Bilder können Nachdenken nicht ersetzen

„Für Isabel Schayani hört das Abwägen angesichts der Bilder aus dem Flüchtlingscamp in Lesbos auf.“ Das habe ich heute mit Erstaunen in der tagesschau gelesen. So ein Urteil ist menschlich verständlich, es ist aber ein Fehlschluss, der seit dem Buch von Daniel Kahnemann über schnelles und langsames Denken auch einer breiteren Öffentlichkeit als „taboo trade off“ bekannt ist. Gemeint ist, dass z.B. eine Position schon dann falsch als falsch angesehen wird, wenn es bereits anrüchig ist, über sie nachzudenken.

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Worum geht es im Fall Böhmermann?

Zunächst muss man festhalten, dass es kein Fall Böhmermann ist, weil sein Auftritt im Fernsehen mit Sicherheit exakt so mit den allerhöchsten Verantwortlichen des Senders abgestimmt war. Allerdings wird nur Böhmermann juristisch belangt werden, und er war offensichtlich dumm genug, sich von einer Welle der vermeintlichen Kollegialität zu seinen verbalen Auswürfen verleiten zu lassen. Dahinter steckt ein eiskaltes Machtspiel, dem Böhmermann zum Opfer fallen wird. Die Medien testen z.Zt. bewusst die Grenzen der Satire aus, weil das ihre schärfste Waffe ist. Sie haben keine wirklichen Befugnisse aber die Möglichkeit, sich öffentlich abfällig über jeden zu äußern, der ihnen nicht passt. Als Opfer haben sie sicherheitshalber Erdogan gewählt, also keinen Deutschen, so dass sie sich des Beifalls der Bevölkerung sicher sein konnten – und auch der Tatsache, dass deutsches Recht in diesem Fall eher nach Lust und Laune angewendet wird, bzw. schon als quasi abgeschafft betrachtet wird. Wenn dieser Fall aber ohne eine Anklage verläuft, wird unumstößlich feststehen, dass Medien auf absolut jede erdenkliche Weise die Ehre einer Person verletzen dürfen. Im aktuellen Fall trifft es nur Erdogan, aber die Botschaft ist klar: legt euch nicht mit uns an und wagt es nicht zu denen zu gehören, über die unser Urteil fällt. Warum aber gerade jetzt?

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Was muss man bei politischen Aktionen gegen Islamkritiker beachten?

Der FIlm „Unschuld der Muslime“ sorgt in Deutschland und weltweit für Empörung, weil er weltweit für Empörung sorgt. Und genau das ist das Problem. Natürlich muss jeder Staat, dem der Frieden unter den Bürgern etwas bedeutet, gegenseitige Beschimpfungen und Schmähungen soweit in Grenzen halten, dass einerseits die kritische Auseinandersetzung möglich aber unnötige Verletzungen vermieden werden. Wenn man aber für den Frieden Grundrechte der Bürger substantiell beschneidet, muss man drei Regeln beachten:

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Islamuntericht: Wie Christen und Juden in der Hölle schmoren werden …

[video:youtube:Cw9390nEscI]OK … also ich seh das sportlich … möge die wahre Religion gewinnen 🙂 … gut zwei Anmerkungen aber trotzdem noch
1. Wie insuffizient diese Lehrer der „Religion des Friedens“ sind, erkennt man daran, dass sie genau diesen Jungs keine moralischen Maßstäbe mit auf den Weg geben können, die sie davon abhalten mit ihren Strassengangs ihre Nachbarschaften und Communities zu terrorisieren …
2. Witzig ist der kleine Typ mit der Fellrandkapuze, der kurz vorm einschlafen ist und immer mit dem Kopf nach hinten wegsackt … na ob der überhaupt mitbekommen hat, dass er ein Verräter am Islam ist, wenn er der deutschen Lehrerin, in die er unsterblich verknallt ist im nächsten Winter „Frohe Weihnachten“ wünscht? 🙂

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Islamuntericht: Wie Christen und Juden in der Hölle schmoren werden …

