Pädophilie in öffentlichen Kinderheimen und -tagesstätten

Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) möchte ein Gesetz auf den Weg bringen, durch dass auch geringfügige sexuelle Straftaten in einem erweiterten Führungszeugnis aufgeführt werden. Der Hintergrund sind die wiederholten Fälle von pädophilen Betreuern in öffentlichen Kindertagesstätten und Kinderheimen. Näheres dazu in einem Artikel der SZ. Pädophile suchten sich lt. Zypries gezielt Berufe, in denen sie engen Kontakt zu Kindern hätten. Das neue Gesetz solle hier zumindest die Fälle verhindern, in denen jemand, der schon beispielsweise durch den Handel mit pädophilem Bild-Material leicht vorbestraft wurde, dann eine Stelle als Kinderbetreuer erhält. Bislang erscheinen in den Führungszeugnissen nur Straftaten ab einer Freiheitsstafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen.

Das Thema scheint in den Medien nicht besonders beliebt zu sein, denn von den Fällen, an die Frau Zypries vermutlich denkt, erfährt man nichts außer der Tatsache, dass Frau Zypries dagegen vorgehen möchte. Es passt nicht in diese Zeit, in der alle Eltern arbeiten und ihre Kinder von anderen betreuen lassen möchten, in der keine Kosten gescheut werden, um flächendeckend Kleinst-Kind-Betreuung für alle kostenlos anzubieten wenn nun ein Schatten auf den staatlichen Erziehungssektor fällt. Dabei ist das Problem mit dem neuen Gesetzesentwurf kaum in den Griff zu kriegen, und dafür gibt es Gründe, die nicht einfach mit einer juristischen Lücke erklärt werden können:
Pädophiler Missbrauch kommt fast ausschließlich in Familien mit Stiefeltern vor und fast nie dort, wo die leiblichen Eltern ihre Kinder erziehen. Dieser Unterschied ist frappierend eindeutig. Es stimmt eben nicht, dass es letztlich egal ist, von wem Kinder versorgt werden, denn die leibliche Elternschaft scheint ein massives Schutzwerk in den Gefühlen zu errichten, die sich nicht mit sexuellen Gefühlen vertragen. Das Gleiche gilt ja auch für die Beziehung von Bruder und Schwester. Diese Beobachtung ist banal, wenn sie nicht so schrecklich unmodern wäre.
Die gleichen Mechanismen, die in der Patchwork-Familie so oft zu Missbrauchsfällen führen, muss man auch in anderen Bereichen erwarten, in denen Kinder von Fremden betreut werden. Die Heime haben allerdings viel weniger Erzieher pro Kind und bieten den Kindern dadurch noch weniger Schutz, als sie ihn in einer Patchwork-Familie vielleicht hätten. Der neue Gesetzesentwurf wird nur dafür sorgen, dass keine Bewerbungen von Menschen geschrieben werden, die schon etwas auf ihrem Führungszeugnis stehen haben. An ihre Stelle treten dann eben die Bewerber, die noch ein blankes Führungszeugnis haben weil sie nicht erwischt wurden. Die Leute sind ja vermutlich nicht blöd.

Was kann man stattdessen tun? Nicht viel, aber es wäre schon mal ein Anfang, wenn die Öffentlichkeit anfängt, sich für ihre Kinder zu interessieren. Dies kann z.B. durch wissenschaftlich begleitete Interviews mit Heimkindern anfangen, deren Ergebnisse dann veröffentlicht werden.
Zweitens können Kirchen sich gezielt an Heimkinder wenden und ihnen die Möglichkeit der Beschwerde bieten. Leider sind auch schon genug pädophile Priester an Kindern schuldig geworden. Aber wenn wird darauf warten, bis die Institution mit der weißen Weste auftaucht, könnte es für viele Kinder zu spät sein. Natürlich könnte auch ein gemeinnütziger Verein so einen Anlaufstelle werden, aber bis sich das Bewusstsein in der Bevölkerung entwickelt hat, dass hier Handlungsbedarf ist, wird es noch eine Weile dauern. Und bis dahin könnten Kirchen und Gemeinden diese Aufgabe übernehmen.

Die Sinus-Milieus® in Deutschland

Eine sehr differenzierte Einteilung der sozialen Milieus bieten die Sinus-Milieus®. Folgende Bevölkerungsgrupierungen wurden durch eine detailierte jährliche Fragebogenaktion über 25 Jahre hinweg isoliert:

Konservative 5%
„Das alte deutsche Bildungsbürgertum: konservative Kulturkritik, humanistisch geprägte Pflichtauffassung und gepflegte Umgangsformen“
Traditionsverwurzelte 14%
„Die Sicherheit und Ordnung liebende Kriegsgeneration: verwurzelt in der kleinbürgerlichen Welt bzw. in der traditionellen Arbeiterkultur“
DDR-Nostalgische 5%
„Die resignierten Wende-Verlierer: Festhalten an preußischen Tugenden und altsozialistischen Vorstellungen von Gerechtigkeit und Solidarität“
Etablierte 10%
„Das selbstbewusste Establishment: Erfolgs-Ethik, Machbarkeitsdenken und ausgeprägte Exklusivitätsansprüche“
Bügerliche Mitte 15%
„Der statusorientierte moderne Mainstream: Streben nach beruflicher und sozialer Etablierung, nach gesicherten und harmonischen Verhältnissen“
Konsum-Materialisten 12%
„Die stark materialistisch geprägte Unterschicht: Anschluss halten an die Konsum-Standards der breiten Mitte als Kompensationsversuch sozialer Benachteiligungen“
Postmaterielle 10%
„Das aufgeklärte Nach-68er-Milieu: Liberale Grundhaltung, postmaterielle Werte und intellektuelle Interessen“
Moderne Performer 10%
„Die junge, unkonventionelle Leistungselite: intensives Leben – beruflich und privat, Multi-Optionalität, Flexibilität und Multimedia-Begeisterung“
Experimentalisten 8%
„Die individualistische neue Bohème: Ungehinderte Spontaneität, Leben in Widersprüchen, Selbstverständnis als Lifestyle-Avantgarde“
Hedonisten 11%
„Die spaßorientierte moderne Unterschicht / untere Mittelschicht: Verweigerung von Konventionen und Verhaltenserwartungen der Leistungsgesellschaft“

