Der Turmbau zu Babel

Die Geschichte vom Turmbau zu Babel steht in Genesis 11. Sie taucht zwar in fast jeder größeren Kinderbibel auf, wird jenseits des 7. Lebensjahres aber weder von Christen noch von Nicht-Christen viel beachtet . Dabei berichtet die Geschichte von einer hochinteressanten Phase, einer sehr frühen menschlichen Gesellschaft. Die Situation, in der sich die Menschen befanden, war überaus heikel:
Die Gruppe wuchs und begann, unübersichtlich zu werden. Vermutlich bildete sich schon auf einer sehr frühen Stufe so etwas wie Lokalpatriotismus, die Leute aus der Sippe X konnten die aus der Sippe Y nicht leiden, die Bauern hatten Vorbehalte gegenüber den Handwerkern und die Viehhirten gegenüber den Ackerbauern, die Sesshaften gegenüber denen, die eigentlich lieber weiterziehen wollten…
Bis zu diesem Zeitpunkt lebten alle in einer großen und immer größer werdenden Gruppe, aber nun wurde die Frage virulent, wie man den Zusammenhalt der Gemeinschaft sichern können würde. Denn, dass die Notwendigkeit bestand, haben die damaligen Oberhäupter offenbar so gesehen. Und man kann sich leicht vorstellen, welche Sorgen sie mit der Vorstellung eines Auseinanderbrechens der Gemeinschaft verbanden: wenn die Sippen nicht mehr zusammen halten würden, wären sie in kürzester Zeit befeindet. Diese Erfahrung dürften sie zu diesem Zeitpunkt schon gemacht haben. Die Menschen befanden sich außerhalb der Gemeinschaft im rechtsfreien Raum und ahnten wohl instinktiv, dass sie einander zum Wolf werden würden – zumindest außerhalb des Rudels.

Woher kam dieses ängstliche Zusammenglucken? „Der Turmbau zu Babel“ weiterlesen

Ein Kampf gegen das Christentum

Konkret geht es um einen christlichen Kongress für Therapie und Seelsorge, auf dem es (wie beim Christival neben vielen anderen auch) Seminare zur Therapie Homosexueller gibt. Ein Aktionsbündnis mit prominenter politischer Unterstützung hat diesem Kongress den Kampf angesagt. Gleichzeitig stellen die Organisatoren in ihrem Flyer aber folgendes fest:
„Ein Kampf gegen das Christentum“ weiterlesen

Schulmassaker-Standardposting: Diesmal in Winnenden …

… gerade hörte ich im Radio von einem Schulmassaker in Winnenden … ohne es zu wissen … um wieviel wollen wir wetten dass es sich WIEDER um einen Täter handelt, der METAL hörte und KILLERSPIELE spielte?
Meine Frage an Dich lautet: Was wollen wir gemeinsam gegen diese Hasskultur … man kann auch sagen gegen diese Hassindustrie unternehmen?

http://blog.theocons.de/index.php/seuche-des-boesen-amok-laeufe-an-schulen [21.11.07]
Meine Prognose von damals:

„ok weiter … Denken wir mal 8 Jahre weiter … Meine Prognose: diese Amokläufe werden immer häufiger und brutaler, weil dieser Medien/Justiz-Komplex – anstatt durchzugreifen – die Täter zu Opfern macht und weil man unfähig ist die Wurzeln des Übels herauszureißen. Die Folge: Verdrängung … Aufgabe … Gewöhnung. Hurra, wir kapitulieren! Wir leben in einer Gesellschaft, die hochausgebildete Eliten dafür bezahlt für alle gesellschaftlichen Probleme Lösungen zu entwickeln. Ich will jetzt gar nicht eingehen auf liebevoll elaborierte Präventionsmodelle gegen Jugendgewalt von gut bezahlten deutschen Sozial-Ingenieuren. Meiner Meinung nach sind die meisten von ihnen blind für die wahren Ursachen der Amokläufe … blind weil sie unfähig sind in ihrem alles umarmenden Verständnis das Prinzip der Rebellion zu verurteilen, denn sie entstammen ja häufig selbst dem Zeitalter der Jugendrevolte und verklären diese autobiographisch …
Meiner Meinung nach liegen die Ursachen in dem Kult der Jugend-Rebellion, im exorbitant wachsenden Medienkonsum der Jugendlichen der immer stärker von dem Global Player Hassindustrie dominiert wird. Dies geschieht Hand in Hand mit einer Hinführung der Jugendlichen zu der Sphäre des Okkulten.
Schon im Rahmen der Reflexion zu den Ereignissen in Erfurt haben einige Journalisten sich mit diesem neuen Industriezweig auseinandergesetzt, der sich in den letzten Jahren in jugendlichen Subkulturen entwickelt hat, aber zunehmend auch die „Normalos“ in unserer Nachbarschaft erreicht. Zu dieser Hassindustrie gehören neben extremen Metalspielarten (Death Metal, Black Metal etc.), gewaltverherrlichenden und oft okkulten Communities auch große Teile der Computerspielindustrie. Hier sind vor allem die Ego-Shooter-Spiele und Okkult-Spiele zu nennen. … “

