Atombombe für den Iran – Kein Wasser für die „amerikanische Rechte“


Wasser auf die Kriegspropaganda-Mühlen“ so titulierte Ralph Sina vom WDR-Hörfunkstudio Washington seinen Kommentar zu einem NYT-Artikel vom 3.10.09, in dem dieses renomiertre Flagschiff der Liberalen resumiert, der Iran könne offenbar eine „funktionierende“ Atombombe bauen.

Sina beginnt: „Die nicht gerade als Kriegstreiberin bekannte „New York Times“ zündete einen nicht ungefährlichen Sprengsatz: Der Iran könne jederzeit die Atombombe bauen. Ausreichendes Wissen und Material seien vorhanden, meldet die Zeitung – und beruft sich auf einen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO).“
Anschließend zitiert er vor den neuen IAEO-Einschätzungen in sich stimmig klingende Aussagen „der amerikanischen Rechten“ um schließlich folgendermassen schwach und inkonsequent zu enden: „Reißerische New-York-Times-Aufmacher, die längst bekannte Fakten mit unbewiesenen Vermutungen kombinieren, leisten nicht nur in Tel Aviv der „Pro-Krieg“-Fraktion Vorschub.“
Hier findet Ihr den kompletten Kommentar:
http://www.tagesschau.de/kommentar/atomruestungiran100.html

Ich wusste nicht richtig, was das jetzt für eine Eigensubstanz sein sollte, die man ja von einem gut bezahlten deutschen in Washingtonm stationierten Journalisten erwarten dürfte und meldete mich auf dem Tagesschau-Server mit folgendem Kommentar zum Kommentar, der offensichtlichmittlerweile schon durch die ARD-Zensur gekommen ist:
http://meta.tagesschau.de/id/28358/wasser-auf-die-kriegspropaganda-muehlen#comment-1350

Sehr geehrter Herr Sina,
verstehe ich Sie richtig, dass der einzige Punkt, der Ihnen im Zusammenhang mit der New-York-Times-Meldung zur iranischen Atombombe Sorgen bereitet, die Tatsache ist, dass die „amerikanische Rechte“ nachträglich Recht behalten und in Ihrem Einfluß gestärkt werden könnte? Wie ideologisch hilflos kann man denn noch argumentieren?
Soweit ich es mitbekommen habe, werden iranische atombestückte Mittelstreckenraketen neben Israel auch deutsches Territorium bedrohen. Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben … Ich habe welche und um die mache ich mir nun sehr große Sorgen und nicht darum, dass bitte bitte Bush und seine Neokonservativen nicht doch noch Recht behalten sollten … sie werden wahrscheinlich noch in einigen anderen Punkten Recht behalten!
Wenn Obama das Raketenschild über Osteuropa aus dem Grund abziehen wollte, dass Iran von der Produktion der Atombombe noch über 10 Jahre entfernt sei … dann müsste er es jetzt konsequenterweise um so stärker forcieren … und bitte schön gerne auch in Deutschland!
In der Hoffnung auf einen mutigen israelischen Präventivschlag verbleibe ich mit freundlichen Grüßen aus Brandenburg

Einen Nachtrag hätte ich mittlerweile für Herrn Kollegen Sina: Möge er doch mal folgenden Kommentar vom liberalen NYT-Chefkommentator Friedman lesen:
http://www.nytimes.com/2009/10/04/opinion/04friedman.html?
Fazit: Wir werden müde im Krieg gegen den Terror … die Bad Boys allerdings werden immer kreativer (inzwischen explodieren beispielsweise die ersten Bomben im Rektum der Jihad-Kämpfer!!). Wir brauchen daher nicht nur mehr Truppen, sondern auch mehr Überzeugung … und das gelte vor allen Dingen für Obama: „If he seems ambivalent, no one there will stand with us and we’ll have no chance. If he seems committed, maybe — maybe — we’ll find enough allies. Remember, the bad guys are totally committed — and they are not tired.

