Dekonstruktion der Dekonstruktion

Wenn die Altherrenriege der Postmoderne wie Focault oder Derrida eine Lieblingsbeschäftigung hatte, dann war es sicherlich die Dekonstruktion der Axiome des abendländischen Denkens und der Religion: es gibt keine große Erzählung mehr … kurz: es gibt keine Wahrheit mehr. Bei Timothy Keller habe ich kürzlich ein wunderbares Beispiel dafür gehört: Ihr kennt doch die weitverbreitere Relgionsparabel „Gott ist wie ein Elefant und die Religionen verhalten sich wie blinde Elefantenforscher“…
… der eine hält den Schwanz und beschreibt den Elefanten als Schlange, der andere berührt das Bein und sagt ein Elefant ist wie ein Baum, der nächste fasst ihm am Ohr und sagt ein Elefant sei ein riesiger Fächer. Dieses Bild soll zeigen wie die verschiedenen Religionen immer nur ein Teil des Bildes haben und wie arrogant und dogmatisch es sei, zu behaupten die volle Wahrheit über Gott zu haben. ABER: Die einzige Möglichkeit wie diese Parabel irgendeinen Sinn macht, ist daß der Parabelerzähler kurz: die Postmoderne den ganzen Elefanten gesehen hat. Wenn diese also konstatiert alle Religionen sehen nur einen Teil der Wahrheit, nimmt sie für sich in Anspruch eine Sicht auf die Wahrheit zu haben, die kein anderer hat und macht sich damit ironischerweise derselben spirituellen Arroganz schuldig die sie selber uns Christen vorwirft. In anderen Worten zu sagen „alle Wahrheit ist relativ in Abhängigkeit zur Gruppe, der man angehört“ ist selbst ein Wahrheitsstatement, aber besonders tricky, weil es Nebelkerzen verwendet um sich selbst toleranter als den Rest darzustellen. Viele „open minded“-Typen fühlen sich natürlich wesentlich erleuchteter als diejenigen, die weiter an absoluten Wahrheiten festhalten, ohne zu merken, daß sie sich in einem ebenso dogmatischen Glaubenssystem befinden wie alle anderen … vielleicht sogar in einem stärkeren … … wenn du also ein Postmoderner bist, dessen default mode der Relativismus ist, weil du Teil einer community bist, wo man sich auf dieses Glaubenssystem als „common sense“ geeinigt hat rate ich dir folgendes: SEI EIN SKEPTIKER … SCHAU DIR DEINEN EIGENEN POSTMODERNEN GLAUBEN AN … MIT DEM GLEICHEN KRITISCHEN APPARAT MIT DEM DU ANDERER LEUTE GLAUBEN BEURTEILST … https://www.youtube.com/watch?v=aOJImh3QNZ87

Dekonstruktion der Dekonstruktion

Christen im Strudel von Verschwörungstheorien. Ein Beispiel: Pastor Matutis

Zwangsimpung: Paranoia-Bild aus der E-Mail von Pastor Matutis

„Obwohl Gesundheitsexperten vor Panikmache warnen, sehen manche Christen die Schweinegrippe und die damit verbundene Impfung als Zeichen für die Endzeit. So wurde im Internet die Vision eines charismatischen Theologen veröffentlicht. Johannes Matutis, Pastor der freien Nazarethkirche Berlin, warnt davor, sich impfen zu lassen. Ein Video auf der Internetplattform Youtube suggeriert, mit der Impfung bekomme man zugleich auch das im biblischen Buch der Offenbarung angekündigte Malzeichen injiziert, das für den Antichristen stehe.“ Dies meldete idea-spektrum trocken und nüchtern am 18.11.09. Hier kann man die Ketten-Mail von Pastor Matutis nachlesen [ 1,2,3]

Ich bin Allgemeinmediziner und Ältester in einer charismatischen Profilgemeinde der evangelischen Landeskirche und bekam diese „Endzeit-Prophetie“-Ketten-eMail gleich von mehreren verunsicherten Gemeinde-Mitgliedern zur Prüfung weitergeleitet und war gleich nach den ersten Zeilen fassungslos. Um es kurz zu machen: Wir bibelorientierten Christen haben oft ein Problem mit der hohen Kompatibilität von Endzeitbeschreibungen in der Bibel und den Angeboten aus dem New-Age-Supermarkt der Verschwörungstheorien. Am abschreckenden Beispiel von Herrn Pastor Matutis sieht man jedoch ganz dramatisch wohin es führt, wenn sich unsere Geschwister auf den nach unten führenden Strudel von Verschwörungstheorien einlassen und ihr gesamte Denken im Gefängnis eines geschlossenen Verschwörungs-Weltbild landet.
Gott informiert seine Herde über die Endzeit nicht aus den vergifteten Quellen des New-Age-geprägten Verschwörungstheoretikern und schon gar nicht aus antisemitischen Quellen!
Diese Botschaft von Herrn Pastor Matutis kann Menschenleben gefährden … unsere Geschwister sollten unbedingt davor gewarnt werden!
Ich habe Herrn Pastor Matutis per Mail vor den Konsequenzen seines Tun gewarnt (s. Anlage).

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Sehr geehrter Herr Pastor Matutis,

ich bin evangelikaler Christ, der als Hausarzt gegen Schweinegrippe impfen wird. Mir wurde Ihre E-Mail von mehreren besorgten Gemeindemitgliedern zugesendet. Ich habe sie nun endlich gelesen und frage mich fassungslos, wie können Sie Ihre Mitgeschwister nur so in die Irre führen?
Ihre Verschwörungstheorien sind absolut kompatibel mit hochesoterischen Gedankengut, weshalb Sie auch dort veröffentlicht werden. Wollen Sie Beispiele: http://www.xinos.net/kommentare/
„Christen im Strudel von Verschwörungstheorien. Ein Beispiel: Pastor Matutis“ weiterlesen

Dr. theol. Lothar Gassmann: Kommt die Diktatur Europa? Kommt eine Verfolgung bibeltreuer Christen?