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

http://www.stern.de/politik/panorama/:Christian-Pfeiffer-Killerspielen-Die-Spiele-Psyche/587888.html
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,194999,00.html
http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=std_show&entryid=1019859242&USER=user_638&threadid=2

Schulmassaker-Standardposting: Diesmal in Winnenden …

Was ist ein Weltaidstag?

An einem Weltaidstag geht es um drei Ziele „Aufklärung, Schutz und Solidarität“. Dabei kann man die Botschaft viel einfacher und klarer formulieren: Es geht um freien Sex mit Kondomen. Über die Schwächen von Kondomen soll nämlich gerade nicht aufgeklärt werden. So bekennt Ann Furedi aus England auf einem Abrteibungskongress ganz offen:

„Mein Sohn“, so sagt Ann Furedi, „soll in einer Welt leben, in der er soviel Spaß mit Sex haben kann wie er will. Und wir wissen doch, dass Verhütung nicht funktioniert. Wir brauchen Abtreibungen als Sicherungssystem. Es wird mehr Abtreibungen geben, wenn mehr Frauen Spaß beim Sex haben – und das ist doch nicht schlecht“.
Und wenn die Verhütung mit Kondomen nicht sicher funktioniert, dann auch nicht der Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Das Risiko ist nicht groß und die Ausfälle der Kondome beruhen meist auf Fehler in der Verwendung. Aber ein gewisses Risiko bleibt bestehen auf das man auch ehrlicherweise hinweisen sollte – wenn man die Aufklärung schon vollmundig als erstes Ziel eines Weltaidstages nennt.

Das dritte Ziel bestätigt leider, was Frau Furedi schon über die Sicherheit von Verhütungsmitteln allgemein sagt: es gibt sie nicht. Denn wenn man gleichzeitig die Verwendung von Kondomen jedem von riesigen Plakatwänden und von allen Seiten einschärft und gleichzeitig mit den Infizierten seine Solidarität erklärt, dann ist das ein stillschweigendes Bekenntnis, dass es in einer Gesellschaft, in der es keine eheliche Treue mehr gibt, auch trotz Kondomen selbstverständlich immer zur Verbreitung von Geschlechtskrankheiten kommen wird. Gleichzeitig will man aber das Thema „Treue“ nicht anrühren. Es werden unglaubliche Geldmengen in die AIDS-Forschung gesteckt und der unaufhaltsame Tod durch die Immunschwächekrankheit billigend in Kauf genommen, um Sex nicht an die Ehe binden zu müssen (es geht nicht um Sex, davon haben Verheiratete ohnehin mehr als Unverheiratete), sondern um die Ehe!
Es geht nicht um die Frage, ob Sex für Menschen wichtig ist, sondern ob man den Anspruch der Treue noch erträgt, Sex nur mit einen einzigen Menschen zu praktizieren. Das Thema „AIDS“ könnte so einfach vom Tisch sein. Und dabei hätten vermutlich viele derjenigen, die am Weltaidstag dem Mainstream folgen gar keine Probleme mit dem Anspruch der Treue und träumten vielleicht selbst einmal von einer lebenslangen Beziehung. Aber an diesem Tag werden sie aufgefordert, diese Träume aufzugeben, ein gewisses Ansteckungsrisiko und Abtreibung als Verhütungsergänzung billigend in Kauf zu nehmen und ihren Wunsch nach freiem Sex über alle anderen Wünsche zu stellen. Man kann daher ohne Risiko die Aufgabe eines Weltaidstages so beschreiben:
Ein Weltaidstag ist einfach das umständliche Bekenntnis einer Gesellschnaft, ihre Sexualität nicht mehr im Griff zu haben.