In diesem Sinne … bleibt wach und schreibt Kommentare!
Euer wanderprediger
Atombombe für den Iran – Kein Wasser für die „amerikanische Rechte“

Vom Kampf um einen Begriff

Die Konferenz gegen Rassismus ist gleich am ersten Tag eskaliert und scheint allen Recht gegeben zu haben, die ihr fern blieben. Nun ist die Empörung groß und man hört in vielen Zeitungen das Seufzen „es hätte so schön werden können…“. Dabei haben weder die Befürworter einer Teilnahme noch die Boykottierenden das eigentliche Problem gesehen: wie kann es zu so derben Meinungsverschiedenheiten kommen, wenn alle einer Meinung sind, nämlich in ihrer Verurteilung des Rassismus? Auch Irans Präsident ist angetreten, um gegen Rassismus zu kämpfen, zumindest ist das sein Anspruch. Die Demonstranten machen gegen ihn Stimmung, indem sie „no racism“-Fähnchen hochhalten und alle anderen Parteien rechtfertigen ihre Teilnahme oder Absage mit ihrem ganz persönlichen Kampf gegen Rassismus und Intoleranz.
Der Grund dafür liegt natürlich in der Konturlosigkeit des Begriffs „Rassismus“. Und für den gibt es einen einfachen Grund: Es scheint zwar der gutbürgerliche linke Konsens zu sein, dass wir keine „Moral“ brauchen und schon gar keinen Gott, der diese Moral einmal einklagen wird. Aber in dieser Gebots-Phobie gibt es ein Loch, und das ist das Dritte Reich, von dem ebenfalls alle sagen, dass es so etwas nie wieder geben darf. Wenn man heute also moralisch urteilen möchte, gibt es bekanntlich kein wirkungsvolleres Mittel, als immer eine Verbindung zum Dritten Reich hinzubiegen. Dieses Verfahren kann man als „Sack-Ethik“ bezeichnen: man nimmt einen Sack, schreibt „Rassismus“ oder „Faschismus“ darauf und schlägt auf alles, was sich in diesem Sack befindet. Die Kunst besteht lediglich darin, alles in den Sack zu packen, was einem nicht gefällt. Dieses Spiel hat in Deutschland die politische Linke erfunden und Ahmadinedschad zeigt, wie leicht es zu durchschauen und zu torpedieren ist. Da der Begriff „Rassismus“ immer weiter ausgedehnt wird, nimmt er sich dieses Recht auch selbst heraus. Was sich im Anschluss an seine Rede abspielte, zeugt nicht vom Problembewusstsein um die Verwendung einer Ethik, die nur noch von politischen Launen und stimmungsvollen Begriffen lebt, sondern von dem unbeugsamen Anspruch, dass der Westen sich die Deutungshoheit über mächtige Begriffe keinesfalls aus der Hand nehmen lassen möchte und sie notfalls auch mit Gewalt zu verteidigen bereit ist. Und genau das ist besorgniserregend, weil die Sack-Ethik ein potentes Mittel für Diktaturen ist.
Ja, es ist Heuchelei, vom Kampf gegen Rassismus zu reden, wenn man eigentlich den Kampf gegen die persönlichen Feinde meint. Aber Ahmadinedschad hat diese Heuchelei nur kopiert und karikiert.

Bibel und Koran

Auf mehreren Seiten im Internet vergleichen Muslime Koran und Bibel und kommen natürlich regelmäßig zu dem Ergebnis, dass der Koran großartige Prosa ist und mit der modernsten Naturwissenschaft übereinstimmt, keine Widersprüche enthält und sehr aufgeklärt ist, im Gegensatz zur Bibel, auf die das alles nicht zutreffe.
Zu der Prosa kann man nicht viel sagen, solange man kein Arabisch lesen kann, außer dass von der angeblich großartigen Prosa in den deutschen Übersetzungen des Koran nichts übrig geblieben ist. Aber es ist auf jeden Fall überfällig, das Christen sich zu diesen Vorwürfen äußern.

Als Erstes möchte ich jedem raten, Bibel und Koran selbst zu lesen. Vorausgesetzt natürlich, man möchte auch eine Meinung zu den beiden Religionen haben – oder vielleicht sogar zwei…
Für jeden, der sich für Religion interessiert wäre es wohl zu wenig, dazu nur Tages- und Wochenzeitungen zu lesen. Sowohl den Koran als auch die Bibel gibt es in gut lesbaren deutschen Übersetzungen und beide sind entweder günstig im Buchhandel erhältlich (zum Preis von wenigen Tageszeitungen!) oder stehen sogar kostenlos im Internet: Den Koran gibt es im Projekt Gutenberg, ansonsten gibt es gute meist englischsprachige Seiten dazu bei Wikipedia. Die Bibel kann man in allen gängigen Übersetzungen auf dem bibelserver lesen, der eine gute Suchfunktion enthält. In über hundert Übersetzungen kann man sie hier lesen. Mit Hilfe von Suchmaschinen (von denen es nicht nur google gibt…) findet man leicht diverse Kommentare und Ausarbeitungen.
Aber ich empfehle jedem Anfänger, sich nicht von herrschenden Auslegungen den Blick vorschnell verengen zu lassen und sich die Texte selbst durchzulesen.

