Europäisches Parlament ehrt Abtreibungsarzt

Der Sacharow-Preis des Europaparlamentes wurde an Denis Mukwege vergeben, der sich vor allem für die „Behandlung“ von Vergewaltigungsopfern eingesetzt hat. Ich will nicht ausschließen, dass Herr Mukwege auch Wunden behandelt hat, aber mit wenig Recherchen erfährt man,  dass es vor allem um Abtreibung geht. Und jemanden zu feiern, der kleine Kinder tötet… also richtig Feierlaune kommt da irgendwie nicht auf, und daher verschweigt man, worum es eigentlich geht. Was für eine kranke Zeremonie, bei der man jemanden öffentlich für etwas ehren möchte, das so furchtbar ist, das man es öffentlich nicht aussprechen möchte.

Stille Kapitulation

Es ist schwer zu beweisen, dass etwas in der Vergangenheit stattgefunden hat oder nicht. Das gilt insbesondere für die extrem langen Zeiträume, von denen Evolutionsbiologen bislang ausgehen. Wenn man über die Entstehung des Lebens oder der Photosynthese sprechen wollte, konnte man selbstverständlich nie mehr als plausible Szenarien erwarten und entwickeln, also Geschichten erzählen, wie es passiert sein könnte, ohne gängigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen.

Wer die Entwicklung dieser Geschichte aufmerksam verfolgt, stellt fest, dass es immer mehr Biologen gibt, die jede Hoffnung auf ein plausibles Szenario aufgegeben haben und das damit begründen, dass man die tatsächlichen Bedingungen von damals ja nicht kenne. Damit machen sie einerseits deutlich, dass sie weiter unerschütterlich an eine rein natürliche Entstehung des Lebens und der Photosynthese glauben, aber nicht davon ausgehen, jemals das ersehnte Szenario entwerfen können. Natürlich wussten Wissenschaftler auch vorher nicht, wie der Anfang war, neu ist allerdings, dass sie die Suche nach Szenarien nach jahrzehntelanger Forschung aufgeben. Leider findet diese Kapitulation heimlich, fernab der Öffentlichkeit statt.

Über die Probleme, die Entstehung des Lebens zu erklären, habe ich schon häufiger etwas geschrieben, daher möchte ich an dieser Stelle nur etwas zu der besonderen Schwierigkeit einer Evolution der Photosynthese sagen. Die Photosynthese gehört zu den kompliziertesten Abläufen der in der Natur. Nun gibt es auch sonst viele komplexe Vorgänge. Was die Erklärung der Photosynthese aber zu einer besonderen Herausforderung macht, ist die Tatsache, dass sie für fast alle Lebewesen die Grundlage bildet. Außer schwefelabbauenden Bakterien gibt es kaum Lebewesen, die nicht letztlich von der Photosynthese abhängen. Das Problem gilt wie gesagt in der Wissenschaft nicht nur als bekannt, sondern offenbar für immer mehr Wissenschaftler als unlösbar.

Evolutionstheorie in der Zwickmühle

Die klassische Evolutionstheorie erklärt Verhalten durch Funktion. Auch aktuelle Lehrbücher der Verhaltensbiologie beschäftigen sich daher mit Kosten – Nutzen – Analysen für die Zeit, die Tiere in den Nachwuchs investieren, in die Nahrungsbeschaffung, ggf. Abwehr von Feinden etc.

Auf der anderen Seite gibt es ein starkes Bestreben, Tiere als gefühlsfähige Wesen mit einem reichen Innenleben darzustellen, und der Nachweis dieses Innenlebens funktioniert regelmäßig über den Nachweis von nutzlosen Verhaltensweisen. Die kleinen unlogischen Entscheidungen, die niemandem nützen, aber einfach Spaß machen, wie z.B. im Schnee einen Abhang runterrutschen etc.

Der Konflikt, der sich daraus für die Evolutionstheorie ergibt, scheint bisher kaum jemandem aufgefallen zu sein: ein Biologe muss sich entscheiden, ob er der Evolutionstheorie die Schuld an der Entseelung der Welt gibt und damit an den Umweltkatastrophen, die aus dieser kalten Sicht entstanden sind, oder ob er weiter Tiere als Reproduktionseinheiten darstellt.

 

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Spricht das Christentum Tieren eine Seele ab?

Die deutliche Unterscheidung von dem Tier als seelenloser Maschine und dem Menschen als beseeltem und daher vernünftigen Wesen, geht auf Descartes zurück und ist kein genuin biblischer Gedanke. Trotzdem hat die katholische Kirche diese Unterscheidung übernommen so wie sie schon immer gerne Anleihen bei der Philosophie genommen hat. Das große Verdienst der protestantischen Theologie bestand darin, das Christentum wieder auf die Bibel gegründet zu haben – wobei eine ausgearbeitete Theologie der Tiere und der Natur leider nicht unternommen wurde. „Spricht das Christentum Tieren eine Seele ab?“ weiterlesen

Hat Augustinus die Wissenschaft verboten?

Der Vorwurf, Augustinus habe mit seinem Verbot der Neugierde, auch die wissenschaftliche Neugierde stigmatisiert und behindert, taucht spätestens seit Hans Blumenbergs „Die Legitimität der Neuzeit“ immer wieder auf. Tatsächlich zeigt Blumenberg, dass er Augustinus nicht verstanden hat. Und alle, die sich auf seine Argumentation berufen, legen den Verdacht nahe, dass sie nur von Blumenberg abgeschrieben haben, ohne seine Quellen zu prüfen. „Hat Augustinus die Wissenschaft verboten?“ weiterlesen

DIe Menschheit kann bestenfalls einige tausend Jahre alt sein

Michael Brandt hat in dem Buch „Wie alt ist die Menschheit. Demographie und Steinwerkzeuge mit überraschenden Befunden“ den aktuellen Forschungsstand über die Frühzeit des Menschen zusammen gefasst und die Ergebnisse gewissenhaft diskutiert. Sein Fazit: gäbe es tatsächlich schon seit hundertausenden oder sogar Millionen von Jahren Hominiden, müsste sich die Menschheit viel früher und stärker vermehrt haben. Nimmt man die langen Zeiträume an, muss man weltweit über jahrtausende von einem (beinahe) Nullwachstum bei gleichzeitig sehr guten Lebensbedingungen ausgehen. Dieses Phänomen ist natürlich nicht nur christlichen Wissenschaftlern aufgefallen und wird intensiv diskutiert, ohne dass es dazu befriedigende Lösungen gibt. Wer die genauen Zahlen und Argumente nachlesen möchte, sollte sich das o.g. Buch unbedingt ansehen, es ist auch für Laien gut verständlich geschrieben.

Geht man von einigen Jahrtausenden Menschheitsgeschichte aus, lassen sich die Befunde übrigens sehr leicht erklären. Auch die erstaunlich niedrige Anzahl an Werkzeugen spricht für  eine nur relativ kurze Besiedlung der Erde durch den Menschen.

Grüne wollen Therapie an sexuellen Empfindungen verbieten

Wie die Welt am 23.3.2013 berichtet, wollen die Grünen Therapieangebote zunächst für Kinder und Jugendliche verbieten, die das Ziel hätten, die sexuelle Identität zu ändern. Wer nur ein wenig Ahnung von politischen Abläufen hat, weiß natürlich, dass es sich dabei um eine Salamitaktik handelt, bei der die eigenen Interessen scheibchenweise durchgesetzt werden. Natürlich gibt es sehr wenig Fälle, in denen Jugendliche mit diesem Anliegen in Therapien kommen, aber wenn dieses Gesetz einmal durch ist, ist der nächste Schritt, nämlich das Verbot für jeden Menschen, seine sexuelle Identität zu ändern, ebenfalls nur noch ein kleiner Schritt und es wäre darüber hinaus unlogisch, ihm nicht zu zu stimmen, wenn man das erste Gesetz bereits gebilligt hat. Es wäre also politische Naivität, sich durch die Formulierung des Gesetzesentwurfes in dem Glauben zu wiegen, es gehe um den Jugendschutz. „Grüne wollen Therapie an sexuellen Empfindungen verbieten“ weiterlesen

Bitte regen Sie sich jetzt mal über Folgendes auf…

Das Steuerbetrug von Ulli Hoeneß ist nicht in erster Linie aus moralischen sondern aus politischen Gründen berichtenswert. Vermutlich gab es in den letzten Wochen einige Morde, Raubüberfälle, Kindesmisshandlungen, die zwar alle viel schwerer wiegen als einen Steuerbetrug, selbst wenn es um hohe Beträge geht. Richtig ist es nicht, aber sicher weniger dramatisch als die genannten Kriminalfällen.

Da Hoeneß prominent ist, wäre sicher zu jeder Zeit über seinen Steuerbetrug berichtet worden, aber dass sich das Thema so lange in den Medien hält, hängt vor allem mit dem Programm der SPD zusammen, schärfer gegen Steuerhinterzieher vorzugehen. Und da sie an sonsten nicht viele Themen hat, müssen Medien, die eine rot-grüne Regierung anstreben, über alles berichten, was dieses Thema unterstützt. Und was könnte willkommener sein, als ein Prominenter, der dabei erwischt wurde, fast eine halbe Milliarde Euro versteckt zu haben. Aus diesem Grund ist der Fokus beispielsweise eher bemüht, die Wogen zu glätten und verweist auf das teilweise fragwürdige Vorgehen bei den Ermittlungen (z.B. wurden Telefone abgehört, während Kinderschändern noch nicht mal beim Surfen zugeschaut werden darf). Natürlich ist es jedem selbst überlassen zu beurteilen, wie er den Schweregrad von Steuerhinterziehung einstuft. Die Berichterstattung hat aber mit dieser Frage nichts zu tun.

Wozu werden Kinder heute erzogen?

Ich habe in den letzten Tagen einen Aufsatz gelesen (ich weiß nicht mehr, wie die Autoren hießen), in dem offensichtlich Nicht-Christen über christliche Erziehung sagten, sie stehe vor dem Dilemma, einerseits Kinder zu Autonomie erziehen zu wollen, gleichzeitig aber schon die klare Vorgabe habe, sie zu Christen zu erziehen, weil sie sonst verloren gingen. Stimmt das? Natürlich, nur gibt es dieses Dilemma in jeder Erziehung. Stelleln Sie sich vor, ein radikaler Grüner hat Kinder – was ja zum Glück selten genug vorkommt. Und stellen Sie sich vor, eines der Kinder würde anfangen, Fleisch zu essen, während ein radikaler Grüner höchstwahrscheinlich Vegetarier oder Veganer ist. Wird er dem Kind hier Freiheit lassen oder seine Speisegebote an die Kinder weitergeben? Wie wird er zu sagen haben, wenn seine Tochter beschließt, Hausfrau und Mutter zu werden? Oder wenn sie ein behindertes Kind nicht abtreiben möchte? Wie wird seine Erziehung aussehen, wenn seine Tochter mit dem Sex lieber bis zur Ehe warten möchte oder abfällig über Homosexuelle spricht? Wird er da wirklich die Autonomie seines Kindes über seine eigenen Werte stellen? Und ich führe die Liste gerne noch weiter, damit man sieht, dass es wirklich eine Menge an Werten sind: Sein Kind findet Atomkraftwerke besser als riesige Parks von Windrädern, es kauft lieber billiges als Öko-Gemüse, es ist bei den Wahlen in Deutschland und (noch schlimmer) in Amerika immer für die falsche Seite und fängt an Bibel zu lesen. Es wird evangelikaler Christ und geht jeden Sonntag in den Gottesdienst. Später schickt es seine Kinder nicht auf eine Gesamtschule, sondern auf ein Gymnasium (wobei das tatsächlich viele linke Politiker gerne tun, auch wenn sie allen anderen deswegen ein schlechtes Gewissen machen) und liest ihnen biblische Geschichten vor. Vielleicht interessiert es sich noch nicht einmal für Politik und findet Glück in seinem Familienleben während es die Demonstrationen ganz entspannt an seinem Haus vorbei ziehen lässt.