Technik und Politik

Die technische Entwicklung beeinflusst unser Gehirn, sie prägt unseren Alltag, sie lässt Berufe sterben und aufblühen. Aber bisher wurde m.W. (ich lasse mich gerne eines Besseren belehren) wenig über ihren Einfluss auf die Politik nachgedacht.
Welche Auswirkungen hat es auf eine politische Kultur, wenn geistige Arbeit von elektronischen Helfern erledigt wird? Denn darum geht es ja: alles, was wir heute an Beispielen für moderne technische Entwicklung anführen würden, wären Beispiele, in denen es darum geht, das Gehirn zu entlasten. Elektronik entlastet unser Gehirn als Speicher, es entlastet uns von Recherchen, die Suchmaschinen für uns erledigen. Es entlastet uns vor unangenehmen Gedanken, indem wir Musik hören, gegen virtuelle Gegner spielen, oder Filme sehen – und zwar jederzeit und überall.
Spätestens, seit es mp3-Player gibt, muss niemand mehr Langeweile ertragen oder sich mit schweren Gedanken plagen, wenn er nicht will.

Welche Entwicklung wir durchgemacht haben, kann man am besten erkennen, wenn man sich die Aufmerksamkeitsspanne früherer Zuhörer vor Augen führt:
„Technik und Politik“ weiterlesen

Schulmassaker: Killerspiele Metal Hassindustrie

… gerade hörte ich im Radio von einem Schulmassaker in Finnland … ohne es zu wissen … um wieviel wollen wir wetten dass es sich WIEDER um einen Täter handelt, der METAL hörte und KILLERSPIELE spielte?
Meine Frage an Dich lautet: Was wollen wir gemeinsam gegen diese Hasskultur … man kann auch sagen gegen diese Hassindustrie unternehmen?

http://blog.theocons.de/index.php/seuche-des-boesen-amok-laeufe-an-schulen [21.11.07]
Meine Prognose von damals:

„ok weiter … Denken wir mal 8 Jahre weiter … Meine Prognose: diese Amokläufe werden immer häufiger und brutaler, weil dieser Medien/Justiz-Komplex – anstatt durchzugreifen – die Täter zu Opfern macht und weil man unfähig ist die Wurzeln des Übels herauszureißen. Die Folge: Verdrängung … Aufgabe … Gewöhnung. Hurra, wir kapitulieren! Wir leben in einer Gesellschaft, die hochausgebildete Eliten dafür bezahlt für alle gesellschaftlichen Probleme Lösungen zu entwickeln. Ich will jetzt gar nicht eingehen auf liebevoll elaborierte Präventionsmodelle gegen Jugendgewalt von gut bezahlten deutschen Sozial-Ingenieuren. Meiner Meinung nach sind die meisten von ihnen blind für die wahren Ursachen der Amokläufe … blind weil sie unfähig sind in ihrem alles umarmenden Verständnis das Prinzip der Rebellion zu verurteilen, denn sie entstammen ja häufig selbst dem Zeitalter der Jugendrevolte und verklären diese autobiographisch …
Meiner Meinung nach liegen die Ursachen in dem Kult der Jugend-Rebellion, im exorbitant wachsenden Medienkonsum der Jugendlichen der immer stärker von dem Global Player Hassindustrie dominiert wird. Dies geschieht Hand in Hand mit einer Hinführung der Jugendlichen zu der Sphäre des Okkulten.
Schon im Rahmen der Reflexion zu den Ereignissen in Erfurt haben einige Journalisten sich mit diesem neuen Industriezweig auseinandergesetzt, der sich in den letzten Jahren in jugendlichen Subkulturen entwickelt hat, aber zunehmend auch die „Normalos“ in unserer Nachbarschaft erreicht. Zu dieser Hassindustrie gehören neben extremen Metalspielarten (Death Metal, Black Metal etc.), gewaltverherrlichenden und oft okkulten Communities auch große Teile der Computerspielindustrie. Hier sind vor allem die Ego-Shooter-Spiele und Okkult-Spiele zu nennen. … “