Und dann kann jeder auch selbst beurteilen, ob Bibel und Koran wirklich „eigentlich“ das Gleiche lehren und ob man die beiden Bücher wirklich auf einer Ebene ansiedeln kann. Vielleicht wird der Leser dann auch verstehen, weshalb es in manchen muslimischen Ländern bei Todesstrafe verboten ist, Bibeln einzuführen, während ich hier auf einer christlichen Homepage jeden dazu ermuntere, den Koran zu lesen.

Mit einem wichtigen Mythos über den Koran möchte ich aber schon an dieser Stelle aufräumen: es liegt keine Version des Koran vor, die den Anspruch erheben kann, die „Originalfassung“ dessen zu sein, was Mohammed aufgeschrieben hat. Christine Schirrmacher schreibt in ihrem Buch „Der Islam“:
„Auch von muslimischer Seite unbestritten ist die Tatsache, daß bei Muhammads Tod der Koran nicht vollständig als schriftliche Offenbarung vorlag.“ (S.121)
Sie schildert dann ausführlich die verschiedenen Etappen, auf denen dann die Koran-Fragmente nach dem Tode Muhammads „von Zetteln, Steinen, Palmstengeln und den Herzen der Menschen“ zusammengetragen worden sind (nach einem Zitat mehrere muslimischer Berichte). So sind Texte, die eine sehr gute Überlieferungskette bis auf Muhammad für sich beanspruchen konnten, nicht im heutigen Korantext enthalten, andere wurden später wieder entfernt, weil sie zeitlich begrenzt gültig waren (auch das wird von muslimischen Theologen nicht bestritten!). Und in der frühislamischen Literatur finden sich „Tausende von Koranvarianten“, „die sich im heute offiziel gültigen Korantext nicht finden“ (Schirrmacher, S.124).
Muslime erklären diese Abrogationen (Text-Änderungen) teilweise mit dem Koran selbst, der ausdrücklich diese Abrogationen in sich nennt. Denn schon zu Muhammads Zeiten wurden den Menschen seine ständigen Textveränderungen zu viel. Im Koran heißt es deswegen: „Wenn wir einen Vers anstelle eines anderen bringen – und nur Gott weiß am besten, was er offenbart -, sagen sie: Du erfindest ja nur etwas“ (16,101)

„Rotraud Wieland weist auf den darin liegenden Widerspruch hin: Einerseits kann der heilige Text abrogiert werden, andererseits soll er von Ewigkeit existiert haben und heilig, wahr und unfehlbar sein. Diesen Widerspruch hat die muslimische Koranwissenschaft wohl niemals aufzulösen versucht.“ (Schirrmacher, S. 128)

Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, dass der Korantext nur in Konsonanten aufgeschrieben war, der laut Welch Watt „wenig mehr als eine Gedächtnisstütze“ sein konnte. „Demjenigen, der den Text kannte, half sie, ihn genau zu wiederholen. Wer den Text aber nicht kannte, konnte kaum etwas damit anfangen“ (zitiert nach Schirrmacher, S. 135).
Aus den vielen voneinander abweichenden Lesarten wurde im 8. Jahrhundert dadurch beseitigt, dass man diakritische Punkte auf den Konsonanten festlegte und Vokale einfügte. Nach Schirrmacher errreichte diese Lesart aber erst im 10. Jahrhundert stärkere Akeptanz bei den Korangelehrten.
Wenn man zu den wenigen Einzelbeispielen, die muslimische Gelehrte als Abrogationen anerkennen noch diejenigen nimmt, sie man als Erklärung beispielsweise für Ungleichmäßigkeiten im Stil des Korantextes (wie Reimwechsel, ungleichmäßige grammatische Konstruktionen etc…) fast zwingend benötigt, kommt man auf ein ernüchterndes Ergebnis:
„Man kann davon ausgehen, daß nur die wenigsten Suren an einem Stück, wie sie heute der Koran enthält, offenbart worden sind. Vielmehr detuet vieles darauf hin, daß die einzelnen Suren Kompilationen aus mehreren Bruchstücken darstellen, deren ursprünglicher Text von Muhammad oder späteren Koransammlern überarbeitet worden ist. Daß dies Komposition der Suren trotz ihrer Zusammenstellung aus häufig zu verschiedenen Zeiten entstandenen Teilen nicht dem Zufall überlassen blieb, sondern bewußte Kompilation war, ist in neuerer Zeit auch von der westlichen Islamwissenschaft aufgegriffen und vertreten worden“ (Schirrmacher, S. 125. Sie verweist hier auf „Neuwirth. Studien. S.315)

