Medien sorgen sich um Falschmeldungen – bei den anderen

Falschmeldungen scheinen gerade viele Journalisten zu beunruhigen. Falschmeldungen in den Social Media. Wohlgemerkt. Hinter dem edlen Ansinnen, für die Wahrheit einzutreten, verbirgt sich ein ganz schlichter Machtkampf zwischen den eingesessenen Presse-Konzernen und den einschlägigen Plattformen, in denen öffentliche Meinung heute gebildet wird. Seit Jahren wird daher der Druck durch die deutsche Wahrheitspresse auf Facebook und Konsorten erhöht, „Falschmeldungen“ sowie „Hass-Reden“ zu löschen.

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Jetzt auch Bill Clinton

Wir haben ja schon vor einiger Zeit vermutet, dass die Hautfarbe einer Person nicht nur vom Gesundheitszustand sondern auch von seiner politischen Position beeinflusst wird. Heute trifft es Bill Clinton, der seiner Frau in den Rücken gefallen ist und – schwupps – orange wird! Wer hätte das gedacht. Außerdem schreit er offenbar nur herum und sieht ähnlich aus wie der deutschen Presse liebstes Monster Donald Trump. Offenbar kann jeder Politiker zum Orange-farbenen Monster mutieren, wenn er politisch ins konservative Lager rutscht.

Die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise

Angela Merkel gehört für den Spiegel im September 2016 zur Rige der „entrückten“ Altkanzler, die den Bezug zur Bevölkerung verloren haben. Die „tagesschau“ lässt keine Gelegenheit aus, um den Begriff vom Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels in ihren Berichten und Kommentaren einfließen zu lassen.

In Wahrheit kann man Angela Merkel nur einen Vorwurf machen: sie wollte alles richtig machen. Und das darf ein Kanzler tatsächlich nicht.

Die ausführlichere Antwort muss bei der Berichterstattung über die Flüchtlinge an der italienischen Grenze ansetzen.

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Worum geht es im Fall Böhmermann?

Zunächst muss man festhalten, dass es kein Fall Böhmermann ist, weil sein Auftritt im Fernsehen mit Sicherheit exakt so mit den allerhöchsten Verantwortlichen des Senders abgestimmt war. Allerdings wird nur Böhmermann juristisch belangt werden, und er war offensichtlich dumm genug, sich von einer Welle der vermeintlichen Kollegialität zu seinen verbalen Auswürfen verleiten zu lassen. Dahinter steckt ein eiskaltes Machtspiel, dem Böhmermann zum Opfer fallen wird. Die Medien testen z.Zt. bewusst die Grenzen der Satire aus, weil das ihre schärfste Waffe ist. Sie haben keine wirklichen Befugnisse aber die Möglichkeit, sich öffentlich abfällig über jeden zu äußern, der ihnen nicht passt. Als Opfer haben sie sicherheitshalber Erdogan gewählt, also keinen Deutschen, so dass sie sich des Beifalls der Bevölkerung sicher sein konnten – und auch der Tatsache, dass deutsches Recht in diesem Fall eher nach Lust und Laune angewendet wird, bzw. schon als quasi abgeschafft betrachtet wird. Wenn dieser Fall aber ohne eine Anklage verläuft, wird unumstößlich feststehen, dass Medien auf absolut jede erdenkliche Weise die Ehre einer Person verletzen dürfen. Im aktuellen Fall trifft es nur Erdogan, aber die Botschaft ist klar: legt euch nicht mit uns an und wagt es nicht zu denen zu gehören, über die unser Urteil fällt. Warum aber gerade jetzt?

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Wie die deutsche Presse auf Kritik reagiert

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: ich befürworte weder Drohungen noch Einschüchterungen oder gar offene Gewalt gegen Journalisten. Aber ich begrüße es, dass heute durch das Internet eine Möglichkeit geschaffen wurde, Journalisten öffentlich zu kritisieren. Journalisten stehen also vor einer für sie ungewohnten Situation – auf die sie ganz offensichtlich überhaupt nicht vorbereitet sind. Man muss die Darstellung z.B. des ARD nicht stark verkürzen, um sie auf die einfache Formel zu bringen: wer Journalisten kritisiert, ist ein Nazi.

Volker Beck versuchte den Umstand für sein persönliches Combeck (Achtung: Wortspiel) zu nutzen, indem er sich im Bundestag für die Journalisten einsetzt. Dieser Einsatz könnte sich als Bärendienst erweisen, denn einer der Kritikpunkte an den Journalisten lautet ja, dass sie bei weitem nicht das Wahlverhalten der Bevölkerung widerspiegeln sondern mehrheitlich grün-rot wählen (auch in den vermeintlich konservativen Medien). Mit seiner kleinen Anfrage im Bundestag hat Beck diesen Vorwurf eindrucksvoll bestätigt.

Die Presse will Freiheit? Soll sie haben.