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

http://www.stern.de/politik/panorama/:Christian-Pfeiffer-Killerspielen-Die-Spiele-Psyche/587888.html
http://www.jesus.de/foren/read.php?f=5&i=116915&t=116915
http://www.jesus.de/foren/readframe.html?f=5&i=117776&t=116915
http://www.jesus.de/foren/read.php?f=5&i=119561&t=116915

Schulmassaker: Killerspiele Metal Hassindustrie

Aphorismen zur Faulheit

Wer Faulheit rügt, hat heute keine Chance mehr, eine Wahl zu gewinnen. Wer klug ist, lässt sich von solchen Stimmungen nicht beirren, denn niemand rettet den Faulen aus seinem Elend.
Das Thema „Faulheit“ taucht in der Bibel vor allem im Buch der „Sprüche“ (oder „Sprichwörter“) auf und ist im Rahmen der Weisheitslehre eine Warnung – die eben weise machen soll. Hier ein paar Beispiele für zwischendurch:

„Der Faule spricht: Ein Junglöwe ist auf dem Weg, ein Löwe mitten auf den Plätzen!

Die Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule auf seinem Bett.

Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, ist es ihm zu beschwerlich, sie an seinen Mnd zurückzubringen.

Der Faule ist in seinen Augen weiser als sieben, die verständig antworten.“

(Spr. 26, 13-16)

Was verlieren wir durch staatlichen Ethikunterricht?

Der herkömmliche Religionsunterricht erscheint vielen als veraltet, weil er als christlicher Unterricht verstanden wird. Diese Konzeption sei nicht mehr mit der religiösen Wirklichkeit in Deutschland vereinbar und daher durch einen religionsneutralen Unterricht zu ersetzen. Das klingt zunächst plausibel, es offenbart aber einen fatalen Irrtum: es geht bei der Frage um den Religionsunterricht oder um Fächer wie „LER“ (Lebensgestaltung-Ethik-Religion) nicht um die Frage „Christentum oder Vielfalt“ sondern um die Frage, ob der Staat oder die jeweiligen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften Ethik und Weltbild vermitteln sollen!
Der Religionsunterricht ist nur deswegen ein überwiegend christliches Fach, weil nach wie vor die Kirchen die Religionsgemeinschaften mit der höchsten Mitgliederzahl sind. Anspruch hat aber jede Religionsgemeinschaft auf ihn. Das Besondere des Religionsunterrichtes nach dem GG ist das wohl austarierte Zusammenspiel zwischen Staat und Religionsgemeinschaft: einerseits behält sich der Staat die Aufsicht über den RU vor und damit auch das Recht, Unterricht zu verbieten, der beispielsweise gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtet ist. Andererseits ist das Fach freiwillig und wird inhaltlich von den Religionsgemeinschaften gestaltet. Es dient also dazu, einerseits zu sichern, dass alle Kinder in ihrer Religion einen regelmäßigen Unterricht erhalten, aber der Staat selbst keine Partei für eine bestimmte Religion ergreift und sich also aus religiösen Dingen heraushält.
Einen guten Überblick über die Konzeption des RU nach dem GG gibt es auf Wikipedia.

Mit der Einführung des Faches LER haben einzelne Landesregierungen diese Institution der gegenseitigen Machtbegrenzung faktisch abgeschaft, in dem sie zwar das Fach RU noch weiter zulassen, aber eine vom Staat verfasste Ethik vermitteln. Das Fach sei „bekenntnisneutral aber nicht werteneutral“ Für den Schüler bedeutet die Kompetenzenübernahme des Staates, dass er dieses Fach nicht mehr abwählen darf, ob er die Ethik des Staates nun teilt oder nicht.

