Eine Erklärung der Fossilabfolge

Die Abfolge der Fossilien erlaubt mit Einschränkungen einen Blick auf die Entwicklung der Fauna und Flora in einer bestimmten Gegend.
Für Kreationisten sind diese Funde scheinbar schwer zu erklären, weil man (wie es nach der Evolutionstheorie auch zu erwarten wäre) auf den unteren Schichten die eher niederen Lebewesen und auf den höheren Schichten auch zunehmend höher entwickelte Lebewesen findet.

Ich möchte hier eine  kreationistische Erklärung dieses Befundes vorstellen:
Gott gebot den Tieren im Wasser und in der Luft (Gen 1,22) sich zu vermehren und Luftraum und Meer zu füllen. Ein ähnliches Gebot erhalten später auch die Menschen und es galt vermutlich auch für die Landtiere.
Daraus darf man wohl schließen, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die ganzen Tiere in Kleinstpopulationen (auch nur jeweils ein Pärchen?) erschaffen wurden. In den folgenden Jahren verbreiteten sich Tiere und Pflanzen auf der ganzen Erde. Wenn dieses Szenario stimmt, kann man die Schichtenfolge soweit ich sehe, sehr leicht erklären, denn es gibt bei so einer Ausbreitung verschiedene bekannte Gesetzmäßigkeiten:

Ein Lebewesen kann nur dort überleben, wo es Nahrung findet. Das bedeutet, ein Gebiet wird immer zuerst von Pflanzen, dann von Tieren besiedelt, dann von Tieren, die Tiere fressen, und dann erst von Tieren, die auch große Tiere fressen. Die Schichtenfolge ist zunächst einfach eine Abfolge der Nahrungskette.

Ein zweites Gesetz lautet, dass niedere Tiere (am unteren Ende der Nahrungskette) tendenziell eine schnellere Vermehrungsrate haben als höhere Tiere. Dies liegt wohl vor allem an der oft höheren Geburtenfolge und den zahlreicheren Nachkommen. Das führt in der konventionellen Landwirtschaft auch zu dem Problem, dass nach dem Versprühen von Insektiziden, sich zuerst die niederen Tiere und erst mit deutlicher Verzögerung ihre Fressfeinde wieder erholen. Zum Anderen mag es an dem größeren Nahrungsangebot für niedere Tiere liegen als für höhere.
Ein dritter Effekt dürfte die Kraft des Wassers sein, dass viele Lebewesen einfach in den großen Meeresströmungen einfach verteilte. Daraus folgt aber nicht nur, dass man tendenziell im Meer die ältesten Lebewesen finden dürfte, sondern auch, dass sich das Leben an Land anhand der Küsten ausgebreitet hat. Hier werden zunächst nur Tiere erfolgreich gewesen sein, die ihre Nahrung auch im Wasser finden – also Amphibien. Erst dann konnten sich auch andere Landtiere niederlassen, die sich von den Amphibien ernährten. usw.

Diese Erklärung ist möglicherweise sogar besser als die Erklärung durch eine Entwicklung. Sie erklärt nämlich einerseits das plötzliche Auftreten einer Tierart, was die Evolutionstheorie vor arge Erklärungsnöte stellt. Zweitens erklärt sie Verteidigungsmechanismen der niederen Tiere gegen Fressfeinde, die man in der jeweiligen Schicht noch gar nicht findet. Z.B. muss man sich doch fragen, weshalb die Trilobiten sich mit einem derart aufwändigen Panzer umgeben, obwohl sie anfänglich die größten Tiere zu sein scheinen. Klar, man kann das mit dem „Monsterwurm“ erklären, der sich wegen seiner fehlenden Hartteile leider nicht nachweisenlässt, man muss es aber nicht.