Nun ist das Problem der Kritik der alten Textfragmente natürlich auch im Christentum vorhanden, aber mir ging es an dieser Stelle vor allem darum, den Mythos auszuräumen, „der Koran“, wie er heute vorliegt, sei eine ursprüngliche Textfassung. Dieses Problem ist für Muslime allerdings bedrohlicher als für Christen, weil der Koran nach islamischem Verständnis direkt der Wortlaut Allahs ist, der bei der Niederschrift alles Persönliche Muhammads ausgeklammert hat. Ein Einfluss von Redakteuren ist hier kaum mit dem Verständnis des Koran als Wort Allahs zu vereinbaren. Die Bibel wurde hingegen von Menschen, „getrieben vom Heiligen Geist“, aufgeschrieben, so dass man also einen wirklichen menschlichen Prozess annehmen muss, mit menschlichen Eigenarten wie Rechtschreibfehlern und einer Sprache, die dem jeweiligen sozialen Hintergrund der Schreiber entsprach, die alle nur das Eine verband: die Texte sind lt. 2.Tim 3,16 nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet (entspricht dem Wortlaut des Textes).

Mit dem Vorwurf der Muslime, die Christen und Juden hätten nur eine verfälschte Fassung von Gottes Willen in den Händen versuchen sie natürlich, den Koran als, obwohl spätere, so doch ursprüngliche Offenbarung hinzustellen. Und hier gibt es einen großen Unterschied, obwohl auch Christen behaupten, an älteren Offenbarungen, nämlich das Alte Testament, anzuknüpfen: während man im Islam blind daran glauben muss, dass diese Offenbarung ursprünglich ist und direkt von Allah kommt, kann jeder die akribischen Anbindungen der Christen an das Alte Testament überprüfen und in jeder Bibel direkt nachlesen, ob es sich dort wirklich so verhält, wie die Christen behaupten.
Auch dies ist ein Grund, weshalb ich jedem, der sich für Religion im Allgemeinen, das Wesen von „Buchreligionen“ oder Islam oder Christentum im Besonderen interessiert, empfehle, selbst mit dem Lesen anzufangen.

McCain oder Obama? Wen werden die Deutschen wählen?

Ganz so weit ist es sicher noch nicht, aber es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass langsam aber sicher auch Wahlkämpfe global werden. Das hat zum Einen ganz naheliegende Gründe: die im Ausland lebenden Bürger müssen überzeugt werden und die außenpolitische Reputation des Staatsoberhauptes hängt (leider) mit dem Ruf des ganzen Landes in der Welt zusammen.
Das alles erklärt aber noch nicht, weshalb sich auch das Ausland so engagiert am Wahlkampf beteiligt, und dass es das tatsächlich tut, konnte man spätestens seit der Diskussion in Deutschland über die geplante Rede Obamas vor dem Brandenburger Tor erkennen. Die Argumente, die für und gegen diesen Ort ins Feld geführt wurden, waren an sich alle unverdächtig. Interessant war aber, dass vor allem linke Politiker für und konservative Politiker gegen dieses Setting plädierten. Und das riecht schon sehr nach deutschem Wahlkampf. Die Medien waren hier noch weniger zurückhaltend und haben schon längst Ms. Clinton zur Lieblingskandidatin gekürt. Aber jetzt kämpfen sie treu und tapfer für Obama. Die Berliner – also nicht nur die in Berlin lebenden Amerikaner – freuen sich auf die Rede Obamas und würden ihn mit klarer Mehrheit wählen: 70% der Stimmen bekäme Obama – wenn jemand die Deutschen fragen würde (lt. einem Bericht der FTD).
Und wenn man sich das Gekeife über George W. Bush anhörte, mochte man kaum glauben, dass es hierbei um das Staatsoberhauptes eines anderen Landes ging.

