Irreduzible Komplexität

Den Begriff der „irreduziblen Komplexität“ hat Michael Behe in seinem Buch „Darwins Black Box“ verwendet, um Strukturen zu beschreiben, die er beschreibt als „ein einzelnes System, das aus mehreren zusammenpassenden und zusammenwirkenden Teilen besteht, die zur Grundfunktion beitragen, wobei das Entfernen irgendeines der Teile bewirkt, dass das System effektiv zu funktionieren aufhört.“

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Das „Argumentum ad ignorantiam“

Bei dem Argumentum ad ignorantiam handelt es sich um einen Fehlschluss. Dabei wird aus Nicht-Wissen Nicht-Existieren gefolgert (z.B. Weil wir keine Hinweise auf X haben, gibt es kein X. Dieser Fehlschluss wird regelmäßig Kreationisten vorgeworfen, die aus einer fehlenden Erklärung die Unmöglichkeit einer Erklärung ableiten. Derselbe Fehlschluss liegt natürlich auch bei Atheisten vor. Und vielen ist nicht bewusst, dass letztlich sämtliche Argumente von Kreationisten und Evolutionisten auf dem Argumentum ad ignorantiam beruhen. Beispiel: Ein rudimentäres Organ zeichnet sich dadurch aus, dass es funktionslos ist, sich aber aus einem früheren Zustand erklären lässt. Wie soll man aber das Nicht-Bestehen einer Funktion beweisen, ohne das Ai zu bemühen? Es gibt genug Beispiele für vermeintliche rudimentäre Organe, deren tatsächliche Funktion einfach später entdeckt wurde (berühmtes Beispiel ist der Blinddarm des Menschen).

Das Ai ist ein logischer Fehlschluss. Wer immer sich darauf berufen muss, steht aber immer unter dem Druck, seine Position auch anders zu begründen.

Darwin über die Degeneration von Nationen

Im 5. Kapitel seiner „Abstammung des Menschen“ beschäftigt sich Darwin mit der Entstehung von „socialen und moralischen Fähigkeiten“. Nach einigen Ausführungen zu den Gründen, weshalb die natürliche Zuchtwahl zu einer größeren Intelligenz führen musste, ringt er um die Entwicklung der Moral. Denn so nützlich Aufopferungsbereitschaft für die Gruppe ist, so ungünstig wirkt es sich unmittelbar auf den Fortpflanzungserfolg dessen aus, der sich selbst für die anderen z.B. im Krieg einsetzt. Darwin löst das Problem durch den Hinweis auf Selektion auf der Ebene der Populationen:

„Ein Stamm, welcher viele Glieder umfaßt, die in einem hohen Grade den Geist des Patriotismus, der Treue, des Gehorsams, Muthes und der Sympathie besitzen und daher stets bereit sind, einander zu helfen und sich für das allgemeine Beste zu opfern, wird über die meisten anderen Stämme den Sieg davontragen, und dies würde natürliche Zuchtwahl sein.“

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Die Evolutionstheorie ist verschwunden

Eigentlich wollte ich sie nur präzisieren, musste dabei aber feststellen, dass es keine Evolutionstheorie mehr gibt.

Natürlich gibt es viel Text über die Evolutionstheorie. So z.B., wie sie historisch entstanden ist, wer heute dagegen ist und wie allgemein anerkannt sie heute ist und was für sie spricht. Man erfährt auch die Evolutionsmechanismen. Aber etwas sucht man vergeblich: eine simple inhaltliche Zusammenfassung, was sie überhaupt sagt. Ein Beispiel ist die atheistische Wikipedia, die den Begriff „Evolutionstheorie“ folgendermaßen erklärt:

„Eine biologische Evolutionstheorie beschreibt und erklärt die Entstehung und Veränderung der Arten als Ergebnis der organismischen Evolution, d. h. eines Entwicklungsprozesses im Laufe der Erdgeschichte, der stattgefunden hat und andauert.“

