John Piper: Desiring God zum kostenlosen Download

Hallo an alle, ich möchte Euch ein sehr aufregendes Buch empfehlen – John Piper: Desiring God … Wahrscheinlich bin ich eh grad der letzte in der theologischen Blogosphäre, der es liest. Über Facebook habe ich heute eine Meldung von John Piper erhalten, dass es ein paar ältere Bücher von ihm jetzt zum kostenlosen Download gibt -> http://www.desiringgod.org/resource-library/online-books/by-language. Unter anderem eben die oben genannte 2003er-Version seines Klassikers „Desiring God“ -> http://s3.amazonaws.com/media2.desiringgod.org/resources/documents/1594/bdg.pdf
John Piper beschreibt darin seinen Weg zum christlichen Hedonisten, dessen höchstes Ziel es ist sich zu freuen an Gott und an der Anbetung Gottes. Die Kernbibelstelle ist Philipper 4,4 (Luther 1912): „Freuet euch in dem HERRN allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!“

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
John Piper: Desiring God zum kostenlosen Download

Calvinjahr 2009? Völlig uncalvinistisch!

Es ist mir schon ganz peinlich, dass ich bisher noch nichts zum Calvin-Jahr 2009 geschrieben habe.
Wie zu erwarten hat die evangelische Kirche einiges zum Calvinjahr angeboten. Es gibt Karten mit Calvin-Klischees, Calvin-Kulis (mit gelehrtem Inhalt), es wurde sogar ein Calvin-Spielfilm gedreht und auf Amazon wird man plötzlich mit Literatur über Calvin überschüttet, während man bis vor wenigen Monaten fast nichts bekam.
Zunächst einmal das Positive: seit vielen Jahren ist Calvins Standardwerk, die Institutio, wieder neu zu erwerben. Dass dieses Buch auf deutsch so lange vergriffen war, dürfte ein beredtes Zeugnis dafür sein, wie unpopulär Calvin in Deutschland ist. Um so erfreulicher, dass dieses wirkmächtige Werk wieder zu haben ist.
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TIME: Neo-Calvinismus im Trend …

Aus dem TIME-Magazin wird hier auf TheoKonservativ ja gerne mal zitiert. Ich erinnere nur an die Wahl von G.W. Bush zum Mann des Jahres 2004 oder die Titelstory über die 25 einflußreichsten Evangelikalen in den USA. Das evangelikale Medienmagazin pro berichtet nun, über eine interessante Trendschau in der aktuellen TIME-Ausgabe. Es werden dort 10 Ideen vorgestellt, die gerade die Welt verändern. Auf Platz 3 findet sich nicht – wie man anhand der weltweiten Missionserfolge denken würde – die charismatisch-pfingstlerische Lehre, sonderen interessanterweise der Calvinismus. Als Begründung liefert TIME-Autor DAVID VAN BIEMA für mich nicht nachvollziehbar, an erster Stelle die Tatsache, dass in der christlichen Pop-Musik nicht mehr der Kumpel-Jesus der 80er im Vordergrund stehe, sondern der kleine unscheinbare Mensch im Gegensatz zum großen Allmächtigen.

Wer jetzt denkt, als nächstes müsse aber eine wasserdichte Begründung folgen, erhält im Anschluß leider nur ein paar Äußerungen von zwei Meinungsbildnern der us-evangelikalen Szene:
Ted Olsen, Chefredakteur von „Christianity Today“, etwa habe geschrieben: „Jeder weiß, wo die Energie und die Leidenschaft in der evangelikalen Welt steckt.“ Ähnliche Ansichten vertreten die „Pioniere“ des Neu-Calvinismus, John Piper aus Minneapolis, Mark Driscoll aus Seattle und Albert Mohler von der „Southern Baptist Convention“. Die Bibel, die Calvinisten bevorzugen, die „ESV Study Bible„, sei nach ihrem ersten Druck ausverkauft gewesen, und Weblogs von Reformierten wie „Between Two Worlds“ seien unter Christen sehr beliebt.
Collin Hansen, Autor des Buches „Young, Restless, Reformed: A Journalist’s Journey with the New Calvinists„, schrieb: „Viele junge Menschen wuchsen in einer Kultur von Zerbrochenheit, Scheidung, Drogen oder sexuellen Versuchungen auf. Sie haben viele Freunde: Was sie brauchen, ist Gott.“ Albert Mohler sage: „In dem Moment, wo jemand Gott biblisch definiert, kommt er zu Schlüssen, die traditionell calvinistisch sind.“

Ich gebe gerne zu, dass ich selber teilweise von calvinistischem Denken geprägt wurde und mich die reformierten Diskurse – vor allen in den USA – interessieren. Von einem neuen Megatrend bin ich jedoch noch nicht wirklich überzeugt. Ich muss jedoch zugeben, dass die Calvinisten in den USA sich zur Zeit sehr intensiv und konstruktiv mit dem Thema KULTUR und POSTMODERNE auseinandersetzen und trotzdem in der Diskussion mit dem „Lager“ der Emerging Church die entscheidenden Grenzen ziehen, ohne gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten. Diese souveräne und überlegene Diskussion mit den jungen Wilden der emerging-church-Bewegung könnte für eine weltweite Aufwertung mitverantwortlich sein. Let´s wait and see!

Die charismatische Bewegung ist meiner Meinung nach zur Zeit gemeinsam mit einigen ihrer angesehendsten Leiter wie z. B. Rick Joyner und Peter Wagner in einer Glaubwürdigkeitskrise: Hat man sich vom Todd-Bentley-Lakeland-Skandal aus dem letzten Sommer noch nicht richtig erholt … da gibt es schon wieder neue Nachrichten: Nach der Scheidung von seiner Frau Shonnah hat der umstrittene Erweckungsprediger jetzt wieder geheiratet, und zwar seine Mitarbeiterin Jessa Hasbrook, mit der er eine Affäre hatte.

