Was machen Kinder eigentlich im Kindergarten?

Der folgende Bericht entstand, nachdem ich einen Tag lang in einem Kindergarten hospitieren konnte.

Im Kindergarten gibt es in der Regel eine Phase, in der die Eltern ihre Kinder bringen und eine Phase, in der keine Eltern mehr kommen sollten. Die erste Phase ist dadurch bestimmt, dass Erzieher hoch pädagogisch direkt neben den Kindern sitzen und mit ihnen malen oder vorlesen. Die zweite Phase ist dann etwas entspannter, dann kann man sich mal zusammen setzen und etwas plaudern oder ein paar Sachen am Computer erledigen.

Zwischen den typischen Kindergartenkindern laufen teilweise auch kleine Kinder wie Henri (Name ist erfunden) herum. Er ist knapp 2 und wirkt etwas verloren. Um mit anderen Kindern zu spielen, ist er noch zu klein, Spielzeug, mit dem Kinder sich auch längere Zeit mal alleine beschäftigen können, ist zu kompliziert. Henri wirkt etwas rastlos und weint viel. Als eine Erzieherin die andere anspricht, dass jemand in ihrer Gruppe weint, sagt die abwehrend „Ja, das kommt vor, das legt sich gleich wieder“.

Wer den Kindern beim Spielen zu sieht, staunt zunächst darüber, wie viel Aggressivität diese Spiele enthalten. Dass sie sich regelmäßig auf alle erdenliche Weise töten wollen, scheint normal zu sein. Die Mittel sind vielfältig: totzaubern, erschießen, erschlagen etc.. Erzieher springen in der Regel nur dann ein, wenn kleine Jungs allzu offensichtlich einen Gegenstand als Pistole hoch halten. „Hey, hey, hey, gib das sooooofort her! Das wollen wir hier nicht sehen!!!“

Wenige Minuten später kippt die Stimmung und es kommt zu einer Rangelei – ca. 70cm neben zwei Erzieherinnen, die in ein Gespräch über Kollegen und die Personalpolitik vertieft sind – aber niemand greift ein. Dabei fällt ein Junge, prellt sich die Hüfte und beginnt zu weinen. Erst jetzt bemerkt eine Erzieherin, was los ist und sagt scharf „Aufstehen! Nix passiert!“

Er erklärt ihr unter Tränen, was tatsächlich passiert ist und der Übeltäter wird kurz darüber belehrt, dass man nicht schubsen darf.

Im Stuhlkreis singen die Kinder jetzt ein Lied. Offenbar liebt die Erzieherin fröhliche Lieder und stellt den Kassettenrecorder ganz laut. Für Henri offenbar schon zu laut, denn er weint wieder. Aber eine echte Frohnatur lässt sich von Kindern ja nicht die gute Laune verderben, deswegen wird das Lied bis zum bitteren Ende gesungen. Das nächste Lied ist dann leiser und heißt „Nackidei“ (von Rolf)

„Der Eber sagt zu seiner Frau, hör zu du kleine süße Sau, wir machen heut‘ ’ne Schweinerei, und gehen‘ mal wieder Nackidei. usw“

Die Kinder grölen das Lied aus vollem Hals mit („Nackidei, Nackidei, keiner findet was dabei…“), sie haben es offenbar schon oft gesungen.

Im Gespräch mit den Kindern erfahre ich, dass manche von Ihnen nach dem Kindergarten direkt von der Tagesmutter abgeholt werden und erst am Abend ihre Eltern sehen. Was sie aus dem Urlaub erzählen spricht dafür, dass sie ihre Urlaube in sog. „Familien-Hotels“ verbringen, in denen Kinder den ganzen Tag von Erziehern beschäftigt werden, damit die Eltern endlich mal Zeit für sich haben.

Das Spiele-Angebot im Kindergarten ist natürlich nicht so groß wie das Angebot im eigenen Kinderzimmer – und es ist auch nicht an den Interessen der einzelnen Kinder ausgerichtet. Wohl aber am Interesse der Angestellten, denn die meisten Spielsachen haben den Vorteil, dass sie sich leicht zusammen räumen lassen. An Playmobil oder größere Lego-Landschaften ist da natürlich nicht zu denken. Vorrangig wird mit Buntstiften gemalt – und immer wieder Buntstifte, Prickelbretter – und ein paar Brettspiele.