Eigentlich dachte ich spontan, ich müsse mich bei den Konservativen wiederfinden. Jedoch weit gefehlt … dort halten sich eher die pensionierten Gymnasiallehrer im Lodenmantel auf. Letztendlich fand ich mich in der bürgerlichen Mitte wieder … beruflich etabliert und vor allem familienorientiert …

Auf der Basis der Sinus-Milieus® wurden inzwischen auch schon interessante Zukunftszenarios entwickelt. Interessanterweise gibt es genau drei Szenarien:
– ein neoliberales
– ein sozialdemokratisches …. und
– ein grünes … ähem … postmaterielles

Diese werden in der Presse rezipiert und durchventiliert:

1. Manager-Magazin: „Bedrohte Mitte“
… mit einem neoliberalen Zukunfstszenario
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,395920,00.html
Zitat: „In einem deregulierten Deutschland sind die modernen Performer die Gewinner. Sie rücken in die Mitte der Gesellschaft. Ihr Lebensstil wird zum neuen Mainstream, dem die Angehörigen anderer Milieus, so gut es geht, nacheifern. … Doch unter dem Regiment der modernen Performer ginge den Deutschen auch vieles verloren. Chibesakunda wird wahrscheinlich niemals eine Handballspielgemeinschaft leiten. Und es muss noch einiges passieren, damit er zwei Kinder großzieht.“

2. Spiegel: „Wir werden Deutschland“
… Das „postmaterielle“ Metamorphosis-Szenario
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,423043,00.html
Zitat: „Im Jahr 2020 haben die Menschen eine Art kollektives Bewusstsein entwickelt … Zukunftsforscher glauben, dass das Modell der Kleinfamilie im Jahr 2050 vom Schwarm, der aus dem selbstgewählten Freundeskreis besteht, endgültig abgelöst sein wird.“

Offensichtlich sind beide Szenarios nicht gerade familien- und kinderfreundlich … jedenfalls aus meiner … zugegebenermaßen beschränkten Sicht der „bürgerlichen Mitte“!

Was völlig ausgeklammert wurde ist die Renaissance von Christentum, Islam und fundamentalistischen Atheismus … Aber davon gelegentlich mehr!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

AUF – Hier ist sie … die neue christlich-konservative Partei!

Ich halte Dr. Walter Weiblen, den ehemaligen Vorsitzenden der Partei bibeltreuer Christen für einen der fähigsten politischen Köpfe der evangelikalen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Ende letzten Jahres erlebten wir das Desaster der PBC, die sich putschartig von Weiblen trennte, der mit der Forcierung der Initiative Aufbruch 2009 das Ziel hatte aus den vielen christlichen Kleinparteien eine relevante und schlagkräftige politische Plattform für das Superwahljahr 2009 aufzubauen.
Nach der Demontage von Roland Koch und damit des konservativen Flügels der CDU mailte ich Weiblen an, um ihn zu einem Statement bzgl. dieser Plattform zu bewegen. Zu meiner Überraschung antwortete er postwendend:


wir haben die AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Untertitel „Christen für Deutschland“ am vergangenen Samstag in Berlin gegründet. In wenigen Tagen, vielleicht auch schon morgen, können Sie unsere Homepage besuchen und dort z.B. das Programm herunterladen. Wir freuen uns, wenn das Ihre politische Plattform werden kann. Wir nehmen Christen als Mitglieder auf, die das Apostolische Glaubensbekenntnis ihrem Christsein zugrunde legen.
Herzliche Grüße und Gottes Segen
Walter Weiblen

Idea Spektrum war auf der Gründungsveranstaltung am 26.01.08 in Berlin und berichtet wie folgt:
B e r l i n (idea) – Neben der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) und der Deutschen Zentrumspartei gibt es jetzt eine weitere christliche Kleinpartei. „AUF – Christen für Deutschland“ wurde am 26. Januar in Berlin gegründet. Die Buchstaben AUF stehen für Arbeit, Umwelt und Familie.
Auf diesen Feldern wolle sich die Partei besonders engagieren, sagte der Vorsitzende Walter Weiblen (Weissach bei Stuttgart) gegenüber idea. Man wolle einen möglichst breiten Kreis von Christen ansprechen und die Kräfte bündeln. Viele sehnten sich nach einer Partei, mit der sie sich identifizieren könnten. Weder der PBC, an deren Spitze Weiblen von Oktober 2005 bis Dezember 2007 stand, noch der Zentrumspartei sei es gelungen, diesen Menschen eine politische Heimat zu geben. Der stellvertretende Vorsitzende Peter Schneider (Volkenroda/Thüringen), geht davon aus, dass die Partei noch in diesem Jahr 3.000 Mitglieder haben werde. „Wir wollen deutlich über die Größe einer Splitterpartei hinauswachsen.“ An der Gründungsveranstaltung nahmen rund 140 Mitglieder teil.

Meves für Partei, „bei der Gott im Regiment sitzt“
Die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen bei Hannover) kritisierte, dass der Werte-Begriff in der öffentlichen Debatte um die Kindererziehung zu abstrakt gebraucht werde. „Eine Werte-Erziehung ohne Anbindung an Gott ist leeres Geklingel“, sagte sie. „Wir brauchen eine neue Partei, bei der Gott im Regiment sitzt.“ Sie dankte der Partei, dass sie sich in ihrem Programm unter anderem dafür einsetze, die Mutterschaft als eigenständigen Beruf anzuerkennen. Außerdem forderte die Katholikin, den „destruktiven Feminismus“ zu überwinden.

