Es ginge auch anders…

Die Grünen haben ihr Wahlprogramm verabschiedet und wenig Überraschendes zu bieten: mehr Steuern, mehr Schulden (20 Milliarden), mehr Staatsquote, mehr Staat. Und 1 Million Arbeitsplätze.
Jetzt hat die Partei „Die Linke“ nachgezogen und das Paket noch übertroffen: sie möchte gerne 100 Milliarden investieren, die Steuern noch stärker anziehen und bietet dafür 2 Million Arbeitsplätze.
Selbstverständlich enstehen ein Großteil der Arbeitsplätze bei Grünen und der Linken im öffentlichen Sektor und hängen direkt von öffentlichen Investitionen ab.
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Grundlagen einer christlichen Wirtschaftsordnung

Die Finanzkrise und die zu erwartende Rezession haben tiefgreifende Zweifel an unserer Wirtschaftsordnung geweckt – die allerdings auch nicht sehr tief geschlafen haben. Die Vorschläge sind aber alle altbekannt und bewegen sich auf einer Skala, auf der die Lenkmöglichkeiten des Staates stufenlos gesteigert oder gesenkt werden. Da unsere derzeitige soziale Marktwirtschaft sich irgendwo zwischen den Extremen bewegt, bewegen sich beide Lager zu den Extremen und fordern entweder den Sozialismus oder die völlige Freigabe des Marktes.

Aber sind das wirklich die Alternativen? Muss man sich auf dieser Skala bewegen, auf der man sich nur zwischen Elend der Armen und Diktatur entscheiden kann oder einer beliebigen Mischung aus beidem?
Der Sozialismus verhindert jedes wirtschatliche Denken sowohl bei Bürgern als auch bei der Regierung, die irgendwie alle in kürzester Zeit bettelarm sind. Und in der freien Marktwirtschaft gibt es keine effektiven Mittel gegen die Kapital-Akkumulation, die wiederum die wirtschaftlichen Freiheiten der Ärmsten empfindlich beschneidet. Denn egal was man produzieren will, es gibt immer irgendwo ein Unternehmen dafür, dass jedes Gut zu einem Bruchteil des Preises in perfekter Qualität vertreibt. Wer sich selbstständig machen will kann in der Regel nicht viel mehr als seine Arbeitskraft anbieten und die ist nicht mehr viel wert, weil alle wichtigen Güter schon billig mit wenig Personalaufwand produziert werden. Die Triebfeder der wirtschaftlichen Entwicklung sind dabei die Banken, die das nötige Kapital zu Verfügung stellen. Unsere Wirtschaft lebt davon, dass Zinsnahme akzeptiert ist, was ja bis zur Reformation in Europa nicht der Fall war. Mit dem Geld steht dem Markt daher ein Gut zu Verfügung, das theoretisch unbegrenzt vermehrt werden kann, unabhängig von der technischen Entwicklung und der Arbeitskraft der Menschen ist. Es kann ohne nennenswerte Verzögerung um den Globus wandern und das in unbegrenztem Ausmaß. Da dieses Gut aber gleichzeitig das anerkannte Tauschmittel gegenüber allen anderen Gütern ist, nimmt der ganze Markt die Eigenschaften des Geldes an: jedes noch so große Unternehmen kann auf der ganzen Welt gekauft werden und eine beliebig große Menge kann sich theoretisch auf eine beliebig kleine Bevölkerungsgruppe konzentrieren. Durch die Finanzwirtschaft wird das Wirtschaftsleben erst leichtflüssig. Alle Eigenschaften des freien Marktes werden auf dem Gebiet der Geldwirtschaft ins Unbegrenzte gesteigert. Wenn es in der Wirtschaft gilt, dass derjenige mit dem höheren Kapital auch bessere Verkaufschancen hat, dann gilt das für das Geld im engeren Sinn noch mehr. Hier besteht ja die ganze Leistung in nichts anderem als darin, Geld zu besitzen. Je mehr man hat, desto mehr kann man damit verdienen (wenn man davon ausgeht, dass so Einflüsse wie Talent und Glück in der Bevölkerung einigermaßen nach dem Zufallsprinzip verteilt sind). Und zwar nicht nur beliebig viel sondern auch fast beliebig schnell – je mehr desto schneller. Das Ganze funktioniert naturgemäß nur eine zeitlang, wie man sich an einer einfachen Rechnung veranschaulichen kann, auf die mich ein Freund gestoßen hat: stellen wir uns vor, ein Vorfahre von uns hätte zu Lebzeiten Jesu einen Cent auf sein Sparbuch gezahlt und dort mit 2,5% verzinst. Was könnten wir dann heute erben? Mehrere Tausend €? Nein. Die korrekte Zahl lautet: 28.036.951.059.598.430.000,00 € (nach 2000 Jahren Laufzeit). Das ist ein Vielfaches des gesamten auf der Welt verfügbaren Geldvolumens. Es ist völlig offensichtlich, dass Zinsnahme daher nur für kurze Laufzeiten funktioniert und die Realität den Finanzmarkt in regelmäßigen Abständen in Form von Inflationen, Revolutionen, Kriegen und Währungsreformen einholen muss. Man darf sich über so etwas nicht wundern.