USA töten Osama Bin Laden in Pakistan

Römer 4 Denn die Regierung ist Gottes Dienerin, und du sollst durch sie Gutes empfangen. Wenn du jedoch Böses tust, hast du allen Grund, sie zu fürchten. Schließlich ist sie nicht umsonst Trägerin der richterlichen Gewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Indem sie den Schuldigen zur Verantwortung zieht, vollstreckt sie an ihm das Urteil des göttlichen Zorns. [Neue Genfer Übersetzung]
USA töten Osama Bin Laden in Pakistan

Obama im Krieg

Die USA beteiligen sich an einem Militärschlag gegen das Regime in Lybien. Unter George W. Bush haben sie sich auch mit Militärschlag gegen einen Diktator gewendet, aber der Einsatz wurde in Europa völlig anders bewertet. Am deutlichsten ist der Stimmungswandel in Frankreich zu sehen: dort herrschte unter Bush brüske Ablehnung und heute beteiligen sie sich aktiv an dem Einsatz. Aber auch die Grünen bedauern offensichtlich, dass Deutschland sich nicht am Krieg beteiligt – sorry, die neue Wortwahl ist jetzt „militärisches Engagement“. Wie dem auch sei: Deutschland hat sich enthalten, ist aber sehr um eine ausgewogene Stimmung bemüht – und unterstützt den Krieg indirekt, indem es sich in Afghanistan stärker engagiert. Sowohl in Lybien als auch im Irak wurden die Menschen von einem grausamen Despoten unterdrückt, wobei der Zustand im Irak sogar noch schlimmer gewesen sein soll. Darüber hinaus bestand die – von der Weltgemeinschaft anerkannte – Gefahr eines Angriffes durch Giftwaffen, die aber während der langen Vorphase des Krieges beseitigt wurden, so dass der letzte Nachweis bis heute fehlt. Wäre Deutschland mit in den Krieg gezogen, wenn die Menschen im Irak auf Demonstrationen beschossen worden wären? Warum nicht dann, wenn willkürlich Menschen erschossen werden – und ohne große öffentliche Aufmerksamkeit? War das wirklich der große Unterschied zur Obama-Regierung? Würde Europa einen Angriff auf den Iran oder Nord-Korea unter Obama ebenso scharf verurteilen, wie einen Krieg unter Bush? Das wird kaum jemand ernsthaft annehmen.

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Abtreibung und Rassismus

Das Herz aller Ungerechtigkeit ist der Stolz. Der Stolz überhebt uns über andere Menschen und entbindet uns aller Gesetze. Ein Herrscher, der willkürlich urteilt, erscheint uns daher selbstherrlich, ebenso wie ein Mensch, der andere nach seinen eigenen Vorstellungen richtet. Am deutlichsten ist die Ungerechtigkeit dort, wo ein Mensch von anderen Menschen getötet wird, weil diese sich in ihrem Wahn eine Welt ausgedacht haben, in der sie darüber zu befinden haben, welchem Mensch es bestimmt ist zu leben. Und unter diesen Fällen sind die am schlimmsten, in denen dieses Urteil dem Menschen anhaftet, sobald er überhaupt gezeugt ist, also zum frühest möglichen Zeitpunkt.
Aus diesem Grund empört uns der Rassismus ebenso wie die Abtreibung: beide gestatten es Menschen, ein Todesurteil über andere Menschen zu fällen, weil sie ihnen in ihrer Welt keinen Platz zum Leben zubilligen. Für die strukturellen Gemeinsamkeiten spielt es keine Rolle, ob diese Regeln von Einzelpersonen oder von Gemeinschaften oder sogar Staaten erfunden werden.