Dies wirft diverse Schwierigkeiten auf:

1. Durch die staatliche Wertevermittlung wird der Schüler in seinem Recht gehindert, dass es ihm nach dem GG erlaubt, nicht zu einer religiösen Praxis gezwungen zu werden. Das Bundesverfassungsgericht hat sich mit der Frage beschäftigt, ob die Eltern in ihrem Recht beschnitten werden, ihr Kind nach ihrer religiösen Auffassung zu erziehen, und ob die negative Religionsfreiheit des Schülers verletzt wird, also das Recht nicht zur Teilnahme an einer religiösen Lehre oder Praxis gezwungen zu werden. Das BVG sah keinen Grund, die Religionsneutralität des Ethikunterrichtes zu bezweifeln, was erstaunlich ist, weil das Urteil des BVG ausdrücklich die „Aufklärung“ und den „Humanismus“ als geistige Ideengeber des Unterrichtes nennt. Wieso sollen das keine Weltanschauungen sein? Man kann kaum glauben, dass die Richter das ernst meinten.
Die Schüler des staatlichen Ethikunterrichtes werden selbstverständlich gezwungen, an einem weltanschaulichen Unterricht teilzunehmen und dadurch in ihrem Grundrecht auf negative Religionsfreiheit beschnitten.

2. Der Staat verletzt die Trennung von Staat und Kirche. Denn auch wenn nur von „Wertevermittlung“ die Rede ist, sollen diese Werte doch begründet und diskutiert werden. Mit den Werten wird daher selbstverständlich auch ihre zugrundeliegende Weltanschauung vermittelt. Und das übersteigt nicht nur die Aufgaben des Staates sondern unterdrückt auch alle, die eine andere Weltanschauung vertreten. M.W wird nirgendwo ausgeschlossen, dass Schüler, welche die Staats-Ethik nicht teilen, dafür schlechte Noten erhalten können.

3. Durch die „Bekenntnisfreiheit“ wird das tatsächliche Bekenntnis als unhinterfragbar dar- und allen anderen Bekenntnissen vorangestellt. Den Schülern wird so suggeriert, das jede Abweichung von einer als „vernünftig“ vorgestellten Ethik als unvernünftig und im schlimmsten Fall krank oder gefährlich zu betrachten sei.

4. Eine Ethik, die nicht in ein Weltbild integriert ist, wird nicht viel Wirkung zeigen. Wieso sollte jemand dem im Unterricht schlau entwickelten Verbot, nicht im Halteverbot zu parken, folgen, wenn es für ihn günstig erscheint? Die meisten Gebote werden doch nicht übertreten, weil das Wissen um ihren Sinn fehlt, sondern, weil der Nutzen für den Einzelnen steigt, wenn nur er sich nicht an die Regeln hält (das Problem ist in der Philosophie als „Trittbrettfahrer-Problem“ bekannt und bisher ungelöst).

5. Ethik wird unglaubwürdig, weil sie ein Spielball der Politik wird. Wenn es eine schwarze Landesregierung gibt, wird vielleicht das Recht auf Eigentum höher und das Recht auf freien Sex niedriger aufgehängt, während eine rot-grüne Landesregierung vermutlich das Recht der Homosexuellen stärken möchte und den Ausstieg aus der Atomenergie für die einzig vernünftige ethische Position hält. Schüler, zumindest die älteren unter ihnen, durchschauen solche Zusammenhänge und werden „Werte“ für eine bloße Verlängerung der herrschenden Parteien halten – was sie dann ja auch sind.

Die Entscheidung für die staatliche Ethikvermittlung auf atheistischer Basis wurde übrigens immer mit den Stimmen der rot-grünen Parteien gefällt.

Eine Alternative wäre eine Anpassung des RUs an die tatsächlichen Gegebenheiten. Man könnte grundsätzlich überlegen, RU nachmittags anzubieten und bei kleineren Religionsgemeinschaften entweder Schüler in Stufen zusammen zu fassen und gegebenenfalls auch alle Schüler einer Schule. Bei sehr kleinen Religionen könnten mehrere Schulen zusammenarbeiten und den jeweiligen RU für die ganze Stadt anbieten. Notengebung bei sehr großer Altersspanne sind zwar schwieriger aber natürlich möglich. Auf diese Weise wäre das Recht auf die religiöse Erziehung wieder letztlich bei den Eltern und in zweiter Instanz bei den Religionsgemeinschaften, während der staatliche Unterricht sich darauf beschränkt, seine Verfassung im Geschichtsunterricht zu rechtfertigen aber sich aus religiösen und ethischen Fragen des Alltags heraushält.