Ein möglicher Einwand lautet, dass man die sukzessive Ausbreitung der einzelnen Tiergruppen nicht anhand ihres Vorkommens in den Schichten nachvollziehen kann. Aber dieser Einwand lässt sich recht einfach entkräften: wenn wir von einer Räuber-Beute-Beziehung ausgehen, benötigt der Räuber immer eine Menge an Beutetieren, die weit über der eigenen Populations-Stärke liegt. Gehen wir von dem Szenario aus, dass Gott die Menschen und Tiere in einen Garten gesetzt hat, von wo aus sie sich verbreitet haben, dann fanden z.B. räuberische Amphibien praktisch unbegrenzte Ausdehnungsmöglichkeiten. In dieser Situation gab es daher keinen Grund, sich in Herden oder anderen sozialen Verbänden zusammen zu schließen, denn Gruppen sind kostenintensiv und lohnen sich nur in Konkurrenz-Situationen oder Druck durch Predatoren. Die günstigste Strategie bestand daher in einer möglichst dünnen Besiedlung der ganzen Welt. Für einen Predator bedeutete dies aber, dass die optimalen Beutetiere noch nicht in einer ausreichend hohen Konzentration vorlagen. Hat ein Löwe also ein Gnu gefressen, gab es im Umkreis von ein paar hundert Kilometern keine Gnus mehr und er musste sich wohl mit Kleinsäugern begnügen. Irgendwann waren die ökologischen Nischen des Gnus dann besetzt und die Wahrscheinlichkeit für den Löwen auf ein Gnu zu treffen deutlich gestiegen. Dadurch hat sich die Ernährungssituation des Löwen erheblich verbessert, weil Kosten und Nährwert bei Kleinsäugern für ihn sehr ungünstig sind. Die Besiedlung eines bislang unbesiedelten Gebietes wäre also gar nicht als geografische Ausbreitung denkbar sondern als schrittweise Verdichtung der ökologischen Nischen. Auch hier mag die Rückkehr des Wolfes den Prozess veranschaulichen: er traf in Deutschland auf ein Paradies, in dem es keinen anderen Beutegreifer in seiner Größe gibt und hat sich in wenigen Jahren in fast ganze Deutschland ausgebreitet. Ausgebremst wurde er wohl nur durch die teilweise sehr dichte Besiedlung und Jäger. Unter optimalen Umständen hätte der Wolf sich vermutlich in wenigen Jahren in ganz Europa ausbreiten können, also nach geologischen Maßstäben schlagartig. Erst nach und nach kommt es zu der Notwendigkeit, größere Rudel zur Revierverteidigung zu bilden und sich mit kleineren Revieren zu begnügen.

Worum geht es den „neuen Atheisten“ eigentlich?

Wenn man Anhänger auf den Homepages der „erleuchteten“ Atheisten („Brights“) nach den Zielen für deren aufloderndes missionarisches Engagement sucht, wird man auf die Gefahren der Religion, die Verflechtung von Religion und Staat und die mangelnde Akzeptanz der Atheisten in der Gesellschaft hingewiesen.

Aber ganz stimmig ist ihr Vorgehen nicht: wenn sie beispielsweise eine Ausstellung über religiöse Gewalt organisieren, scheint es ihnen ein Anliegen zu sein, Gewalt zu verhindern. Nur, warum gehen sie dann nur auf religiöse Gewalt ein und nicht – beispielsweise – auf atheistische Gewalt in kommunistischen Ländern. Es ist so offensichtlich, dass es schon fast albern ist, darauf hinzuweisen, aber sie sind nicht gegen Religion, weil diese vermeintlich Gewalt fördert, sondern gegen Gewalt, wenn diese religiös motiviert ist!

Damit bleibt aber die Frage: Was wollen sie eigentlich? Was stört sie an der Religion?
Geht es ihnen um Aufklärung? Sind die Erleuchteten aufrichtige Wahrheitssucher und -verbreiter?
Aber auch dann muss man klar fragen, weshalb sie sich nur für Wahrheit interessieren, die sie für geeignete Munition gegen den Gottesglauben verwenden können. Das Anliegen der Aufklärung kann also nur sekundär sein.

Wollen sie Menschen helfen?
Aber wieso bieten sie ihnen dann keine Hilfen an – zu welchem Problem sollten sie auch Hilfen anbieten? Die Erleuchteten sind sich ja vor allem darin einig, dass es keinen Gott und auch sonst keine übernatürlichen Wesen gibt. Das kann man ja sehen wie man will, aber es ist sicher nicht der Stoff, aus dem die großen Therapeuten geboren werden.
Und genau diesen Nicht-Glauben möchten sie nur verbreiten. Sie sind keine Therapeuten und wären wohl auch etwas zu provokant, um glaubwürdig als Helfer aufzutreten.