Fight Club reloaded …

Ich hab mir gerade „Der kommende Aufstand – Revolutionäre Bewegung als Abenteuerroman mit soziologischer Sicht“ heruntergeladen, um mal 9 Monate vor meinem linksradikalen Sohn das derzeit angesagteste Buch dieser Szene gelesen zu haben … Soweit ich über DE:BUG und FAZ (Nils Minkmar) mitbekommen habe, wird ein neoanarchistischer Weg zwischen Sabotage und Landkommune propagiert sowie nebenbei mal eben die gesamte bürgerliche Linke dekonstruiert und der Lächerlichkeit preisgegeben. Ich als Konservativer erwarte mir daher natürlich rhetorisch brilliante Munition für den täglichen popkuturellen Kampf mit dem politischen Gegner … Aber jetzt mal Schluß mit lustig … In der Zusammenschau mit Ulfkottes “ Vorsicht Bürgerkrieg! “ erhalten wir nun sicherlich eine realistischen Ausblick auf die Zukunft Deutschlands. OK Leute wenn vor uns also wirklich die zur Anarchie führenden kommenden Aufstände in Deutschland liegen sollten … die Macht werden danach selbstverständlich nicht unsere revolutionären Kinder bekommen, sondern die Dorgenbosse, libanesischen Clans und Warlords … die Decke der Zivilisation ist nun mal HAUCHDÜNN … Als Pietist kann ich da nur sagen: „Ja Herr Jesus, komme bald!!!“ …
Fight Club reloaded …

Die Entstehung des modernen Opfer-Begriffes

Wer heute ein Opfer ist, möchte das auch bleiben. Niemand gibt freiwillig den Status des Opfers auf. Opfersein, bedeutet „Macht haben“. Wer kein Opfer ist, versinkt in die politische Bedeutungslosigkeit.
Wir haben uns an diese Tatsachen gewöhnt, aber wenn wir uns darüber Gedanken machen, werden sie fragwürdig. Und die erste Frage, die sich dabei stellt ist: wie konnte sich dieser auf den ersten Blick bizarre Opferbegriff entwickeln?

Die Anregung zu dem Thema erhielt ich durch ein „Bulletin“ des Institutes für Jugend und Gesellschaft, das unter dem Thema „Moderne Opferrhetorik“ stand.

Am meisten faszinierte mich ein Auszug aus dem Buch „Ich sah den Satan vom Himmel fallen“ von Rene Girard, der zuletzt an der Stanford Universität als Professor für französische Sprache, Literatur und Kultur tätig war.
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„Kulturkampf 2.0“

Ich möchte hier nur auf einen Artikel von Dr. Thomas Schirrmacher hinweisen, der den Begriff des „Kulturkampfes 2.0“ geprägt hat. Der Aufsatz ist Bestandsaufnahme, historische Bewertung und Appell.

http://www.medrum.de/?q=content/der-aufziehende-kulturkampf-20

Hinzuzufügen gibt es nicht viel, außer, dass der Kampf gegen das Christentum der einzige wirkliche Kampf gegen die Verfassung ist, den die Gesellschaft wirklich zu befürchten hat – nur dass er so offen ausgetragen wird, dass der Verfassungsschutz sich wohl nicht damit beschäftigen muss. Dieser Punkt wird von Christen soweit ich sehe noch zu wenig betont.
Wer die Ehe zwischen Mann und Frau gegenüber der homosexuellen Beziehung nivellieren will, kämpft gegen das Grundgesetz (vgl. zu diesem Punkt den zeitlich nachfolgenden Beitrag; Anm. MW). Wer den staatlichen Religionsunterricht abschaffen möchte, kämpft gegen das Grundgesetz. Wer den besonderen Schutz der Religionsgemeinschaften abschaffen möchte, kämpft gegen das Grundgesetz, ebenso wie derjenige, der die staatliche Sonntagsruhe abschaffen möchte.
Das Grundgesetz hat nicht nur verschiedene Freiheiten gesichert, sondern auch das Verhältnis von Staat und Kirche und die Institution der Familie geschützt. Leider haben sich insbesondere die Grünen angewöhnt, in jedem politischen Gegner geradezu reflexhaft einen Verfassungsfeind zu sehen, (und wo das nicht geht, muss das Grundgesetz eben geändert werden), und gerade deshalb ist es wichtig, ihnen das Grundgesetz nicht als persönliches Spielzeug zu überlassen. Auf gute bestehende Ordnungen darf man sich als Christ berufen, solange es sie gibt.