Si tacuisses, Taciturne…!

Der für Drogen- und Alkoholexzesse, Swinger-Partys, unqualifizierte Aussagen zum US-Wahlkampf und unappetitliche Äußerungen zum Thema Monogamie bekannte Schauspieler Til Schweiger hat in seiner Casting-Show „Mission Hollywood“ kürzlich wieder einmal einen absoluten Tiefpunkt deutscher Fernsehgeschichte markiert.

Kath.net und idea.de berichteten wie folgt über ein Berufsverbot, das über eine junge Frau aus Glaubensgründen verhängt wurde:

Die junge Schauspielerin Friederike Lohrer lehnte ein unmoralisches Angebot ab und schied vorzeitig aus „Mission Hollywood“ aus.

München (www.kath.net / idea) – Weil sie eine Sex-Szene nicht darstellen wollte, ist für eine christliche Schauspielerin der Traum von Hollywood vorerst geplatzt. Nun hofft die 27-jährige Friederike Lohrer (München) auf neue Rollen im TV-Bereich.

Die bekennende Christin war Kandidatin der Anfang August zu Ende gegangenen RTL-Talentsendung „Mission Hollywood“, zu deren Jury der Filmstar Til Schweiger gehört. Die Siegerin gewann eine Rolle in dem Hollywood-Film „Bis(s) zum Abendbrot“.

In der sechsten Folge der Sendung mussten die Kandidatinnen Sex-Szenen aus bekannten Filmen nachstellen. „Ich kann diesen Dreh nicht mit meiner Einstellung vereinbaren“, erklärte Lohrer damals unter Tränen und schied aus.
Zur Auswahl standen je eine Szene aus dem Film „Enthüllung“ mit Demi Moore und Michael Douglas und „Ein unmoralisches Angebot“ mit Demi Moore und Robert Redford. Nachdem die junge Christin nun ohne Job und eine Aussicht auf eine Karriere in Hollywood dasteht, lerne sie gerade, Gott zu vertrauen, sagte sie am 27. August gegenüber idea.

Zwar liefen derzeit Gespräche über mögliche Engagements – in „trockenen Tüchern“ sei aber noch nichts. Die Zeit bei „Mission Hollywood“ hat sich aus Sicht der 27-Jährigen trotz des vorzeitigen Ausscheidens gelohnt: „Ich konnte vielen Leuten von meinem Glauben erzählen“, sagt sie.

Auch auf der Internetseite von RTL bekennt sie: „Der Glaube ist mein Anker, meine Kraftquelle“. Lohrer stammt ursprünglich aus Kassel, wo ihr Vater Diakon beim CVJM ist. Inzwischen wohnt sie mit einer Freundin in einer Wohngemeinschaft in München.

Einem größeren Publikum wurde sie bereits durch die SAT.1-Serie „Lenßen & Partner“ bekannt, in der sie zwei Jahre lang zum festen Ensemble gehörte und dort zunächst eine Sekretärin und dann eine Ermittlerin spielte.“

Es ging also nicht etwa um das Casting zu einem Pornofilm, sondern um eine Nebenrolle in einem Streifen der “Twilight”-Serie, also einem Film, dem vonseiten fortschrittlicher Humanisten ohnehin vorgeworfen wird, er würde politisch unkorrekte und dem faschistischen Kapitalismus der Finanzmonopole dienliche Abstinenzbotschaften verbreiten.

Der Zweck der Übung war also hier offenbar nicht die Erfüllung sachgerechter Anforderungen, sondern Unterwerfung, Demütigung und Gefügigmachung, die Befriedigung voyeuristische Gelüste bzw. einem Menschen den Willen zu brechen und ihm zu signalisieren, dass er seinen Stolz und seine Würde an der Garderobe abzugeben habe.

Im deutschen Rechtssystem gibt es den Begriff der so genannten “Sittenwidrigkeit”. Das beginnt bei unzulässigen Fragen im Vorstellungsgespräch und setzt sich fort bei der so genannten Drittwirkung von Grundrechten auch in von Fremdinteressenswahrungspflicht geprägten privaten Vertragsverhältnissen wie dem Arbeitsrecht, die unter anderem Verstöße gegen Art. 1 GG (Achtung der Menschenwürde) oder die Glaubens- und Religionsfreiheit schützenden Bestimmungen verbietet.

Ein öffentlicher Aufschrei selbst ernannter Sachwalter der Arbeitnehmer? Fehlanzeige! Offenbar hat man sich daran gewöhnt, dass Schauspielerei von Alters her als „unehrenhafter Beruf“ gilt.

Wir haben dazu auch nicht viel mehr zu sagen, außer: Lieber „Planet Hollywood“ als Mission Hollywood! Und – nicht nur Freunde der Musik der 80er-Jahre werden mir zustimmen -: Lieber Til Tuesday als Til Schweiger!