Artikel des Monats November 2007

Liebe Leser von theocons.de,
im November keine Zeit zum Lesen gehabt?
Kein Problem … theocons.de hat Euch ein paar wirklich lesenswerte Artikel zusammengestellt
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Christenfeindliches
2007/11/28 [blog:PI] PK-Medien über die “bösen Christen”
Demokratie
2007/11/29 [FTD] Thomas Klau: Gegenwind für die Volksherrschaft
Eva Hermann
2007/11/03 [kath.net/Pur-Magazin] Bernhard Müller: Die Wortpolizisten und Tribunalisten in den Medien gehen gezielt vor
Evangelisation
2007/11/22 [idea] Können Asiaten und Afrikaner Europa evangelisieren?
George W. Bush
2007/11/02 [blog:PI] Bushs Rede über den Anti-Terror-Krieg
Iran
2007/11/15 [FAZ] Interview Norman Podhoretz: Warum wir Iran bombardieren müssen
Islam
2007/11/26 [Pro] Ehemaliger Kirchenrat Hauser: „Islam will herrschen“
Islamismus
2007/11/21 [blog:PI] Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel
2007/11/21 [WELT] Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann: Wir dürfen uns nicht in Scheingemeinsamkeiten verstricken
2007/11/28 [focus] Radikale Türken bereiten Sorge
Israel
2007/11/28 [WELT] Bernard Lewis: Israel muss leben
2007/11/30 [israelnetz] Johannes Gerloff: Wie geht es weiter nach dem „Gipfel der Angst“?
Justitz
2007/11/11 [WELT] Prof. Dr. Udo di Fabio: Westen muss Westen bleiben
Multikulturalismus
2007/11/06 [blog:PI] Zum Stand des multikulturellen Menschenversuchs
Judentum
2007/11/07 [WELT] Leo-Baeck-Preis an Merkel – Wolf Biermann lobt die „promovierte FDJlerin“
Neue Bürgerlichkeit
2007/11/03 [WELT] Tilman Krause: Martin Mosebach bringt es an den Tag – Die „Modernen“ gehen uns auf die Nerven
Nicolas Sarkozy
2007/10/07 [WELT] Staatsbesuch – Sarkozy umgarnt Amerika wie eine Liebhaberin
Protestanten
2007/11/01 [ZEIT] Robert Leicht: Wir glauben an die UN
Schule
2000/11/22 [idea] Für die Schule beten
USA
2007/11/20 [CristianityToday.com] 5 Kinds of Christians
US-Evangelikale
2007/11/02 [pro] Spitzenvertreter der US-Evangelikalen besuchen Berlin
US-Wahlkampf
2007/11/24 [pro/jesus.de] Mike Huckabee: Ein Prediger auf dem Weg ins Weiße Haus

Psychotherapeuten fordern Killerspiel-Verbot!!!

Hallo,
Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie fordert ein Verbot gewalthaltiger Computerspiele. Die Therapeuten bezichtigen Medienwirkungsforscher, der Spielebranche zu nahe zu stehen. In der Anlage erhaltet Ihr die Presseerklärung u.a. mit Tipps für Eltern, wie sie brutale Computerspiele erkennen und ihre Kinder davor schützen können. Brutale Computerspiele zerstören das Mitgefühl, daher: Schenkt keine Killerspiele … und schon gar nicht zu Weihnachten!!!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Pressemitteilung 28.11.2007
Psychotherapeuten fordern das Verbot von Computerspielen, in denen Jugendliche für das Töten und Foltern von Menschen belohnt werden. Solche Spiele werden zunehmend verharmlosend als „Ballerspiele“ vermarktet. Der Begriff „Medienkompetenz“ dient dafür häufig als Deckmantel – Kinder und Jugendliche brauchen heute „Medienbildung“.

Köln: Computerspiele haben Umfragen zu folge zu Weihnachten Hochkonjunktur und sind ein Riesengeschäft für die Hersteller. Für die zumeist jugendlichen Nutzer sind gewaltfördernde Spiele entwicklungspsychologisch eine Katastrophe – so die Erfahrungen vieler Fachkräfte der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) aus psychotherapeutischen Beratungsstellen und schulpsychologischen Diensten. Die GwG ist der größte europäische Fachverband für Psychotherapie und Beratung. Sie fordert jetzt, gewaltverherrlichende Spiele gesetzlich zu verbieten, damit der Grundkonsens einer humanen Gesellschaft erhalten bleibt.