Sollte sie. Hat sie aber nicht. Und sie fühlt sich offenbar ganz wohl dabei, denn der Druck könnte süßer nicht sein: Werbung und exklusive Journalistenrabatte. Die vielleicht stärkste Macht im Staat, die frei über den Ruf von öffentlichen und privaten Personen verfügen kann, die gesellschaftliche Bewegungen befeuern und ausbremsen kann, für Fehleinschätzung nicht die Konsequenzen tragen muss, lässt sich zu allem Überfluss auch noch hemmungslos durch Werbung und Rabatte bestechen. Eine freie Berichterstattung existiert überhaupt nicht.

Ein zweites Problem ist die künstliche Marktverzerrung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er entstand in einer Zeit, in der die Veröffentlichung teuer und daher abhängig von der Werbung war. Um eine möglichst neutrale Grundversorgung zu gewährleisten, richtete man gebührenfinanzierte Rundfunkanstalten ein. Nun ist es mit der Neutralität nicht mehr weit her, und längst dürfen auch die Öffentlich-rechtlichen Werbezeiten verkaufen. Die Finanzierung über Zwangsabgaben ist aber vor allem durch die flächendeckende Verbreitung des Internets fragwürdig geworden. Durch das Internet kann heute jeder mit wenig Aufwand und Kosten die Öffentlichkeit erreichen. Daraus entsteht zwar nicht zwangsläufig Qualität aber Vielfalt! Und genau die sollte durch die Einrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegenüber den werbefinanzierten Medien ermöglicht werden.

Gäbe es weder Werbung noch Zwangsabgaben, würden die großen Medienkonzerne ihre wirtschaftliche Grundlage verlieren. Gewinner wären die freien Journalisten – davon abgesehen, dass auch sie keine Rabatte mehr erhielten – und damit die Vielfalt. Ich glaube nicht, dass eine weitere Reglementierung der Presse notwendig ist, denn ich bin von dem Wert der freien Presse überzeugt. Eine wirkungsvolle und sinnvolle Begrenzung kann nur in der Vielfalt der Meinungen bestehen.

Wie könnten die dafür notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen aussehen? „Die Presse will Freiheit? Soll sie haben.“ weiterlesen

Wie rechts ist der ARD?

Anlässlich des Berichtes über den Konzern google, in dem 61% der Mitarbeiter „weiß“ seien, habe ich mir mal die Mitarbeiter bei dem ARD angesehen. Um es kurz zu machen: bunt ist das nicht.

 

Eine Liste aller Moderatoren und Sprecher der tagesschau mit Fotos und Namen lässt den Schluss zu, dass der Prozentsatz von 61% „weißer“ Mitarbeiter locker überboten wird.

Nicht anders sieht es bei den tagesthemen aus, im Nachtmagazin, im Bericht aus Berlin, und noch nicht einmal den Bericht über das Wetter vertraut man nicht-weißen Mitarbeitern an.

Unter den 11 Intendanten gibt es, soweit ich das aus Bild und Namen schließen kann, keinen einzigen mit Migrationshingergrund. 2 von 11 sind Frauen, was einem Prozentsatz von weniger als 20% entspricht.

„Wes der Fürst, des der Glaub“

Durch die Atombombe ist der Krieg in den Industrienationen ausgestorben. Allerdings sind die Menschen nicht besser, friedfertiger, vernünftiger oder weniger machthungrig geworden, und daher entstand offenbar der Bedarf nach neuen Formen der Aggression. In der Ukraine steht Europa möglicherweise an dem Übergang zu einer neuen Phase der Politik, denn hier wird mit genau diesen neuen Formen der Aggression experimentiert, und man findet derzeit noch alles: verlogene Absprachen, Straßenkämpfe, schräge Berichterstattung auf allen Seiten, Wirtschaftssanktionen und natürlich die Überlegungen, ob man nicht doch ein bisschen mehr auf den klassischen Krieg mit richtigen Bomben und Kampfjets setzen sollte. „„Wes der Fürst, des der Glaub““ weiterlesen

Eierwerfende Christen?