Mit der freundlichen Erlaubnis von Dr. Lothar Gassmann persönlich erhaltet Ihr in der Anlage zu diesem Posting eine interessante Rede vom letzten Wochenende zum Thema Europa. Im Rahmen einer Demonstration der Partei Bibeltreuer Christen wurde sie von Dr. Lothar Gassmann vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe gehalten.
Ich möchte diese Rede hier gerne zur Diskussion stellen.
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Die Europäische Union (EU) steht in großer Gefahr, sich zu einer Diktatur zu entwickeln.
Begründung:
1. Nur in den wenigsten Ländern wurde die Bevölkerung befragt, ob sie der EU beitreten will.
2. Alle wesentlichen Entscheidungen in der EU werden zentralisiert.
3. Die Bevölkerung in den einzelnen Ländern und die nationalen Parlamente haben kaum Möglichkeiten, auf die laufende europäische Gesetzgebung Einfluss zu nehmen. Gelegentliche Wahlen und das mit hohen Hürden versehene Petitionsrecht können daran nur wenig ändern.
4. Die EU hat sich in allen entscheidenden Bereichen von Politik, Wirtschaft und Justiz de facto eine Totalermächtigung eingeräumt.
5. Die Bundesrepublik Deutschland büßt ihre Souveränität immer mehr ein, ebenso die anderen der EU angeschlossenen Staaten.
6. Das Recht der einzelnen Staaten (z.B. das deutsche Grundgesetz) wird zunehmend vom „Europarecht“ verdrängt.
7. Das Bundesverfassungsgericht als höchstes deutsches Gericht muss seine entscheidenden Kompetenzen an den Europäischen Gerichtshof abgeben.
8. Die EU erstrebt Aufrüstung und eine Europa-Armee.
9. Die EU-Politik kann – insbesondere durch ihre „Nichtdiskriminierungs“-Klausel – eine Einschränkung der Meinungs- und Predigtfreiheit zur Folge haben.
10. Die Präambel und die Grundwerte-Definition des EU-Verfassungsvertrags stehen in wesentlichen Punkten im Gegensatz zum christlichen Glauben und könnten – besonders im Blick auf die „Nichtdiskriminierungs“-Klausel – eine Christenverfolgung in Europa herbeiführen.

„Dr. theol. Lothar Gassmann: Kommt die Diktatur Europa? Kommt eine Verfolgung bibeltreuer Christen?“ weiterlesen

Vom Kampf um einen Begriff

Die Konferenz gegen Rassismus ist gleich am ersten Tag eskaliert und scheint allen Recht gegeben zu haben, die ihr fern blieben. Nun ist die Empörung groß und man hört in vielen Zeitungen das Seufzen „es hätte so schön werden können…“. Dabei haben weder die Befürworter einer Teilnahme noch die Boykottierenden das eigentliche Problem gesehen: wie kann es zu so derben Meinungsverschiedenheiten kommen, wenn alle einer Meinung sind, nämlich in ihrer Verurteilung des Rassismus? Auch Irans Präsident ist angetreten, um gegen Rassismus zu kämpfen, zumindest ist das sein Anspruch. Die Demonstranten machen gegen ihn Stimmung, indem sie „no racism“-Fähnchen hochhalten und alle anderen Parteien rechtfertigen ihre Teilnahme oder Absage mit ihrem ganz persönlichen Kampf gegen Rassismus und Intoleranz.
Der Grund dafür liegt natürlich in der Konturlosigkeit des Begriffs „Rassismus“. Und für den gibt es einen einfachen Grund: Es scheint zwar der gutbürgerliche linke Konsens zu sein, dass wir keine „Moral“ brauchen und schon gar keinen Gott, der diese Moral einmal einklagen wird. Aber in dieser Gebots-Phobie gibt es ein Loch, und das ist das Dritte Reich, von dem ebenfalls alle sagen, dass es so etwas nie wieder geben darf. Wenn man heute also moralisch urteilen möchte, gibt es bekanntlich kein wirkungsvolleres Mittel, als immer eine Verbindung zum Dritten Reich hinzubiegen. Dieses Verfahren kann man als „Sack-Ethik“ bezeichnen: man nimmt einen Sack, schreibt „Rassismus“ oder „Faschismus“ darauf und schlägt auf alles, was sich in diesem Sack befindet. Die Kunst besteht lediglich darin, alles in den Sack zu packen, was einem nicht gefällt. Dieses Spiel hat in Deutschland die politische Linke erfunden und Ahmadinedschad zeigt, wie leicht es zu durchschauen und zu torpedieren ist. Da der Begriff „Rassismus“ immer weiter ausgedehnt wird, nimmt er sich dieses Recht auch selbst heraus. Was sich im Anschluss an seine Rede abspielte, zeugt nicht vom Problembewusstsein um die Verwendung einer Ethik, die nur noch von politischen Launen und stimmungsvollen Begriffen lebt, sondern von dem unbeugsamen Anspruch, dass der Westen sich die Deutungshoheit über mächtige Begriffe keinesfalls aus der Hand nehmen lassen möchte und sie notfalls auch mit Gewalt zu verteidigen bereit ist. Und genau das ist besorgniserregend, weil die Sack-Ethik ein potentes Mittel für Diktaturen ist.
Ja, es ist Heuchelei, vom Kampf gegen Rassismus zu reden, wenn man eigentlich den Kampf gegen die persönlichen Feinde meint. Aber Ahmadinedschad hat diese Heuchelei nur kopiert und karikiert.

Was können wir über das Leben nach dem Sterben wissen?

Die Antwort ist ganz einfach: Nichts. Und deshalb fallen die Antworten so unterschiedlich aus. Darauf weisen auch Atheisten gerne hin, wobei dieser Umstand keineswegs automatisch für die atheistische Vorstellung von einem Verlöschen des Geistes spricht. Wenn man keine Messdaten hat, kann man nicht einfach von dem Messwert „Null“ ausgehen. Ebenso wenig wie man aus Unwissenheit einfach behaupten kann, dass es kein fremdes Leben im Universum gibt oder keine Natur-Wirkungen, die man noch nicht kennt. Die Vorstellung von keinem Leben nach dem Tod ist also mitnichten naturwissenschaftlicher als jede andere, sondern muss in die Reihe der vielen Jenseitshoffnungen gestellt werden – von denen sie dem Buddhismus und seinem Sehnen nach dem endgültigen Verlöschen, nicht unähnlich ist.

Wieso kann ein Christ trotz der Vielzahl sich widersprechender Jenseitshoffnungen an die Auferstehung der Toten glauben?

Weil uns mit dem Neuen Testament Berichte von verschiedenen Autoren vorliegen, die uns von einem Menschen berichten, der von den Toten auferstanden ist. Und nein, es gibt keine diversen anderen Berichte, und es war auch damals nicht üblich, dass die Menschen alles geglaubt haben und die Literatur voll ist von ähnlichen Berichten. Wer dies behauptet, mag sich gerne mal auf die Suche machen.
Die Berichte sind nicht nur von mehreren Zeugen aufgeschrieben worden, sondern sie brachten ihren Autoren auch keinen Nutzen – wenn man nicht an die Auferstehung der Toten glaubt. Außer Johannes ist kein Jünger eines natürlichen Todes gestorben, sondern alle wurden verfolgt, bedroht, gesteinigt, gefoltert und schließlich getötet. Wozu hätten sie lügen sollen?

Ferner sprechen sie zu Gemeinden, unter denen es noch eine große Anzahl von Augenzeugen der Auferstehung gab. Selbst manche Nicht-Christen, die sich mit den Texten beschäftigen, sprechen verschleiernd von einer „Ostererfahrung“, ohne eine plausible Alternativerklärung für das Phänomen Urkirche anbieten zu können.

Man kann also sagen, dass die Auferstehungszeugnisse des Neuen Testamentes das sicherste Zeugnis über ein Leben nach dem Tod ermöglichen, dass überhaupt vorstellbar ist.