Charisma-Herausgeber Lee Grady schreibt dazu:
„…haben wir Charismatiker anscheinend immer noch die Angewohnheit, Gaben höher zu bewerten als den Charakter. Es ist fast so, als würde der Zweck die Mittel heiligen. (Wenn ein Prediger die eigene Ehe ruiniert, sich schnell scheiden lässt und eine Jüngere heiratet, dann ist das Wichtigste, ihn schnell wieder auf die Kanzel und zur Krankenheilung zurückzuholen). Das ist eine Perversion biblischer Integrität. Gott kann jedem Gaben des Heiligen Geistes geben, [vonnöten] sind ehrenhafte Gefäße, die diese Gaben in Würde, Demut und Reinheit tragen.“
Dem ist zunächst erst mal nichts weiter hinzuzufügen …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

TIME: Neo-Calvinismus im Trend …

J. Lee Grady [Charisma Magazine]: Das Leben nach Lakeland: Lektionen aus geistlicher Verwirrung

Viele wissen, dass ich Ältester in einer charismatischen Gemeinde innerhalb der EKD bin. Ich würde sagen, dass ich sehr gut in diese Gemeinde passe, denn dort beobachtet man sehr sehr kritisch die Charismatiker-Szene und versucht alles was da so an Strömungen reinkommt zu prüfen und nur das Gute zu behalten bzw. anzuerkennen. Die Erweckungsbewegung von Todd Bentley in Lakeland wurde von uns mit ziemlich skeptischen Blicken beobachtet und von meinem Pastor kann ich sagen, dass er von Anfang an dagegen war.
Mittlerweile sind die Eheprobleme Bentleys sehr in den Vordergrund getreten … hinterher sind wir ja nun alle klüger und sagen uns, dass wir ja von Anfang an skeptisch waren. Selbst der in charismatischen Kreisen sehr geachtete Pastor Kopfermann, der Bentley geprüft und für gut erachtet hatte, ist mittlerweile ein wenig zurückgerudert.
Wie so oft hat der in meinen Augen ausgesprochen nüchterne Leiter der charismatischen Gemeindeerneuerung Dr. Heinrich Christian Rust, die Situation von Anfang an sehr realistisch eingeschätzt.
Es steht die Frage im Raum: Ist die Charismatische Bewegung denn überhaupt noch in der Lage neue Strömungen geistlich zu prüfen? Ich erinnere mich gut an einen Lehrtext von Derek Prince, wo dieser die Meinung vertrat, dass die Charismatiker dem Antichristen in ihrer Gier nach Wundern und Zeichen in Schaaren hinterherlaufen würden.