Als ich diese Zahl gehört habe, habe ich zum ersten Mal verstanden, wie klug es von Gott war, Zinsnahme zu verbieten… Mit diesem viel belächelten Mittel hat er nicht nur die Ausbeutung der Armen verhindert sondern auch dem Markt eine potente Schranke verpasst. Außerdem verbot er den Israeliten, ihren Grundbesitz zu verkaufen, der am Anfang gleichmäßig an die Sippen aufgeteilt wurde. Auf diese Weise hat er verhindert, dass eben jenes Gut, von dem es eben nur eine begrenzte Menge gibt – nämlich den Boden – , sich in den Händen weniger anhäuft (dass dies dann doch geschah, lag daran, weil sich offenbar viele nicht an dieses Verbot gehalten haben). Selbst der dümmste und faulste Mensch hatte so immerhin noch ein Grundkapital, dass ihm bei dem nötigen Fleiß ähnliche Verdienstchancen ermöglichte wie allen anderen.

Mit dieser Gesellschaftsordnung ist nicht der Staat der Lenker des wirtschaftlichen Geschehens sondern jeder Einzelne bzw. jede Familie. Durch die einfachen und überwachbaren Sanktionen, dass kein Grundstück verkauft werden und keine Zinsen erhoben werden dürfen, wird wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht ohne die Gefahr einer unbegrenzten Kapitalakkumulation. Statt einer Revolution bräuchte man dann nur eine „Flurbereinigung“ wie sich in der Landwirtschaft ohnehin in regelmäßigen Abständen und unter viel Gezank nötig ist. Alles Land würde unter den Familien aufgeteilt. Damit es aber nicht zu einer Aufteilung des Landes käme, die wieder die Lebensbedingungen innerhalb von wenigen Generationen vernichten, müsste man den Erbbesitz auf ein Kind (im AT der älteste Sohn) beschränken, das dafür für seine alten Eltern sorgen und seine Geschwister mit der Hälfte des Besitzes auszahlen muss.

Darüber hinaus gibt es im AT noch weitere Gesetze, die vor allem den Armen schützen sollten. Niemand sollte um sein lebesnotwendiges Kapital gebracht werden. Auf die entsprechenden Regeln will ich hier aber nicht im Einzelnen eingehen.

Die Vorstellung, dass der freie Markt sich von selbst reguliert und dabei allen den größten Nutzen bringt, ist der Evolutionstheorie entlehnt (die im gleichen Jahrhundert entwickelt wurde) und funktioniert weder in der Theorie noch in der Praxis. Denn so wie die Evolutionstheorie kalt einfach mit dem Tod der meisten Tiere rechnet, so rechnet der Markt mit dem Untergang der Ärmsten.

TOP 20 Theocons 2007: Die meistgelesenen Artikel

Wir lassen die Seitenzugriffe auf unseren Blog durch Google-Analytics messen. Hier präsentieren wir Euch die 20 Artikel, auf die im Jahr 2007 am häufigsten zugegriffen wurde:
1. Die Klimalüge: Klimaskeptiker schlagen Alarm! [1.335]
2. Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt [670]
3. Der Große Schwindel um die Erderwärmung [460]
4. Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch! [333]
5. Homosexuelle als Kanonenfutter des Kulturkampfes [213]
6. CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009! [147]
7. Christlicher Hexenwahn? [133]
8. Bist Du theokonservativ? [126]
9. Das Kopftuch [91]
10. MFC: Heiratsquote unter Christen ver1000fachen [77]
11. Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören! [59]
12. Ab wann besitzt der Mensch eine unantastbare Würde? [59]
13. Die Dekadenz der vierten Gewalt [56]
14. 11.06. 22:15 RTL Der große Klima-Schwindel [45]
15. Naturmystik – Die neue Religion [43]
16. Christliches Bauchaufschneiden? [37]
17. Marilyn Manson von Dämonen besessen … [35]
18. Waren die Nazis familienfreundlich? [32]
19. Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolutionslehre von Charles Darwin [32]
20. Schafft die Entwicklungshilfe ab! [31]

Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt

Wie ich gerade im Blog von H. Richert lesen konnte, dürfen auf www.online-predigt.de keine Derek Prince MP3-Predigten mehr heruntergeladen werden. Die Reakteure von Online-predigt.de schreiben:

Seit dem 01. Juli 2007 dürfen wir leider die MP3 Botschaften von Derek Prince nicht mehr zum kostenlosen Download anbieten. IBL Deutschland hat die Genehmigung zur Veröffentlichung zurückgezogen und entschieden, daß diese nur noch gegen Gebühr erhältlich sind.