Das einzige Ziel bleibt also die Abschaffung des Glaubens an sich. Es soll nach Möglichkeit keine gläubigen Menschen geben, oder doch möglichst wenige.
Und wenn es den Erleuchteten nicht um die anderen Menschen geht, stehen sie selbst auf einmal als potentielle Interessenten da: Haben sie selbst möglicherweise etwas davon, wenn andere Menschen nicht an Gott glauben?
Zum Teil geben sie genau das ja zu: Sie wollen mehr „Akzeptanz“. Gut, klingt harmlos. Nur gehen ihre Forderungen weit über bloße „Akzeptanz“ hinaus. Der Religionsunterricht ist bisher eine Veranstaltung der Religionsgemeinschaften, die nur ihren eigenen Anhängern zur Verfügung gestellt wird und vom Schüler ab einem bestimmten Alter abgewählt werden kann.
Dagegen stellen die Atheisten einen religionskritischen Unterricht, der aber für alle Schüler verpflichtend sein soll, also auch für Nicht-Atheisten! Sie fordern also nicht, wie beispielsweise die Muslime, eine weiter Auffächerung des Religionsunterrichtes, der die gleichen Rechte auch Weltanschauungen gewährt (dann aber natürlich auch Nazis und Kommunisten und Scientology!), sondern einen atheistischen Pflichtunterricht, neben dem der herkömmliche Religionsunterricht als zusätzliches Wahlfach angeboten wird.
In der Politik geht es ihnen nicht darum, dass auch Atheisten als Politker gewählt werden dürfen, sondern darum, dass christliche Politker ihre Entscheidungen treffen, als wären sie Atheisten!

Mit einer Sorge um mehr Akzeptanz hat das einigermaßen wenig zu tun.

Dagegen spricht auch hier das Vorgehen gegen den Glauben an Gott. Es gibt kaum Homepages in Deutschland, in denen mehr über Religion, den Katholizismus, die EKD oder den Papst geschrieben wird, als auf den Seiten der Erleuchteten. Sie sind in allererster Linie zum Kampf gegen etwas ausgezogen, nicht zum Werben für etwas.
Man muss daher ganz eindeutig sagen, dass ihr genanntes Ziel von der Anerkennung eine Verkleisterung der Absichten ist: sie wollen Politik und Schule bestimmen.

Das klingt verständlich, ist es aber nicht. Wieso tun sie das, wenn sie niemandem helfen wollen, wenn es ihnen nicht um Wahrheit an sich oder um mehr Wissenschaftlichkeit an sich geht (es gäbe erheblich wirkungsvollere Mittel, die Begeisterung am wissenschaftlichen Denken und Arbeiten zu wecken)?

Wenn sie es nur für sich tun, welchen Nutzen haben sie von der Verbreitung des Atheismus? Sind sie in ihrem Unglauben irgendwo eingeschränkt? Welchen Nutzen haben sie, wenn es insgesamt weniger Glauben an einen Gott gibt?
Am Ende drängt sich die Frage auf: Ist dieser Glaube für sie ein sehr persönlicher Störfaktor? Tun sie es möglicherweise nur, weil sie Angst vor einem Glauben haben, den sie selbst nicht ganz losgeworden sind? Haben sie Angst vor Gott?
Der Apostel Paulus schreibt im Römerbrief über Menschen, die ein klares Bewusstsein für das Gericht besitzen, was sie von Gott erwarten und sich dennoch gegenseitig in ihrem gottlosen Tun bestärken und gefallen (Röm 1,18-32)

Als Christen sollten wir an so einer Stelle erkennen, was für eine mächtige Botschaft das Evangelium ist. Hier wendet Gott sich dem erschrockenen Gottesflüchter zu und bietet ihm das Heil an. Der Teufel kann den Menschen nicht mehr länger in seiner Gewalt halten und muss ihn gezwungenermaßen ziehen lassen wie der Pharao die Israeliten.

Es wäre töricht, wenn man sich als Christ auf ein politisches oder intellektuelles Gefecht beschränken würde und nicht die geistliche Not des Menschen in seiner natürlichen Angst vor Gott wahrnimmt.

Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch!

Schlaglichtartig machte uns DER SPIEGEL mit seinem Titel „Gott ist an allem Schuld! Der Kreuzzug der neuen Atheisten“ Ende Mai klar, dass sich etwas geändert hat in der Lufthoheit über den Seelen Deutschlands. Und nicht nur in Deutschland – weltweit blasen die sogenannten „neuen Atheisten„, oft auch „Brights“ genannt zum Angriff auf alles Religiöse.
Obwohl das Thema „Vormarsch der Gottlosen“ mittlerweile schon in Polylux bei Deutschlands zehnmalklugen Popkultur-Diva Tita von Hardenberg genüßlich zelebriert wurde, scheint es trotzdem wohl mehr als ein Sommer-Hype zu werden.
Die Helden der Bewegung sind Christopher Hitchens, Daniel Dennett, Michel Onfray, Sam Harris. Nicht zu vergessen der neue Atheisten-Papst und Erfinder der Meme Richard Dawkins. In Deutschland spielt die Giordano Bruno Stiftung eine Schlüssel-Rolle, denn hier findet man die Crème de la Crème der deuschen Atheisten.