Für traditionelle Rollen von Mann und Frau
Der Unternehmensberater und langjährige BASF-Manager Siegfried Buchholz (Baden bei Wien) sagte, wenn Deutschland zukunftsfähig sein wolle, müsse es sich zurückbesinnen auf zentrale Werte wie die Familie und das traditionelle Rollenverständnis von Mann und Frau. Außerdem müsse es sich vom Anspruchsdenken verabschieden. „Deutschland muss endlich aufwachen aus seiner wohlfahrtsstaatlichen Dauernarkose“, so Buchholz.

PBC und Zentrum: Ethisch verwerfliche Parteigründung
Zum Teil scharfe Kritik an der Gründung der AUF-Partei übten PBC und Zentrumspartei. Sie sei „auf eine ethisch verwerfliche Art und Weise unter Ausnutzung der bestehenden Strukturen der Partei Bibeltreuer Christen und der Deutschen Zentrumspartei zustande gekommen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die neue Partei führe „zu einer weiteren Zersplitterung des schon recht kleinen Lagers der politisch interessierten Christen in Deutschland“. Es fehle nicht an christlichen Parteien, sondern an der gegenseitigen Respektierung und an dialogbereiten Christen, die sich den geistigen, politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen stellten. PBC und Zentrumspartei wollen stärker zusammenarbeiten. Die PBC hat rund 4.100 Mitglieder, die Zentrumspartei etwa 600.

Ich denke es lohnt sich diese junge christliche Partei kritisch-wohlwollend zu beobachten! Ich werde jedenfalls hier auf TheoKonservativ zeitnah über dieses hoffnungsvoll Projekt berichten.

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
AUF – Hier ist sie … die neue christlich-konservative Partei!

Das Jugendstrafrecht ist zu lax

Wichtige Themen kommen nicht selten zur Unzeit auf die Tagesordnung: entweder jemand möchte eine Debatte anregen, um sein Buch zu vermarkten, oder aber es ist Wahlkampf. Wobei man in letzterem Fall nicht vergessen darf, dass nie nur für eine einzelne Partei Wahlkampf ist und die CDU mit ihrer Position zum Jugendstrafrecht nicht weniger ihre Wähler im Blick hat als die SPD. Dass es in den Medien als ein Wahlkampfthema der CDU dargestellt wird, zeigt lediglich, dass die Medien sich bereits für eine Partei entschieden haben.

Inhaltlich bewegt sich die Debatte daher auch auf vorgezeichneten Gleisen, bzw. sie bewegt sich ja gerade nicht, was nicht nur daran liegt, dass manche Politiker (vor allem der SPD!) ihre Kinderstube zeitweise vergessen haben, sondern weil die Positionen sich auch nicht widersprechen: man muss sich nicht zwischen Prävention und Bestrafung entscheiden. Beides schließt sich nicht aus und beides ist grundsätzlich nötig.
Und es sind zwei strikt voneinander zu trennende Fragen, ob man in einem der Bereiche etwas verändern muss.

Wobei man ehrlicherweise auch fragen muss, was man ändern kann. Kann eine Partei die „Ursachen“ für Gewalt bekämpfen? Manche scheinen sich hier viel zu zu trauen: wollen sie allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz versprechen? Oder dafür sorgen, dass Ausländer nicht mehr schief angesehen werden? Sollen Ausländer zu Deutschkursen verpflichtet werden oder genügt es, die Schulen mal neu anzustreichen, damit die Gewalt sinkt? Egal, das ist hier nicht das Thema, denn in Frage steht das Jugendstrafrecht, und das ist wirklich ein genuin politischer Entscheidungsraum.

Ob das Jugendstrafrecht angemessen oder zu lax ist, hängt nicht von den Problemen ab, die im Einzelfall zu einer Straftat führten! Diese sollen sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen in das Strafmaß einfließen und haben nichts mit dem besonderen Rechtsstatus des Jugendlichen zu tun. Hier geht es allein um die Frage, wie sehr die Disposition „jugendlich“ als strafmindernd wirken soll, unabhängig von den Problemen des Arbeitsmarktes, der Integration, der familiären Verhältnisse etc…

Die Gründe, die für ein spezielles Jugendstrafrecht angeführt werden, sind leichtere „Formbarkeit“ (und daher auch Verführbarkeit) Jugendlicher und das unausgereifte sittliche Urteilsvermögen. Man hatte dabei vor allem jugendtypische Straftaten wie Autofahren ohne Führerschein, Prügeleien oder ordnungswidriges Imponiergehabe im Blick.
Bei dem Strafmaß soll vor allem der erzieherische Aspekt im Vordergrund stehen und nicht nur (aber auch) eine Tat bestraft werden.

Dabei hat man sich festgelegt, als äußerstes Mittel eine Haftstrafe von 6 Monaten bis höchstens 5 Jahren zu verhängen. In Fällen, in denen das normale Strafrecht ein Strafmaß von über 10 Jahren festlegt (z.B. bei Mord) kann eine Haftstrafe von bis zu maximal 10 Jahren verhängt werden.
Das heißt, die meisten Tötungsdelikte, die zwar absichtlich aber ohne die besonderen Merkmale eines Mordes begangen werden, führen zu maximal 5 Jahren Haft (wer z.B. mit 16 Jahren den Englischlehrer vor der Klasse ersticht, kommt spätestens mit 21 Jahren wieder frei). Und das halte ich tatsächlich für zu wenig. Hier ist das Maß jedes jugendlichen Imponiergehabes bei weitem überschritten. Selbst organisierte Kriminalität ist von diesem Strafmaß nicht ausgeschlossen.
Für einen Mord, bei dem beispielsweise ein Mensch aus Freude am Foltern zu Tode gequält wurde, halte ich 10 Jahre für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Und so etwas kommt immer wieder vor.

Davon abgesehen muss sich eine Gesellschaft fragen, in wieweit sie diesen Typus eines Jugendlichen erst erschaffen hat, auf den sie in der Gesetzgebung dann wiederum reagieren muss. Ist es biologisch festgelegt, dass Jugendliche mit 16 nicht die „ethische Dimension“ ihres Verhaltens begreifen können? Oder dass sie gegen die Gesellschaft als Gegenpart erleben, der sie zu Gesetzesübertretungen anstachelt?
Das sind freilich Fragen, die nicht genügen, um das Jugendstrafrecht auszuhebeln, aber wenn die Debatte schon mal da ist, gehören auch sie dazu.