… Das ist so ungefähr eine der traurigsten Nachrichten dieses Jahr für mich. Ich habe mir die Predigten auf mp3 immer auf dem Weg zur Arbeit angehört und wollte mir eigentlich seit langem mal „irgendwann“ alles von Derek Prince runterladen …
Derek Prince ist ja mittlerweile eine Art Klassiker der Charismatischen Moderne. Ich kann mich an eine Predigt erinnern, da ist er so richtig aus dem Häuschen darüber wieviele Menschen er durch das Radio und die Kassetten erreichen kann und das dies letztendlich sogar die Wiederkunft Christi beschleunigen könnte.
Ich denke die Verbreitungsmöglichkeiten durch MP3 hat er vor seinem Tod nicht mehr in ihrer ganzen Tragweite realisieren können, bezweifle aber, dass er dieser Sperrung der MP3-Dateien auf http://www.online-predigt.de zustimmen würde.
Ich muss ehrlich zugeben ich hatte ein paar subversive Web2.0-Distributionsstrategien abgewogen … schön wäre ja eine Derek-Prince-based Wikipedia über biblische Theologie mit intelligenten Excerpten seiner Bücher und Predigten oder eine Art Derek-Prince-Napster-Service … denn als christlicher Ministry dürfen sie mich Bruder ja eigentlich nicht verklagen 😉
Kleiner Scherz …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Folgende Antwort erreichte mich gerade von crosslife.eu, wo man die Derek-Prince-MP3-Predigten jetzt kostenpflichtig herunterladen kann …

Hallo Wanderprediger,

ich verstehe sicherlich Ihren Unmut und bin auch nicht über diese Kommerzialisierung des Wortes Gottes glücklich!

Mit Online-predigt.de haben wir vor nahezu 5 Jahren ein Projekt realisiert welches MP3 Predigten kostenlos jedermann zur Verfügung stellt. Mein Herz brennt nach wie vor dafür Gottes Botschaften kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nun aber, nach vielen Jahren werden ca. 1600 Predigten pro Tag von online-predigt.de heruntergeladen. Dieser Ansturm hat letztendlich einige christliche Organisationen dazu bewogen die Genehmigung für die Veröffentlichung von MP3-Predigten bei online-predigt.de zurück zu ziehen.

So ist das auch mit IBL-Deutschland mit Derek Prince Botschaften gewesen. Erst vor 3 Wochen erhielten wir das Schreiben, daß alle Derek Prince Dateien vom online-predigt.de Server gelöscht werden sollen.

Bitte verstehen Sie das richtig, daß nicht wir (crosslife.eu) im Fall Derek Prince für diesen Schritt verantwortlich sind, sondern allein IBL Deutschland.

Crosslife.eu möchte alle christl. Organisationen auf einer kostenpflichtigen Audio Plattform versammeln, damit der Internet User ein breites Spektrum christlicher Audio-Dateien zur Auswahl hat und nicht lange im „Dschungel“ der Internetlandschaft suchen muss.

Viele Organisationen sind auf den Verkauf von Audio Medien angewiesen und können Ihr „Material“ nicht kostenlos herausgeben.

Interessanterweise hat sich vor 5 Jahren noch niemand darüber beschwert, daß Derek Prince Botschaften nicht kostenlos erhältlich sind! Erst durch den „Erfolg“ von online-predigt.de und die über 420 MP3-Dateien von Derek Prince wurde das zur Normalität. Man sieht, wie das (christliche) Volk verwöhnt ist …

Der Erlös der Verkäufe bei crosslife.eu geht an die jeweiligen Anbieter. Crosslife.eu stellt lediglich die Technik und verwaltet die Zahlungen.

Da uns in den letzten Tagen immer wieder ähnlich lautende Mails wie Ihre erreichen, denke ich daß diese soeben geschilderte Darstellung verkannt wird. Vielleicht sollten wir noch deutlicher auf crosslife.eu die Vision des Projektes beleuchten.
Mit freundlichen Grüßen,
crosslife.eu

Ich habe es noch nicht richtig verstanden, aber es scheint also so zu sein, dass die selben Leute die online-predigt.de machen, diejenigen MP3-Predigten, die von den Urhebern zurückgezogen werden jetzt sozusagen „in Kommission“ auf der online-Plattform crosslife.eu verkaufen.
Wenn man wohlwollend ist kann man sagen: Cleveres Geschäftsmodell! Die machen eine Not zur Tugend und beherrschen so den kommerziellen, wie nicht-kommmerziellen „Markt“ für christlichen predigt-Download … Na ja immerhin haben diese Jungs von online-predgt-de eine Menge dafür getan, dass Derek Prince jahrelang kostenlos herunterladbar war … da hält sich mein Zorn in Grenzen und ich brauche die Sonne nicht darüber untergehen zu lassen. (vgl. Eph 4,26) Gottes Segen für Eure Arbeit und Vorsicht in der Welt des Mammons 🙂 wp

Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt