Schöpfungslehre in den Biologie-Unterricht

tagesschau.de hat auf seinen Webseiten eine Umfrage stehen, die zwar mittlerweile schon abgeschlossen ist, deren Ergebnis jedoch für Vertreter der Schöpfungslehre trotzdem interessant sein könnte. Gefragt wurde: „Sollte die christlichen Schöpfungslehre in den Biologieunterricht aufgenommen werden, wie es Hessens Kultusministerin Karin Wolff und Bischof Walter Mixa fordern?“
Die absolute Mehrheit … mehr als 2/3 aller Teilnehmer antworteten verblüffenderweise mit „Ja“ …

Ja: 29290 Stimmen, dies entspricht circa 68.4%
Nein: 13262 Stimmen, dies entspricht circa 31.0%
Weiß nicht: 272 Stimmen, dies entspricht circa 0.6%
Stimmen gesamt: 42824

Das ist doch mal ein Grund zur Freude … Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass mich erst eine kleine Kampagnen-Rundmail, der seinen Ausgangspunkt beim Evangeliumsrundfunk hatte auf diese Umfrage hingewiesen hat … Sollte das Umfrageergebnis hierdurch vielleicht ein wenig geschönt erscheinen, so liesse sich daraus zumindestens auf eine extrem hohe Mobilsierungsfähigkeit der Online-Christenheit schließen 😉 Auch nicht schlecht … werden wir von Theokonservativ bei Gelegenheit mal drauf zurückkommen …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Schöpfungslehre in den Biologie-Unterricht

Der Krieg um die nächste Generation

Die Diskussion um die Krippenplätze dreht sich in Deutschland um die Frage, ob Frauen eher arbeiten oder ihre Kinder betreuen sollten.
Ich möchte hier nur auf einen Nebeneffekt der staatlichen Kinderbetreuung hinweisen, der in diesem Zusammenhang wohlweislich nicht thematisiert wird: wer Kinder betreut, prägt!

Neben den Einflüssen aus Medien und Politik (die Schule ist politisch so stark bestimmt, dass ich sie hier nicht eigens aufführen musste) dürfte ein maßgeblicher Teil der Prägung nach wie vor durch die Erziehung stattfinden. Die Arbeit der Eltern ist also die direkte Konkurrenz zu Medien und Politik. Sie muss daher zum Feindbild jedes engagierten Gesellschafts-Verbesserers werden.

Der ehemalige Generalsekretär der SPD, Olaf Scholz, erklärte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 03.11.2002: „Wir wollen die Lufthoheit über die Kinderbetten erobern!“

Aus diesem Grund ist es nicht denkbar, den Eltern finanziell die Freiheit zu ermöglichen, zwischen verschiedenen Lebensentwürfen zu wählen. Kinder müssen in öffentliche Erziehungsanstalten.
Das tückische an diesem Punkt ist die Tatsache, dass Politik und Medien hier an einem Strang ziehen:
Die Medien liefern die Schreckensmeldungen aus den Familien und halten die Schreckensmeldungen aus Kinderheimen oder Kindertagesstätten klein. Hier nur ein paar Fundstücke aus dem Internet:
http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/nds888.html
http://www.papa.com/paPPa-Forum/viewtopic.php?p=56788&sid=72ab6eb1961f8ade53b609b3ffa6268d

Bei diesen Berichten muss man berücksichtigen, dass hier in der Regel die Eltern auf den Missbrauch aufmerksam werden, was in Kinderheimen beispielsweise nicht funktioniert. Wer entdeckt den Missbrauch, wenn die Kinder den größten Teil des Tages nur mit den Mitarbeitern der „Kinderkrippe“ verbringen? Hier haben keine Nachbarn ein Auge auf die Entwicklung der Kinder und die Eltern nur noch sporadisch Zeit. Dazu kommt die Frage, ob die Kinder sich ihren Eltern überhaupt noch in den wenigen gemeinsamen Zeiten ihren Eltern so öffnen können, damit solche Verletzungen überhaupt ans Licht kommen!

Trotzdem haben die Medien es geschafft, beim Thema „Gewalt gegen Kinder“, die Eltern in den Blick zu rücken.

Die Politik nimmt diesen Ball dankbar auf und hat jetzt ein Gesetz auf den Weg gebracht, nach dem es den Jugendämtern schon auf den ersten Verdacht durch Nachbarn möglich sein soll, sich in die Familie einzuschalten. Bislang brauchte das Jugendamt dafür handfeste Gründe.

Hier geht es nicht um die Frage, ob man „links“ oder „rechts“, christlich, konservativ, liberal oder anarchistisch ist, sondern allein darum, ob man bereit ist, seine Freiheiten auch gegen den geballten Willen von Medien und Politik zu behaupten.

Erziehen durch Strafe oder durch „logische Konsequenzen“?

Elternratgeber scheinen sich heute darin einig zu sein, dass Kinder nicht mehr „bestraft“ werden, sondern dass man sie mit den „logischen/natürlichen Konsequenzen“ vertraut macht.
Also: Wenn ein Kind sich weigert, sich die Zähne zu putzen, darf es auch keine Süßigkeiten mehr essen.
Gut, strenggenommen wäre die natürliche Konsequenz, die Zähne verfaulen zu lassen. Man ahnt schon, dass auch die vermeintlichen Konsequenzen selbstverständlich Strafen sind. Und auch wenn man seine Kinder bestraft, gehört es zu einer guten Erziehung, die Kinder, je nach Entwicklungsstand, über die Gründe für bestimmte Verbote oder Forderungen zu informieren – also ihnen beispielsweise den Nutzen des Zähneputzens zu erklären. Darin unterscheidet sich die „Konsequenz“ nicht von der Strafe.

Es geht eigentlich um die Frage der Autorität: man möchte heute vermeiden, dass Kinder lernen, sich Autoritäten unterzuordnen. Also sie sollen etwas nicht tun, weil andere das wollen, sondern weil sie selbst so ihren eigenen Willen besser erfüllen können. Sie sollen nicht zu guten Menschen, sondern zu cleveren Egoisten werden.

Die Erziehung zur Unterordnung unter die Autorität der Eltern ist also ein erster Schritt fort vom natürlichen Egoismus hin zu der zunächst dunklen Erkenntnis, dass es außer dem eigenen noch andere Willen gibt!

Insbesondere in der christlichen Erziehung spielt das eine wichtige Rolle: die Kinder sollen lernen, dass es nicht nur andere Interessen außer den eigenen gibt, sondern dass Gott unbedingter Gehorsam zu leisten ist. Sie sollen lernen, ein Leben in der Hingabe an Gott zu leben und nicht Gott auch noch als weiteres Mittel zur Bedürfnisbefriedigung betrachten.

Mixa: Deutsche Familienpolitik ist kinderfeindlich und ideologisch

Bischof Mixa: „Dass in einer Wohlstandsgesellschaft junge Mütter ihre kleinen Kinder in staatliche Fremdbetreuung geben müssten, um selbst wirtschaftlich überleben zu können, ist das Gegenteil einer modernen und humanen Familienpolitik“ Das trifft den Kern der Sache und dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.
MfG wanderprediger

Mixa: Deutsche Familienpolitik ist kinderfeindlich und ideologisch