Die Frage ist nur: was soll das eigentlich? Wieso setzen sich Deutsche so für oder gegen einen amerikanischen Präsidenten ein?
„McCain oder Obama? Wen werden die Deutschen wählen?“ weiterlesen

Artikel des Monats April 2008

AUF-Partei
[auf-partei.de] Gründung des Landesverbandes Berlin
Bücher
[crosswalk.com] Amy E. Black: Beyond Left and Right
Die Linke
[achgut] Henryk M. Broder: Autoritäre Opportunisten von links
Eva Hermann
[pro] Eva Herman bei „Spring“: Über Karriere und Familie
Evangelikale
[merkur.de] Evangelische Allianz – Tragbalken des Protestantismus
Familie
[pro] In „Cicero“: „Der Staat greift nach der Familie“
Gender Mainstreaming
[idea] Prof. Günter Rohrmoser: Deutschland arbeitet an „biologischer Selbstabschaffung“
[WELT] Gerhard Amendt: Jeder setzt sich selbst die Grenzen
George W. Bush
[WELT] Richard Herzinger: In zentralen Fragen hat sich Bush beim Nato-Gipfel doch durchgesetzt
Homosexualität
[idea] Christliche Therapiezentren: Wir bedrängen Homosexuelle nicht
Irak
[WELT] Richard Herzinger: Amerikaner vom Erfolg ihres Konzepts überrascht
Iran
[anti-anti-americanism.com] International Iran-conference in Berlin
Islamisums
[PI] PI-Interview mit Hans-Olaf Henkel
Italien
[blogkon] Zefirelli über die Kulturhegemonie der Linken
Kreationismus
[WELT] Till-r. Stoldt: Der Allmächtige erobert den Bio-Unterricht
Lobpreis
[crosschannel.de] CrossCharts
Mormonen
[bodenpersonal] Die „polygamistische Sekte“
Neo-Atheismus
[pro] Britischer Philosoph: Was Atheisten im Schilde führen
Prophetien
[idea] Vorsicht bei ausländischen Prophetien über Deutschland
US-Evangelikale
[taz] Marcia Pally: Der Wandel der Evangelikalen
[christiantoday.com] Bill Hybels: The DNA of effective leadership
[christianitytoday.com] Yes, Nominal Evangelicals Exist
US-Wahl
[nyt] Maureen Dowd: Hillary or Nobody
[charismamag.com] Drew Dyck: The Preacher Who Dared to Be President
[commentarymagazine.com] Peter Wehner: The High Cost of Hillary