Es ist erstaunlich genug, dass von einer Theorie gesagt wird, dass sie etwas „beschreibt“. Eine Biographie über Karl den Großen ist keine Theorie. Übergehen wir diese Formulierung, denn immerhin wird ja auch behauptet, dass sie „erklärt“, und sie erklärt „die Entstehung und Veränderung der Arten“, also warum es Leben gibt und warum gerade in dieser Form. Damit ist zunächst nur behauptet, was sie erklärt, wie erklärt sie es aber nun? Antwort: als Ergebnis eines Entwicklungsprozesses (Evolution). Wir fassen also zusammen: Evolutionstheorie erklärt das Leben als Evolution. Ist wirklich noch niemandem aufgefallen, was für ein Müll das ist? Das Zweite, was offenbar auch direkt dazu gehört: Evolution hat stattgefunden und dauert an. Wir wissen zwar immer noch nicht, was sie eigentlich erklärt, aber immerhin wissen wir, dass die Erklärung unumstößlich ist.

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Warum es keine „Evolutionär stabile Strategie“ geben kann

Die evolutionär stabile Strategie (Kurs „ESS“) ist eines der Lieblingsthemen der modernen Evolutionstheorie. Sie soll nicht zuletzt erklären, wie eine Population sich gegen Egoisten schützen kann. Der Kampf um die meisten Nachkommen, müsste dazu führen, dass in der Natur nur derjenige gewinnt, der mit allen Mitteln seinen Vorteil sichert, auch wenn er dafür Gewalt anwenden muss. Tritt also z.B. in einem Wolfsrudel eine Mutation auf, durch die ein Individuum besonders brutal sein Recht auf Fortpflanzung einfordert, wird es diese Genmutation besser vermehren können, was dazu führt, dass in der folgenden Generation vermehrt brutale Kämpfer auftreten und irgendwann alle nur noch mit maximaler Brutalität um die Fortpflanzungsmöglichkeiten kämpfen. Dieses Verhalten können wir aber trotz saisonaler Anspannungen und Kommentkämpfe in Rudeln nur selten beobachten. Warum? Die Antwort soll die ESS geben. Sie sieht sich nicht nur den Fortpflanzungserfolg eines einzelnen Individuums an, sondern den durchschnittlichen Nutzen der Individuen. Und der erreicht seinen Maximalwert nicht, wenn alle möglichst brutal kämpfen, sondern wenn sich ein ganz bestimmtes Verhältnis zwischen Kämpfern und Nicht-Kämpfern (vereinfacht gesagt) einstellt. In dem Lehrbuchbeispiel werden diese beiden Typen als „Falken“ und „Tauben“ bezeichnet. Dieser erreichte Zustand ist optimal, d.h. er kann durch keine Strategie-Änderung verbessert werden. Die Population ist damit geschützt vor dem Auftreten brutaler Mutanten.

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Über die Prognosefähigkeiten der Evolutionstheorie

Gäbe es auf der Erde nur zwei Bakterienstämme, die miteinander um irgendwelche Mineralien konkurrieren, würde das der Evolutionstheorie ebenso wenig widersprechen wie eine Welt, in der es überhaupt kein Leben gibt. Die Frage ist daher: kann die Evolutionstheorie überhaupt Vorhersagen machen? Wenn sie es nicht kann, ist sie nutzlos. Aber auch unangreifbar, was in der Wissenschaft genau so schlimm ist.

Überspringen wir mal den ersten Schritt der Lebensentstehung, denn darüber sagt sie nichts. Aber was sagt sie überhaupt? „Über die Prognosefähigkeiten der Evolutionstheorie“ weiterlesen

Ab wann ist eine Lehre pseudowissenschaftlich?