TOP 20 Theocons 2007: Die meistgelesenen Artikel

Wir lassen die Seitenzugriffe auf unseren Blog durch Google-Analytics messen. Hier präsentieren wir Euch die 20 Artikel, auf die im Jahr 2007 am häufigsten zugegriffen wurde:
1. Die Klimalüge: Klimaskeptiker schlagen Alarm! [1.335]
2. Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt [670]
3. Der Große Schwindel um die Erderwärmung [460]
4. Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch! [333]
5. Homosexuelle als Kanonenfutter des Kulturkampfes [213]
6. CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009! [147]
7. Christlicher Hexenwahn? [133]
8. Bist Du theokonservativ? [126]
9. Das Kopftuch [91]
10. MFC: Heiratsquote unter Christen ver1000fachen [77]
11. Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören! [59]
12. Ab wann besitzt der Mensch eine unantastbare Würde? [59]
13. Die Dekadenz der vierten Gewalt [56]
14. 11.06. 22:15 RTL Der große Klima-Schwindel [45]
15. Naturmystik – Die neue Religion [43]
16. Christliches Bauchaufschneiden? [37]
17. Marilyn Manson von Dämonen besessen … [35]
18. Waren die Nazis familienfreundlich? [32]
19. Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolutionslehre von Charles Darwin [32]
20. Schafft die Entwicklungshilfe ab! [31]

Psychotherapeuten fordern Killerspiel-Verbot!!!

Hallo,
Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie fordert ein Verbot gewalthaltiger Computerspiele. Die Therapeuten bezichtigen Medienwirkungsforscher, der Spielebranche zu nahe zu stehen. In der Anlage erhaltet Ihr die Presseerklärung u.a. mit Tipps für Eltern, wie sie brutale Computerspiele erkennen und ihre Kinder davor schützen können. Brutale Computerspiele zerstören das Mitgefühl, daher: Schenkt keine Killerspiele … und schon gar nicht zu Weihnachten!!!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Pressemitteilung 28.11.2007
Psychotherapeuten fordern das Verbot von Computerspielen, in denen Jugendliche für das Töten und Foltern von Menschen belohnt werden. Solche Spiele werden zunehmend verharmlosend als „Ballerspiele“ vermarktet. Der Begriff „Medienkompetenz“ dient dafür häufig als Deckmantel – Kinder und Jugendliche brauchen heute „Medienbildung“.

Köln: Computerspiele haben Umfragen zu folge zu Weihnachten Hochkonjunktur und sind ein Riesengeschäft für die Hersteller. Für die zumeist jugendlichen Nutzer sind gewaltfördernde Spiele entwicklungspsychologisch eine Katastrophe – so die Erfahrungen vieler Fachkräfte der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) aus psychotherapeutischen Beratungsstellen und schulpsychologischen Diensten. Die GwG ist der größte europäische Fachverband für Psychotherapie und Beratung. Sie fordert jetzt, gewaltverherrlichende Spiele gesetzlich zu verbieten, damit der Grundkonsens einer humanen Gesellschaft erhalten bleibt.

„Killerspiele sind wie Landminen für die Seele“, sagt Elke Ostbomk-Fischer, Hochschuldozentin und GwG-Mitglied. „Die Medienverwahrlosung junger Menschen hat in den vergangenen Jahren ein derart erschreckendes Ausmaß erreicht, dass die politisch Verantwortlichen umgehend handeln müssen, bevor eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen vom Strudel der Gewalt mitgezogen wird.“ Elke Ostbomk-Fischer ist damit im Einklang mit führenden Kriminologen und medienkritischen Wissenschaftlern. „Manche dieser Spiele sind menschenverachtend und grundgesetzwidrig. Daher sollte ihre Herstellung und Verbreitung strafbar sein.“

Immer mehr immer jüngere Kinder verlieren ihr natürliches Mitgefühl, wenn sie stunden- und tagelang in brutalste Action-Welten eintauchen, in denen das Zerstören und Töten als Spaß und Faszination erlebt wird. Insbesondere Jungen sind häufig davon betroffen. Sie verhalten sich dann zunehmend aggressiv und sind für soziale Regeln des menschlichen Miteinanders kaum noch zu gewinnen. Eine wachsende Zahl Jugendlicher verbringt mehr Zeit mit suchtfördernden PC-Spielen als in der Schule. „Viele Eltern fühlen sich angesichts der medialen Übermacht zunehmend hilflos und verzweifelt. Oft werden sie von ihren Kindern als rückständig abgekanzelt, wenn sie auf entsprechende Geschenkwünsche skeptisch reagieren“, sagt Karl-Otto Hentze, Psychotherapeut und Bundesgeschäftsführer der GwG. Internetversierte Kinder überreden ihre Eltern dann häufig mit Argumenten, die im Internet von Wissenschaftlern verbreitet werden, die der Computerindustrie nahe stehen.

Was sind Killerspiele?
Laut „Bundesratdrucksache 2007-0001-0100/ 76-07“ sind es „Spielprogramme, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen.“ Solche Spiele wurden ursprünglich für das US-Amerikanische Militär als Kriegssimulationen entwickelt. Sie haben den Zweck, bei Soldaten die Tötungshemmung abzubauen und ihre „Killer-Effizienz“ zu erhöhen. Der amerikanische Militärpsychologe David Grossman warnt eindringlich, dass diese Methode der Konditionierung auf Gewalt ganz genauso bei Kindern und Jugendlichen wirkt, wenn sie solche gewaltorientierten Programme intensiv spielen.