Wer nun nervös wird und schon überlegt, wo der Haken bei der Sache ist, sollte sich fragen, ob er dies wirklich macht, weil er so wissenschaftlich ist, oder weil er einfach jeden Gedanken vermeiden möchte, einmal vor Gott zu stehen. Wer gegen so ein Zeugnis anrennt, hat entweder sehr gute Gründe oder er hat gar keine Gründe. Er kann die Evangelien entweder ignorieren oder wird erst Frieden mit Gott finden, wenn er glaubt, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist.
Erst dann wird der Gedanke an seine Auferstehung nicht von Angst sondern von Hoffnung bestimmt sein.

Einstiegshilfe zum Bibellesen

Die Bibel ist nicht nur das weltweit am meisten verbreitete Buch, sie ist auch mit Abstand das wirkmächtigste. Die Ethik der Bibel hat das Rechtsempfinden fast weltweit beeinflusst und verbreitet diesen Einfluss immer noch. Und selbst in nach-christlichen Religionen und Weltanschauungen hat sie greifbare Spuren hinterlassen – und sei es nur als Karikatur. Sie hat das Denken ihrer Gegner geprägt und dies selbst dort, wo Menschen versuchen, bewusst an vor-christlichen Zeiten anzuknüpfen.
Wem es nicht genügt, sich sein Bild über das Christentum von seiner Lieblingszeitung bestätigen zu lassen, wird also nicht umhin kommen, sich von diesem Buch ein eigenes Bild zu verschaffen.

Nun ist es allerdings nicht ganz leicht, einfach so mit dem Lesen der Bibel anzufangen, denn die Bibel ist eine Sammlung aus vielen und sehr unterschiedlichen Büchern und die Reihenfolge ist nicht unbedingt so, dass es ein fortlaufend ansteigendes Niveau darin gibt. Ich weiß daher von klugen Leuten, die das Lesen abgebrochen haben, weil sie an sehr mühsamen Texten hängengeblieben sind und zu denen, die sie wirklich gut und mit Vergnügen hätten lesen können, nicht gekommen sind.

Ich möchte daher versuchen, hier eine kleine Übersicht zusammen zustellen, die den Einstieg des kursorischen Bibellesens erleichtern soll.

Der erste Abschnitt, den ich empfehlen würde, ist das erste Buch Mose (Genesis) bis zu 2.Mose 24. Der Abschnitt erzählt die Zeit von der Erschaffung der Welt über die Erwählung Abrahams (Anfang der Geschichte Israels) bis hin zum Auszug aus Ägypten und der Bundesschließung am Sinai. Danach kommen viele Regelungen, an der ein Neueinsteiger vermutlich erst mal hängen bleiben würde. In diesem Abschnitt sind viele der bekanntesten Geschichten des Alten Testamentes enthalten (Adam und Eva, Noah, Abraham, Josef, Auszug aus Ägypten…)

Wer sich für die Ethik des Gesetzes interessiert, kann 3.Mose 11-20 lesen. Darin sind auch die Regelungen für reine und unreine Tiere enthalten sowie das Verbot der Homosexualität. Im 4.Mose wird die Zeit der Wüstenwanderung beschrieben, die nicht mehr viele der ganz bekannten Texte enthält. 5.Mose ist vom Abschied von Mose geprägt. Das Gesetz wird noch einmal zusammengefasst und dem Volk Segen und Fluch vorgelegt. Josua wird Moses Nachfolger und führt im Buch „Josua“ das Volk ins verheißene Land.
Die erste Phase der Besiedlung des Landes bis zur Einsetzung des ersten Königs nennt man die Zeit der Richter, von der das Buch „Richter“ erzählt. Die berühmtesten Gestalten dieses Buches sind wohl Gideon (Kap. 6-8) und Simson (13-16).
Das Buch Rut enthält eine wunderschöne Liebesgeschichte mit viel orientalischem Lokalkolorit.

Die Zeit der Könige beginnt mit 1.Sam. 8. Von hier aus kann man ohne große Anstrengung durchlesen bis zum Ende des zweiten Buchs der Könige. Es handelt sich fast durchgehend um Geschichtswerke, die nur streckenweise von Aufzählungen unterbrochen werden (die ich beim ersten Lesen überspringen würde). Hier stehen die Geschichten der ersten drei Könige von Israel: Saul, David (auch die Geschichte von David und Goliath) und seinem Sohn Salomo. Unter Salomos Sohn Rehabeam kommt es zur folgenschweren Reichsteilung und die Geschichte wird abwechselnd vom Nord- und Südreich erzählt. Wenn von „Israel“ die Rede ist, ist immer das Nordreich gemeint. Das Südreich wird „Juda“ genannt. Der wichtigste Prophet des Alten Testamentes war Elia. Er trat zu der dunkelsten Zeit des Nordreichs auf. Das zweit Buch Könige endet mit der Babylonischen Gefangenschaft.
Die Zustände in Israel während des babylonischen Exils werden im Buch „Klagelieder“ beschrieben, eine historisch besondere Literaturgattung, weil das Elend der Besiegten hier aus der Sicht der Besiegten und nicht der Sieger geschildert wird.
In den Büchern Esra und Nehemia wird die Rückkehr eines Überrestes nach Israel geschildert, der Wiederaufbau Jerusalems und des Tempels.
Die Geschichte des Esther-Buches spielt während der Perserherrschaft. Die beteiligten Juden sind offenbar nach der babylonischen Gefangenschaft nicht mehr nach Israel zurückgezogen. Die Geschichte ist sehr schön zu lesen und darüber hinaus sehr bekannt.
Ebenso natürlich das Buch Hiob, das sich daran anschließt. Die Geschichte Hiobs lässt sich allerdings in wenigen Kapiteln zusammenfassen: in 1-3 wird die Ausgangslage geschildert. Danach erscheinen die Freunde Hiobs, die schier endlose Dialoge über das unfassbare Elend und dessen Sinn führen bis dann in Kapitel 38 (!) Gott dem Geschwätz ein Ende macht und Hiob in Kapitel 42 Gottes Größe anerkennt und das Ende der Geschichte erzählt wird.

Das Buch der Psalmen ist eine Liedersammlung. Die bekanntesten sind Psalm 1; 2; 23; und 139.
Das Buch der Sprüche oder Sprichwörter, wie es je nach Übersetzung auch genannt wird, enthält genau das, was man erwartet: mehr oder weniger zusammenhängende Sprichwörter, die auf mich immer einen besonderen Reiz ausüben. Aber ich weiß auch, dass vielen dieser Reiz beim ersten Lesen abgeht, weil man sich an das Lesen von Weisheitsliteratur erst gewöhnen muss. Der gleiche Autor Salomo hat auch das Buch „Prediger“ geschrieben, das den Sinn des Lebens auf den Punkt bringt (verrate ich aber nicht 😉 ).
Das „Hohelied der Liebe“ oder „Lied der Lieder“ enthält Liebesgedichte, die in Israel m.W. bei Hochzeiten gesungen und rezitiert wurden. Es klingt sogar in den meisten Übersetzungen noch wunderschön.