Man will also nichts weniger, als nun endlich – ohne lange zu fackeln – die Aufklärung vollenden … Auf dass alle Atheisten werden!
Und bist Du nicht willig … hört man da die neuen atheistischen Fundamentalisten schon flüstern.

Diese ganze Welle kommt dabei mit einem ausgesprochen intoleranten, aggressiven Habitus daher. Woher kommt diese Wut? Kann man den Amerikanern bis heute nicht den 11. September 2001 verzeihen, den in dieser Frage wohl entscheidenden Wendepunkt der Geschichte. Ist wieder mal der wiedergeborene G. W. Bush oder sind gar die vorlauten, immer frecher werdenden Kreationisten und intelligenten Designer Schuld? Oder reibt man sich „nur“ an den eifernden Islamisten aus dem Karikaturenstreit und dem entstehenden Großkalifat Eurabia?
Ich denke es gibt eine verworrenes Konglomerat von Ursachen. Ich werte den neuen Atheismus hauptsächlich als eine Art Massen-Verschwörung gegen die in den Feuilletons vielbeschriebene Rückkehr der christlichen Religion. Mit staunenden Augen mußten ansonsten selbstsichere Intellektuelle mit ansehen, wie sich beispielsweise eine immer größer werdende Menge von Jugendlichen wieder vermehrt christlich geprägten konservativen Werten und … was für sie am allerschlimmsten war … dem Papst zuwandte. Die Religion sollte doch absterben … Das Gegenteil war jedoch der Fall. Um so stärker wuchs die Wut und der Hass der Atheisten. Ein großer Teil der Wut, die durch islamistische Eiferer entsteht wird gerne bevorzugt an den Christen abgearbeitet [-> TAZ, was bist Du feige!]
Sehr schön fasst das Markus Reder von der katholischen Tagespost zusammen: „Solche Attacken sind ein sicheres Indiz dafür, dass die Rückkehr der Religion kein Feuilleton-Phänomen ist, sondern Realität. Es geht nicht darum, eine machtvolle Renaissance des Christentums herbeizureden. Doch da ist etwas in Bewegung geraten. Das zeigen gerade diese Angriffe. Wo der Glaube wächst, da wachsen auch Widerstände. Für Christen ist das weder neu noch erschreckend: Nicht der Atheismus ist der Verstehensschlüssel für das 21. Jahrhundert, sondern die Religion.“
Ich persönlich finde einen weiteren Aspekt noch ausgesprochen wichtig. Viele Blogger aus dem christlich-neokonservativen Spektrum verbünden sich auf dem Gebiet der Islamismus-Kritik gerne mit den USA-freundlichen Libertären … und gerade hier gibt es eine riesengroße Schnittmenge zur „neuen Atheismus-Szene“. Mir gefällt das nicht, aber das ist das gute an dem Thema „neuer Atheismus“ … hier kann man die manchmal sehr verschwommenen Standpunkte sehr scharf voneinander getrennt darstellen.
Wir werden auf dieses Thema hier daher in Zukunft einen besonderen Schwerpunkt legen.
… Zumal wir theocons ja mittlerweile selber im Zentrum der atheistischen Angriffe stehen 😉
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch!

Gaza-Siedlungen: Bulldozer reißen Häuser ein

Die Räumung der jüdischen Siedlungen durch israelische Soldaten auf dem Gaza-Streifen geht dem Ende entgegen. Der journalistische Mainstream, in Deutschland in der Regel antiisraelisch eingestellt weigert sich standhaft Scharon für die Räumung etwas freundlicher zu beurteilen als sonst. Die Gaza-Räumung wird als längst überfällig bezeichnet und ungeduldig wird auf weitere Räumungsnotwendigkeiten im Westjordanland hingewiesen …
Ich will heute mal nicht auf die Schwierigkeiten von uns Evangelikalen eingehen mit Nicht-Christen über dem Abzug zu diskutieren, vor dem theologischen Hintergrund, dass Gott dem Jüdischen Volk eben dieses Land geschenkt hat.
Nein, heute soll es um eine Position von in Deutschland lebender Juden zur Räumung der Siedlungen gehen. Wenden wir uns daher hagalil.com, einer jüdischen Publikation zu, die ein eigenes Dossier zum Thema Gaza-Abzug anbietet.
„Gaza-Siedlungen: Bulldozer reißen Häuser ein“ weiterlesen