„Medienbildung“ statt „Medienkompetenz“
Den Begriff „Medienkompetenz“ haben die Spielehersteller längst vereinnahmt. Die Konzerne finanzieren Forschung und Fortbildungsprojekte für „mehr Medienkompetenz“. Sie haben natürlich ein Interesse daran, ein gesetzliches Verbot von Killerspielen zu verhindern. Einige Experten unterstützen sie dabei mit Argumenten wie z. B. „Verbote reizen nur“… (Das würde allerdings genauso für die rote Ampel gelten, für Diebstahl und sogar für Mord.) Eine weitere Strategie ist es, Computerspiele als „Kulturgut“ aufzuwerten. „Medienkompetenz“ in diesem Sinne fördert die genaue Kenntnis von Spieletypen, Geräten und technischen Details. Töten und Gewalt könne hierbei als „ästhetische Konvention“ akzeptiert werden.

Medienbildung schließt Herzensbildung ein
„Medienbildung“ dagegen schließt Herzensbildung mit ein. Grundlage ist die eindeutige Orientierung an den ethischen Konventionen der Menschenrechte. Leitbild und Maßstab ist dabei das Grundgesetz. „Medienbildung“ fördert eine mitmenschliche und kooperative Umgangskultur.
Ohne kritische Schulung ist es schwierig, pädagogisch sinnvolle Ratschläge von verkaufsfördernden Ratschlägen zu unterscheiden.

Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil:
Folgende Fragen helfen Ihnen, ein Computerspiel selbst zu beurteilen:

Kommen in dem Spiel Personen oder Wesen vor,
die andere entwürdigend behandeln?
die anderen ihre Rechte nehmen oder sie aus ihrem Zuhause verjagen?
die anderen ihr Eigentum rauben oder ihr Zuhause zerstören?

Werden in dem Spiel Personen oder Wesen
bedroht und in große Angst versetzt?
absichtlich Schmerzen zugefügt?
gefoltert oder mit Folter bedroht?
Gliedmassen abgehackt?
stranguliert oder wird ihnen das Genick gebrochen?
durch Waffen verletzt?
durch gezielte Kopfschuss getötet oder durch Bomben zerfetzt?

Gibt es in dem Spiel noch andere Beispiele von unmenschlichen und grausamen Handlungen? Werden solche Handlungen
als Erfolg bewertet?
als Spaß dargestellt?
mit Anerkennung belohnt?

Fehlen in dem Spiel deutliche und realistische Hinweise
auf das Unrecht der grausamen Taten?
auf das Leiden der Personen, denen etwas Grausames angetan wird?
auf Konsequenzen, mit denen die Täter zur Verantwortung gezogen werden?

Fehlen in dem Spiel gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten?
Fehlen Anregungen für Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und soziale Verantwortung?
Fehlen Beispiele, bei denen das Verhindern von Gewalt als Leistung anerkannt wird?

6. Wäre Ihr Kind, bei diesem Computerspiel selbst die Person, die anderen etwas Bösartiges und Grausames antut und damit Erfolg hat?
Wenn Sie mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten müssen, dann überlegen Sie genau, was Ihr Kind bei diesem Spiel lernen wird.

Wie können Eltern und pädagogische Fachkräfte ihre Kinder vor brutalen Computerspielen schützen?
Versuchen Sie in den Bereichen, die Ihnen für Ihr Kind wichtig sind, ein gutes Vorbild zu sein.
Hinterfragen Sie kritisch Argumente, die für gewaltverherrlichende Medien sprechen. Achten Sie dabei auf Ihr eigenes Gefühl und Ihren Menschenverstand. Vertrauen Sie nicht den Altersangaben auf den Spieleverpackungen. Der Jugendschutz reicht hier nicht aus.
Computerspielen kostet viel Geld und Zeit. Oft wird die Anschaffung von Geräten und Zubehör notwendig. Lassen Sie sich nicht drängen, mehr Geld auszugeben, als es Ihre finanzielle Situation erlaubt.
Beobachten Sie, wie Ihre Kinder mit Medien umgehen. Dies ist einfacher, wenn ein PC gemeinsam in einem zentralen Raum genutzt wird. Gleiches gilt auch für den TV.
Zeigen Sie Interesse an dem, was Ihr Kind lernt, erlebt und empfindet.
Begleiten und unterstützen Sie Ihr Kind beim Einüben in die modernen Medien. Sie bemerken dadurch auch rechtzeitig, wenn Ihr Kind an Internetseiten und Spiele gerät, die Sie für ungeeignet oder sogar für gefährdend halten.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen über mögliche Probleme. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorwürfe, es hat diese Inhalte nicht erfunden.
Ein „gutes Gespräch“ bedeutet: Alle Beteiligten bemühen sich aufrichtig, die Sichtweise der anderen zu verstehen. Dazu gehört
– sich gegenseitig zuhören,
– ausreden lassen,
– Äußerungen nicht abwerten oder lächerlich machen.

Diese Regeln sollten auch dann gelten, wenn Sie Spiele nicht erlauben können, weil diese z. B. in grober Weise gegen die Menschenwürde verstoßen und Ihren Erziehungszielen entgegenwirken.
Wenn Sie nicht mehr weiterwissen und sich große Sorgen um Ihr Kind machen, können Sie Hilfe und Unterstützung einer Beratungsstelle in Anspruch nehmen.

Ansprechpartner für die Medien:
Elke Ostbomk-Fischer, Hochschuldozentin, Telefon: 02263/4997
Karl-Otto Hentze, Psychotherapeut, Telefon: 0221/9259080
Ursula Reinsch, Pressearbeit: Telefon 0221/686010

Psychotherapeuten fordern Killerspiel-Verbot!!!

