Türkischstämmige Frauenrechtlerin und deutscher Evangelikaler einig: GRÜNE unwählbar!

Interessanterweise gibt es zwischen der türkischstämmigen Frauenrechtlerin Seyran Ates und mir, einen wertkonservativen bibeltreuen Evangelikalen eine biographische Gemeinsamkeit:
Wir haben beide früher GRÜN gewählt und warnen heute eindringlich andere Menschen davor dies ebenfalls zu tun.
In der heutigen Ausgabe meiner GRUEN-LIBERALEN (und im übrigen ehemals konservativen) Tageszeitung DIE WELT erklärt Seyran Ates, warum sie die GRÜNEN aus großer Enttäuschung heraus seit vielen Jahren nicht mehr wählt
Bei den Grünen begegnet man den meisten Kopftuchträgerinnen und VerteidigerInnen des Kopftuchs, den meisten Kulturrelativisten und Multikulturalisten. Den meisten Grünen ist sehr schwer zu erklären, warum ein eigener Straftatbestand Zwangsheirat so wichtig ist, und dass Ehegattennachzug für Frauen ohne Deutschkenntnisse selten einen Segen darstellt. Bei der doppelten Staatsbürgerschaft sind die Grünen schon mal eingeknickt, und von Parallelgesellschaften will ein Grüner selten was hören. Eine kritische Diskussion über Moscheebauten kann den einen oder anderen Grünen sehr aggressiv machen.
All diese Punkte sind in der Tat bei den GRÜNEN mehr oder weniger scharf zu kritisieren. Vor allen Dingen aber in Kombination mit dieser bessermenschlichen Verlogenheit und dem Drang vor offensichtlichen Problemen die Augen zu verschließen oder gar mit der Faschismuskeule zu antworten … kommt es immer öfter zu dem Ergebnis, dass sich in Mitten unserer Gesellschaft das Gegenteil von den propagierten GRÜNEN Zielen (Frauenrechte, Selbstbestimmung, friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen) entwickelt.

Mein Ansatzpunkt ist natürlich nicht uuunbedingt ein feministischer …
Einst selbst Parteimitglied bei den GRÜNEN (Die größten Kritiker der Elche waren früher …), habe ich mich im Rahmen meiner Rückbesinnung auf ein christlich-biblisches Menschenbild dieser Partei zunehmend entfremdet. OK das ist alles ein weites Feld. Ich möchte nicht langweilen und es daher kurz machen: Ich werde eine These formulieren, dann schnell die Lupe auf ein mich ausgesprochen irritierendes Detail richten und das ganze dann schließlich mit einem kleinen Clou enden lassen … Was im übrigen eine probate Methode für Blogautoren ist, die größer erscheinen wollen, als es ihre intellektuelle Substanz hergibt…
These: Die strategisch brillianten 68er – in dessen Tradition die GRÜNEN ja unbestritten stehen – haben wesentliche christlich-abendländische Werte-Grundlagen, die Ehe zwischen Mann und Frau sowie die Familie als Kernzelle der Gesellschaft erfolgreich dekonstruiert, die Rückbesinnung auf einen gesunden Patriotismus durch unsägliche Faschismusdefinitionsausweitungsdiskurse blockiert und durch die sexuelle Revolution sowie linksalternative Sozialingenieurstechniken eine Verwahrlosung weiter Teile der Unterschicht zu verantworten.
Lupe: Sie sind ja lobenswerterweise mutige Streiter gegen Präimplantations-Diagnostik und Stammzelltherapie. Das Absurde ist nur: Wird das im Reagenzglas von den GRUENEN Löwenmüttern heftigst gegen die Reproduktionsindustrie verteidigte Embryo in den Uterus einer Frau eingepflanzt, ist es plötzlich zum Abschuß durch Abtreibung freigegeben, sofern sich die Frau dafür entscheidet … Zu diesem absurden Antagonismus gesellt sich nun auch noch die interessante Konstellation, dass deren Heilsbringer und Weltenretter der gute Barak Obama die böse Stammzelltherapie forciert!
Clou: Vielleicht sehnen sich sogar die GRUENEN in einiger Zeit nochmal nach dem guten alten George W. Bush – wie jeder weiss, ein entschiedener Stammzellforschungsgegner – zurück!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Türkischstämmige Frauenrechtlerin und deutscher Evangelikaler einig: GRÜNE unwählbar!

Obama machts möglich: Embryonenverbrauchende Stammzelltherapie beginnt

Weltweit zum ersten Mal werden jetzt in den USA embryonale Stammzellen im Menschenversuch eingesetzt. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat wenige Tage nach der Amtsübernahme von US-Präsident Barack Obama, den Antrag der kalifornischen Firma Geron dazu genehmigt. Forscher wollen die von Embryonen gewonnenen Stammzellen querschnittsgelähmten Menschen injizieren und hoffen dass diese sich in deren Rückenmark ansiedeln und die Funktion der zerstörten Zellen übernehmen. Die Folge wäre dann, dass Gelähmte wieder Laufen können.