Die tagesschau berichtet heute über ein Gesetz, das in der Duma praktisch einstimmig beschlossen wurde und die Propaganda von Homosexualität verbietet – auch wenn der Begriff dort ebenso wenig explizit  auftaucht wie im deutschen Antidiskriminierungsgesetz. Vor dem Gebäude soll es Schlägereien zwischen Homosexuellen und „radikalen Christen“ und Anhängern der Orthodoxen Kirche gegeben haben. Das einzige Foto, dass als Beleg dafür dient, ist ein Mann, der mit einem wenn ich richtig sehe evolutionskritischen T-Shirt,  ganz entspannt auf zwei völlig überraschte Demonstrantinnen ein Ei wirft. Daneben stehen ein paar Unbeteiligte, die ebenfalls recht entspannt wirken und das Geschehen entweder gar nicht mitbekommen, sich beim Telefonieren von den Eierspritzern gestört fühlen oder witzig finden. Ein sehr merkwürdiges Bild für eine Straßenschlacht, bei der die Emotionen angeblich hoch kochen. Entweder ist die Berichterstattung nur maßlos übertrieben oder im schlimmsten Fall falsch, vielleicht sogar fingiert. Man muss sich nämlich fragen, wie es möglich war, das zufällig dort ein Journalist mit der Kamera schussbereit vor Ort war, wo ansonsten kein Kampf tobt (sie die umstehenden Leute), dabei aber das Glück hatte, wirklich den Moment des auftreffenden Eies festhalten zu können, so dass man gleichzeitig noch genau einen Übeltäter erwischt, der auch noch ein evolutionskritisches T-Shirt trägt und sich so bewegt, dass man es in der Kamera sehen kann. Wer möchte, kann mal versuchen, so einen Moment fest zu halten. In der Regel benötigt man sogar unter Idealbedingungen mehrere Versuche. Und was macht seine linke Hand? Offenbar hat seine rechte das nicht mitbekommen, aber für den Zuschauer sieht es so aus, als drückt er dort auf etwas mit dem Daumen. Die Aufnahme ist möglicherweise mit einem Selbstauslöser gemacht, was erklärt, weshalb er den Zeitpunkt so unglaublich gut festhalten konnte. Selbst wenn es kein Selbstauslöser gewesen sein soll (sondern was?), muss er ein Interesse daran gehabt haben, als eierwerfender Christ in die Presse zu kommen. Denn der Aufnahmewinkel zeigt, dass der Fotograf maximal 1m vom Geschehen entfernt gewesen sein konnte. Der Fotograf kann daher unmöglich unbemerkt an das Geschehen heran gekommen sein, und das bedeutet umgekehrt, dass der unvermummte Eierwerfer 100%ig an exakt dieser Aufnahme interessiert war. Natürlich gibt es bei mehreren hundert Millionen Christen weltweit auch Spinner, aber über diesen Mann kann man bestenfalls sagen, dass er wie ein Christ aussehen sollte.

Ich weiß aus Berichten von Abtreibungsgegnern, dass dort teilweise bewusst Abtreibungsbefürworte (wie sich in Gesprächen vorher heraus stellte) mitgehen, die dann Steine gegen die Gegner der Demonstration werfen und versuchen, einen Streit vom Zaun zu brechen, um die Demonstration zu sabotieren. So etwas ist im Nachhinein kaum noch nachzuweisen.

Weshalb diese Berichterstattung gerade heute in der tagesschau erscheint hat zwei Gründe: erstens gab es gestern einen Bericht über gewalttätige Muslime, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es eine Konzern-interne Policy gibt, nach im Gegenzug auch etwas über gewalttätige Christen berichtet werden muss. Und wenn es nichts besseres gibt, nimmt man auch noch die plumpeste Fälschung. Zweitens ist die tagesschau bemüht, die Gleichstellung von homosexuellen Paaren zu unterstützen und erreicht mit der Kombination aus diesem Bericht und dem Bericht über das neue Gesetz für Homosexuelle Paare, dass jeder, der gegen die völlige Gleichstellung ist, sich auf der Seite unappetitlicher Eierwerfer wiederfindet und allein durch seine Meinung fast zum Gewalttäter wird.

Davon abgesehen fragt man sich natürlich, weshalb der tagesschau die christenfeindlichen Proteste in Deutschland keine Erwähnung wert waren, auch wenn dort öffentlich Bibeln verbrannt wurden und die Polizei Christen den Rat geben musste, sich sicherheitshalber nicht öffentlich als Christen zu erkennen zu geben…

Bitte regen Sie sich jetzt mal über Folgendes auf…

Das Steuerbetrug von Ulli Hoeneß ist nicht in erster Linie aus moralischen sondern aus politischen Gründen berichtenswert. Vermutlich gab es in den letzten Wochen einige Morde, Raubüberfälle, Kindesmisshandlungen, die zwar alle viel schwerer wiegen als einen Steuerbetrug, selbst wenn es um hohe Beträge geht. Richtig ist es nicht, aber sicher weniger dramatisch als die genannten Kriminalfällen.

Da Hoeneß prominent ist, wäre sicher zu jeder Zeit über seinen Steuerbetrug berichtet worden, aber dass sich das Thema so lange in den Medien hält, hängt vor allem mit dem Programm der SPD zusammen, schärfer gegen Steuerhinterzieher vorzugehen. Und da sie an sonsten nicht viele Themen hat, müssen Medien, die eine rot-grüne Regierung anstreben, über alles berichten, was dieses Thema unterstützt. Und was könnte willkommener sein, als ein Prominenter, der dabei erwischt wurde, fast eine halbe Milliarde Euro versteckt zu haben. Aus diesem Grund ist der Fokus beispielsweise eher bemüht, die Wogen zu glätten und verweist auf das teilweise fragwürdige Vorgehen bei den Ermittlungen (z.B. wurden Telefone abgehört, während Kinderschändern noch nicht mal beim Surfen zugeschaut werden darf). Natürlich ist es jedem selbst überlassen zu beurteilen, wie er den Schweregrad von Steuerhinterziehung einstuft. Die Berichterstattung hat aber mit dieser Frage nichts zu tun.