Danach kommen die Propheten, die erfahrungsgemäß für Anfänger sehr mühsam zu lesen sind. Ich würde sie daher nicht für die erste Lektüre empfehlen, auch wenn ich dies mit Bauchschmerzen schreibe. Sie enthalten so viel historische Informationen über die Länder und sagen so viel Zukünftiges voraus (beispielsweise die Abfolge der Großreiche bis zum römischen Reich, das dann von Gottes Reich abgelöst wird), dass man hier viel verpasst.
Herausgreifen möchte ich aber nur Jes. 53, das Lied vom leidenden Gottesknecht, das zu den berühmtesten Ankündigungen des Messias gehört.
Das Buch Daniel enthält neben Prophetien noch einen Teil bekannter und gut lesbarer Geschichten, die in den Kapiteln 1-6 erzählt werden. Danach kommen die „Gesichte“ (Erscheinungen) Daniels.
Der Prophet Jona ist ebenfalls noch einmal ein Prophet, von dem aber eigentlich nur die Geschichte erzählt wird. Sie ist eine der bekanntesten Geschichten aus dem Alten Testament und absolut lesenswert!

Dann würde ich empfehlen, mit dem Neuen Testament weiter zu machen. Das Leben Jesu wird in den vier Evangelien aus unterschiedlicher Perspektive erzählt (gleich die ersten vier Bücher des Neuen Testamentes). Das Markusevangelium ist am Kürzesten und wird daher gerne für den Einstieg verwendet. Theologisch am reflektiertesten ist allerdings das Johannesevangelium, das mit dem berühmten Prolog beginnt „Am Anfang war das Wort“. Hier findet man den eigentlichen Zusammenhang dieses Satzes und kann mal versuchen, ihn zu verstehen.
Die Berpredigt und das Vaterunser stehen in Matthäus 5-7.

In der Apostelgeschichte wird die Geschichte der ersten Christen erzählt, von ihren theologischen Herausforderungen, ihrer Stellung zu den Juden, von dem Verhältnis zwischen Juden-Christen und Heiden-Christen, von ihrer Verfolgung und ihrem Leben in den Gemeinden.
Im Römerbrief erhält man eine sehr gute Zusammenfassung des christlichen Glaubens in komprimierter Form. Der Römerbrief ist nicht ganz leicht zu lesen aber sollte für jemanden, der sich die Ruhe nimmt, auch einen komplizierteren Gedanken zu verfolgen durchaus in seinen Grundzügen verstehbar sein. Wer sich wirklich mit der Frage beschäftigt „Was ist eigentlich das Christentum?“, bekommt tatsächlich mit diesem Buch den besten Zugang.
Die folgenden Briefe behandeln wieder viele Fragen, die in den jungen Gemeinden oft zum ersten Mal aufgetreten sind und viele Ausführungen zu theologischen Fragen. Herausheben möchte ich hier den Hebräerbrief, weil in ihm die Frage beantwortet wird, wieso wir eigentlich von einem „Alten und Neuen Testament“ sprechen. Dieser Brief ist besonders wichtig für das Verhältnis von Juden und Christen.
Das letzte Buch der Bibel ist wieder eines der bekanntesten: die Offenbarung oder Apokalypse. Viele Szenen wurden gemalt oder tauchten womöglich sogar in Filmen auf. Für Christen interessanter ist allerdings das Ende der Geschichte in den letzten Kapiteln mit der Aussicht auf den jüngsten Tag.

Ich habe mich bemüht, diese Auswahl so zu gestalten, dass jeder nach seinen eigenen Interessen seine Bibellektüre gestalten kann und punkgenau an die Stellen kommt, die ihn interessieren. Bei spezielleren Fragen zu bestimmten Themen oder Geschichten bitte einfach die Kommentarfunktion benutzen.

Und jetzt: viel Spaß beim Lesen!

Spiegel erschüttert Christentum

Erfahrene Spiegelleser werden jetzt vielleicht fragen: was schon wieder? Oder sie fragen sich: Wie oft muss man eigentlich etwas erschüttern, bis es endlich stürzt?
Zunächst also die gute Nachricht: solange der Spiegel noch daran arbeitet, das Christentum zu erschüttern, scheint es nicht gänzlich gestürzt zu sein.

Nun aber zu der Erschütterung (jesmainernst:).
Forscher Knohl hat die Schrift auf einem Kalkstein, der ins erste Jahrhundert vor Christus datiert wird, neu interpretiert. Nach seiner Interpretation, die sich leider an der entscheidenden Stelle auf ein unleserliches Wort stützt, wäre dieser Stein ein Beleg dafür, dass schon vor Jesu Geburt eine Auferstehung nach drei Tagen beschrieben wurde.
Nehmen wir einmal für einen Moment an, das entscheidende Wort hieße wirklich „lebe“, wie es die Interpretation Knohls voraussetzt, was würde das bedeuten? Offenbar verfolgt zumindest der Spiegel jetzt folgende Logik: ein autentischer Bericht hat keine gedanklichen Vorlagen. Wenn es gedankliche Vorlagen gibt, ist der Text daher nicht autentisch.
Dieses Muster der Christentumskritik ist verbreitet und ich bin an anderer Stelle schon darauf eingegangen. Die Kritik funktioniert nur bis zu einem gewissen Grad von Oberflächlichkeit, danach werden die Häufungen der Vorlagen in den unterschiedlichsten Kulturen so erdrückend, dass sich das Argument umkehrt und man sich fragen muss: wie kann eine Idee ohne Gottes Wirken zu so einer Verbreitung kommen?
In der Religionswissenschaft allgemein und in der Prophetie im Besonderen zeigt sich nämlich, dass Gott die Menschen mit bruchstückhaftem Wissen über sein Friedensreich ausgestattet hat, dass sich aber erst in Jesus erfüllt hat.
Ich möchte das in dem Zusammenhang mit der alten Steinplatte veranschaulichen:
Der Gedanke einer Auferstehung nach drei Tagen kam nicht nach Jesu Tod auf, sondern auf jeden Fall schon davor. Gerade Christen wissen doch, dass Jesus seine Auferstehung nach drei Tagen schon vorher angekündigt hat – und nicht nur das: er hat sie sogar mit einem alttestamentlichen Vorbild begründet (Mt 12,40)! Dieses Beispiel ist aber nur das augenfälligste von vielen, in denen nach drei Tagen eine Erlösung erwartet wurde:
– in Genesis 40 prophezeit Josef seinen beiden Mitgefangenen, dass der eine nach drei Tagen gehängt, der ander aber wieder in Ehren in seinen alten Beruf eingesetzt wird.
– Mose bat den Pharao, mit dem Volk „drei Tagereisen“ weit in die Wüste zu ziehen, um Gott dort Opfer zu bringen.
– und da der Pharao von Gott verstockt wurde, schickte Gott die 10 Plagen, von denen die Neunte in einer dreitägigen Finsternis bestand.
– (Exodus 15,22) Nach dem Durchzug durchs Schilfmeer reisten die Israeliten drei Tage lang ohne Wasser und wurden erst nach den drei Tagen fündig in Mara.
– Sehr schön ist auch Josua 1,11: „Da befahl Josua den Aufsehern des Volkes: Geht mitten durch das Lager und befehlt dem Volk und sprecht: Versorgt euch mit Wegzehrung, denn in noch drei Tagen werdet ihr über diesen Jordan ziehen, um hineinzugehen, das Land einzunehmen, das der HERR, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen!“
– oder Jos 2,22: „Und sie gingen weg und kamen ins Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die Verfolger zurückgekehrt waren. Die Verfolger aber hatten den ganzen Weg abgesucht und sie nicht gefunden.“
– Saul sucht drei Tage vergeblich nach den verlorenen Eselinnen seines Vaters bevor sie gefunden werden (1.Sam 9)
– in 1.Sam 30 findet Davids Heer einen völlig entkräfteten Ägypter, der drei Tage und drei Nächte nichts gegessen und getrunken hat und von ihnen nun gerettet wurde.
– als Elia den Sohn der Witwe vom Tod auferweckte, streckte er sich dreimal über dem Jungen aus.
– mit einer Konkordanz kann man diese Beispiele noch leicht vermehren…