Obama hatte bereits vor seinem Amtsantritt eine liberalere Haltung in der Stammzellenforschung angekündigt. Dazu wollte er die Blockierung der Forschungsgelder für die Stammzellforschung durch George W. Bush aufheben.

Auf den Zusammenhang zwischen dem Amtsantritt Obama´s und der FDA-Zulassung geht DIE WELT wie folgt ein:
„Die Firma Geron hatte ihren 21 000 Seiten starken Antrag für die klinische Studie im März 2008 eingereicht. Die US-Arzneimittelkontrolleure betonten jetzt zwar, dass es keinen Zusammenhang der Genehmigung mit der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama gebe. Die „New York Times“ zitierte aber den Verantwortlichen des Forschungsprogramms in Kalifornien, Robert N. Klein, der die Entscheidung in eine „unmittelbare Beziehung zum Regierungswechsel“ stellte.“

„Change!“ – das gilt nun also auch für die Stammzelltherapie. Wir stehen also kurz vor dem Dammbruch! Obama bringt uns auf dem Weg zur industriellen Verwertung von Embryonen. Ich sehe einen massiven wirtschaftlichen Bedarf an Embryos am Horizont. Wo werden zur Zeit die meisten Embryos „freigesetzt“? Richtig: Bei Abtreibungen … Zyniker werden sagen, dass es vor diesem Hintergrund des steigenden Embryonenbedarfs Sinn mache, wenn Barak Obama gleichzeitig eine staatliche Abtreibungsförderung forciert.
Aber auch die Verwendung von sog. „überzähligen Embryonen“, das sind Embryonen, die im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation erzeugt wurden und nicht zur Herbeiführung einer Schwangerschaft verwendet wurden ist moralisch nicht weniger verwerflich. Wahrscheinlich wird diese Methode auf Dauer den Anforderungen der Forschung ebenfalls nicht mehr genügen. Wir treten also zwangsläufig ein in das Zeitalter, in dem Embryonen im Labor gezeugt, genetisch manipuliert, patentiert und geklont werden.

Interessant in diesem Zusammenhang fand ich ja schon immer die Haltung der GRUENEN: Sie sind ja lobenswerterweise mutige Streiter gegen Präimplantations-Diagnostik und Stammzelltherapie. Das Absurde ist nur: Wird das im Reagenzglas von den GRUENEN Löwenmüttern heftigst gegen die Reproduktionsindustrie verteidigte Embryo in den Uterus einer Frau eingepflanzt, ist es plötzlich zum Abschuß durch Abtreibung freigegeben, sofern sich die Frau dafür entscheidet … Zu diesem absurden Antagonismus gesellt sich nun auch noch die interessante Konstellation, dass deren Heilsbringer und Weltenretter der gute Barak Obama die böse Stammzelltherapie forciert!

Vielleicht sehnen sich sogar die GRUENEN in einiger Zeit nochmal nach dem guten alten George W. Bush zurück!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Obama machts möglich: Embryonenverbrauchende Stammzelltherapie beginnt

Neurologen entdecken die Welt

Neurologen können im Gehirn den Sitz der Moral verorten, sie haben Religion als Schaltkreis entlarvt und den freien Willen als bloße Illusion. Wer sich in diesen Jahren die Berichterstattung über die neurologische Forschung durchsieht, wird den Eindruck nicht los, dass hier gerade die ganz großen Fragen der Menschheit behandelt, ach, was sage ich „behandelt“, geklärt werden.
Und der gebildete Laie kann in populären Zeitschriften wie „Gehirn und Geist“ oder populärwissenschaftlichen Büchern an der Beantwortung Anteil nehmen.
Das wirklich Erstaunliche an den Entdeckungen der Neorologie ist aber nicht, welche Gefühle man im Gehirn wo verorten kann, sondern dass ein so geringes Interesse daran besteht, die sich daraus ergebenden Fragen in die historische Diskussion einzubetten. Nur dadurch ist nämlich zu erklären, weshalb in der Öffentlichkeit zwar brandaktuelle Ergebnisse der Wissenschaft diskutiert werden aber niemand zu bemerken scheint, dass diese für die aufgeworfenen Fragen keinen erkennbaren Nutzen haben. Ich möchte dies an den drei angerissenen Themen verdeutlichen: Moral, freier Wille, Gott.
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Irritierende Wissenschaft