Die Menschen suchen seit der Antike nach einer Erklärung für das Leben. Man weiß zwar aus unzähligen Experimenten und Beobachtungen, dass Leben immer und ausschließlich nur aus Leben entsteht, aber trotzdem könnte es sein, dass unter den völlig anderen Anfangsbedingungen, die vor langer Zeit auf der Erde geherrscht haben, eine spontane Entstehung des Lebens möglich war. In den letzten 50 Jahren wurden zahllose Szenarien durchgespielt, aber kein einziges dieser Experimente hat die Frage beantwortet. Vielmehr kann man die Probleme, die so eine Erklärung mit sich bringt, viel präziser beschreiben als noch vor 50 Jahren, man weiß also, welche Bedingungen es gegeben haben müsste, bzw. welche sortierende und konstruktive Wirkung sie gehabt haben müssten – und dass die Antwort daher so weit entfernt ist wie noch nie. Das führt dazu, dass einige Wissenschaftler die Frage heute für nicht beantwortbar halten, weil wir die Bedingungen, die vor vielen Milliarden Jahren auf der Erde geherrscht haben, nicht kennen. Der Verweis auf eine Urzeit, in der unsere Erklärungen nicht funktionieren, ist aber reine Metaphysik, weil dadurch ein Raum konstruiert wird, in dem naturwissenschaftlichen Gesetze nicht greifen. Die These von der spontanen Selbstentstehung des Lebens ist dann nicht mehr angreifbar – und sie verlässt das Gebiet der Wissenschaft.

Was müsste passieren, damit ein atheistischer Naturwissenschaftler einsieht, dass die weitere Suche aussichtslos ist? Kann man eigentlich irgendwann die vorläufige Erkenntnis guten Gewissens festhalten, dass Leben nie – auch nicht früher – aus unbelebter Materie entstanden sein kann? Natürlich: Theoretisch könnte man ja in 100 Jahren Lösungsansätze finden, die allem widersprechen, was wir heute wissen. Der Punkt ist nur, dass das für alles gilt und man mit diesem Argument wirklich jede absurde Fragestellung einer wissenschaftlichen Untersuchung für Wert erachten könnte. Wer weiß schon, ob an der Äthertheorie doch etwas dran war? In 100 Jahren?

Alles, was wir zum derzeitigen Zeitpunkt sagen können, ist dass Leben nur aus Leben entstehen kann. Es ist daher Zeit, die Suche nach einer anorganischen Entstehung des Lebens, als das zu bezeichnen, was sie ist: eine Pseudowissenschaft. Es gibt keinen Grund, länger öffentliche Gelder in dieses Forschungsgebiet zu stecken und sie in Schulbüchern zu verbeiten. Private atheistische Forschungseinrichtungen mögen gerne aus ihren weltanschaulichen Gründen weiter Forschung auf diesem Gebiet betreiben. Aber eine staatlich geförderte Forschung auf diesem Gebiet können wir gerne unseren Nachfahren in 100 Jahren überlassen, sofern sie wider alle wissenschaftliche Erkenntnis ernsthafte Hinweise auf die Entstehung des Lebens aus unbelebter Materie finden sollten.

Stille Kapitulation

Es ist schwer zu beweisen, dass etwas in der Vergangenheit stattgefunden hat oder nicht. Das gilt insbesondere für die extrem langen Zeiträume, von denen Evolutionsbiologen bislang ausgehen. Wenn man über die Entstehung des Lebens oder der Photosynthese sprechen wollte, konnte man selbstverständlich nie mehr als plausible Szenarien erwarten und entwickeln, also Geschichten erzählen, wie es passiert sein könnte, ohne gängigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen.

Wer die Entwicklung dieser Geschichte aufmerksam verfolgt, stellt fest, dass es immer mehr Biologen gibt, die jede Hoffnung auf ein plausibles Szenario aufgegeben haben und das damit begründen, dass man die tatsächlichen Bedingungen von damals ja nicht kenne. Damit machen sie einerseits deutlich, dass sie weiter unerschütterlich an eine rein natürliche Entstehung des Lebens und der Photosynthese glauben, aber nicht davon ausgehen, jemals das ersehnte Szenario entwerfen können. Natürlich wussten Wissenschaftler auch vorher nicht, wie der Anfang war, neu ist allerdings, dass sie die Suche nach Szenarien nach jahrzehntelanger Forschung aufgeben. Leider findet diese Kapitulation heimlich, fernab der Öffentlichkeit statt.