Was aber sogar Henri an diesem Tag gelernt hat, ist dies: es gibt niemanden, der sich für dich interessiert, solange er kein Geld dafür bekommt.

Jan Fleischhauer: Ein konservativer Michael Moore für Deutschland!

Jan Fleischhauer … Einer der coolen neuen konservativen Helden und Autor des Buches „Unter Linken“ hat – wie ich am Sonntag in der WELT am SONNTAG las sein wirklich brilliant polemisches Buch „Unter Linken“ in Michael-Moore-Art verfilmt … passt alles sehr gut in den konservativen Aufbruch den wir zur Zeit erleben.

Mein Motto: coolness is conservativ, isn´t it?

Unter Migranten

Unter Linken bei Sat 1

Unter Linken bei N24

Unter Linken bei Maischberger
Jan Fleischhauer: Ein konservativer Michael Moore für Deutschland!

Die Entstehung des modernen Opfer-Begriffes

Wer heute ein Opfer ist, möchte das auch bleiben. Niemand gibt freiwillig den Status des Opfers auf. Opfersein, bedeutet „Macht haben“. Wer kein Opfer ist, versinkt in die politische Bedeutungslosigkeit.
Wir haben uns an diese Tatsachen gewöhnt, aber wenn wir uns darüber Gedanken machen, werden sie fragwürdig. Und die erste Frage, die sich dabei stellt ist: wie konnte sich dieser auf den ersten Blick bizarre Opferbegriff entwickeln?

Die Anregung zu dem Thema erhielt ich durch ein „Bulletin“ des Institutes für Jugend und Gesellschaft, das unter dem Thema „Moderne Opferrhetorik“ stand.

Am meisten faszinierte mich ein Auszug aus dem Buch „Ich sah den Satan vom Himmel fallen“ von Rene Girard, der zuletzt an der Stanford Universität als Professor für französische Sprache, Literatur und Kultur tätig war.
„Die Entstehung des modernen Opfer-Begriffes“ weiterlesen

Türkischstämmige Frauenrechtlerin und deutscher Evangelikaler einig: GRÜNE unwählbar!

Interessanterweise gibt es zwischen der türkischstämmigen Frauenrechtlerin Seyran Ates und mir, einen wertkonservativen bibeltreuen Evangelikalen eine biographische Gemeinsamkeit:
Wir haben beide früher GRÜN gewählt und warnen heute eindringlich andere Menschen davor dies ebenfalls zu tun.
In der heutigen Ausgabe meiner GRUEN-LIBERALEN (und im übrigen ehemals konservativen) Tageszeitung DIE WELT erklärt Seyran Ates, warum sie die GRÜNEN aus großer Enttäuschung heraus seit vielen Jahren nicht mehr wählt
Bei den Grünen begegnet man den meisten Kopftuchträgerinnen und VerteidigerInnen des Kopftuchs, den meisten Kulturrelativisten und Multikulturalisten. Den meisten Grünen ist sehr schwer zu erklären, warum ein eigener Straftatbestand Zwangsheirat so wichtig ist, und dass Ehegattennachzug für Frauen ohne Deutschkenntnisse selten einen Segen darstellt. Bei der doppelten Staatsbürgerschaft sind die Grünen schon mal eingeknickt, und von Parallelgesellschaften will ein Grüner selten was hören. Eine kritische Diskussion über Moscheebauten kann den einen oder anderen Grünen sehr aggressiv machen.
All diese Punkte sind in der Tat bei den GRÜNEN mehr oder weniger scharf zu kritisieren. Vor allen Dingen aber in Kombination mit dieser bessermenschlichen Verlogenheit und dem Drang vor offensichtlichen Problemen die Augen zu verschließen oder gar mit der Faschismuskeule zu antworten … kommt es immer öfter zu dem Ergebnis, dass sich in Mitten unserer Gesellschaft das Gegenteil von den propagierten GRÜNEN Zielen (Frauenrechte, Selbstbestimmung, friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen) entwickelt.