Luigi Luca Cavalli-Sforza ist Professor für Genetik an der Stanford-University in Kalifornien. Er beschäftigt sich in seiner Forschung u.a. mit der Enwicklung globaler menschlicher Stammbäume. An dieser Stelle möchte ich nur auf ein Zitat hinweisen, weil es für Kreationisten sehr vergnüglich ist:

„Die hypothetische Urmutter sollte also lange vor der Trennung in eine afrikanische und eine asiatische Menschenlinie gelebt haben. Daß die Medien sie „Eva“ genannt haben, war eher irreführend, denn sicherlich gab es zu keinem Zeitpunkt nur eine einzige Menschenfrau [sic!]. Aber es läßt sich eben nur die eine mitochondriale Erblinie zurückverfolgen – wir wissen nicht, wie viele ausgestorben sind.“
(aus „Spektrum der Wissenschaft. Die Evolution der Sprachen, S. 23, Artikel erschien 1992)

Über die Frage, ob am Beginn der Erblinie möglicherweise auch nur ein Mann steht, sozusagen ein Mann und eine Frau, sagt er vorsichtshalber gar nichts. Denn das wäre wirklich irritierend.

Homosexualität ist nicht vererbbar

Wäre Homosexualität vererbbar, wären eineiige Zwillinge immer beide schwul oder beide nicht schwul. Tatsächlich ergibt sich eine Korrelation von etwa 50 %, d.h. wenn jemand homosexuell empfindet und einen eineiigen Zwilling hat, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Zwilling ebenfalls homosexuell empfindet, bei 50%. Bei zweieiigen Zwillingen beträgt die Wahrscheinlichkeit immer noch 20%, was ebenso deutlich auf die sozialen Komponenten bei der Entwicklung einer Homosexualität hinweist. Die ist auch recht gut untersucht. Beispielsweise steigt die Wahrscheinlichkeit, selbst homosexuell zu empfinden mit jedem weiteren großen Bruder um 33%!

Man kann durchaus von einer recht starken genetischen Disposition sprechen, aber man kann nicht sagen, Homosexualität sei vererbbar. Und genetische Dispositionen lassen sich für praktisch jedes Empfinden und Verhalten nachweisen – beispielsweise auch für Alkoholismus! Auch hier wird natürlich nicht die Alkoholsucht vererbt, wohl aber bestimmte Merkmale, welche diese Begünstigen. In diesem Fall geht man meines Wissens derzeit davon aus, dass eine auffallend hohe angeborene Alkoholverträglichkeit bei vielen Alkoholikern der Auslöser für eine Suchtgeschichte wird. Vielleicht, weil dadurch früh ein nachlässiger Umgang mit Alkohol geübt wurde, vielleich, weil die Verträglichkeit ein paar mal zu oft zur Schau gestellt wurde.
Dieses Beispiel soll nur zeigen, was es bedeutet, eine genetische Disposition für etwas zu haben, nämlich fast gar nichts.

Allerdings ist die Frage gleich in zweierlei Hinsicht ethisch irrelevant:
1. Selbst wenn Homosexualität allein durch Umwelt und Erziehung entstünde, bedeutete dies noch lange nicht, dass das Empfinden frei gewählt wurde! Auch anerzogenes und aufgeprägtes Verhalten oder Empfinden ist ein Paket, mit dem man irgendwie klarkommen muss und das man nie selbst gewählt hat.

2. Selbst wenn Homosexualität vererbbar wäre (d.h. 100%ige Korrelation in Zwillingsstudien), ist dies kein ethischer Freibrief. Wenn es beispielsweise eine vererbbare Vorliebe für Tigerfleisch gäbe (im Zweifelsfall gibt es so etwas sogar), wäre es trotzdem nicht entschuldbar, eine vom Aussterben bedrohte Tierart zu essen.
Vielleicht findet jemand sogar die genetische Disposition für Schwulenfeindlichkeit, wäre das dann ein Argument gegen das Antidiskriminierungsgesetz? Das würde wohl kaum jemand gelten lassen.

Tatsächlich gehört es zum Alltag eines Christen, sich gegen seine sündige Natur zu stellen. Homosexuelle werden hier nicht stärker benachteiligt als Menschen mit einer angeborenen Disposition zum Jähzorn oder zur Eitelkeit. Es ist dabei völlig gleichgültig, welchen Anteil daran Gene und Umwelt haben. Der Kampf gegen die Sünde ist aber gleichzeitig auch ein Zeugnis der Auferstehung, denn wir sterben dieser Welt – auch unserem Körper – ab, und richten unsere Hoffnung ganz auf das ewige Leben, in dem wir unter den Gegensätzen zwischen Sein und Sollen, zwischen Wunsch und Wirklichkeit nich mehr leiden müssen.

http://www.narth.com/docs/gene-ger.html