Wie wird der radikale Grüne darauf reagieren? Wird er das Kind in seinem Weg ermutigen, wenn er selbst nicht davon überzeugt ist, allein, weil er weiß, dass die Autonomie seines Kindes das höchste Gut ist? Nein, er wird durch seine Reaktionen beweisen, dass er durchaus höhere Güter kennt als Autonomie, denn die hört schon bei der Frage auf, woher man seinen Strom bezieht.

Die Frage ist: Machen Christen es denn grundsätzlich anders? „Wozu werden Kinder heute erzogen?“ weiterlesen

Wie werden heute Kinder erzogen?

Im letzten Beitrag habe ich behauptet, dass die Frage, wer für die Kindererziehung zuständig ist, nicht beantwortet ist. In diesem Beitrag möchte ich versuchen, aufgrund persönlicher Beobachtungen und Fragen ein vorsichtiges Bild davon zu entwickeln, wie Erziehung heute tatsächlich funktioniert.

Natürlich gibt es noch das ganze Repertoire an klassischen Erziehungsmitteln, wie Fernseh- oder Computerspiele-Verbot, oder kleinen Kindern werden Dinge weggenommen, wenn sie nicht ordentlich damit umgehen… Diese für das Kind etwas nervigen aber vergleichsweise harmlosen Erziehungsmittel werden oft durch stärkere ergänzt. Nun stehen sowohl Eltern als auch Kita-Mitarbeiter und Lehrer vor dem Dilemma, dass eigentlich jede Form von Herrschaftsausübung über die Kinder (denn genau das Bedeutet es „Gewalt“ auszuüben, also jemanden zu über-wältigen) verpönt ist, andererseits alle darunter leiden, wenn es niemand tut. Die Eltern haben eigentlich lt. Artikel 6 des Grundgesetzes den Erziehungsauftrag. Allerdings wird dort nicht ausgeführt, welche Erziehungsmittel ihnen dafür zu Verfügung stehen. Jede Form von Gewalt sollen sie vermeiden, d.h. es bleiben eigentlich nur noch Loben, Belohnen und bei besonders schweren Fällen Betteln. „Ermahnen“ und „Gebote“ werden zwar teilweise auch noch in den Kanon der „positiven Erziehungsmittel“ aufgenommen, aber wenn eine Ermahnung und die Übertretungn der Gebote keine Konsequenzen hat, durchschauen Kinder das ziemlich schnell.

Schulen haben es da erheblich besser. Sie stellen professionelle Erzieher, die auf dem neuesten Stand der pädagogischen Forschung aus- und weitergebildet und daher im Gegensatz zu Eltern über jeden Verdacht erhaben sind. Sie können ganz entspannt bestrafen, ohne dass sich jemand daran stört: Sonderaufgaben, Klassenbucheinträge, Nachsitzen, Ausschluss vom Unterricht oder notfalls auch von der Schule – oder gleich von allen Schulen, je nach schwere der Verstöße (wobei man im Gespräch mit Lehrern natürlich immer sofort merkt, dass die eigentlich Schuldigen am Fehlverhalten der Schüler die Eltern sind, die in der Erziehung versagt haben…).

Diese Situation ist allerdings im Umbruch begriffen, „Wie werden heute Kinder erzogen?“ weiterlesen