„Killerspiele sind wie Landminen für die Seele“, sagt Elke Ostbomk-Fischer, Hochschuldozentin und GwG-Mitglied. „Die Medienverwahrlosung junger Menschen hat in den vergangenen Jahren ein derart erschreckendes Ausmaß erreicht, dass die politisch Verantwortlichen umgehend handeln müssen, bevor eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen vom Strudel der Gewalt mitgezogen wird.“ Elke Ostbomk-Fischer ist damit im Einklang mit führenden Kriminologen und medienkritischen Wissenschaftlern. „Manche dieser Spiele sind menschenverachtend und grundgesetzwidrig. Daher sollte ihre Herstellung und Verbreitung strafbar sein.“

Immer mehr immer jüngere Kinder verlieren ihr natürliches Mitgefühl, wenn sie stunden- und tagelang in brutalste Action-Welten eintauchen, in denen das Zerstören und Töten als Spaß und Faszination erlebt wird. Insbesondere Jungen sind häufig davon betroffen. Sie verhalten sich dann zunehmend aggressiv und sind für soziale Regeln des menschlichen Miteinanders kaum noch zu gewinnen. Eine wachsende Zahl Jugendlicher verbringt mehr Zeit mit suchtfördernden PC-Spielen als in der Schule. „Viele Eltern fühlen sich angesichts der medialen Übermacht zunehmend hilflos und verzweifelt. Oft werden sie von ihren Kindern als rückständig abgekanzelt, wenn sie auf entsprechende Geschenkwünsche skeptisch reagieren“, sagt Karl-Otto Hentze, Psychotherapeut und Bundesgeschäftsführer der GwG. Internetversierte Kinder überreden ihre Eltern dann häufig mit Argumenten, die im Internet von Wissenschaftlern verbreitet werden, die der Computerindustrie nahe stehen.

Was sind Killerspiele?
Laut „Bundesratdrucksache 2007-0001-0100/ 76-07“ sind es „Spielprogramme, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen.“ Solche Spiele wurden ursprünglich für das US-Amerikanische Militär als Kriegssimulationen entwickelt. Sie haben den Zweck, bei Soldaten die Tötungshemmung abzubauen und ihre „Killer-Effizienz“ zu erhöhen. Der amerikanische Militärpsychologe David Grossman warnt eindringlich, dass diese Methode der Konditionierung auf Gewalt ganz genauso bei Kindern und Jugendlichen wirkt, wenn sie solche gewaltorientierten Programme intensiv spielen.

„Medienbildung“ statt „Medienkompetenz“
Den Begriff „Medienkompetenz“ haben die Spielehersteller längst vereinnahmt. Die Konzerne finanzieren Forschung und Fortbildungsprojekte für „mehr Medienkompetenz“. Sie haben natürlich ein Interesse daran, ein gesetzliches Verbot von Killerspielen zu verhindern. Einige Experten unterstützen sie dabei mit Argumenten wie z. B. „Verbote reizen nur“… (Das würde allerdings genauso für die rote Ampel gelten, für Diebstahl und sogar für Mord.) Eine weitere Strategie ist es, Computerspiele als „Kulturgut“ aufzuwerten. „Medienkompetenz“ in diesem Sinne fördert die genaue Kenntnis von Spieletypen, Geräten und technischen Details. Töten und Gewalt könne hierbei als „ästhetische Konvention“ akzeptiert werden.

Medienbildung schließt Herzensbildung ein
„Medienbildung“ dagegen schließt Herzensbildung mit ein. Grundlage ist die eindeutige Orientierung an den ethischen Konventionen der Menschenrechte. Leitbild und Maßstab ist dabei das Grundgesetz. „Medienbildung“ fördert eine mitmenschliche und kooperative Umgangskultur.
Ohne kritische Schulung ist es schwierig, pädagogisch sinnvolle Ratschläge von verkaufsfördernden Ratschlägen zu unterscheiden.

Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil:
Folgende Fragen helfen Ihnen, ein Computerspiel selbst zu beurteilen:

Kommen in dem Spiel Personen oder Wesen vor,
die andere entwürdigend behandeln?
die anderen ihre Rechte nehmen oder sie aus ihrem Zuhause verjagen?
die anderen ihr Eigentum rauben oder ihr Zuhause zerstören?

Werden in dem Spiel Personen oder Wesen
bedroht und in große Angst versetzt?
absichtlich Schmerzen zugefügt?
gefoltert oder mit Folter bedroht?
Gliedmassen abgehackt?
stranguliert oder wird ihnen das Genick gebrochen?
durch Waffen verletzt?
durch gezielte Kopfschuss getötet oder durch Bomben zerfetzt?

Gibt es in dem Spiel noch andere Beispiele von unmenschlichen und grausamen Handlungen? Werden solche Handlungen
als Erfolg bewertet?
als Spaß dargestellt?
mit Anerkennung belohnt?

Fehlen in dem Spiel deutliche und realistische Hinweise
auf das Unrecht der grausamen Taten?
auf das Leiden der Personen, denen etwas Grausames angetan wird?
auf Konsequenzen, mit denen die Täter zur Verantwortung gezogen werden?

Fehlen in dem Spiel gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten?
Fehlen Anregungen für Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und soziale Verantwortung?
Fehlen Beispiele, bei denen das Verhindern von Gewalt als Leistung anerkannt wird?

6. Wäre Ihr Kind, bei diesem Computerspiel selbst die Person, die anderen etwas Bösartiges und Grausames antut und damit Erfolg hat?
Wenn Sie mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten müssen, dann überlegen Sie genau, was Ihr Kind bei diesem Spiel lernen wird.

Wie können Eltern und pädagogische Fachkräfte ihre Kinder vor brutalen Computerspielen schützen?
Versuchen Sie in den Bereichen, die Ihnen für Ihr Kind wichtig sind, ein gutes Vorbild zu sein.
Hinterfragen Sie kritisch Argumente, die für gewaltverherrlichende Medien sprechen. Achten Sie dabei auf Ihr eigenes Gefühl und Ihren Menschenverstand. Vertrauen Sie nicht den Altersangaben auf den Spieleverpackungen. Der Jugendschutz reicht hier nicht aus.
Computerspielen kostet viel Geld und Zeit. Oft wird die Anschaffung von Geräten und Zubehör notwendig. Lassen Sie sich nicht drängen, mehr Geld auszugeben, als es Ihre finanzielle Situation erlaubt.
Beobachten Sie, wie Ihre Kinder mit Medien umgehen. Dies ist einfacher, wenn ein PC gemeinsam in einem zentralen Raum genutzt wird. Gleiches gilt auch für den TV.
Zeigen Sie Interesse an dem, was Ihr Kind lernt, erlebt und empfindet.
Begleiten und unterstützen Sie Ihr Kind beim Einüben in die modernen Medien. Sie bemerken dadurch auch rechtzeitig, wenn Ihr Kind an Internetseiten und Spiele gerät, die Sie für ungeeignet oder sogar für gefährdend halten.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen über mögliche Probleme. Machen Sie Ihrem Kind keine Vorwürfe, es hat diese Inhalte nicht erfunden.
Ein „gutes Gespräch“ bedeutet: Alle Beteiligten bemühen sich aufrichtig, die Sichtweise der anderen zu verstehen. Dazu gehört
– sich gegenseitig zuhören,
– ausreden lassen,
– Äußerungen nicht abwerten oder lächerlich machen.

Diese Regeln sollten auch dann gelten, wenn Sie Spiele nicht erlauben können, weil diese z. B. in grober Weise gegen die Menschenwürde verstoßen und Ihren Erziehungszielen entgegenwirken.
Wenn Sie nicht mehr weiterwissen und sich große Sorgen um Ihr Kind machen, können Sie Hilfe und Unterstützung einer Beratungsstelle in Anspruch nehmen.

Ansprechpartner für die Medien:
Elke Ostbomk-Fischer, Hochschuldozentin, Telefon: 02263/4997
Karl-Otto Hentze, Psychotherapeut, Telefon: 0221/9259080
Ursula Reinsch, Pressearbeit: Telefon 0221/686010

Psychotherapeuten fordern Killerspiel-Verbot!!!