Friedensnobelpreis für Bush? Eine herrliche Provokation zum Nachdenken …

Liebe Geschwister,
in der Anlage findet Ihr ein brilliantes … natürlich nur rein rhetorisches 😉 Plädoyer von dem Historiker Michael Wolffsohn für die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika … George W. Bush!
Was für eine herrliche Provokation! Die aufgescheuchten Reaktionen aus der Bush-Bashing-Front könnt Ihr hier nachlesen.
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Keiner wird George Bush den Friedensnobelpreis verleihen (wollen). Dennoch hat er sich um die atomare Abrüstung mehr als andere verdient gemacht. Die Fakten: Libyen und nun auch (wirklich?) der Iran haben nach 2003 auf die nukleare Aufrüstung verzichtet. Auch Nordkorea. Mit dessen Steinzeit-Kommunisten hatte sein Vorgänger Clinton 1994 ein Wischiwaschi-Abkommen geschlossen. Erst jetzt wird der bedrohliche Reaktor kontrolliert abgebaut und nuklear abgerüstet. Von den meisten Nachrichtendiensten dieser Welt unbemerkt, hatte Syrien mithilfe Nordkoreas begonnen, atomar zu rüsten. Anfang September dieses Jahres hat Israel – mit Billigung der USA – die entstehende Anlage zerstört. Das (vorläufige?) Ende der nuklearen Weitergabe („Proliferation“) erklären Chronologie und Militärgeografie.Seit 2003, dem Sieg über Saddam, stehen US-Truppen in unmittelbarer geografischer Nähe des Iran, Libyens und Syriens. Ihre und die von ihnen ausgelösten regionalen (und globalen) Probleme sind ebenso bekannt wie unbestreitbar. Doch ihre Präsenz war zugleich ein klares Signal an die nahöstlichen Möchtegern-Atommächte: „Notfalls können wir innerhalb von Nahost gegen Nahost-Nuklearmächte militärisch leichter operieren als außerhalb.“Die militärische Abschreckung war glaubhaft und friedenspolitisch wirksam. Libyen hat verstanden. Und der Iran? Müssen wir bezüglich des Iran so „sicher“ sein wie vor 2003, als neben der CIA alle großen Nachrichtendienste (auch der BND) mit der Existenz von Saddams Massenvernichtungswaffen rechneten? Israels von Bush bewilligter Luftangriff gegen Syrien war atompolitisch folgenschwer und friedenspolitisch segensreich, denn Damaskus ist mehr denn je verhandlungsbereit. Syrien zündelt derzeit im Libanon weniger als zuvor, und es nahm kürzlich an der Friedenskonferenz von Annapolis teil. Assad möchte mit den USA politisch sowie wirtschaftlich ins Geschäft kommen. Das bringt mehr als die Freundschaft mit dem (traditionell eher antiarabischen) Iran.Die Sprache militärischer Abschreckung zur Verhinderung von noch mehr Kriegen hat auch Nordkorea verstanden. Vor dessen Tür stehen US-Truppen seit Jahrzehnten. Dass sie möglicherweise eingesetzt werden könnten, musste das atomar aufrüstende und deshalb Hunger leidende Land mehr als früher befürchten. Auch Nachbar Japan leitete, von Bush angeregt, militärischen Aktivismus ein.Selbst Bush-Kritiker können diese Fakten nicht ignorieren.
Friedensnobelpreis für Bush? Eine herrliche Provokation zum Nachdenken …

Artikel des Monats November 2007

Liebe Leser von theocons.de,
im November keine Zeit zum Lesen gehabt?
Kein Problem … theocons.de hat Euch ein paar wirklich lesenswerte Artikel zusammengestellt
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Christenfeindliches
2007/11/28 [blog:PI] PK-Medien über die “bösen Christen”
Demokratie
2007/11/29 [FTD] Thomas Klau: Gegenwind für die Volksherrschaft
Eva Hermann
2007/11/03 [kath.net/Pur-Magazin] Bernhard Müller: Die Wortpolizisten und Tribunalisten in den Medien gehen gezielt vor
Evangelisation
2007/11/22 [idea] Können Asiaten und Afrikaner Europa evangelisieren?
George W. Bush
2007/11/02 [blog:PI] Bushs Rede über den Anti-Terror-Krieg
Iran
2007/11/15 [FAZ] Interview Norman Podhoretz: Warum wir Iran bombardieren müssen
Islam
2007/11/26 [Pro] Ehemaliger Kirchenrat Hauser: „Islam will herrschen“
Islamismus
2007/11/21 [blog:PI] Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel
2007/11/21 [WELT] Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann: Wir dürfen uns nicht in Scheingemeinsamkeiten verstricken
2007/11/28 [focus] Radikale Türken bereiten Sorge
Israel
2007/11/28 [WELT] Bernard Lewis: Israel muss leben
2007/11/30 [israelnetz] Johannes Gerloff: Wie geht es weiter nach dem „Gipfel der Angst“?
Justitz
2007/11/11 [WELT] Prof. Dr. Udo di Fabio: Westen muss Westen bleiben
Multikulturalismus
2007/11/06 [blog:PI] Zum Stand des multikulturellen Menschenversuchs
Judentum
2007/11/07 [WELT] Leo-Baeck-Preis an Merkel – Wolf Biermann lobt die „promovierte FDJlerin“
Neue Bürgerlichkeit
2007/11/03 [WELT] Tilman Krause: Martin Mosebach bringt es an den Tag – Die „Modernen“ gehen uns auf die Nerven
Nicolas Sarkozy
2007/10/07 [WELT] Staatsbesuch – Sarkozy umgarnt Amerika wie eine Liebhaberin
Protestanten
2007/11/01 [ZEIT] Robert Leicht: Wir glauben an die UN
Schule
2000/11/22 [idea] Für die Schule beten
USA
2007/11/20 [CristianityToday.com] 5 Kinds of Christians
US-Evangelikale
2007/11/02 [pro] Spitzenvertreter der US-Evangelikalen besuchen Berlin
US-Wahlkampf
2007/11/24 [pro/jesus.de] Mike Huckabee: Ein Prediger auf dem Weg ins Weiße Haus