Seuche des Bösen: Amok-Läufer an Schulen als Produkte der Hassindustrie

Liebe Geschwister,
wir schreiben das Jahr 8 nach Littleton.
Bei einem Terrorüberfall auf ihre Schule in Littleton im US-Staat Colorado töteten zwei Jugendliche mit Schusswaffen und Sprengsätzen 12 Mitschüler und einen Lehrer. 23 Personen werden verletzt. Die Attentäter begehen nach der Tat Selbstmord. Sprengfallen erschwerten die Bergung der Opfer. Beide spielten Killer-Spiele, hörten Metal- Gothic- und Industrial-Musik … mit Vorliebe die schrillen Werke des Hohepriesters der Satanskirche Marilyn Manson, und waren fasziniert von dem Okulten. Für mich war dieses Schulmassaker am 20. April 1999 in Littleton der Dammbruch zu einer neuen Epoche in der eine okult verstärkte Hassindustrie unsere Gesellschaft im Würgegriff hat.
Mittlerweile hatten wir Erfurt und es wurden glücklicherweise auch schon mehrere Amokläufe verhindert, wie z.B. der in Köln … in ganz Deutschland haben die Bürger Angst vor Nachahmern.
Was im bundesdeutschen Mediendiskurs dagegen aber immer wieder unschön auffällt, ist dass die Gefährder als Opfer hochstilisiert werden. Bekanntestes Beispiel ist Khaled el-Masri, der selbst als Brandstifter noch alles Mitleid dieser Zunft bekommt. Dieses TäterwirdOpfer-Ritual finden wir natürlich auch im Kölner Amoklauf-Fall, wo die Polizei jetzt für den Selbstmord des verhinderten Amokläufers verantwortlich gemacht wird. Von der Presse angestoßen, reagieren in einer Kaskade umgehend Dienstaufsicht und Justiz. Wer nicht mitmacht, wird abgestraft. Bis ein Untersuchungsausschuß zum Amokläufer-Selbstmord eingesetzt wird ist nur eine Frage der Zeit.
Wir leben in einer Art Ausnahmezustand. Unsere Gesellschaft wird angegriffen von aussen und von innen … von islamistichen Djihad-Terroristen und den Produkten der Hassindustrie
die durchgeknallt-nihilistischen Amok- und Jugendbanden-Terroristen. Wie will eine Gemeinschaft unter Beschuß ich gegen ihre Feinde wehren, wenn sie die, die ihre Kinder und Bürger schützen sollen … z.B. Bundeswehrsoldaten in Afghanistan oder Polizisten, die einen Amoklauf aufdecken reflexartig am liebsten wenn nicht gleich standrechtlich erschießen lassen, so doch öffentlich auf höchster Ebene abstrafen lässt?

OK weiter … Denken wir mal 8 Jahre weiter … Meine Prognose: diese Amokläufe werden immer häufiger und brutaler, weil dieser Medien/Justiz-Komplex – anstatt durchzugreifen – die Täter zu Opfern macht und weil man unfähig ist die Wurzeln des Übels herauszureißen. Die Folge: Verdrängung … Aufgabe … Gewöhnung. Hurra, wir kapitulieren!

Wir leben in einer Gesellschaft, die hochausgebildete Eliten dafür bezahlt für alle gesellschaftlichen Probleme Lösungen zu entwickeln. Ich will jetzt gar nicht eingehen auf liebevoll elaborierte Präventionsmodelle gegen Jugendgewalt von gut bezahlten deutschen Sozial-Ingenieuren. Meiner Meinung nach sind die meisten von ihnen blind für die wahren Ursachen der Amokläufe … blind weil sie unfähig sind in ihrem alles umarmenden Verständnis das Prinzip der Rebellion zu verurteilen, denn sie entstammen ja häufig selbst dem Zeitalter der Jugendrevolte und verklären diese autobiographisch …
Meiner Meinung nach liegen die Ursachen in dem Kult der Jugend-Rebellion, im exorbitant wachsenden Medienkonsum der Jugendlichen der immer stärker von dem Global Player Hassindustrie dominiert wird. Dies geschieht Hand in Hand mit einer Hinführung der Jugendlichen zu der Sphäre des Okkulten.
Schon im Rahmen der Reflexion zu den Ereignissen in Erfurt haben einige Journalisten sich mit diesem neuen Industriezweig auseinandergesetzt, der sich in den letzten Jahren in jugendlichen Subkulturen entwickelt hat, aber zunehmend auch die „Normalos“ in unserer Nachbarschaft erreicht. Zu dieser Hassindustrie gehören neben extremen Metalspielarten (Death Metal, Black Metal etc.), gewaltverherrlichenden und oft okkulten Communities auch große Teile der Computerspielindustrie. Hier sind vor allem die Ego-Shooter-Spiele und Okkult-Spiele zu nennen.

Die Tatsachen sind schon lange bekannt. Wer weitere Details lesen will, dem kann ich zwei historische Artikel empfehlen:
1. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2002, Nr. 100 / Seite 47
FRANK SCHIRRMACHER: Die Hassindustrie
Eine Emotion wird Ware: Das Internet gibt Mördern das Gefühl, nicht alleine zu sein.
„Hier ist der Kern jener „Haß“-Industrie, über die künftig zu reden sein dürfte: Sie reicht von politischen Extremismen über die Spielefabrikanten, Internetgemeinschaften bis hin zu den einzelnen, die auch noch eine Botschaft der Wut und des Hasses haben. Man wird diese Industrie niemals stillegen können. Aber man sollte wissen, daß sie existiert: aus Tausenden wütenden, haßerfüllten, kompromittierten, ängstlichen Usern, Sandkörner unter den Millionen im WorldWideWeb.“
http://www.mediengewalt.de/_arc/pre/faz/004-14.htm

2. Der Spiegel, 06.05.02
Lars-Olav Beier, Jörg Blech, Christoph Dallach, Ansbert Kneip, Helmut Sorge und Martin Wolf: „Die freie Hasswirtschaft“
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,194999,00.html

Selbstverständlich bin ich für Jugendschutz durch Verbote dieser Quellen. Aber ich erhoffe mir hiervon nicht mehr soviel, wie noch vor ein paar Jahren. Jedem ist mittlerweile aufgefallen, dass das Klima der Gewalt unter Jugendlichen nicht nachläßt, sondern das Gegenteil der Fall ist.
Es ist wie eine Seuche des Bösen, die immer mehr Jugendliche infiziert. Meiner Meinung nach können wir als Christen zwei ganz entscheidende Dinge tun:
1. Lasst uns regelmäßig beten für die Jugend in unserer Region, lasst uns beten für die Schulen in unserem Ort. Wir befinden uns in einem geistlichen Kampf [Eph. 6,12ff].
2. Lasst uns junge Menschen immunisieren gegen diese Seuche! Lasst uns verstärkt in Jugendevangelisation und Zellgruppengründung investieren. Das ist meiner Meinung nach ein lohnender Weg, dort sollten wir Christen unsere Energie investieren. Tut Euch mit Christen aus Eurem Ort, Eurer Gemeinde, Eurer Schule zusammen und gründet evangelisierende Hauskreise, ladet kirchendistanzierte Freunde ein und erzählt ihnen von Eurem Leben mit Jesus Christus …
… in Köln, Erfurt und in ganz Deutschland!