Die „Idee“ einer Totenauferstehung nach drei Tagen ist wäre also nicht nur naheliegend, sondern nur schwer anders vorstellbar, denn gerade die Zahl 3 scheint im AT die Zahl einer Trauerzeit, einer Dunkelheit oder des Durstes vor der Zeit des Lebens und des Lichtes zu sein. Dass es für die Auferstehung Jesu nach drei Tagen gedankliche Vorlagen gab, muss man also nicht erst mit unleserlichen Wörtern beweisen. Man kann ganz im Gegenteil an der Verwendung dieser Zahl erkennen, dass die Auferstehung Jesu schon in einer bestimmten Form erwartet wurde, d.h, wenn jemand die Auferstehung des Messias erhoffte, dann musste er eigentlich von einer Dauer von drei Tagen ausgehen! Dass die Auferstehung nämlich gerade nach drei Tagen stattfand, kann man nicht als Legende abtun, die dem allgemeinen Wunsch der Menschen nach eine ewigen Leben entspringt. Gerade die Präzision und Verbreitung der Übereinstimmung in der Zahl zeigt, dass Gott sein Volk über seine Pläne nicht völlig im Dunkeln gelassen sondern auf sein Heil vorbereitet hat. Dieser Beweis ist zumindest um einiges klarer als alles, was Herr Knohl bisher über seine Kalkplatte herausgefunden hat.

Man kann aber umgekehrt fragen, woher eigentlich Herr Knohl seine weitergehende Interpretation nimmt, nach Jesus eigentlich nicht für die Vergebung der Sünden sondern die Erlösung Israels gestorben sei. Er stellt diese Auslegung natürlich so dar, als ergebe sie sich aus seiner Neuinterpretation des Stein-Textes. Tatsächlich liegt eine andere Vorlage viel näher und relativiert dadurch die Aussagekraft des Steinplattentextes – wenn ich mal die o.g. Logik der Religionskritik hier anwenden darf – nämlich die alte jüdische Sehnsucht, das Reich Gottes politisch zu verstehen. Knohls Interpretation ist keineswegs neu sondern die Position, mit der Jesus zu Lebzeiten schon zu kämpfen hatte:

„Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.“
(Joh 6,14f)

Wenn Christen für die Rettung der Juden beten

Der Vatikan hat mit seiner Entscheidung, eine alte Karfreitagsfürbitte wiedereinzuführen, für den zu erwartenden Aufruhr gesorgt: „Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.“

Die Reaktionen waren schroff, berechenbar und müssen hier nicht im Einzelnen aufgelistet werden.
Die Homepage der „Tagesschau“ bietet noch eine Erläuterung, in der die Aussage des Papstes in eine lange Reihe von antisemitischen Stereotypen gestellt wird.

Nun versteht man unter „Antisemitismus“ die grundsätzliche Ablehnung der Juden oder des Judentums. Also es wäre kein Antisemitismus, wenn man jemanden wegen seines Verhaltens im Straßenverkehr kritisiert, der zufällig Jude ist, aber durchaus, wenn man jemandem ein Klischee wie „Wucherer“ zuschreibt, nur weil er Jude ist.

Die Frage ist nun: war die Aussage des Papstes antisemitisch? Hat er mit seiner Bitte um Erleuchtung der Juden seine Ablehnung der Juden zum Ausdruck gebracht? Ich kenne natürlich die Gedanken des Papstes und derjenigen nicht, die für diese Entscheidung verantwortlich waren, aber die Bitte ist aus mehreren Gründen schwerlich als antisemitisch einzustufen:

1. Dass Juden nicht an Jesus als den Messias glauben und Christen sehr wohl, ist kein Klischee sondern eine schlichte Tatsache. Auch in Deutschland werden Juden damit leben müssen, ob es ihnen gefällt oder nicht.
2. In dieser Bitte kommt keine Besonderheit – auch keine vermeintliche – der Juden zum Ausdruck, sondern sie könnte so in dieser Form für alle Menschen gelten. Alle Menschen brauchen Jesus, die Juden sind Menschen und daher brauchen Juden Jesus. An dieser Stelle muss man sich allerdings fragen, weshalb der Vatikan dann die Bitte speziell an die Juden adressiert hat. Ich hoffe, dass er dafür gute Gründe hatte (besodere Nähe der Christen zum Judentum?), aber Geschickt war es mit Sicherheit nicht.
3. In der Bitte kommt keine Feindschaft oder Ablehnung zum Ausdruck, sonst müsste man jedem Missionar unterstellen, dass er die Menschen, für die er seine Existenz aufs Spiel setzt, als Feinde betrachtet oder zumindest ablehnt. Und selbst erklärte Gegner von Missionsarbeit werden sich zu so einer Aussage wohl kaum versteigen.
Man kann eher sagen, dass jeder, der für die Juden betet, gerade keine feindseligen Gedanken gegen sie haben kann. Es waren doch nicht die Leute, die glaubten, den Juden etwas Gutes – nämlich das Evangelium von Jesus Christus – geben zu können, welche dann zu Gewalt gegen Juden aufgerufen haben, sondern vielmehr diejenigen, die befürchteten, durch Juden etwas zu verlieren und sie zu einer Bedrohung stilisierten.
4. Und überhaupt müsste man jedem Antisemitismus vorwerfen, der seine eigene Weltanschauung dem Judentum vorzieht. Und wer würde in Deutschland ernsthaft von Antisemitismus reden, wenn ein „bright“ (also unsere erleuchteten Freunde) das Judentum als Religion ablehnt?

Unabhängig davon muss man sich auf fragen, wie erfolgreich die Bemühungen sein können, „Antisemitismus“ zu bekämpfen, denn der Begriff ist historisch geprägt und kann auch nur für historische Vorwürfe verwendet werden. Aber was nützt es einem Juden, wenn der Papst nicht für ihn beten darf, er aber Deutschland als Verbündeten derjenigen erlebt, die Israel das Existenzrecht absprechen, nur weil dieses Verhalten zufällig nicht als „antisemitisch“ eingestuft wird?

Der Vorwurf des Antisemitismus ist in diesem Fall also nicht nur ein Kampf gegen Tatsachen, sondern auch ausgesprochen bigott.