Heuchelei der Friedensbewegung

In meinem Krankenhaus liegen an einigen strategisch wichtigen Punkten die neuesten Verlautbarungen der Ärzte gegen den Atomkrieg aus. Eine der letzten Hefte behandelten den Iran-Konflikt. Da ich die kompromisslos antiamerikanische Haltung dieser Gruppierung im Laufe der Jahre kennenlernen konnte, war ich nun sehr gespannt, wie diese Organisation auf das offensichtliche Streben des Irans nach Atomwaffen vor dem Hintergrund der Vernichtungsdrohungen gegen Israel reagieren würde. Und ich musse sagen, ich bin geschockt … nach einer minnikleinen Passage, die den Iran verhalten kritisierte war der absolute Schwerpunkt des Artikels die Verurteilung eines US-amerikkanischen Atomangriffs auf Iran. Sogar eine Studie über das Ausmass eines solchen Angriffs wurde von dieser Organisation schon veröffentlicht. Unglaublich diese Einseitigkeit. Dass dies kein Einzelfall in der streng antiamerikanisch orientierten Friedensbewegung ist beschreibt Jeff Gedmin in der Tageszeitung Die Welt am 21.07.2006: „Wirklich amüsant ist aber nicht die offensichtliche Doppelmoral, welche die Untätigkeit der Friedensbewegung im Fall des Iran (aber auch des Sudan, Nordkoreas oder Syriens) an den Tag legt, sondern was manche dieser Gruppen zur Zeit von sich geben. Das Netzwerk Friedenskooperative ist besorgt, daß im Iran eine „prowestliche“ Regierung an die Macht kommen könnte. Auf der Website der AG Friedensforschung der Universität Kassel findet sich ein Papier von Professor Meggle von der Universität Leipzig, der schreibt, daß der „Iran blöd wäre“, wenn er keine Bombe bauen würde. Die Deutsche Friedensgesellschaft erklärt, der Iran brauche die Bombe, um sich gegen Amerika und Israel zu verteidigen.“
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf Jesus.de
Heuchelei der Friedensbewegung

Kampf der Kulturen -> Deutschland in Angst …

gerade geht Sabine Christiansen zu Ende … Die Gäste: Friedbert Pflüger (CDU) Hans-Christian Ströbele (GRÜNE), Ralph Giordano (Publizist), Richard Perle (neokonservativer Sicherheitsexperte / USA), Bahman Nirumand (Publizist/Exil-Iraner) Die Themen: Iran/Atombombe/Karikaturenstreit … zu Beginn ein Kampf-der-Kulturen-Intro [-> http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen ]