Evan Sayet: Wie moderne Liberale denken

Auf der „Gegenstimme“ hab ich es schon gepostet. Aber diese Gedanken haben einfach weitestmögliche Verbreitung verdient: Die deutsche Übersetzung des brillanten Vortrages des bekannten US-amerikanischen Comedians und politischen Kommentators Evan Sayet über die Denkweise hinter der Political Correctness, dem aggressiven Atheismus und dem gesellschaftspolitischen Erbe der 68er-Generation… viel Vergnügen!

www.youtube.com/watch?v=eaE98w1KZ-c

Ich würde mich selbst als Republikaner des 13. September bezeichnen. Aufgewachsen war ich als liberaler New Yorker Jude, wesentlich liberaler geht`s kaum noch – obwohl es noch im Kleinformat war im Vergleich zu dem, was man heute „liberal“ nennen würde. Ich ging von der High School und wusste über Politik nur eines: Dass die Demokraten gut und die Republikaner böse sind.
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Wie Familie und Kirche die bürgerlichen Freiheiten sichern (sollten)

Familie und Kirche erscheinen vielen als eng. Die Kirche wacht über der Lebensführung ihrer Mitglieder und die Eltern über dem Leben der Kinder. Man könnte also das Gefühl haben, dass beide Institutionen eigentlich nur eine Quelle der Einschränkungen sind, die es abzuschütteln gilt. Tatsächlich sind diese Institutionen die Voraussetzungen dafür, dass der Staat einen Gang runter schalten kann. Wo es kein Verbrechen gibt, braucht man auch kein Gesetz. Erst wenn das Verbrechen auftaucht, spricht man von einer „Gesetzeslücke“. Und selbst wenn es das Gesetz gibt, muss der Staat die Kontrolle nur so weit treiben, wie es das Maß an Gesetzesübertretungen erfordert. Wenn z.B. das Betreten einer Wiese verboten ist – z.B. weil dort ein Nistgebiet einer vom aussterben bedrohten Vogelart ist – und sich alle daran halten, genügt ein einfaches Schild und niemand muss sich darum kümmern. Wenn alle paar Jahre mal ein Chaot das Gebiet betritt, wird sich daran nicht viel ändern. Wahrscheinlich genügt sogar zunächst ein Schild „Bitte nehmen Sie Rücksicht auf brütende Gänse“ o.ä., und erst später ist ein ausdrückliches Verbot nötig. Zunächst kommt man mit Bußgeldern, später wird mit Anzeigen gedroht. Wenn es häufiger vorkommt, dass Spaziergänger das Verbot missachten, wird aber irgendwann jemand nötig, der regelmäßig dort die Grenzen abgeht und gegebenenfalls Bußgelder verhängt. Je nachdem, wie reizvoll das Betreten ist, oder vielleicht, weil es zum politischen Kampfplatz wird, reicht ein einzelner Aufpasser nicht mehr aus, und man fängt an, gewaltige Zäune zu bauen, Überwachungskameras zu installieren, die Strafen zu verschärfen etc… oder das Verbot einfach von der Masse überrennen zu lassen.
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„Sexueller Totalitarismus“

Unter dem gleichnamigen Titel ist derzeit ein aufschlussreicher Essay der Publizistin Gabriele Kuby auf der Homepage des christlichen Informationsforums „Medrum“ zu lesen.
Auch wenn ich an dieser Stelle vor ihrer Marien-Begeisterung warnen möchte, ist dieser Text in meinen Augen lesenswert.

„…dass ihr die Liebe nicht aufweckt und nicht stört, bis es ihr selbst gefällt.“

Der Streit um das richtige Vorgehen gegen Kinderpornographie dürfte zu einem der bizarrsten werden, die wir vor dem Wahlkampf erleben: so viel Einigkeit und so leidenschaftliche Uneinigkeit sind auf den ersten Blick schwer einzuordnen. Wenn es wirklich um die gleichen Ziele geht, sollten die gemeinsamen Mittel kein großes Problem sein – und über die Mittel ist man sich ja zu 99% ebenfalls einig. Alle wollen die Polizei stärken und die Opfer besser betreuen etc…
Und da der Markt mit der Kinderpornographie nach wie vor boomt, müssen sich ohnehin alle Parteien die gleichen Vorwürfe gefallen lassen, nicht rechtzeitig genug und nicht wirkungsvoll dagegen vorgegangen zu sein. Worum geht es also?
„„…dass ihr die Liebe nicht aufweckt und nicht stört, bis es ihr selbst gefällt.““ weiterlesen

Wer sind die Evangelikalen?

Da die natürlichen Feinde des Christentums derzeit mit allem Charme daran arbeiten, ihre Gegner zu kriminalisieren und aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen, stellen sich Christen nach jahrzehntelangem Kuschelkurs heute ganz offen zu ihrem Glauben und beantworten damit die Frage: Wer sind die Evangelikalen?

Das große theocons-Rätsel: Welcher Text stammt aus einem finsteren Zeitalter?

Text 1:

„Fick, fick, Rap, Rap. Sonny, Sonny, Black, Black. yo. hahaha!Ihr
Flitchen!Flitchen!BmW. Sonny Black! Orgasmus! Orgi! Basssultanhengzt!Hengzt!
D-Bo!Boo!yeah! Bushido!yo. Ihr seit Flitchen! Flitchen!ohh yeah!ohh yeah.yeah!
Kokain! Kokain! yeah!Hahaha. Ohh yeah!yeah!Bushido! Hip-Hop underground Bullshit.
Scheisse vom Bulle. yeah!yo.yeah BmW!yeah!ohh yeah. So macht mans glaub ich…yeah!
Ruf ma yeah! Yeah!Jo!“

(Auszug aus dem „Fick Rap“ von Bushido, Album unbekannt lt. der Homepage „nomorelyrics“)

Text 2:

„Ich meinte, daß mir nimmer
Liebres wurde, als ich da besaß.
Die Blüten fielen immer
von den Bäumen um uns nieder in das Gras.
So fröhlich war ich, daß ich lachte,
als ich traumumsponnen
schwelgte so in Wonnen.
Da ward es Tag, und ich erwachte.“

(Aus „Traumliebe“, von Walther von der Vogelweide, nach einer Übersetzung von Kurt Erich Meurer. Zitiert aus „Deutscher Minnesang“, herausgegeben von Friedrich Neumann bei Reclam)

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