Über die Probleme, die Entstehung des Lebens zu erklären, habe ich schon häufiger etwas geschrieben, daher möchte ich an dieser Stelle nur etwas zu der besonderen Schwierigkeit einer Evolution der Photosynthese sagen. Die Photosynthese gehört zu den kompliziertesten Abläufen der in der Natur. Nun gibt es auch sonst viele komplexe Vorgänge. Was die Erklärung der Photosynthese aber zu einer besonderen Herausforderung macht, ist die Tatsache, dass sie für fast alle Lebewesen die Grundlage bildet. Außer schwefelabbauenden Bakterien gibt es kaum Lebewesen, die nicht letztlich von der Photosynthese abhängen. Das Problem gilt wie gesagt in der Wissenschaft nicht nur als bekannt, sondern offenbar für immer mehr Wissenschaftler als unlösbar.

Evolutionstheorie in der Zwickmühle

Die klassische Evolutionstheorie erklärt Verhalten durch Funktion. Auch aktuelle Lehrbücher der Verhaltensbiologie beschäftigen sich daher mit Kosten – Nutzen – Analysen für die Zeit, die Tiere in den Nachwuchs investieren, in die Nahrungsbeschaffung, ggf. Abwehr von Feinden etc.

Auf der anderen Seite gibt es ein starkes Bestreben, Tiere als gefühlsfähige Wesen mit einem reichen Innenleben darzustellen, und der Nachweis dieses Innenlebens funktioniert regelmäßig über den Nachweis von nutzlosen Verhaltensweisen. Die kleinen unlogischen Entscheidungen, die niemandem nützen, aber einfach Spaß machen, wie z.B. im Schnee einen Abhang runterrutschen etc.

Der Konflikt, der sich daraus für die Evolutionstheorie ergibt, scheint bisher kaum jemandem aufgefallen zu sein: ein Biologe muss sich entscheiden, ob er der Evolutionstheorie die Schuld an der Entseelung der Welt gibt und damit an den Umweltkatastrophen, die aus dieser kalten Sicht entstanden sind, oder ob er weiter Tiere als Reproduktionseinheiten darstellt.

 

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DIe Menschheit kann bestenfalls einige tausend Jahre alt sein

Michael Brandt hat in dem Buch „Wie alt ist die Menschheit. Demographie und Steinwerkzeuge mit überraschenden Befunden“ den aktuellen Forschungsstand über die Frühzeit des Menschen zusammen gefasst und die Ergebnisse gewissenhaft diskutiert. Sein Fazit: gäbe es tatsächlich schon seit hundertausenden oder sogar Millionen von Jahren Hominiden, müsste sich die Menschheit viel früher und stärker vermehrt haben. Nimmt man die langen Zeiträume an, muss man weltweit über jahrtausende von einem (beinahe) Nullwachstum bei gleichzeitig sehr guten Lebensbedingungen ausgehen. Dieses Phänomen ist natürlich nicht nur christlichen Wissenschaftlern aufgefallen und wird intensiv diskutiert, ohne dass es dazu befriedigende Lösungen gibt. Wer die genauen Zahlen und Argumente nachlesen möchte, sollte sich das o.g. Buch unbedingt ansehen, es ist auch für Laien gut verständlich geschrieben.

Geht man von einigen Jahrtausenden Menschheitsgeschichte aus, lassen sich die Befunde übrigens sehr leicht erklären. Auch die erstaunlich niedrige Anzahl an Werkzeugen spricht für  eine nur relativ kurze Besiedlung der Erde durch den Menschen.