sie sollen etwas nicht tun, weil andere das wollen, sondern weil sie selbst so ihren eigenen Willen besser erfüllen können. Sie sollen nicht zu guten Menschen, sondern zu cleveren Egoisten werden.

Die Erziehung zur Unterordnung unter die Autorität der Eltern ist also ein erster Schritt fort vom natürlichen Egoismus hin zu der zunächst dunklen Erkenntnis, dass es außer dem eigenen noch andere Willen gibt!

Insbesondere in der christlichen Erziehung spielt das eine wichtige Rolle: die Kinder sollen lernen, dass es nicht nur andere Interessen außer den eigenen gibt, sondern dass Gott unbedingter Gehorsam zu leisten ist. Sie sollen lernen, ein Leben in der Hingabe an Gott zu leben und nicht Gott auch noch als weiteres Mittel zur Bedürfnisbefriedigung betrachten.

Worum geht es den „neuen Atheisten“ eigentlich?

Wenn man Anhänger auf den Homepages der „erleuchteten“ Atheisten („Brights“) nach den Zielen für deren aufloderndes missionarisches Engagement sucht, wird man auf die Gefahren der Religion, die Verflechtung von Religion und Staat und die mangelnde Akzeptanz der Atheisten in der Gesellschaft hingewiesen.

Aber ganz stimmig ist ihr Vorgehen nicht: wenn sie beispielsweise eine Ausstellung über religiöse Gewalt organisieren, scheint es ihnen ein Anliegen zu sein, Gewalt zu verhindern. Nur, warum gehen sie dann nur auf religiöse Gewalt ein und nicht – beispielsweise – auf atheistische Gewalt in kommunistischen Ländern. Es ist so offensichtlich, dass es schon fast albern ist, darauf hinzuweisen, aber sie sind nicht gegen Religion, weil diese vermeintlich Gewalt fördert, sondern gegen Gewalt, wenn diese religiös motiviert ist!

Damit bleibt aber die Frage: Was wollen sie eigentlich? Was stört sie an der Religion?
Geht es ihnen um Aufklärung? Sind die Erleuchteten aufrichtige Wahrheitssucher und -verbreiter?
Aber auch dann muss man klar fragen, weshalb sie sich nur für Wahrheit interessieren, die sie für geeignete Munition gegen den Gottesglauben verwenden können. Das Anliegen der Aufklärung kann also nur sekundär sein.

Wollen sie Menschen helfen?
Aber wieso bieten sie ihnen dann keine Hilfen an – zu welchem Problem sollten sie auch Hilfen anbieten? Die Erleuchteten sind sich ja vor allem darin einig, dass es keinen Gott und auch sonst keine übernatürlichen Wesen gibt. Das kann man ja sehen wie man will, aber es ist sicher nicht der Stoff, aus dem die großen Therapeuten geboren werden.
Und genau diesen Nicht-Glauben möchten sie nur verbreiten. Sie sind keine Therapeuten und wären wohl auch etwas zu provokant, um glaubwürdig als Helfer aufzutreten.

Das einzige Ziel bleibt also die Abschaffung des Glaubens an sich. Es soll nach Möglichkeit keine gläubigen Menschen geben, oder doch möglichst wenige.
Und wenn es den Erleuchteten nicht um die anderen Menschen geht, stehen sie selbst auf einmal als potentielle Interessenten da: Haben sie selbst möglicherweise etwas davon, wenn andere Menschen nicht an Gott glauben?
Zum Teil geben sie genau das ja zu: Sie wollen mehr „Akzeptanz“. Gut, klingt harmlos. Nur gehen ihre Forderungen weit über bloße „Akzeptanz“ hinaus. Der Religionsunterricht ist bisher eine Veranstaltung der Religionsgemeinschaften, die nur ihren eigenen Anhängern zur Verfügung gestellt wird und vom Schüler ab einem bestimmten Alter abgewählt werden kann.
Dagegen stellen die Atheisten einen religionskritischen Unterricht, der aber für alle Schüler verpflichtend sein soll, also auch für Nicht-Atheisten! Sie fordern also nicht, wie beispielsweise die Muslime, eine weiter Auffächerung des Religionsunterrichtes, der die gleichen Rechte auch Weltanschauungen gewährt (dann aber natürlich auch Nazis und Kommunisten und Scientology!), sondern einen atheistischen Pflichtunterricht, neben dem der herkömmliche Religionsunterricht als zusätzliches Wahlfach angeboten wird.
In der Politik geht es ihnen nicht darum, dass auch Atheisten als Politker gewählt werden dürfen, sondern darum, dass christliche Politker ihre Entscheidungen treffen, als wären sie Atheisten!

Mit einer Sorge um mehr Akzeptanz hat das einigermaßen wenig zu tun.

Dagegen spricht auch hier das Vorgehen gegen den Glauben an Gott. Es gibt kaum Homepages in Deutschland, in denen mehr über Religion, den Katholizismus, die EKD oder den Papst geschrieben wird, als auf den Seiten der Erleuchteten. Sie sind in allererster Linie zum Kampf gegen etwas ausgezogen, nicht zum Werben für etwas.
Man muss daher ganz eindeutig sagen, dass ihr genanntes Ziel von der Anerkennung eine Verkleisterung der Absichten ist: sie wollen Politik und Schule bestimmen.

Das klingt verständlich, ist es aber nicht. Wieso tun sie das, wenn sie niemandem helfen wollen, wenn es ihnen nicht um Wahrheit an sich oder um mehr Wissenschaftlichkeit an sich geht (es gäbe erheblich wirkungsvollere Mittel, die Begeisterung am wissenschaftlichen Denken und Arbeiten zu wecken)?

Wenn sie es nur für sich tun, welchen Nutzen haben sie von der Verbreitung des Atheismus? Sind sie in ihrem Unglauben irgendwo eingeschränkt? Welchen Nutzen haben sie, wenn es insgesamt weniger Glauben an einen Gott gibt?
Am Ende drängt sich die Frage auf: Ist dieser Glaube für sie ein sehr persönlicher Störfaktor? Tun sie es möglicherweise nur, weil sie Angst vor einem Glauben haben, den sie selbst nicht ganz losgeworden sind? Haben sie Angst vor Gott?
Der Apostel Paulus schreibt im Römerbrief über Menschen, die ein klares Bewusstsein für das Gericht besitzen, was sie von Gott erwarten und sich dennoch gegenseitig in ihrem gottlosen Tun bestärken und gefallen (Röm 1,18-32)

Als Christen sollten wir an so einer Stelle erkennen, was für eine mächtige Botschaft das Evangelium ist. Hier wendet Gott sich dem erschrockenen Gottesflüchter zu und bietet ihm das Heil an. Der Teufel kann den Menschen nicht mehr länger in seiner Gewalt halten und muss ihn gezwungenermaßen ziehen lassen wie der Pharao die Israeliten.

Es wäre töricht, wenn man sich als Christ auf ein politisches oder intellektuelles Gefecht beschränken würde und nicht die geistliche Not des Menschen in seiner natürlichen Angst vor Gott wahrnimmt.