christliches Bauchaufschneiden?

In einer „Dokumentation“ über „christlichen Fundamentalismus“ wurde gezeigt, wie Christen Kindern böse Geister austreiben und ihnen zu diesem Zeck u.a. den Bauch aufschnitten.

http://www.cineastentreff.de/forum/kino-news-3667.html

Damit sollte vermutlich gezeigt werden, dass es in jeder Religion Extreme gibt. Aber ist Bauchaufschneiden wirklich extrem christlich?

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: nein, auch hier handelt es sich selbstverständlich um keine christliche Praxis, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach um ein heidnisches Ritual, bei dem der Sitz der Geister im Bauch vermutet wird. Der Bauch ist ja in magischen Kulturen hoch gefährdet, weil hier der Hafen für alle verbotenen und schädlichen Speisen ist, die man möglicherweise unwissentlich isst. Es waren daher wohl auch nicht zufällig Christen afrikanischer Herkunft, bei denen der Ritus vollzogen wird.
Einem ähnlichen Gedanken folgt möglicherweise auch das Verbrennen bestimmter Kräuter auf dem (unbetäubten) Bauch eines Kranken in der tibetischen Medizin.

Wieso Arte auf dieser Grundlage vor dem Christentum und nicht – beispielsweise – vor den Naturreligionen oder der tibetischen Medizin warnt, weiß nur Arte.

Und dabei gibt es Grund genug, vor dem Einfluss heidnischer Naturreligionen in Europa zu warnen. Ein großer Teil dieser Religionen besteht nicht darin, um eine Eiche zu tanzen, sondern beispielsweise im Tragen von Amuletten, die vor bösen Geistern schützen, um Vorsichtsmaßnahmen gegen Schadenszauber (z.B. darf man auf keinen Fall seine Haare irgendwo herumliegen lassen! Böse Falle!), um magische Handlungen zur Verbesserungen der Fruchtbarkeit von Feldern und Frauen und um abenteuerliche medizinische Eingriffe.

Und viele dieser Bräuche sind schlichtweg brutal. In vielen Initiationsriten fließt Blut, Frauen werden Monate und Jahrelang eingesperrt und Menschen sterben durch die Flüche der Schamanen.
Dazu kommt die Angst vor der ständigen Präsenz irgendwelcher übellauniger Geister. Die oftmals sehr bunten und schönen Feiern dürfen über diese Seite nicht hinwegtäuschen.

Und wir sollten nicht glauben, dass die Aufklärung Europa vor diesen Einflüssen schützen könnte. Vor kurzem habe ich in einem großen seriösen Buchladen in unserer Stadt in Einrichtungsbüchern gestöbert. Ich war nicht auf der Suche nach Tipps, sondern wollte sehen, wieviel Aberglaube bereits in der Einrichtung steckt. Das Ergebnis: ziemlich viel. Und netterweise wurde man auch darauf aufmersam gemacht, dass es bei der Einrichtung nach Feng Shui-Kriterien im Haus anfangen kann zu spuken – bei Leuten, die eigentlich gar nicht an Geister glauben. Dagegen helfe, so der Ratgeber für Inneneinrichtungen in einem großen seriösen deutschen Buchladen: ein Hausaltar, auf dem man diesen Geistern regelmäßig Opfer bringe, um diese zu versöhnen.

Ich gehe davon aus, dass Autor, Verleger und die meisten Leser den durchschnittlichen Unglauben der Aufklärung in der Schule gelernt haben und nun auf einmal mit heruntergelassenen Hosen dastehen, weil sie sich zwar eloquent über Geisterglaube lustig machen können, und ihnen dann völlig hilflos gegenüber stehen. Und wenn ich mir ansehe, welche Blüten die Angst vor Geistern in anderen Kulturen treibt, bin ich mir fast sicher, dass es auch in Europa nicht bei kleinen Hausaltären bleiben wird.

Es ist nicht die Aufklärung, sondern das Christentum, das hier schützt. Denn Geister haben – wie schon gesagt – Angst vor dem Namen Jesu und sind offenbar heilfroh, wenn sie von ihm nicht in die Unterwelt, sondern in Schweine geschickt werden (Lk 8,26ff).