… man mag ja über das Niveau der SC-Talkrunden meinen was man will, aber sie kristallisieren doch sehr oft das aktuelle Lebensgefühl der politischen Intelligenz in Deutschland wieder. Und da hat sich jetzt in den letzten Tagen interessanterweise einiges geändert. Die Karikaturen-Riots machen den deutschen Gutmenschen, die sich immer für Toleranz und Dialog eingesetzt haben schlagartig klar, dass man sie hasst! Man hasst sie, obwohl sie den Frieden und das Gute wollen, einfach nur weil sie Europäer sind, weil sie zum Westen gehören … und diesmal kann man leider argumentativ nicht wieder reflexartig die Amerikaner und speziell George W. Bush als die in Wirklichkeit Verantwortlichen vorschieben … nein im Gegenteil: Die Bush-Administration kritisierte die blasphemische Darstellung der Karikaturen sogar noch ausdrücklich … Dies ist ein Konflikt Europa vs. Islamische Welt … und man hat Angst!
Also jetzt wirds ernst … wir Europäer stehen Auge in Auge mit den Islamisten … und …. haben Angst, Angst, Angst … wir werden erinnert an die Riots der Pariser Vorstädte. Da sind Jugendliche mit Hass auf den Westen, das sind gar keine Islamisten, sie gehören sogar selber zum Westen … Sex& Drugs& Banlieue-HipHop [-> http://www.frenchrap.de/ ] … Kluge Feuilletonisten der großen deutschsprachigen Zeitungen beruhigen uns mit Beschwichtigungsformen, dass es soetwas in Deutschland niemals geben wird, weil wir hier in Deutschland wieder mal alles richtig gemacht haben … Ich denke, wir werden auch hier noch sehr sehr böse Überaschungen erleben.
Gerade gibt der Zeit-Chefredakteur im „Kulturweltspiegel“ zu bedenken, dass „wir“ offensichtlich den Kampf der Kulturen bisher immer „verleugnet haben“ … Vor den Bildern von fanatisierten Moslems, die in Beirut christliche Kirchen, dänische Flaggen (auf rotem Untergrud bezeichnenderweise ein weisses Kreuz!) und Autos von Christen in Brand stecken … Aus dem Off die besorgte Stimme eines Kulurweltspiegel-Redakteurs „DER WESTEN steht unter Druck….“ „… schon deshalb sollte DER WESTEN keine Selbstzensur üben und seine Ideale verteidigen!“ … Aus dessen Mund man ansonsten nur extremst überzogene US-Kritik hört … man spürt die neue Angst … und die USA erscheinen den Europäern vor diesem Hintergrund zunehmend in einem anderen Licht.
Man konnte es bei Sabine Christiansen förmlich spüren, mit welchem Respekt und Hochachtung Richard Perle, ein Vordenker der amerikanischen Neokonservativen und Rumsfield-Beratger behandelt wurde. Es fielen Sätze, die ich im deutschen Fernsehn lange nicht mehr gehört hatte: „Wo wären wir hier in Berlin denn ohne den Einsatz der USA für die Freiheit“ … Ströbele: „Bush hat den Iran doch als einen Schurkenstaat bezeichnet“ … Giordano: „Ja was ist denn da so falsch daran?“ … Insgesamt war mein Eindruck, dass sich die antiamerikanische Multi-Kulti-Linke (Ströbele/Nirumand) extremst ins Abseits manövriert hat. Das Volk applaudierte ihnen, als es noch nicht um die eigene Haut ging, aber jetzt spürt man richtig, wie die Luft brennt und da wirken diese Antiamerikanismen seltsam überholt.
Es geht hier um soetwas wie gefühlte Bedrohung: Und wahrscheinlich wird man die Amerikaner in unseren Breiten irgendwann wieder sehr gut verstehen …
Es könnte sein, dass die Situation in Europa und speziell in Deutschland noch viel gefährlicher wird, denn wir haben hier ein sehr bedrohliches demographisches Problem … wir haben hier einen wachsenden Anteil von jungen Muslimen, der sich absolut nicht integrieren lassen will in die deutsche Gesellschaft und in den Schlüsselstellen der deutschen Institutionen arrivierte Alt-68er, die bei Themen wie „Leitkultur“ eine extreme Gänsehaut und schwer unterdrückbare Übelkeit bekommen. … Unsere Angst ist also berechtigt …
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

http://www.netzeitung.de/ausland/380711.html

Kampf der Kulturen -> Deutschland in Angst …

Iran: Nach dem Siegelbruch beginnt die Uhr zu ticken …

… meint der Journalist Clemens Wergin seinem Kommentar „Nur die Mullahs haben Zeit“ im Tagesspiegel vom 11.01.2006 und ich kann mich seiner Meinung nur anschliessen.

Deshalb muss jetzt der Druck möglichst rasch erhöht werden. Anfang März könnte die IAEO den Fall an den UN-Sicherheitsrat überweisen. Der müsste dann Sanktionen beschließen, die Iran wirtschaftlich weh tun und das Land politisch isolieren.

Meine Meinung: Wenn die Welt nicht handelt, wird Israel handeln müssen!
Doch jeder, der mehr politischen und wirtschaftlichen Druck auf Teheran verhindert, muss wissen, dass er damit Militärschläge gegen Irans Atomanlagen wahrscheinlicher macht. Denn angesichts der momentanen Irrationalität der iranischen Führung wird kein israelischer Premierminister sein Volk der Gefahr eines atomaren Holocaust aussetzen wollen.

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Iran: Nach dem Siegelbruch beginnt die Uhr zu ticken …