TOP 20 Theocons 2007: Die meistgelesenen Artikel

Artikel des Monats November 2007

Liebe Leser von theocons.de,
im November keine Zeit zum Lesen gehabt?
Kein Problem … theocons.de hat Euch ein paar wirklich lesenswerte Artikel zusammengestellt
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Christenfeindliches
2007/11/28 [blog:PI] PK-Medien über die “bösen Christen”
Demokratie
2007/11/29 [FTD] Thomas Klau: Gegenwind für die Volksherrschaft
Eva Hermann
2007/11/03 [kath.net/Pur-Magazin] Bernhard Müller: Die Wortpolizisten und Tribunalisten in den Medien gehen gezielt vor
Evangelisation
2007/11/22 [idea] Können Asiaten und Afrikaner Europa evangelisieren?
George W. Bush
2007/11/02 [blog:PI] Bushs Rede über den Anti-Terror-Krieg
Iran
2007/11/15 [FAZ] Interview Norman Podhoretz: Warum wir Iran bombardieren müssen
Islam
2007/11/26 [Pro] Ehemaliger Kirchenrat Hauser: „Islam will herrschen“
Islamismus
2007/11/21 [blog:PI] Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel
2007/11/21 [WELT] Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann: Wir dürfen uns nicht in Scheingemeinsamkeiten verstricken
2007/11/28 [focus] Radikale Türken bereiten Sorge
Israel
2007/11/28 [WELT] Bernard Lewis: Israel muss leben
2007/11/30 [israelnetz] Johannes Gerloff: Wie geht es weiter nach dem „Gipfel der Angst“?
Justitz
2007/11/11 [WELT] Prof. Dr. Udo di Fabio: Westen muss Westen bleiben
Multikulturalismus
2007/11/06 [blog:PI] Zum Stand des multikulturellen Menschenversuchs
Judentum
2007/11/07 [WELT] Leo-Baeck-Preis an Merkel – Wolf Biermann lobt die „promovierte FDJlerin“
Neue Bürgerlichkeit
2007/11/03 [WELT] Tilman Krause: Martin Mosebach bringt es an den Tag – Die „Modernen“ gehen uns auf die Nerven
Nicolas Sarkozy
2007/10/07 [WELT] Staatsbesuch – Sarkozy umgarnt Amerika wie eine Liebhaberin
Protestanten
2007/11/01 [ZEIT] Robert Leicht: Wir glauben an die UN
Schule
2000/11/22 [idea] Für die Schule beten
USA
2007/11/20 [CristianityToday.com] 5 Kinds of Christians
US-Evangelikale
2007/11/02 [pro] Spitzenvertreter der US-Evangelikalen besuchen Berlin
US-Wahlkampf
2007/11/24 [pro/jesus.de] Mike Huckabee: Ein Prediger auf dem Weg ins Weiße Haus

Medienklüngel

Anne Will und Miriam Meckel sind also ein Paar. Für die Presse scheint das interessant zu sein, weil prominente Paare immer interessant sind und wenn es sich um homosexuelle handelt um so mehr. Ich will an dieser Stelle gar nicht darauf eingehen, dass die beiden Frauen gegen Gottes Gebote verstoßen – das werden sie nach dem Tod selbst erleben.

Die Beziehung ist für mich ein Anlass, auf die Verflechtung von Politik und Medien in Deutschland hinzuweisen, denn Frau Meckel war 2001 bis 2002 u.a. Regierungssprecherin von Wolfgang Clement, allerdings ohne SPD-Mitlgied zu werden. Das ist eine Form von Privatleben, die durchaus auch die Öffentlichkeit etwas angeht, und nicht nur wegen des moralisch desaströs schlechten Vorbildes.
Denn diese Beziehung macht die Arbeit Anne Wills unglaubwürdig, so wie auch die Ehe zwischen einem Vorstandsmiglied und dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Arbeit beider diskreditieren würde. Allerdings geht es in dem zuletzt genannten (fiktiven) Fall nur um Geld, aber im Journalismus geht es um Macht und Meinungen. Wie soll man einen Bericht von Frau Will über die CDU in der nächsten Wahlkampfphase ernst nehmen können, wenn sie sich schon vorher öffentlich in so große Nähe zu der SPD begeben hat?

Und dabei ist dieses Beispiel noch nicht einmal das Schlimmste. Gerade die ZEIT hat mittlerweile zwei gescheiterte SPD-Politiker in ihrem Mitarbeiterstab, wobei Naumann sogar Herausgeber ist und zeitweise Chefredakteur war.

Das bekannteste und vermutlich extremste Beispiel von Distanzverletzung zwischen Medien und Politik dürfte die bis heute bestehende Beteiligung der SPD an der Frankfurter Rundschau sein.

„Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste die Frankfurter Rundschau 2003 vom Land Hessen durch eine Landesbürgschaft unterstützt werden. Es wurde ein Investor gesucht. Anfang Mai 2004 übernahm die SPD-eigene Medienholding DDVG 90 % der Anteile am Druck- und Verlagshaus als Herausgeberin der FR. Begleitet wurde dies durch eine heftige öffentliche Diskussion, da die Zeitung nun zu den wichtigsten SPD-Medienbeteiligungen gehört. Führende SPD-Politiker betonten, man wolle eine der wenigen linksliberalen Tageszeitungen Deutschlands erhalten und es werde kein Einfluss auf die Redaktion ausgeübt. Auch nach der Übernahme bezeichnet sich die Frankfurter Rundschau als „Unabhängige Tageszeitung“.“ (Wikipedia)

Während also Lehrerinnen verboten wird, ein Kopftuch zu tragen (unter dem Beifall der Medien) und jeder nervös schluckt, wenn ein Präsident gleichzeitig zu Bibelstunden geht, scheint sich niemand an der Schamlosigkeit des Medienküngels zu stören, der eine der wichtigsten Aufgaben in einer Demokratie lähmt und der Lächerlichkeit preisgibt.