Es ist also allerhöchste Zeit, dass unsere Gemeinden sich verstärkt Gedanken darüber machen, wie sie den Kontakt zu Kirchen in anderen Kulturen halten und dort die Lehre verbessern, und sich hier in Europa nicht länger von dem Aufklärungs-Geseiber die Augen verkleistern lassen: die Menschen erliegen hier bei uns reihenweise dem Aberglauben. Und es gibt gute Gründe davor zu warnen und zu zeigen, dass Jesus auch Herr ist über die Geister.

Brian „Head“ Welch: „Save Me From Myself: How I found God, Quit Korn, Kicked Drugs, and Lived to Tell My Story“

Als ich im März 2005 davon erfuhr, dass sich Brian „Head“ Welch, der Gitarist der „Nu Metal“-Band KORN zu Jesus Christus bekehrt hatte, war ich vollkommen aus dem Häuschen und postete auf jesus.de folgendes Posting:

Hi,
das ist die eine der besten Nachrichten, die ich dieses Jahr gehört habe! Hätte ich nie gedacht!!!
Gott ist so groß! Halleluja!
Wir können ihm alles zutrauen … Wer weiss, vielleicht ist der nächste BEkehrungskandiat ja Marilyn Manson?
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger http://www.jesus.ch/index.php/D/article/158/21982/

Mittlerweile hat Brian Welch seine dramatischen Erlebnisse um seine Bekehrung und seinen Ausstieg bei Korn in einem Buch mit dem Titel: „Save Me From Myself: How I found God, Quit Korn, Kicked Drugs, and Lived to Tell My Story“ veröffentlicht.

Das Christliche Medienmagazin pro berichtet über den Inhalt des am 07.07.07 in englischer Sprache erscheinenden Buches:
Welch erzählt darin nicht nur von der Entwicklung der Band, sondern auch, wie er selbst drogenabhängig wurde und mit Gottes Hilfe davon loskam. Welch, der eine Tochter hat, schreibt darin: „Der Enthusiasmus der ersten Tage in der Band war verflogen. Ich saß einfach nur da und hatte eine tiefe, dunkle Depression. Wie war ich dahin gekommen? Warum war mein Leben solch ein Albtraum? Es war, als läge ein Fluch auf mir. Ich saß fest, und es sah nicht danach aus, als würde ich da jemals rauskommen.“ Eines Nachts betete er: „‚Herr, wenn Du real bist, nimm diese Drogen fort von mir. Offenbare dich mir.‘ Ein oder zwei Wochen später verspürte ich den Drang, alle meine Drogen wegzuwerfen, ein Freund half mir dabei. Damit war ich fertig.“

Das Buch stößt auf großes Interesse: nach nur einer Woche landete es unter den ersten 20 Titeln der Bestseller-Liste der „New York Times“. Der Musiker hofft laut „Christian Post“, dass sein Buch bei den Lesern eine Leidenschaft auslöst, bei Christen und Nichtchristen. „Ich bete, dass dadurch auch Christen Gott näher kennen lernen.“ Derzeit präsentiert Welch sein Buch bei Signierstunden auf einer Tour durch die USA. Er plant auch eine CD zum Buch.

Brian „Head“ Welch: „Save Me From Myself: How I found God, Quit Korn, Kicked Drugs, and Lived to Tell My Story“ … ein kleiner Buchtipp für Euch, Eure kleinen Brüder und großen Söhne 😉

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

http://de.wikipedia.org/wiki/Brian_Welch
http://www.youtube.com/watch?v=D5H2IDo0fIA
http://www.headtochrist.com
http://www.christianpost.com/article/20070706/28330_Interview:_Former_Lead_Guitarist,_Founder_of_Korn_Reflects_on_Conversion,_Freedom_from_Drugs.htm
http://www.christianpost.com/article/20070715/28453_Brian_’Head’_Welch_Hits_NY_Times_Bestseller_List_with_Conversion_Story.htm
http://www.theocons.de/index.php/2007/01/09/zum_thema_satanisten_glauben_nicht_an_sa

Brian „Head“ Welch: „Save Me From Myself: How I found God, Quit Korn, Kicked Drugs, and Lived to Tell My Story“

Christlicher Hexenwahn?