Mein Ansatzpunkt ist natürlich nicht uuunbedingt ein feministischer …
Einst selbst Parteimitglied bei den GRÜNEN (Die größten Kritiker der Elche waren früher …), habe ich mich im Rahmen meiner Rückbesinnung auf ein christlich-biblisches Menschenbild dieser Partei zunehmend entfremdet. OK das ist alles ein weites Feld. Ich möchte nicht langweilen und es daher kurz machen: Ich werde eine These formulieren, dann schnell die Lupe auf ein mich ausgesprochen irritierendes Detail richten und das ganze dann schließlich mit einem kleinen Clou enden lassen … Was im übrigen eine probate Methode für Blogautoren ist, die größer erscheinen wollen, als es ihre intellektuelle Substanz hergibt…
These: Die strategisch brillianten 68er – in dessen Tradition die GRÜNEN ja unbestritten stehen – haben wesentliche christlich-abendländische Werte-Grundlagen, die Ehe zwischen Mann und Frau sowie die Familie als Kernzelle der Gesellschaft erfolgreich dekonstruiert, die Rückbesinnung auf einen gesunden Patriotismus durch unsägliche Faschismusdefinitionsausweitungsdiskurse blockiert und durch die sexuelle Revolution sowie linksalternative Sozialingenieurstechniken eine Verwahrlosung weiter Teile der Unterschicht zu verantworten.
Lupe: Sie sind ja lobenswerterweise mutige Streiter gegen Präimplantations-Diagnostik und Stammzelltherapie. Das Absurde ist nur: Wird das im Reagenzglas von den GRUENEN Löwenmüttern heftigst gegen die Reproduktionsindustrie verteidigte Embryo in den Uterus einer Frau eingepflanzt, ist es plötzlich zum Abschuß durch Abtreibung freigegeben, sofern sich die Frau dafür entscheidet … Zu diesem absurden Antagonismus gesellt sich nun auch noch die interessante Konstellation, dass deren Heilsbringer und Weltenretter der gute Barak Obama die böse Stammzelltherapie forciert!
Clou: Vielleicht sehnen sich sogar die GRUENEN in einiger Zeit nochmal nach dem guten alten George W. Bush – wie jeder weiss, ein entschiedener Stammzellforschungsgegner – zurück!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Türkischstämmige Frauenrechtlerin und deutscher Evangelikaler einig: GRÜNE unwählbar!

Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken

Auf der „Gegenstimme“ hab ich es schon gepostet. Aber diese Gedanken haben einfach weitestmögliche Verbreitung verdient: Die deutsche Übersetzung des brillanten Vortrages des bekannten US-amerikanischen Comedians und politischen Kommentators Evan Sayet über die Denkweise hinter der Political Correctness, dem aggressiven Atheismus und dem gesellschaftspolitischen Erbe der 68er-Generation… viel Vergnügen!

http://www.youtube.com/watch?v=eaE98w1KZ-c

Ich würde mich selbst als Republikaner des 13. September bezeichnen. Aufgewachsen war ich als liberaler New Yorker Jude, wesentlich liberaler geht`s kaum noch – obwohl es noch im Kleinformat war im Vergleich zu dem, was man heute „liberal“ nennen würde. Ich ging von der High School und wusste über Politik nur eines: Dass die Demokraten gut und die Republikaner böse sind.
„Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken“ weiterlesen

Struktur und Meinung

Die Älteren unter uns können sich vielleicht noch an Eva Herman erinnern. Sie war Journalistin und wurde aus ihrem Berufsstand ausgespuckt, weil sie die politisch falsche Meinung über Autobahnen hatte oder so ähnlich. Aber eigentlich war allen ziemlich klar, dass ihr eigentliches Vergehen ihr Versuch war, in diversen Veröffentlichungen die Rolle der Frau als Mutter zu stärken.
Der nahe liegende Vorwurf, sie sei ja selbst eine Karrierefrau, die sich nicht aufs Muttersein beschränkt habe, kam natürlich prompt und traf voll ins Schwarze. Aber dieser Vorwurf offenbarte eigentlich ein Dilemma mit weitreichenden Folgen: es ist aus strukturellen Gründen unmöglich, eine andere Position als den Feminismus in der Öffentlichkeit zu finden. Alle Frauen, die in Politik und Medien arbeiten, haben sich bereits für ein Modell entschieden, je mächtiger und einflussreicher sie sind, desto stärker kommt dieser Effekt zum Tragen. Auf diese Weise kann sich eine politische Haltung in kürzester Zeit parteiübergreifend durchsetzen, ohne, dass sie jemals diskutiert oder ernsthaft in Frage gestellt wurde.
Das psychologische Konzept, das dabei im Hintergrund arbeitet, ist der bekannte Wunsch des Menschen, kognitive Dissonanzen zu vermeiden. Also im Klartext bedeutet es, dass Menschen versuchen, Widersprüche zwischen Leben und Denken oder Gefühlen und Denken zu vermeiden. Das klingt integer, weil man im ersten Moment an die Fälle denkt, wo sich das Handeln an den Überzeugungen orientiert. Die Vermeidung kognitiver Dissonanzen ist aber in der Regel eine kognitive Vermeidung, d.h. das Denken wird an das Handeln angepasst.
„Struktur und Meinung“ weiterlesen