Das Ganze ist natürlich ein Fest für die Charismatiker-Fresser, die wussten es ja schon immer. Allerdings hält es einige von ihnen nicht davon ab ins Deutsche übersetzte Artikel von gestandenen amerikanischen Charismatikern auf ihren anticharismatischen Server zu stellen [-> http://www.betanien.de/pdf/LifeAfterLakeland.pdf ].
In der Anlage erhaltet Ihr daher die gekürzte deutsche Übersetzung einer ausgezeichneten Selbstkritik aus dem charismatischen Lager Amerikas. Der Autor ist J. Lee Grady, er ist Redakteur der amerikanischen Zeitschrift Charisma Magazine.
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Originaltitel: Life After Lakeland: Sorting out the Confusion
Zur Person: J. Lee Grady ist Charismatiker und Redakteur der amerikanischen Zeitschrift Charisma Magazine. Er hat sich mehrfach kritisch zu Themen wie dem Wohlstandsevangelium, Prophetie und Erweckung zu Wort gemeldet.
Quelle: http://fireinmybones.com/, 13. August, 2008
Übersetzer: Georg Walter
Hinweis: der Artikel wurde leicht gekürzt
Die Ankündigung, dass Todd Bentley sich von seiner Ehefrau trennen will, erschüttert unsere Bewegung (die pfingstlich-charismatische Bewegung, Anmerk. des Übersetzers) – und auf Fragen müssen Antworten gefunden werden.
So sollte das alles nicht enden.
Der Evangelist Todd Bentley hatte die Erweckung in Lakeland als die größte pfingstliche Ausgießung des Geistes seit der Azusa Street (in der Azusa Street, Los Angeles begann 1906 die Pfingstbewegung, Anmerk. des Übersetzers). Von der Rednertribüne eines riesigen Zeltes in Florida predigte Bentley zu Tausenden, so dass viele für Gebet nach vorne kamen. Viele behaupteten, von Taubheit, Blindheit, Herzproblemen, Depressionen und ein Dutzend weiterer Erkrankungen in den Gottesdiensten in Lakeland, die über 100 Abende ohne Unterbrechung abgehalten wurden, geheilt worden zu sein. Bentley verkündigte selbstsicher, dass Dutzende von Menschen während dieser Erweckung von den Toten auferstanden waren.
Aber in dieser Woche, einige Tage, nachdem der kanadische Prediger angekündigt hatte, nicht länger nach Lakeland kommen zu wollen, teilte er seinem Mitarbeiterstab mit, dass seine Ehe vor dem Aus stehe. Sein Leitungsteam gab eine öffentliche Bekanntmachung heraus, wonach er und seine Frau, Shonnah, sich trennen. Diese Nachricht schockierte alle Fans, die Bentley verehren und betrübte jene, die seine Glaubwürdigkeit schon seit dem Beginn der Lakeland Erweckung Anfang April in Frage stellten.
Ich bin traurig. Ich bin enttäuscht. Und ich bin zornig. Hier einige der vielen, vielen Fragen zu diesem Fiasko:
Warum pilgerten so viele Leute aus der ganzen Welt nach Lakeland, um einen Evangelisten zu sehen, der ernsthafte Glaubwürdigkeitsprobleme von Anfang an hatte?
Um es offen zu sagen: Wir sind einfach total leichtgläubig.
Von der ersten Woche der Erweckung in Lakeland an hielten viele Christen mit geistlichem Unterscheidungsvermögen die Lehren und Praktiken von Bentley für fragwürdig. Sie empfanden Unbehagen darüber, als er berichtete, wie er in seinem Hotelzimmer mit einem Engel redete. Sie spürten, dass etwas nicht stimmen konnte, als er ein T-Shirt mit einem Skelett trug. Sie fragten sich, warum ein Mann Gottes sich am ganzen Leib tätowieren ließ. Sie waren entsetzt, als er berichtete, wie er einen Mann stieß und ihm unter Gebet die Zähne ausschlug.
Aber denjenigen, die auf den Erweckungszug nach Lakeland aufgesprungen waren, wurde vom Prüfen abgeraten. Man erwartete von ihnen, dass sie alles schluckten und einfach folgten. Die Botschaft war klar: „Das ist Gott. Stelle keine Fragen.“
Ein Teil dieses Mangels an geistlichem Unterscheidungsvermögen geht zurück auf den Eifer für Gott. Wir sind geistlich hungrig – was etwas Gutes sein kann. Aber manchmal essen hungrige Menschen alles, was sie bekommen können.
Viele von uns ziehen die unüberhörbare Demonstration von Wundern und Zeichen dem Bibelstudium in der Stille vor. Dennoch müssen wir uns heute der traurigen Tatsache stellen, dass unser zügelloser Eifer
ein Zeichen geistlicher Unreife darstellt. Unsere kindlichen Gelüste nach dem Wilden und Verrückten führte uns dazu, dumme Dinge zu tun. Es ist schon zu viel Zeit verstrichen; wir sollten längst erwachsen sein.
Warum hat in Lakeland niemand Bentleys wohlwollende Kommentare über William Branham in Frage gestellt?
Das erstaunt mich. Branham geriet in eine fürchterliche Verführung am Ende seines Dienstes, bevor er im Jahre 1965 starb. Er behauptete von sich, er sei die Reinkarnation von Elia – und bis heute gibt es Nachfolger von ihm in einer sektenartigen Gruppierung. Als Bentley der Welt ankündigte, dass derselbe Engel, der die Heilungserweckung (unter Branham) in den 1950er Jahren brachte, nun auch in Lakeland erschienen war, wäre es für seine gesamte Zuhörerschaft an der Zeit gewesen, den Raum fluchtartig zu verlassen.
Warum korrigierte niemand diese Verirrung von der Kanzel? Gottesfürchtige Leiter sollten die Schafe vor Irrlehre bewahren und ihnen nicht löffelweise die Verführung zur Speise geben. Nur Gott weiß, wie sehr sich dieses Gift von Lakeland ausgebreitet hat, um andernorts Wurzeln zu fassen. Möge Gott uns vergeben, dass wir es zugelassen haben, dass Gottes Wort so leichtfertig beschmutzt wurde.
Ein bekannter pfingstlicher Evangelist… sagte zu mir: „Jetzt bin ich davon überzeugt, dass ein großer Teil der charismatischen Bewegung dem Antichristen folgen wird, wenn er auftreten sollte, denn sie haben kein geistliches Unterscheidungsvermögen.“ Aua. Hoffentlich lernen wir dieses Mal unsere Lektion und begegnen dem nächsten Schwindler mit größerer Vorsicht. (Der bekannte pfingstlich-charismatische Bibellehrer Derek Prince warnte schon in den 1990er Jahren vor dem Mangel an Bibelkenntnis und Unterscheidungsvermögen unter Charismatikern und kam ebenso zu dem Schluss, dass viele wundersüchtige Charismatiker leichte Beute für den kommenden Antichristen sein werden. Anmerk. des Übersetzers)
Warum sagte God TV den Menschen, dass „jede Kritik an Todd Bentley dämonisch“ ist?
Diese lächerlich Aussage wurde in der Tat in einer Vorankündigung auf God TV (TV-Sender, der die Veranstaltungen in Lakeland live übertrug, Anmerk. des Übersetzers) gemacht. Tatsächlich wurde auch die Warnung ausgesprochen, dass jeder, der auf Kritik an Bentley hören würde, seine Heilung verlieren könne.
Dies ist sektiererische Manipulation in schlimmster Form. Die Bibel sagt uns, dass die Beröer edle Gläubige waren, weil sie die Schrift untersuchten, „ob es sich auch so verhielte“ (Apg.17:11). Doch im Falle von Lakeland wurde ein aufrichtiges Prüfen mit dem Verstand als ein Zeichen der Schwäche gedeutet. Man erwartete von den Leuten, zuerst zu springen und dann die Augen zu öffnen.
Nur weil wir an die Kraft des Heiligen Geistes glauben, bedeutet dies nicht, dass wir unser Gehirn am Eingang zur Gemeinde abgeben. Es ist uns geboten, die Geister zu prüfen. Jesus will, dass wir Ihn mit unserem Herz und unserem Verstand lieben.
Aufgrund des Skandals in Lakeland… werden einige vielleicht der Gemeinde den Rücken zukehren und sich einer wachsenden Zahl verbitterter Christen anschließen. Andere werden vielleicht totalen Schiffbruch im Glauben erfahren. Das hätte man vermeiden können, wenn Leiter sich deutlicher mit ihren Einwänden zu Wort gemeldet hätten und die Menschen dazu gedrängt hätten, ihre geistlichen Erfahrungen an Gottes Wort zu prüfen.
Warum legte eine Gruppe von anerkannten geistlichen Leiter am 23. Juni öffentlich die Hände im Sinne einer Ordination zum Dienst auf? Wussten Sie um seine persönlichen Probleme?
Diese kontroverse Zeremonie wurde von Peter Wagner organisiert, der den Eindruck hatte, dass Bentleys größter Mangel darin bestand, keinen geistlichen Schutz (engl. spiritual covering) zu haben. Er bat die kalifornischen Pastoren Che Ahn und Bill Johnson zusammen mit dem kanadischen Pastor John Arnott darum, Bentley die Hände aufzulegen, um ihn unter ihre geistliche Obhut zu bringen.
Bentley hat solch einen geistlichen Schutz sicherlich dringend nötig. Kein Dienst sollte heute alleine agieren, ohne dass geprüft wird, auf Ausgewogenheit geachtet wird und weiser Ratschlag vorhanden ist… Dennoch bleibt die Frage bestehen, ob es weise war, Bentley vor laufender Kamera in einem Aussendungsgottesdienst zu bestätigen, der teilweise eher einer Krönungszeremonie glich.1
Im Nachhinein gilt, es wäre es besser gewesen, mit Bentley in einem Hinterzimmer über seine persönlichen Probleme zu sprechen.
Ich glaube, dass Wagner, Ahn, Johnson und Arnott nichts von Bentleys Problemen wussten, bevor sie ihn ordinierten… Aber ich glaube auch, dass sie sich ebenso wie Bentley und die Verantwortlichen von God TV mit einer klaren öffentlichen Entschuldigung an den Leib Christi wenden sollten, weil sie Bentleys Dienst zu früh ins Rampenlicht stellten.
Kann irgend etwas Gutes daraus entstehen?
… wir müssen nach dem Echten trachten, nicht nach der Imitation. Wahre Erweckung wird von Zerbruch, Demut, Gottesfurcht und Buße begleitet sein – und nicht von Arroganz, Selbstdarstellung, Effekthascherei und substanzlosem Starrummel, wie man dies in Lakeland erlebt hat.
Wir leben in einer Zeit nie da gewesenen moralischen Zerfalls und geistlicher Kompromisse in unserer heutigen Nation. Ich empfehle jedem in der charismatischen Bewegung dringend, für Bentley, seine Frau Shonnah und seine drei kleinen Kindern zu beten… Lasst uns beten, dass Gott diesen betrüblichen Fehlschlag zu einer wunderbaren Wiederherstellung führt.
J. Lee Grady [Charisma Magazine]: Das Leben nach Lakeland: Lektionen aus geistlicher Verwirrung