Die Hexenverfolgungen gegen das Christentum ins Feld zu führen, dürften zu dem gesicherten Grundbestand unserer Kultur gehören. Wer gebildet ist, ist a) kein Christ und sollte es b) mindestens mit den Hexenverfolgungen begründen können.

Nun bin ich jederzeit bereit zuzugeben, dass Christen viel Mist gemacht haben. Die Frage ist nur, ob es christlicher Mist war.
Die Hexenverfolgung beispielsweise diente vor allem der Abwehr von Schadenszauber. Die Menschen hatten eine heillose Furcht vor den Flüchen der vermeintlichen Hexen.

Der Witz ist nur: es gibt im Christentum überhaupt keinen Schadenszauber. Man kann hier geradezu von einem Kuriosum des Christentums sprechen, denn das ganze Heidentum ist tatsächlich voller Praktiken, die helfen sollen, den Schadenszauber zu vermeiden oder zu bekämpfen. Jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Religionswissenschaft auskennt, wird hierin ein verbreitetes Motiv in fast allen Kulturen wiederentdecken.
Aber im Christentum gilt: ein unverdienter Fluch trifft nicht ein (Sprüche 26,2). Die Begegnungen Jesu mit den gefährlichen Dämonen zeigen, dass für Christen das Thema gegessen ist. Dämonen haben nämlich eine Höllenangst vor Jesus!

Nun stellen sich allerdings zwei Fragen: 1. Wieso kam es dann zu den Hexenverfolgungen? 2. Wieso hat die Katholische Kirche hier so begeistert mitgemacht?

Zu 1: Allgemein war die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts eine Zeit, die von den Umbrüchen der Reformation geprägt war. In dem Vakuum, das durch die Streitereien zwischen Katholiken und Evangelischen Christen entstand, wandten viele Menschen sich wieder verstärkt den alten Formen des Aberglaubens zu, die von der Katholischen Kirche immer nur mühsam unterdrückt wurden – nicht selten zu dem Preis, dass die Kirche den Aberglauben einfach übernahm. Durch den Zerfall ihres Machtmonopols, blühte der Aberglaube wieder auf. Der Brockhaus von 1969 nennt hier konkret: „altheidnische Sagenerinnerungen (Wetterhexe, Giftmischerin), orientalische-hellenistische Literaturtraditionen (Liebeszauber, Teufelsbuhlschaft) und zeitgenössische Phantasien“, die im europäischen Hexenwahn zusammenflossen.

Zu 2: In der Bevölkerung haben sowohl katholische als auch evangelische Männer und Frauen Hexen verfolgt. Hierbei muss man aber die Begriffe mit Vorsicht verwenden, weil die Zugehörigkeit zu einer Konfession damals vom Wohnort abhing. Interessanter ist das Vorgehen der Kirchen. Und hier galt die Hexenverfolgung tatsächlich als ein typisch katholisches Phänomen, das von evangelischen Theologen oft kritisiert wurde. Dieser Umstand wird heute gerne verschleiert, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um ein typisch christliches Phänomen.

Dass es in gewisser Hinsicht typisch für die Katholische Kirche war, liegt möglicherweise an ihrer traditionellen Praxis, Aberglauben lieber zu übernehmen, und ihm so den eigenen Stempel aufdrücken zu können. Im Falle der Hexenverfolgung war das noch nicht einmal besonders abwegig, denn es gibt Bibelstellen, durch die eine Hexenverfolgung bis zu einem gewissen Grade gedeckt werden: (z.B. 2.Mose 22,17; 5. Mose 18,10 hier werden übrigens die grausamen Praktiken des heidnischen Umfeldes angedeutet, in denen auch das Verbrennen bei lebendigem Leib dazu gehörte).