Artikel des Monats November 2007

Liebe Leser von theocons.de,
im November keine Zeit zum Lesen gehabt?
Kein Problem … theocons.de hat Euch ein paar wirklich lesenswerte Artikel zusammengestellt
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Christenfeindliches
2007/11/28 [blog:PI] PK-Medien über die “bösen Christen”
Demokratie
2007/11/29 [FTD] Thomas Klau: Gegenwind für die Volksherrschaft
Eva Hermann
2007/11/03 [kath.net/Pur-Magazin] Bernhard Müller: Die Wortpolizisten und Tribunalisten in den Medien gehen gezielt vor
Evangelisation
2007/11/22 [idea] Können Asiaten und Afrikaner Europa evangelisieren?
George W. Bush
2007/11/02 [blog:PI] Bushs Rede über den Anti-Terror-Krieg
Iran
2007/11/15 [FAZ] Interview Norman Podhoretz: Warum wir Iran bombardieren müssen
Islam
2007/11/26 [Pro] Ehemaliger Kirchenrat Hauser: „Islam will herrschen“
Islamismus
2007/11/21 [blog:PI] Trotz Morddrohungen: Nassim Ben Iman in Kiel
2007/11/21 [WELT] Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann: Wir dürfen uns nicht in Scheingemeinsamkeiten verstricken
2007/11/28 [focus] Radikale Türken bereiten Sorge
Israel
2007/11/28 [WELT] Bernard Lewis: Israel muss leben
2007/11/30 [israelnetz] Johannes Gerloff: Wie geht es weiter nach dem „Gipfel der Angst“?
Justitz
2007/11/11 [WELT] Prof. Dr. Udo di Fabio: Westen muss Westen bleiben
Multikulturalismus
2007/11/06 [blog:PI] Zum Stand des multikulturellen Menschenversuchs
Judentum
2007/11/07 [WELT] Leo-Baeck-Preis an Merkel – Wolf Biermann lobt die „promovierte FDJlerin“
Neue Bürgerlichkeit
2007/11/03 [WELT] Tilman Krause: Martin Mosebach bringt es an den Tag – Die „Modernen“ gehen uns auf die Nerven
Nicolas Sarkozy
2007/10/07 [WELT] Staatsbesuch – Sarkozy umgarnt Amerika wie eine Liebhaberin
Protestanten
2007/11/01 [ZEIT] Robert Leicht: Wir glauben an die UN
Schule
2000/11/22 [idea] Für die Schule beten
USA
2007/11/20 [CristianityToday.com] 5 Kinds of Christians
US-Evangelikale
2007/11/02 [pro] Spitzenvertreter der US-Evangelikalen besuchen Berlin
US-Wahlkampf
2007/11/24 [pro/jesus.de] Mike Huckabee: Ein Prediger auf dem Weg ins Weiße Haus

Ein Brief aus Israel

Dov Ben-Meir
Vizepraesident der Knesset a.D.

An meine Freunde und Bekannten in der Bundesrepublik Deutschland
Seien Sie herzlich gegrüßt,

die jüngsten Ereignisse im Gazastreifen (die Entführung eines Soldaten und die Bombardierung von Wohngebieten) sowie im Libanon (auch hier die Entführung von Soldaten und Bombenterror in Dutzenden von Städten und Wohngebieten) erfordern eine ernste und gründliche Behandlung.
Diese Konfrontationen beinhalten Sprengstoff, der nicht nur im Nahen Osten, sondern auch inmitten der ganzen westlichen Welt explodieren kann.
Dies ist eine sich windende Schlange, die ihren Weg bei der palästinensischen Hamas beginnt, diesen über die militante Hisbollah nach Syrien und den Iran fortsetzt und sich dann irgendwo mit der Al Quaida Organisation in deren verschiedenen Quatieren (im Irak, in Afghanistan, Indonesien, Somalia und im Sudan) vereinigt, um mit moslemisch-fundamentalistischer Anstrengung ihr erklärtes Ziel, nämlich die Vorherrschaft über die „christlich-jüdische“ Welt, zu erreichen.
Bevor wir jedoch die bedrohliche Bedeutung dieser Realität analysieren, sollte man sich an einigen grundlegende Fakten orientieren, die ursächlich für die derzeitigen Konfrontationen sind:

1) Der Gazastreifen
Der schmerzliche Abzug Israels aus dem Gazastreifen (die Zerstörung von 17 Wohnsiedlungen hat 8,000 Israelis zu Flüchtlingen in ihrem eigenen Land verwandelt) sollte der ganzen Welt die Bereitschaft Israels beweisen, den Friedensplan „Road Map“ einzuleiten und die Errichtung eines friedlichen palästinensischen Staates an ihrer Seite zu ermöglichen. Man hätte erwarten können, dass sich die Palästinenser jetzt unter ihrer gewählten Regierung zusammentun und der ganzen Welt beweisen würden, dass sie in der Lage sind, ihren souveränen Staat zu gründen und zu führen.
Die Sympathie der ganzen Welt wäre ihnen sicher gewesen, zusammen mit großzügigen Unterstützungsmaßnahmen und vielversprechenden Investitionen, um diese Erwartung zu realisieren. Aber anstatt mit dem
Bau eines Seehafens und eines Flughafens sowie der Errichtung eines Wirtschafts- und Erziehungsapparates zu beginnen, wählte die palästinensische Regierung, Strassenbanden und „Hamas“-Anhängern zu
erlauben, die Angriffe auf die grenznahen jüdischen Wohngebiete fortzusetzen. Hierfür gab es keinerlei Rechtfertigung – außer dem Willen, das gesamt-moslemische Bestreben zu verwirklichen, nämlich die jüdischen „Ungläubigen“ von dem „heiligen“ Boden Palästina zu vertreiben. Hiermit hat die palästinensische Führung bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist, ein Land zu führen und hat den Platz einer noch extremistischeren Bewegung – der „Hamas“ – geräumt .
Dieses Verhalten hat in erster Linie die Fortsetzung diplomatischer Bemühungen blockiert, Israel zum Rückzug aus der Westbank zu bewegen und die Aufteilung Jerusalems zwischen den beiden Ländern zu regeln. Es ließ den israelisch-palästinensischen Konflikt als brodelnden Kessel, ohne eine in absehbarer Zeit greifbare politische Lösung zurück.