Willow Creek in der „Kirche der Freiheit“

In der evangelischen Kirche gibt es im Rahmen der Aneignung und regionalen Umsetzung des Konzeptes „Kirche der Freiheit“ große Hoffnungen bei Mitgliedern von charismatisch-evangelikal geprägten sog. Profil-Gemeinden. Diese aus allen Nähten platzenden „frommen“ Gemeinden werden bald erfreulicherweise im Sinne von „Best-Practice“ kurz vor dem endgültigen Ausbluteten der liberal geprägten EKD besonders gefördert werden. Dort wittert man nun Morgenluft und will mit forcierter Umsetzung von Willow-Creek- und Gemeindewachstumskonzepten die Herausforderung annehmen.

Alles sehr schön … aber man erlaube mir bitte eine kleine Anmerkung zu Willow Creek … Wir brauchen doch disziplinierte Gemeinden, die Wort und Sakrament empfangen und im Glauben Frucht bringen. Leider befasst sich die moderne evangelikale Bewegung kaum mehr mit der biblischen Lehre von der Gemeinde. Alles ist pragmatisch geworden … A propos pragmatisch … Erfreulicherweise hat der Pragmatiker Bill Hybels eine groß angelegte Studie über Willow Creek veröffentlicht, auf Grund derer er sehr sich selbstkritisch äußert: Willow habe vielfach nicht dafür gesorgt, dass Menschen geistlich wachsen.
OK ohne Willow-Creek- und Rick-Warren-Konzepte wird der Aufbau von neuen evangelikal-charismatisch ausgerichteten Profilgemeinden innerhalb der EKD sicherlich nicht laufen, da viele der Leiter diese offensichtlich schon als festes Gemeindeaufbau-Raster internalisiert haben (siehe beispielsweise auch das troz allem letzlich sehr empfehlenswerte Buch von Sven Schönheit: „Unter offenem Himmel bauen“, das sich ja teilweise wie ein Excerpt der Gemeinde-Aufbau-Management-Literatur der letzen 20 Jahre liest).
Ich kann nur sagen … das wird man in meiner Gemeinde nicht wirklich gut finden. Dort dreht sich vieles um das Thema: Zurück zur biblischen Orts-Gemeinde. Konzepte aus dem Umfeld des evangelikalen amerikanischen Pragmatismus wie z.B Willlow Creek oder Rick Warren hört man dort nicht so gerne … Bewegungen wie „Emerging Church“ gelten dort gar als Irrlehre.
Wichtig ist daher meiner Meinung nach, dass man nicht dieselben Fehler wie Willow Creek macht und nur noch wunderbare, postmoderne Gottesdienste für Kirchendistanzierte macht, durch die die eigenen Gemeindemitglieder dann aber nicht mehr geistlich auferbaut werden.
Wichtig wäre daher ein starker Schwerpunkt auf JÜNGERSCHAFTSKURSE, die am besten in einer Gemeinde veranstaltet werden, die diesen „Service“ für alle anderen Netz-Gemeinden anbietet … Jeder macht das was er am besten kann für alle …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

TOP 20 Theocons 2007: Die meistgelesenen Artikel

Wir lassen die Seitenzugriffe auf unseren Blog durch Google-Analytics messen. Hier präsentieren wir Euch die 20 Artikel, auf die im Jahr 2007 am häufigsten zugegriffen wurde:
1. Die Klimalüge: Klimaskeptiker schlagen Alarm! [1.335]
2. Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt [670]
3. Der Große Schwindel um die Erderwärmung [460]
4. Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch! [333]
5. Homosexuelle als Kanonenfutter des Kulturkampfes [213]
6. CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009! [147]
7. Christlicher Hexenwahn? [133]
8. Bist Du theokonservativ? [126]
9. Das Kopftuch [91]
10. MFC: Heiratsquote unter Christen ver1000fachen [77]
11. Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören! [59]
12. Ab wann besitzt der Mensch eine unantastbare Würde? [59]
13. Die Dekadenz der vierten Gewalt [56]
14. 11.06. 22:15 RTL Der große Klima-Schwindel [45]
15. Naturmystik – Die neue Religion [43]
16. Christliches Bauchaufschneiden? [37]
17. Marilyn Manson von Dämonen besessen … [35]
18. Waren die Nazis familienfreundlich? [32]
19. Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolutionslehre von Charles Darwin [32]
20. Schafft die Entwicklungshilfe ab! [31]

Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt

Wie ich gerade im Blog von H. Richert lesen konnte, dürfen auf www.online-predigt.de keine Derek Prince MP3-Predigten mehr heruntergeladen werden. Die Reakteure von Online-predigt.de schreiben:

Seit dem 01. Juli 2007 dürfen wir leider die MP3 Botschaften von Derek Prince nicht mehr zum kostenlosen Download anbieten. IBL Deutschland hat die Genehmigung zur Veröffentlichung zurückgezogen und entschieden, daß diese nur noch gegen Gebühr erhältlich sind.