Mit brüderlichen Grüßen
wanderprediger
Seuche des Bösen: Amok-Läufer an Schulen als Produkte der Hassindustrie

8 Gründe gegen staatliche Kinderbetreuung für alle – Oder: Alle wollen nur das Wohl des Kindes

Immerhin darauf können sich alle Parteien einigen. Feministinnen befürworten die Einführung von flächendeckenden kostenlosen Krippenplätzen ja nicht, weil sie bereit sind, das Wohl ihres Kindes ihrem Egoismus zu opfern, sondern weil es so auch für das Kind besser ist. Schließlich seien die Kinder dort professionell versorgt.

Nehmen wir für einen Moment mal an, dies wäre eine blanke und leichtdurchsichtige Lüge. Wie könnte die Öffentlichkeit davon erfahren?
Jeder Mann, der so etwas anspricht, gilt apriori als Macho. Jede Frau, die darauf hinweist, ist mit großer Wahrscheinlichkeit Politikerin oder Journalistin und hat sich bereits für einen Job entschieden, in dem sie ganz gefordert wird. Sie kann also nur das feministische Modell vertreten oder sie macht sich extrem lächerlich.

Unter diesen Bedingungen sind Umfragen natürlich ein schwaches Instrument, denn wo es niemanden gibt, der sie öffentlich zitiert, bleiben sie wirkungslos. Die Welt hat mal auf eine Umfrage verwiesen, derzufolge der tatsächliche Bedarf an Kinderbetreuung erheblich unter dem von der Bundesregierung angestrebten Betreuungsplan liegt, aber seitdem habe ich von dieser Umfrage nicht mehr viel gehört. Scheint uninteressant zu sein.
Und das ist schade, denn außer den Umfragen spricht auch sonst einiges für die Unterstützung einer familiären Erziehung:

1. Der wichtigste Teil jeder Erziehung ist der religiöse oder weltanschauliche. Und ein neutraler Staat muss seine Neutralität, wenn er sie denn ernst meint, gerade darin zeigen, dass er den Eltern genug Freiräume zugesteht, ihren Kindern diese Religion zu vermitteln. Die Neutralität des Staates gebietet hier Zurückhaltung.

2. Nach Art. 6 unseres Grundgesetzes sind „Pflege und Erziehung der Kinder“ das „natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“
Dieser Artikel ist Teil der Grundrechte, die den Bürger vor den Zugriffen des Staates schützen sollen. Dass der Staat kein eigenes Interesse an diesen Rechten besitzt, ist leider nur natürlich, dass Journalistinnen hierin ebenfalls kein schützenswertes Recht sehen, leider ebenfalls.
Der Staat kann also nicht einfach hingehen und sagen „ich kann das besser“ und die Kinder selbst betreuen. Ein Recht zum Eingriff besteht nur, „wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen“. Selbst wenn der Staat die Erziehung eines Kindes also tatsächlich besser leisten könnte, wäre er dazu nicht berechtigt, solange die genannten Gründe nicht vorliegen. Die Erziehung ist ein natürliches Recht, und daher stellt sich nach unserem GG die Frage gar nicht, ob jemand außer den Eltern sie besser übernehmen könnte. Hier müssen Eltern für ihr Recht leider gegen die synchronisierte Gewalt von Politik und Medien zu Felde ziehen.

3. Das man sich überhaupt für sein natürliches Recht der „Pflege und Erziehung“ der eigenen Kinder entscheiden kann, ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage. Wenn ein Einkommen nicht ausreicht, kann eine Mutter gezwungen sein, zu arbeiten, um überhaupt leben zu können. Das liegt daran, dass zwei Einkommen auch dann mehr Geld einbringen, wenn man höhere Kosten durch die Fremdbetreuung der Kinder hat.
Um die Entscheidungsfreiheit auch für sozial schwache Familien zu gewährleisten, ist ein Betreuungszuschuss (oder wie man es auch immer nennen will) sehr sinnvoll und scheint mir ganz dem Geist des GGs zu entsprechen. Denn ohne eine finanzielle Unterstützung und Anerkennung der Erziehungsarbeit durch die Eltern, müssen Eltern faktisch eine Erziehungssteuer bezahlen. Denn kostenlos ist das Krippenangebot des Staates natürlich nicht, sondern es wird durch die Abgaben der Bürgerinnen und Bürger getragen – ob sie es in Anspruch nehmen oder nicht. Und das widerspräche eindeutig der Vorgabe des GGs.
Es geht hierbei nur um die Wahrnehmung eines Rechtes der Eltern, nicht um die Frage, wie man arme Kinder bestmöglich fördern kann, darum geht es im nächsten Punkt.