„Sexueller Totalitarismus“

Unter dem gleichnamigen Titel ist derzeit ein aufschlussreicher Essay der Publizistin Gabriele Kuby auf der Homepage des christlichen Informationsforums „Medrum“ zu lesen.
Auch wenn ich an dieser Stelle vor ihrer Marien-Begeisterung warnen möchte, ist dieser Text in meinen Augen lesenswert.

Der Turmbau zu Babel

Die Geschichte vom Turmbau zu Babel steht in Genesis 11. Sie taucht zwar in fast jeder größeren Kinderbibel auf, wird jenseits des 7. Lebensjahres aber weder von Christen noch von Nicht-Christen viel beachtet . Dabei berichtet die Geschichte von einer hochinteressanten Phase, einer sehr frühen menschlichen Gesellschaft. Die Situation, in der sich die Menschen befanden, war überaus heikel:
Die Gruppe wuchs und begann, unübersichtlich zu werden. Vermutlich bildete sich schon auf einer sehr frühen Stufe so etwas wie Lokalpatriotismus, die Leute aus der Sippe X konnten die aus der Sippe Y nicht leiden, die Bauern hatten Vorbehalte gegenüber den Handwerkern und die Viehhirten gegenüber den Ackerbauern, die Sesshaften gegenüber denen, die eigentlich lieber weiterziehen wollten…
Bis zu diesem Zeitpunkt lebten alle in einer großen und immer größer werdenden Gruppe, aber nun wurde die Frage virulent, wie man den Zusammenhalt der Gemeinschaft sichern können würde. Denn, dass die Notwendigkeit bestand, haben die damaligen Oberhäupter offenbar so gesehen. Und man kann sich leicht vorstellen, welche Sorgen sie mit der Vorstellung eines Auseinanderbrechens der Gemeinschaft verbanden: wenn die Sippen nicht mehr zusammen halten würden, wären sie in kürzester Zeit befeindet. Diese Erfahrung dürften sie zu diesem Zeitpunkt schon gemacht haben. Die Menschen befanden sich außerhalb der Gemeinschaft im rechtsfreien Raum und ahnten wohl instinktiv, dass sie einander zum Wolf werden würden – zumindest außerhalb des Rudels.

Woher kam dieses ängstliche Zusammenglucken? „Der Turmbau zu Babel“ weiterlesen

Ein Kampf gegen das Christentum

Konkret geht es um einen christlichen Kongress für Therapie und Seelsorge, auf dem es (wie beim Christival neben vielen anderen auch) Seminare zur Therapie Homosexueller gibt. Ein Aktionsbündnis mit prominenter politischer Unterstützung hat diesem Kongress den Kampf angesagt. Gleichzeitig stellen die Organisatoren in ihrem Flyer aber folgendes fest:
„Ein Kampf gegen das Christentum“ weiterlesen

Nein zu schwul-lesbischen Zensur-Forderungen für den „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“

Am 20. Mai beginnt in Marburg der „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“. Schwulen- und Lesbenverbände sowie linksorientierte Kreise werfen dem von der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (Frankenberg/Nordhessen) veranstalteten Kongress vor, dass dort Referenten auftreten, „die Homosexuelle zu Heterosexuellen therapieren wollen“ und stellen Verbots- und Zensur-Forderungen für diese Veranstaltung auf. Als Gegenreaktion wurde am 20.04.09 von 370 Persönlichkeiten die „Initiative für Freiheit und Selbstbestimmung“ gestartet. Eine Online-Unterzeichnung der Erklärung ist möglich …

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

„Nein zu schwul-lesbischen Zensur-Forderungen für den „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge““ weiterlesen