… Das ist so ungefähr eine der traurigsten Nachrichten dieses Jahr für mich. Ich habe mir die Predigten auf mp3 immer auf dem Weg zur Arbeit angehört und wollte mir eigentlich seit langem mal „irgendwann“ alles von Derek Prince runterladen …
Derek Prince ist ja mittlerweile eine Art Klassiker der Charismatischen Moderne. Ich kann mich an eine Predigt erinnern, da ist er so richtig aus dem Häuschen darüber wieviele Menschen er durch das Radio und die Kassetten erreichen kann und das dies letztendlich sogar die Wiederkunft Christi beschleunigen könnte.
Ich denke die Verbreitungsmöglichkeiten durch MP3 hat er vor seinem Tod nicht mehr in ihrer ganzen Tragweite realisieren können, bezweifle aber, dass er dieser Sperrung der MP3-Dateien auf http://www.online-predigt.de zustimmen würde.
Ich muss ehrlich zugeben ich hatte ein paar subversive Web2.0-Distributionsstrategien abgewogen … schön wäre ja eine Derek-Prince-based Wikipedia über biblische Theologie mit intelligenten Excerpten seiner Bücher und Predigten oder eine Art Derek-Prince-Napster-Service … denn als christlicher Ministry dürfen sie mich Bruder ja eigentlich nicht verklagen 😉
Kleiner Scherz …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Folgende Antwort erreichte mich gerade von crosslife.eu, wo man die Derek-Prince-MP3-Predigten jetzt kostenpflichtig herunterladen kann …

Hallo Wanderprediger,

ich verstehe sicherlich Ihren Unmut und bin auch nicht über diese Kommerzialisierung des Wortes Gottes glücklich!

Mit Online-predigt.de haben wir vor nahezu 5 Jahren ein Projekt realisiert welches MP3 Predigten kostenlos jedermann zur Verfügung stellt. Mein Herz brennt nach wie vor dafür Gottes Botschaften kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nun aber, nach vielen Jahren werden ca. 1600 Predigten pro Tag von online-predigt.de heruntergeladen. Dieser Ansturm hat letztendlich einige christliche Organisationen dazu bewogen die Genehmigung für die Veröffentlichung von MP3-Predigten bei online-predigt.de zurück zu ziehen.

So ist das auch mit IBL-Deutschland mit Derek Prince Botschaften gewesen. Erst vor 3 Wochen erhielten wir das Schreiben, daß alle Derek Prince Dateien vom online-predigt.de Server gelöscht werden sollen.

Bitte verstehen Sie das richtig, daß nicht wir (crosslife.eu) im Fall Derek Prince für diesen Schritt verantwortlich sind, sondern allein IBL Deutschland.

Crosslife.eu möchte alle christl. Organisationen auf einer kostenpflichtigen Audio Plattform versammeln, damit der Internet User ein breites Spektrum christlicher Audio-Dateien zur Auswahl hat und nicht lange im „Dschungel“ der Internetlandschaft suchen muss.

Viele Organisationen sind auf den Verkauf von Audio Medien angewiesen und können Ihr „Material“ nicht kostenlos herausgeben.

Interessanterweise hat sich vor 5 Jahren noch niemand darüber beschwert, daß Derek Prince Botschaften nicht kostenlos erhältlich sind! Erst durch den „Erfolg“ von online-predigt.de und die über 420 MP3-Dateien von Derek Prince wurde das zur Normalität. Man sieht, wie das (christliche) Volk verwöhnt ist …

Der Erlös der Verkäufe bei crosslife.eu geht an die jeweiligen Anbieter. Crosslife.eu stellt lediglich die Technik und verwaltet die Zahlungen.

Da uns in den letzten Tagen immer wieder ähnlich lautende Mails wie Ihre erreichen, denke ich daß diese soeben geschilderte Darstellung verkannt wird. Vielleicht sollten wir noch deutlicher auf crosslife.eu die Vision des Projektes beleuchten.
Mit freundlichen Grüßen,
crosslife.eu

Ich habe es noch nicht richtig verstanden, aber es scheint also so zu sein, dass die selben Leute die online-predigt.de machen, diejenigen MP3-Predigten, die von den Urhebern zurückgezogen werden jetzt sozusagen „in Kommission“ auf der online-Plattform crosslife.eu verkaufen.
Wenn man wohlwollend ist kann man sagen: Cleveres Geschäftsmodell! Die machen eine Not zur Tugend und beherrschen so den kommerziellen, wie nicht-kommmerziellen „Markt“ für christlichen predigt-Download … Na ja immerhin haben diese Jungs von online-predgt-de eine Menge dafür getan, dass Derek Prince jahrelang kostenlos herunterladbar war … da hält sich mein Zorn in Grenzen und ich brauche die Sonne nicht darüber untergehen zu lassen. (vgl. Eph 4,26) Gottes Segen für Eure Arbeit und Vorsicht in der Welt des Mammons 🙂 wp

Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt

Warum der Irak-Krieg geführt werden mußte

Ich gehöre zu den ganz wenigen Deutschen, die immer noch der Meinung sind, daß der Irak-Krieg trotz aller Planungsfehler im Grunde richtig war und George W. Bush ein ausgezeichneter Präsident ist.
Solch eine Haltung in Deutschland „durchzuhalten“ ohne irgendwann entnervt aufzugeben ist fast unmöglich und ich möchte daher hier nach Jahren einige meiner zentralen Bausteine offenbaren, die für mich das Fundament für diese Zuversicht legen.
Meine Fundamente auf die ich in dieser Angelegenheit baue, sind Leute wie David Aikman [„Ein Mann des Glaubens“ -> http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/1043__ber_den_glauben_des_us-pr_sidenten.html? ], ein ehemaliger Redakteur des TIME Magazin, der George W. Bush sehr gut kennt und ein Buch über ihn geschrieben hat, dass ich allen christlichen Bush-Kritikern ans Herz legen möchte.
Bezüglich des Irak-Krieges erscheinen mir die Aussagen von „Georges Sada“ [-> http://en.wikipedia.org/wiki/Georges_Sada ], ein Christ, der unter Saddam als Generalmajor der irakischen Luftwaffe diente, sehr belastbar zu sein. Er bezeugte persönlich das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak und deren Rausschmuggeln nach Syrien. Er vertritt die Meinung, dass wenn Amerika den Diktator Saddam Hussein nicht in den Arm gefallen wäre dieser Israel vernichtet hätte … Ich möchte daher allen Irak-Krieg-Kritikern als nächstes das Buch von Georges Sada als Bett-Lektüre empfehlen [Georges Sada: Saddams Geheimnisse -> https://www.maisonbible.net/en/index.php?sType=nrp&sValue=bru111939 ], vielleicht geht ihnen dabei ja ein Licht auf.
Ein weiteres zentraler Baustein ist ein Vortrag von Rik Joyner [-> http://en.wikipedia.org/wiki/Rick_Joyner ], dem prophetisch begabten Leiter der MorningStar Fellowship Church in Fort Mill, South Carolina.
Es geht hier neben dem Irak-Krieg und der absoluten Integrität des wiedergeborenen Christen George W. Bush in Glaubensfragen unter anderem auch um die Zusammenarbeit von Regierungsbehörden mit christlichen Propheten bei der Terrorabwehr in den USA selber. Denn diese Frage konnte mir bisher noch kein Gegener von G. W. Bush und dem Irak-Krieg ernsthaft beantworten: Warum gab es eigentlich keinen weiteren verhehrenden Anschlag von den Islamisten nah dem 11. September 2001, obwohl den USA dies doch ständig von den Terroristen in Videobotschften angedroht wird?

Und sie ist heute mal wieder topaktuell: Hier ein Auszug aus der gestrigen Ausgabe der Berliner Morgepost: „Islamisten wollten New York brennen sehen“
Anschlag auf Treibstoffpipeline für Flughafen verhindert. Ermittler: ein „unvorstellbar schrecklicher Plan“ mit mehreren Tausend Toten [-> http://www.morgenpost.de/content/2007/06/04/politik/903549.html ]

Der oben angekündigte Vortrag also wurde von Rick Joyner im Rahmen der Konferenz: „Dawn of a new Day“ vom 19.-22. Mai 2004 in Tübingen gehalten. Die Passage über den Irak-Krieg und George W. Bush folgt im Anschluß im Wortlaut, Ihr könnt ihn Euch aber auch als MP3-Datei [-> http://www.online-predigt.de/scripts/stream.php?file=1260 ] herunterladen.
„In der Welt wird es nie etwas vollkommenes geben. In der Welt und in der gegenwärtigen politischen Situation ist die allerbeste Lösung für eine Situation oft nur ein ganz bißchen besser als die schlimmste Lösung. Und es gibt Probleme, egal wie Du Dich entscheidest, es wird immer absolut chaotisch sein: Und ich glaube, daß es Zeiten gibt, in denen eine Regierung etwas tun muß, daß absolut unpopulär sein wird. Und sie werden mißverstanden werden. Und die Regierung wird nicht in der Lage sein, andere dazu zu bringen das zu verstehen und nachzuvollziehen zu können. Und am Anfang hatte ich den Eindruck, daß wir das tun mussten, was im Irak geschah. Es war immer noch eine Tragödie und es war das Ergebnis von viel Versagen, was dem vorangegangen war. Und ich dachte, es würde der Anfang von einem absolut fürchterlichen Krieg werden. Und das glaube ich auch immer noch … und ich glaube das wird immer unschöner und unschöner werden, aber daß es trotzdem geschehen muß, weil die Alternative noch viel schlimmer gewesen wäre. Und ich glaube der Grund, weshalb es geschehen mußte – und das ist meine persönliche Meinung – glaube ich, daß es um Israel willen geschehen mußte. Saddam Hussein hat sich selber für eine Inkarnation von Nebukadnezar gehalten. Und Nebukadnezar war der erste, der Israel zum ersten Mal vollkommen zerstörte. Und er hatte das Gefühl, es sei seine Bestimmung Israel zu zerstören. Und ich möchte da jetzt nicht mehr drüber sagen, aber ich glaube, daß letztenendes bewiesen werden wird, daß er wirklich solche Massenvernichtungswaffen hatte und was mich dabei am meisten erschreckt ist, daß sie jetzt nicht mehr da sind … sie haben das Land verlassen. OK … und … ich hatte den Eindruck das würde ganz am Anfang geschehen … Aber wenn Amerika nicht getan hätte, was es dann getan hat, hätte Israel es tun müssen und das wäre noch viel, viel schlimmer gewesen. Aber all die Massenvernichtungswaffen, von denen eigentlich der Irak den Vereinten Nationen schon eine ganze Inventarliste gegeben hatte und das war einige Jahre früher. Die haben so einen Liste aufgestellt und sagen „Das haben wir!“ Und plötzlich sagen sie „Jetzt haben wir sie nicht mehr!“ Und sie können aber auch keinen Ort darstellen, an denen sie sie vernichtet hätten. Diese Waffen, die gibt´s noch irgendwo. Und sie alle zusammen genommen würden wahrscheinlich in zwei LKW-Ladungen passen. Ausreichend um Millionen um Millionen von Menschen zu vernichten … Wo sind sie? Ich möchte da nicht weiter drauf eingehen. Aber ganz persönlich habe ich den Eindruck gehabt, dass der Herr mir das bestätigt, dass dies wirklich so ist und dass es noch mehr Kriege gibt, die auf uns zukommen werden und sie werden immer schlimmer werden, sie werden immer blutiger und verwirrender werden. Und viele Gründe, die dahinter stehen, die können wir gar nciht öffentlich sagen … Aber was ich euch über unseren Präsidenten [G. W. Bush Anm. wanderprediger] sagen kann: Er ist ein wiedergeborener Mann Gottes! Er hat sich dem tief hingegeben, den Willen Gottes zu suchen. Er ist noch ein sehr junger Christ, aber er ist schon erstaunlich weise. Und der General der den Oberbefehl über unsere Truppen im Irak hatte, hat einem Freund von mir gesagt, dass jedesmal, wenn er sich mit dem Präsidenten getroffen hat – und das war einmal die Woche – hat er gesagt, dass der Präsident nie ein Meeting mit jemanden hatte, ohne zuerst zu beten. Jede Kabinett-Sitzung beginnt mit Gebet. Und er sagt, er weigert sich mit irgendjemanden zu treffen , wenn der nicht bereit ist vorher zu beten. Er sucht ernsthaft nach dem Willen Gottes. Das bedeutet nicht, dass er es jedesmal richtig erwischt. Also ich kann das gar nicht erfassen, unter was für einem Druck dieser Mann steht und die verschiedenen Dinge, die er immer gegeneinander abwägen muß. Und ich glaube, dass alle unsere Leiter und Führer unter einem gewaltigen Druck stehen. Und ich glaube, das wir wirklich für unsere Staatschefs beten müssen. Und ich glaube, es ist ein bißchen töricht und auch unreif, zu erwarten , dass sie absolut vollkommen sind. In der Welt werden die Dinge einfach nicht vollkommen sein. Und ich weiß, dass es jetzt einige sehr häßliche Dinge geben wird, die ans Licht kommen werden. Aber wenn Du selbst im Kampf gestanden hast – viele von Euch waren da vielleicht breits – wenn Deine Freunde anfangen umzukommen und Du jeden Tag bomben und Schüssen ausgesetzt bist. Und Du bist irgendwo selber noch ein halber Teeny, ja manche von ihnen sind 18, 19 Jahre alt, dann kann man nachvollziehen, weshalb sie den Gefangenen einiges schlimmes antun. Ich möchte das überhaupt nicht rechtfertigen, ja ich finde das wirklich total schlimm und falsch, es ist schrecklich … und ich glaube, dass wir jedem menschlichen Wesen mit dem allerhöchsten respekt begegnen sollten. Aber Krieg ist einfach das schlimmste, das uns einfach passieren kann. Und Menschen tun fürchterliche Sachen in Kriegen. Und diese Teenies … machen von denen haben überhaupt kein Wissen über Gott und sie haben erlebt, wie ihre Freunde umgekommen sind und sie sind sehr sehr zornig … das kommt über Dich, wenn Du in solch einer Situation steckst … und deswegen denke ich, dass wir auch für sie beten müssen. aber ich glaube trotzdem, daß es sehr schlimm ist, dass sowas passiert. Und ich glaube, dass viele von ihnen wirklich diszipliniert werden. Und ich glaube, worum es mir gerade geht ist, das wir nicht erwarten können dass die Welt vollkommen ist und es wird immer schlimmer und schlimmer werden. Und ich weiß, daß der prophetische Dienst bisher in solchen Situationen geholfen hat. Und in dem ganzen Kampf gegen Terroristen hat es schon geholfen und die Terroristen sind schon gefangen worden. Und schon die höchsten Regierungsebenen in unserem Land haben sich an die Propheten gewendet, um zu fragen. Und das war erst neulich in den letzten paar Wochen. Weißt du unser FBI benutzt manchmal Wahrsager und so okkulte Leute. Fast alle Regierungen versuchen das mal früher oder später. Aber unsere Regierung hat gesagt und sich festgemacht, sie würden alle okkulte Leute, Wahrsager usw. loswerden, rauswerfen. Und sie haben gesagt, sie würden sich nicht mehr an solche Menschen wenden, an solche übersinnlichen, wenn die Propheten Gottes anfangen ihnen zu helfen!!! [Applaus] Aber die meisten Dinge kann man gar nicht öffentlich sagen, aber ich glaube, dass es sich wirklich erwiesen hat, dass der Herr heute neue Propheten hochhebt, die die Geheimnisse wissen können, die bei anderen Leitern gesprochen werden.“

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

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Warum der Irak-Krieg geführt werden mußte

Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Viele von Euch kennen meine Vorliebe für den am 24.09.2003 in Jerusalem verstorbenen ehemaligen Cambridge-Gelehrten Derek Prince. Er ist in meinen Augen einer der brilliantesten Bibellehrer unserer Zeit gewesen. Überaschenderweise sieht das Alexander Seibel, neben Wolfgang Bühne und Horst Koch einer der bekanntesten Warner vor charismatisch-pfingstlerischen Irrlehren der erzkonservativen Evangelikalen im deutschsprachigen Raum ähnlich. Dies könnte man jedenfalls annehmen, liest man die einführenden Worte zu Seibels englischsprachiger Generalabrechnung mit Derek Prince: „The late Derek Prince (1915-2003) was a brilliant man who preached and wrote many good things.“
Auf die Beschreibung brillianter Prince-Lehren läßt sich Seibel dabei jedoch nicht großartig ein, genauer gesagt überhaupt nicht. Denn die Intention dieses Artikel ist nach meinem Eindruck eher eine bösartige Demontage dieses großen alten Mannes der Pfingst- und der Charismatischen Bewegung.
Als nächstes wird Derek Prince persönlich mit dem Toronto-Segen in Zusammenhang gebracht. Seibel behauptet, weil seine eigene „Geistestaufe“ mit Manifestationen wie „Ruhen im Geist“ und „Lachen im Geist“ einherging, hätte Prince Probleme sich vom Toronto-segen zu distanzieren. Einen Beleg für diese Aussage in den vielen Büchern und Kassetten von Prince liefert Seibel natürlich nicht.
Im nächsten Abschnitt geht es dann um das Drama der „Ft. Lauderdale’s Five“, denen Derek Prince angehörte. Eine sehr einflußreiche Hirten-Bewegung, die jedoch in extremen Kontroll- und Unterordnungstrukturen sowie einen der größten geistlichen Mißbrauchsskandale der charismatischen Bewegung endete. Immerhin erwähnt Seibel, dass Derek Prince 1984 die grundlegenden Prinzipien der Hirtenbewegung widerrief und sich von diesem Team trennte, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er auch nachher immer noch Kontakt mit diesen Männern hatte. Was Seibel jedoch hier unerwähnt läßt ist, dass Prince 1991 hierzu auch öffentlich Buße getan hat (Vortrag im August 1991, OstWest-Konferenz, Karlsruhe). Was wir im übrigen in einem bekannten anti-charismatischen Seibel/Stadelmann-Text nachlesen können.