Die Dekadenz der vierten Gewalt

Der Fall Eva Herman zeigt, mit welcher Schamlosigkeit und Härte in Medien bisweilen gegen Abweichler vorgegangen wird. Unter diesen Umständen darf man sich natürlich nicht wundern, wenn es in der Presse keine Unterstützung für Frau Herman gab – wer will schon seinen Job riskieren?

Es ist schade, dass Journalisten, die jederzeit für die Pressefreiheit strammstehen, sich in ihrem eigenen rechtlichen Rahmen wie Diktatoren gebärden. Man kann wohl ohne Risiko behaupten, dass Journalisten in Deutschland vor niemandem so viel Angst haben müssen wie vor Journalisten. Und das Ergebnis ist eine so unglaublich schmale Bandbreite an öffentlichen Positionen, dass eine staatlich kontrollierte Berichterstattung kaum effizienter sein könnte.

Leider ist das nicht der einzige Bereich, in dem Journalisten ihre Freiheit selbst verscherbeln und so ihr wichtiges Amt als vierte Gewalt korrumpieren.
Denn wo sie sich nicht gegenseitig aus Feigheit übereinander herfallen, erliegen sie dem Wunsch nach Geld und Anerkennung: sie berichten über bezahlte Reisen, lassen sich von Autofirmen verwöhnen und sich Journalistenrabatte auf wirklich alles gewähren. In der Politik lieben sie es, mit den Großen und Wichtigen bei den Empfängen zu speisen und für den Hauch, am Luxus der Reichen teilzunehmen und vielleicht von Politikern ein paar Insiderinformationen zu erhalten, wird ihr Ton dünn und schlaff.

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID3433756,00.html

Auf der anderern Seite verlieren selbst seriöse Medien jeden Anstand, wenn es um Gruppen geht, mit denen man weder Ansehen noch Geld gewinnen lässt. Hier scheitern auch Blätter wie der Spiegel an den grundlegendsten Regeln des Anstandes. Der Spiegel hat in einem Leitartikel über die Entstehung des Monotheismus seine Argumentation zu wesentlichen Teilen auf die Aussagen Jan Assmanns gestützt, ihn aber offenbar falsch verstanden. Die Korrektur Assmanns erschien nicht.

http://spiegelkritik.de/category/spiegel/page/3/

Wie sieht die Lösung aus? Brauchen wir eine Kontrolle der Medien? Ich bin überzeugt, dass sich fehlender Anstand nicht durch staatlichen Zwang einfordern lässt. Es sei denn, es handelt sich um Extremfälle wie Korruption: es sollte generell verboten sein (bis hin zum Berufsverbot!), dass Journalisten Geld von Menschen oder Institutionen erhalten, über die sie berichten. Dazu zählt auch die Teilnahme an politischen Feiern (also Finger weg vom Büffet und Interviews am besten nur zu zweit durchführen, um Schmeicheleien und Kumpanei weitestgehend zu vermeiden).

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber eher, die Zeitungen abzubestellen. Wer sich für ein Thema interessiert, erfährt heute alles Wesentliche – sofern es überhaupt etwas Wesentliches darüber zu sagen gibt – im Internet kostenlos. Hier erhält man auch ein Mindestmaß an Vielfalt.

Soll Europa sich doch selbst befreien!

Über den Blog Anti-Anti-Amerikanismus bin ich auf eine ausgezeichnete Doppelfolge einer Fernsehreportage des Christian Broadcasting Network gestoßen, die absolut anschauenswert ist.
Es geht in Teil 1 (Europe’s Anti-American Agenda) und Teil 2 (How European Media Damages America) um den immer stärker werdenden Anti-Amerikanismus in den europäischen Medien. Eine Tendenz, die auch hier auf Theocons.de immer wieder thematisiert wird. Wer die theocons.de-Kategorien Antiamerikanismus und George W. Bush verfolgt kann das hier nachlesen.
Der Moderator der Sendung war meines Wissens nach Pat Robertson, der Vater der Christian Coalition in Amerika. Pat Robertson ist trotz seiner Brillianz hier auf theocons.de auch schon heftig kritisiert worden.
Jedenfalls sagt er in seinem Schlußsatz über die Europäer ungefähr folgendes: „In world war I we rescued them from the Kaisers forces …. in worldwar II we rescued them from the axis powers and the nazis … in the cold war we rescued them from what Josef Stalin and the communist wanted … maybe its time to pull out and let them rescue themselves … and we can say we take our forces out of germany … we take all of our bases out … we don´t no longer have any kind of defensive shield … “ Let them rescue themselves!
Auch wenn das gegen meine ureigene Interessen verstossen würde … diesen Gedanken habe ich auch sehr oft … Europa alleingelassen mit Iran, Russland, Djihadisten und am Horizont Eurabia … Ich kann es schon hören das Heulen und Zähneklappern der feigen Europäer, wenn es ernst wird …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger
Soll Europa sich doch selbst befreien!