Peter Singers „Praktische Ethik“

Was der Bioethiker Peter Singer von der Universität Princeton sagt, ist bekannt. Neu war für mich lediglich die Tatsache, dass deutsche Medien ihm unkommentiert Raum für seine Ansichten geben. In diesem Fall hat er eine Entscheidung eines Ausschusses des spanischen Parlamentes kommentiert, dass „Projekt Menschenaffen“ (Great Ape Projekt) unterstützen zu wollen.
Dieses u.a. von Singer gegründete Projekt habe die Aufgabe, „unseren engsten nicht menschlichen Verwandten – den Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans -, ein Recht auf Leben, Freiheit und Schutz vor Folter zuzugestehen“.

Klingt nett, gerade wenn man bedenkt wie rührend ernsthaft diese Affen im Zoo ihre Nahrung zerlegen oder ihr soziales Gefüge pflegen. Klar, das Patriarchat müssten irgendwelche feministisch gesinnten Affen noch abschaffen und mit der Egalität unter den Mitgliedern ist es auch nich besonders weit her, aber das kann man sicher ändern. Ein bisschen schwieriger wird es vielleicht, den Schimpansen abzugewöhnen, andere Affen zu fressen (evtl. durch Blauhelmeinsätze), aber wir wissen ja: keine Rechte ohne Pflichten.

Aber im Ernst: was kann man gegen den Vorschlag haben, zumindest Menschenaffen „ein Recht auf Leben, Freiheit und Schutz vor Folter zuzugestehen“? Es wird sich zeigen: sehr viel!
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