4. Denn es wird nun eingewandt, dass die Betreuungsprämie ja im Haushalt der Eltern untergehen könnte, während sie doch sinnvoller für die Fremdbetreuung der Kinder eingesetzt werden könnte. Was für eine Heuchelei:
Bei dem Geld, dass die doppelverdienenden Eltern durch die staatlich finanzierten Krippen sparen, fragt auch niemand, ob die Kinder einen zusätzlichen Nutzen davon haben. Der scheint gegeben zu sein, sobald die Kinder nicht mehr bei ihren Eltern sind.
Wenn man Kinder wirklich fördern möchte, dann sollte man ihnen staatlich finanzierte Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuungen, Sportvereine und gezielt Unterrichtsstunden für sozial benachteiligte Schüler anbieten, in denen an Wortschatz und Gesprächs- und Diskussionsverhalten gearbeitet wird. Darüber hinaus hat sicher auch niemand etwas gegen einen Ausbau hochwertiger kostenloser Freizeitangebote. Von der Unterstützung gerade sozial schwacher Familien durch solche Angebote halte ich übrigens sehr viel! Finanzieren kann man sie ja durch das Geld, das man für den Ausbau der staatlichen Krippen ja offensichtlich im großen Stil zur Verfügung hat.
Mit einer Fremdbetreuung allein ist diesen Kindern überhaupt nicht geholfen. Aber möglicherweise geht es darum auch gar nicht, sondern nur um die Durchsetzung eines bestimmten Lebensstils.

5. Erziehung gibt es nur dort, wo es Strafen gibt, die glaubhaft zum Wohl des Kindes eingesetzt werden und nicht dem Arbeitsklima eines Erziehers dienen. Ich bin überzeugt davon, dass ein Kind ganz genau weiß, ob es bestraft wird, damit der Lehrer Ruhe in der Klasse hat, oder weil jemand an der persönlichen Entwicklung dieses Kindes ein liebevolles Interesse besitzt.

6. Wer die professionelle Pädagogik der elterlichen vorzieht, engt den Erziehungsbegriff ein. Zur Erziehung gehört neben kognitivem Wissen und guten Umgangsformen auch die Erfahrung, einen Vater und eine Mutter zu haben. Nicht zuletzt, um selbst einmal ein guter Vater oder eine gute Mutter zu sein – warum soll man nicht auch aus den Fehlern der Eltern lernen können?

7. Eine staatliche Kinderbetreuung wird immer mit drei grundsätzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben: Sie wird immer nur wenige Betreuer pro Kind bereit stellen können und niemals an ein familienähnliches Zahlenverhältnis heranreichen. Zweitens fehlt den staatlichen Erziehern das angeborene Interesse an den Kindern, das sogar bei Eltern vorkommt, die an sich weder besonders kinderlieb oder sympathisch sind. Drittens werden die Erzieher unterdurchschnittlich qualifiziert sein und damit das Niveau der durchschnittlichen Erziehung und Prägung immer unterbieten.

Denn es glaubt ja niemand im Ernst, dass der Staat für jedes zweite Kind eine akademische Fachkraft bereitstellen kann, die nett, kinderlieb und engagiert ist – und nicht pädophil…

8. Die staatliche Kinderbetreuung steht immer in engem Kontakt zur Wissenschaft. Das klingt zunächst gut und passt zum Argument der Professionalität, aber wer sich die Geschichte der Pädagogik ansieht, sieht schnell, dass hier Vorsicht geboten ist. Denn viele Konzepte der Pädagogik, die ihrerzeit als Durchbruch der Aufklärung gefeiert wurden, muten heute befremdlich bis grausam an (z.B. als Kinder wie Skinnerboxen behandelt wurden und schlichtweg dressiert wurden).
Eltern würden ihre Kinder nur selten nach wissenschaftlichen Moden erziehen und halten sich zäh an die Form der Erziehung, die sie selbst kennen gelernt haben, bis sich vielleicht manche Überzeugungen nach und nach durchsetzen, weil sie eben doch kleine Durchbrüche darstellen. Aber das braucht Zeit, und der Puffer, den die Eltern hier zwischenschieben (aus purer Zähigkeit) hat sicher manches Kind bewahrt.
Staatliche Erzieher haben diese Hemmungen nicht und stehen außerdem noch mehr in der Öffentlichkeit, so dass sie sich sogar eher verpflichtet fühlen, Moden der Pädagogik mitzumachen. Ein Erzieher wird es sich nicht leisten können, unter Kollegen und Eltern als rückständig zu gelten. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass dieser Umstand in der Wissenschaft wiederum ausgenützt wird, um gezielt pädagogische Konzepte an Kindern systematisch auszuprobieren! Dafür bietet ein staatliches und schichtenübergreifendes Betreuungssystem leider die besten Voraussetzungen.

Waren die Nazis familienfreundlich?

Man kann die Familienpolitik der Nazis leicht zusammenfassen: „Mütter“ wurden geehrt, wenn sie gutes Erbmaterial möglichst oft weitergaben. Sie mussten arisch, durften nicht „kriminell“ sein oder „asozial“ sein oder krank sein.
Natürlich wurde das Wort „Mutter“ in diesem Zusammenhang erwähnt, aber tatsächlich wurden Frauen dadurch zu „Zuchttieren“. Um die Fürsorge der Frau für ihre Kinder ging es dabei gar nicht. Zuviel Einfluss der Eltern auf die Kinder konnte Hitler wie jedem anderen Diktator gar nicht recht sein, weil er die ideologische Indoktrination der nächsten Generation lieber unter staatliche Aufsicht stellen wollte („die Jugend gehört uns“). Ab einem bestimmten Alter hörte daher die Bewunderung für die mütterliche Zuwendung zu ihren Kindern auf, und die Kinder sollten nach Möglichkeit ihre Zeit in der Hitler-Jugend und im BDM verbringen.
Gegen eine Arbeitstätigkeit der Frauen hatten die Nazis grundsätzlich nichts einzuwenden. Dass sie zunächst aus der Arbeitswelt herausgedrängt wurden, hatte keine ideologischen Gründe, sondern sollte den Arbeitsmarkt entspannen (was sogar gelang). Als es zu einem Arbeitskräftemangel kam, wurden sie wieder – und oft widerwillig – ins Arbeitsleben zurückgelockt.

Mit Familienfreundlichkeit oder der Achtung vor dem Beruf „Mutter“ hatte die Familienpolitik der Nazis wenig zu tun.