2) Die Hisbollah im Libanon
Die 11.000 Raketen, die Iran über Syrien seit des Truppenabzuges Israels aus dem Libanon an die Hisbollah geliefert hat, dienen vor allem den Interessen dieser beiden Länder, die in den letzten Monaten unter schwerem internationalen Druck stehen: dem Iran – dass es den Galopp nach Kernwaffen beendet und Syrien, dass es aufhört wie ein aufgebrochenes Tor zu fungieren, durch das Kämpfer, Waffen und Gelder in den Irak gelangen.
Und tatsächlich, als der internationale Druck vor allem auf den Iran zunahm, hat der Iran seine Vasallen im Libanon angewiesen, die Frontlinie aufzuheizen. Das Resultat war die Entführung israelischer Soldaten aus israelischem Hoheitsgebiet einerseits und andererseits der Abschuss mehrerer Tausend Raketen auf israelische Wohngebiete tief im Landesinneren Israels.
Diese terroristische Aktion auf beiden Fronten soll in erster Linie moderate Kreise in der palästinensischen Autonomiebehörde (Präsident Mahmud Abbas) und in der libanesischen Regierung (Premierminister Siniora) davon abhalten, Verhandlungen zu beginnen, die folgende internationale Entscheidungen verwirklichen sollen: auf Seiten der Palästinenser die Fortsetzung der Bewegung in Richtung „Road Map“ und die Umsetzung der UN-Resolution Nr. 1559 durch die Entsendung der libanesischen Armee in das an israelisch-libanesische Grenzgebiet.
In Israel ist man heute der Auffassung, dass die Entführung des Soldaten neben dem Gazastreifen verhindern soll, dass sich Ministerpräsident Hanija (von Hamas) dem internationalen Druck ergibt und das Existenzrecht Israels sowie die in der Vergangenheit mit der palästinensischen Autonomiebehörde abgeschlossenen Vereinbarungen anerkennt!
Die Anweisungen zu dieser Aktion kamen auch aus Damaskus, aus Maschaals Büro, dem Führer der Hamas, der ohne jeden Zweifel unter dem Schutzschild des Präsidenten Baschar al Assad in Syrien sitzt.

3) Die Verpflichtung einen unmöglichen Krieg zu führen
Der Staat Israel sieht sich einer fast unmöglichen Realität ausgesetzt, in der er einen Kampf gegen Terroristen führen muss, die ihre Zivilbevölkerung mitleidslos als kugelsichere Weste für ihre Aktionen benutzen:
Der Abschuss von Kassam-Raketen aus dem und Krankenhausgeländen und sogar aus dichtbesiedelten Straßen der palästinensischen Flüchtlingslager.
Das Verstecken von Raketen in Kellern von Wohnhäusern und in Wohnungen friedlicher Zivilisten im Südlibanon.

Wir waren Zeugen wie die Russen ein ähnliches Problem in Tschetschenien „lösten“, mit der Zerstörung eines ganzen Landes mit Hunderttausenden Zivilisten. Und wir sind Zeugen der Notlage, in der sich die amerikanische Armee im Irak befindet, weil sie gezwungen ist, unter ähnlichen Bedingungen gegen Guerillaangehörige zu kämpfen, die sich unter die Bevölkerung mischen und die man nicht aufzuspüren kann bevor sie in Aktion treten.
Der verständliche Widerstand, mit dem die ganze Welt in Kriegszeiten auf Angriffe auf die Zivilbevölkerung reagiert, spielt besonders den Terroristen im Nahen Osten in die Hände:
Sie haben keine Skrupel, arabische Zivilisten zu opfern, wie Hunderte Selbstmordattentäter, die mit einem Sprengstoffgürtel um ihre Hüften explodierten oder wie die Benutzung von Zivilisten als Schutz vor israelischen Vergeltungsmaßnahmen beweisen.
Parallel hierzu haben sie auch keinerlei Skrupel, die israelische Zivilbevölkerung, so massiv wie möglich anzugreifen. Sie versuchen ebenso, Widerstände innerhalb der israelischen Bevölkerung gegen Militäraktionen der israelischen Armee zu aktivieren, wodurch natürlich ihre eigene militärische Stärke zunimmt.
Zu meinem Bedauern gelang es der arabischen Propaganda auf der ganzen Welt ein öffentliches Bewusstsein zu entwickeln, das einen Terrorvergleich anstellt. Dieser Vergleich behauptet, dass der zionistische Staat als Reaktion auf die arabischen Terrorakte, die sie als „gerechten Kampf gegen den zionistischen Besatzer“ deklarieren, parallel auch Terror auf das palästinensische und libanesische Volk ausübt.
Es gibt keine größere Lüge als diese! Während der palästinensische und libanesische Terror wahllos die israelische Zivilbevölkerung attackiert, anfänglich mit Selbstmordattentätern und momentan mit Raketenbeschuss (den Beschuss arabischer Wohngebiete innerhalb Israels
eingeschlossen!), reagiert die israelische Armee auf „chirurgische“ Weise, indem sie versucht, mit einer Pinzette die Terroristen und Waffen, die sich inmitten der Zivilbevölkerung befinden, mit möglichst geringem Schaden aus dieser herauszuziehen.
Damit nicht genug: Die militärische Provokation der Terrororganisationen auf beiden Fronten dient unter anderem auch dazu, eine arabische Front aufzubauen, die diese Aktionen unterstützt. Hier gibt es nichts zu
verbergen, der Krieg löst sehr viel Leid unter der palästinensischen und libanesischen Bevölkerung aus und vermehrt angesichts der unvermeidbaren Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie zivile Einrichtungen den Hass auf Israel und den Drang nach Vergeltung.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Israel vermeidet, die Infrastruktur zu beschädigen, es sei denn, diese dient dem Terror.
So wurden Straßen und Brücken auf der Strecke Damaskus-Beirut angegriffen, um die Versorgung mit Waffen und Freiwilligen aus Syrien in den Libanon zu unterbinden. Der Flughafen und der Seehafen wurden aus dem gleichen Grund neutralisiert. Das schiitische Wohnviertel in Südbeirut – die Kommandozentrale der Hisbollah – wurde zerstört, um die Organisation operationsunfähig zu machen und um nach Bunkern, die Raketen verbergen, zu suchen. Hierbei kann es mitunter auch zu Beschädigungen von Gebäuden und zur Verletzung der Zivilbevölkerung kommen.
Soweit versuchte ich, die Realität, wie sie auf den beiden Seiten der Gefechtslinien gesehen wird, darzustellen. Aber es verbietet sich, die Ursache dieses Krieges, genausowenig wie die der Kriege, die diesem vorausgegangen sind, zu vergessen:
Die Araber und die Mosleme sprechen Israel das Existenzrecht ab und streben seine Zerstörung an, entweder ganz offen (wie der iranische Präsident) oder unter Andeutungen (wie die palästinensische Forderung auf das Recht der Rückkehr von 3,5 Millionen Flüchtlingen in das souveräne Staatsgebiet Israels – eine Tatsache, die Israel von innen zerstören wird).
Die Araber versuchen mit Blut und Feuer die Erinnerung an ihre Demütigung, dass Israel aus allen Kriegen, die Israel aufgezwungen wurden, als militärischer Sieger hervorging, auszuradieren. Die aufgehetzte arabische Jugend, die noch heute den prachtvollen Sieg Saladins über die Kreuzritter vor tausend Jahren lebt, kann es nicht verdauen, dass sie ausgerechnet von den Juden, die gemäß Koran als minderwertig gelten und die sie über viele Jahre hinweg (bis 1948) als „die Sterblichen“ gehänselt hat, überwältigt wird.
Der fundamentalistische Islam, der von Zeit zu Zeit periodisch in der arabischen Geschichte ausbricht, strebt danach, in die
andalusischen Gebiete in Spanien und in die grünen Ebenen Europas vor den Toren Wiens zurückzukehren. Denn jedes Stück Erde, das irgendwann einmal von Arabern erobert wurde, muss arabisch bleiben. Daher kann es sicherlich auch nicht sein, dass sich im Herzen „der heiligen arabischen Erde“ ein Staat von Ungläubigen wie Israel als Nachbar niederlässt. Und wenn nicht hierfür, wofür sonst ausser zur Machtergreifung benötigt der Iran Kernwaffen?
Ich wage nicht zu denken, was geschehen wird, wenn es den Extremisten in Pakistan gelingt, die derzeitige Regierung zu vertreiben und sie über deren Kernwaffenarsenal verfügen können.
Der neue weltweite Terror, der nach dem Muster von Al Quaida in den letzten Jahren als weltweite Wirklichkeit ausbrach, gibt sich nicht mehr damit zufrieden „in den früheren Zustand zurückzukehren“, sondern will auch in die europäischen Gebiete zurückkehren, die früher unter moslemischer Herrschaft standen. Jetzt richtet er seinen Blick auf die Beherrschung der gesamten Welt und verspricht gemäß den Ausführungen Bin Ladens in seinem Brief an das amerikanische Volk ein Ende des Terrors, wenn es den islamischen Glauben annimmt……
Zu unserem Bedauern hält auch ein Teil der Millionen Mosleme, die in europäischen Ländern leben, an diesem Glauben fest und erwartet, dass Europa im Laufe der nächsten Jahrzehnte moslemisch wird. Eine erste solche Forderung wurde kürzlich dem dänischen Volk unterbreitet, das etwa 200.000 Mosleme bei sich zu Gast hat….
Ich habe all diese Punkte erwähnt, um ihnen zu zeigen, welche unangenehme aber notwendige Aufgabe dem kleinen Israel auf die Schultern geladen wird: es muß ganz vorne an der Front stehen und die neue weltweite Expansionsbewegung des fundamentalistischen Islams aufhalten.
Das ist keine Bewegung, die man durch Kompromisse nach dem Muster des „Münchner Abkommens“ oder durch die Aufgabe der Tschechoslowakei aufhalten kann. Das ist keine Bewegung mit der man einen „Modus Vivendi“ erzielen kann. Früher oder später wird die internationale Gemeinschaft gezwungen sein, gewaltsam gegen die drohende Gefahr vorzugehen, genauso wie sie es vor etwa 500 Jahren vor den Toren Wiens tat.
Ich weiss, dass es viele gibt, die denken werden und sogar sagen werden, dass der jüdische Staat ein weiteres Mal versucht, sie in einen Konflikt hineinzuziehen, der überhaupt nicht ihr Konflikt ist. Vielleicht ist es ihrer Meinung nach besser, der Zerstörung Israels zuzustimmen und „dieses Ärgernis von der weltweiten Tagesordnung zu entfernen“.
Es gibt keinen größeren chamberlainischen Fehler als diesen: Nehmen Sie bitte zur Kenntnis was auf den Philippinen und in Thailand geschieht – dort versuchen moslemische Untergrundorganisationen die rechtmäßige Regierung zu unterminieren (ohne jegliche Affinität mit der palästinensischen Problematik). Genauso die Explosionen auf der Insel Bali. Bitte vergessen Sie nicht, mit welcher Eile die Vereinigten Staaten von Amerika aus Somalia abgezogen sind und wie schnell sie die Marines
aus dem Libanon herausholten. Fragen sie den indischen Premierminister, warum sein Land unfreiwillig wegen Kaschmir mit Pakistan im atomaren Wettstreit liegt, und schauen Sie sich bitte die Hilflosigkeit riesiger Supermächte wie der Sowjetunion (in Afghanistan) und der Vereinigten Staaten von Amerika (im Irak) an.
Die westliche Welt hat in ihrem Bemühen, der moslemischen Welt, westliche und demokratische Werte zu vermachen, im großen Stil versagt. Die moslemische Welt steht heute mit 1 Milliarde Gläubigen als bedrohliche Kraft da; nicht nur aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit, sondern weil ihr Glaube und ihre Ideologie monolithisch sind. Den europäischen Ländern ist es verboten, diese Gefahr zu ignorieren. Es genügt schon, wenn wir uns an den Kampf der weiblichen moslemischen Jugendlichen um das Tragen von Kopftüchern in Frankreich erinnern oder an die Tatsache, dass auch 50 Jahre des Zusammenlebens bei den Moslemen in Deutschland zu keiner gesellschaftlichen Verschmelzung mit der deutschen Mehrheit geführt haben – Es empfiehlt sich einzugestehen, dass die Lösung der Aufgabe, eine friedliche Koexistenz mit dem fundamentalistischen Islam zu finden, sehr weit entfernt ist.