Kommen wir nun zum in meinen Augen eigentlichen Skandal dieses Textes. Es geht um die Beschreibung des Befreiungsdienstes von Derek Prince, die Befreiung von Dämonen. Um korrekt zu sein, sieht Derek Prince meiner Meinung nach hinter zu vielen menschlichen Probleme ursächlich Dämonen, daß Dämonen diese Probleme jedoch bewirken können und daß sie durch einen biblisch fundierten Befreiungsdienst im Namen jesus christus weichen müssen bleibt jedoch in meinen augen unbestritten, aber das ist jetzt eine andere Geschichte …
… Fahren wir fort in unserem Seibel-Text, denn jetzt wird er endlich einmal konkret. Er beschreibt wie er eine Befreiungsdienst-Kassette hörte, wo Prince die Befreiung von Flüchen und Bindungen bei seinem christlichen Publikum praktizierte, was dort zu dämonischen Manifestationen im sinne von Schreiattacken etc. führte. Seibel stellt Prince selbst nun in einem extrem diabolischen Licht dar, in dem er beschreibt, dass das Schreien und Kreischen aus dem Publikum sich ziemlich gruselig angehört habe und Prince dies wörtlich mit dem Kommentar versehen hätte „Ich liebe es, die Stimme Satans zu hören!“
Als ich diesen Seibel-Text zuerst las, wunderte ich mich sehr über diese in der Tat hinterfragenswerte Aussage von Derek Prince und hoffte irgendwann mal im Original auf sie zu stossen, um den Sachverhalt zu prüfen.
Nun ja … Dies ist heute geschehen und jeder, der möchte, kann sich nun sein eigenes Urteil bilden. Hier ist der Link zu Teil 3 der Predigt im MP3-Format.
Der Zusammenhang ist folgender: Es ging um das Brechen von Flüchen, auch von generationsübergreifenden Familienflüchen. Der theologische Schwerpunkt lag im Tausch am Kreuz, dass Jesus für uns am Kreuz zum Fluch wurde (vgl. Gal 3,13) und das wir dies aktiv für uns beanspruchen können. Derek Prince vertritt die Meinung, dass man dies aktiv aussprechen müsse. Derek Prince führte sein Publikum in ein Gebet an Jesus und als er an die Stelle kam wo auf Deutsch übersetzt wurde „… vom heutigen Tag an will ich Dir gehorchen und Dir folgen“ kamen die ersten gellenden „Dämonenschreie“ (0:05:40). Das Publikum muß wohl ziemlich verstört reagiert haben, denn Prince sagt ganz cool „That´s all right … relax! … There will be a lot more of this“
Und so kommt es dann auch … heftigste Schreiattacken brechen los. Derek Prince ist während all diesen Attacken vollkommen routiniert und gelassen. Sein lapidarer Kommentar lautet(0:05:56): „I allways enjoy, hearing the devil cry out!“ Meine Übersetzung dazu lautet: „Ich genieße es immer den Teufel aufschreien zu hören!“ Das ist etwas ganz anderes als zu sagen: „Ich liebe es die Stimme Satans zu hören!“ Es geht ganz einfach darum, dass in diesem an Jesus Christus gerichteten Gebet Flüche gebrochen wurden und offensichtlich massenhaft Dämonen aus den Menschen ausgefahren sind. Das sollte für jeden Christen eine Freude sein! Die Verfälschung des angeblich wörtlich wiedergegebenen Zitats ist in meinen Augen ein bewußte Irreführung der Leser auf Seidels Homepage.
Wer übrigens alle drei Teile des Prince-Vortrags hören will sei noch auf Teil 1 und Teil 2 im Speziellen und für weiteres Interesse an Derek Prince auf Derek Prince auf online-predigt.de im Allgemeinen verwiesen, wo man sich sehr viele seiner Predigten als MP3 herunterladen kann.

Nebenbei bekommt Prince schließlich noch vorgehalten, dass er den Pastor einer Jerusalmer Gemeinde auf dessen Heilungswunsch mit den Worten abserviert habe:“… meine „Heilungs“-Gabe wirkt nicht im Privaten, sondern nur in großen Menschenmengen.“; was Seibel natürlich sofort benutzt um Prince irgendwie in die Nähe des Spiritismus zu stellen.

Der krönende Abschluß ist eine Seibelsche Anrufung des Herrn mit den Worten: „Möge unser Herr der Herrlichkeit uns Weisheit und Urteilsvermögen in diesen letzten Tagen von wachsendern Konfusion und Irreführung verleihen.“ Verwiesen wird dann noch auf 1. Tim 4,1 „Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“.

Damit wäre der Kreis geschlossen von dem Derek Prince, der anfangs noch als „brillianter Mann“ vorgestellt wurde, der viele gute Dinge gelehrt und gepredigt hat hin zu einem verführerischen Geist, der „teuflische Lehren“ vertritt und … „die Stimme Satans liebt“!

Bitte nun nicht glauben, dass ich als pietistischer Neo-Charismatiker alles was Herr Seibel gegen die Charismatiker schreibt ablehnen würde. Dem ist mitnichten so! Ganz im Gegenteil! Um mit den Worten Derek Prince´s zu sprechen: „Das Vollbringen von Wundern bestätigt nicht notwendigerweise die Wahrheit. Hier werden Charismatiker in Schwierigkeiten geraten, denn die meisten Charismatiker werden irgendetwas glauben, wenn es von einem Wunder begleitet ist. Und der Antichrist wartet nur auf sie … Es gibt nur einen Weg Wahrheit ermitteln und das geschieht über die Schrift“ Da liegen Seibel und Prince wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Hochinteressant fand ich beispielsweise auch einen Seibel-Artikel über Arnold Bittlinger einer Art Urgestein der GGE, der ich selber angehöre. Da werde ich noch prüfen müssen. Prüfen tue ich als Arzt im Übrigen auch vorzugsweise charismatische Wunderheilungen, wie beispielsweise Charles Ndifon in der Berliner Pfingstgemeinde Kirche am Südstern. Obwohl ich also bei der charismatischen Gemeindeerneuerung mitmache, sind für mich doch nicht alle charismatische Lehren mittragbar und ich sage das auch allen ganz offen.

Das andere Extrem ist aber, ALLES für Schlecht zu erklären, um es verwerfen zu können.

Für diesen Artikel wird sich Alexander Seibel einmal rechtfertigen müssen!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

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