Zusammenfassung:
Zu meinem Bedauern war ich gezwungen, die kurze und konkrete Zusammenfassung, mit der ich gewöhnlich meine Briefe an Sie beende, etwas auszuweiten.
Auch die Gruppe der Industrieländer, die sich in Sankt Petersburg versammelte, drückte die Notwendigkeit aus, es Israel ein für alle Mal zu ermöglichen, sich der terroristischen Gefahren zu entledigen, die das Land bedrohen. Ihre Staatsmänner verstehen auch, dass wir diese Arbeit stellvertretend für die ganze freie Welt verrichten.
Dennoch dürfen wir aber nicht vergessen, dass Israel nicht aus irgendwelchen globalen Gründen gegen die Hamas und die Hisbollah in den Krieg gezogen ist. Wir sind in den Krieg gezogen, weil sie uns dazu gezwungen haben:
Der 5jährige Junge Omer Fisachov musste sterben, nur weil er seine Großmutter am Shabbat besuchte; Frau Monika Adriane Lerer dachte, sie hätte das Recht, auf dem Balkon ihrer Wohnung zu sitzen und einen Kaffee zu trinken, ohne dass sie dadurch ihr Leben gefährden würde; 8 Techniker, die in gutem Glauben ihrer Arbeit in der Eisenbahnwerkstatt nachgingen, werden nie mehr zu ihren Familien zurückkehren – sie und Tausende Zivilisten, die in den letzten 10 Jahren durch den arabischen und moslemischen Fundamentalismus starben und Zivilisten, die ihnen weiterhin jeden Tag und jede Nacht als Zielscheibe dienen, zwingen uns zu kämpfen. Und wir werden nicht aufhören, bis Frieden in unsere Region
einkehrt, wir hier unser Leben in Ruhe aufbauen können und wir unseren Nachbarn Partner bei der Umgestaltung des Nahen Ostens in ein blühendes und aufstrebendes Gebiet zum Wohle aller seiner Bewohner sein werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dov Ben-Meir

Sollten Sie meiner Analyse zustimmen, leiten Sie diesen Brief bitte auch an Ihre Bekannten weiter.
Kommentare können unter der folgenden Adresse an mich geschickt werden:

Dov Ben-Meir
Beeri St. 12
Tel-Aviv 64682
Telefon: 00-972-505-277-444
E-mail: dbenmeir@netvision.net.il