Offenbar war es für manche Theologen schwierig, dieses Gebot von den ganzen heidnischen Einflüssen und folkloristischen Phantasien zu trennen. Denn allein aus diesen Geboten hätte sich weder ein Hexenwahn noch eine Hexenverfolgung im bekannten Ausmaß ergeben können:
Der Hexenwahn macht keinen Sinn, wenn es keinen Grund gibt, sich vor Hexen zu fürchten. Die Hexenverfolgungen machen nur Sinn, wenn der Straftatbestand der Hexerei durch Zeugen belegt ist. Das entspräche dem alttestamentlichen Vorgehen. Die Bibel kennt keine Verhöre unter Folter, keine Zaubertricks in der Rechtsprechung, magischen Prüfungen und auch keine Verbrennungen als Todesstrafe!
Also alle Bestandteile, die aus einer ethischen Regel einer Religion ein Massaker machten, waren heidnischen Ursprungs.
Den Christen die Hexenverfolgung anzulasten ist so absurd wie der denkbare Vorwurf (vielleich späterer Generationen), die Christen hätten die Homosexualität gefördert. Klar gibt es Christen, die immer alles mitmachen und das Ergebnis dann möglicherweise sogar theologisch begründen und vielleicht sogar aktiver für ihre Sache eintreten als ihre Mitstreiter. Aber dass die Unterstützung der Homosexuellen eine typisch christliche Leistung ist, wird wohl niemand ernsthaft behaupten wollen – unabhängig davon, wie man zu dem Thema steht.

Es ist eine Ironie der europäischen Geschichte, dass sich die Menschen gerade diesen heidnischen Einflüssen wieder mit Begeisterung zuwenden – und damit auch über kurz oder lang der Angst vor bösen Geistern, vor denen das Christentum die westliche Welt befreit hat.

Und es ist naiv, sich auch nur über die heidnische Angst zu ereifern, während man gleichzeitig bereit ist, seinen Wohlstand durch den Tod der eigenen Kinder zu erkaufen…

Der Verweis auf die Hexenverfolgung kommt mir daher nicht besonders ehrlich vor und dient möglicherweise eher politischen als ethischen Motiven. Irgendwie fällt mir dazu dieses Zitat ein:
„Der größte Volksschaden sind unsere Pfarrer beider Konfessionen. […] [Hitler führt hier das erste Beispiel zur Begründung seiner berüchtigten „Verordnung gegen Volksschädlinge“ aus; Anmerkungen MW]
Es wird der Augenblick kommen, da ich mit ihnen abrechne ohne langes Federlesen. Ich werde über juristische Zwirnsfäden in solchen Zeiten nicht stolpern. Da entscheiden nur Zweckmäßigkeitsvorstellungen. Ich bin überzeugt, in zehn Jahren wird das ganz anders aussehen. Denn um die grundsätzliche Lösung kommen wir nicht herum. Glaubt man, dass es notwendig ist, die menschliche Gesellschaft auf einer Sache aufzubauen, die man als Unwahrheit erkannt hat, so ist die Gesellschaft gar nicht erhaltenswert. Glaubt man, dass die Wahrheit genügend Fundament sein kann, dann verpflichtet einen das Gewissen, für die Wahrheit einzutreten und die Unwahrheit auszurotten.
Jedes Jahrhundert, das sich mit dieser Kulturschande weiterhin belastet, wird von der Zukunft gar nicht mehr verstanden werden. Wie der Hexenwahn beseitigt werden musste, so muss auch dieser Rest beseitig werden!“ (Adolf Hitler, Tischgespräche in der Wolfsschanze, 8.2.1942)

Hitler hat Legende vom christlichen Hexenwahn verwendet, um gegen das Christentum mobil zu machen.

Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Viele von Euch kennen meine Vorliebe für den am 24.09.2003 in Jerusalem verstorbenen ehemaligen Cambridge-Gelehrten Derek Prince. Er ist in meinen Augen einer der brilliantesten Bibellehrer unserer Zeit gewesen. Überaschenderweise sieht das Alexander Seibel, neben Wolfgang Bühne und Horst Koch einer der bekanntesten Warner vor charismatisch-pfingstlerischen Irrlehren der erzkonservativen Evangelikalen im deutschsprachigen Raum ähnlich. Dies könnte man jedenfalls annehmen, liest man die einführenden Worte zu Seibels englischsprachiger Generalabrechnung mit Derek Prince: „The late Derek Prince (1915-2003) was a brilliant man who preached and wrote many good things.“
Auf die Beschreibung brillianter Prince-Lehren läßt sich Seibel dabei jedoch nicht großartig ein, genauer gesagt überhaupt nicht. Denn die Intention dieses Artikel ist nach meinem Eindruck eher eine bösartige Demontage dieses großen alten Mannes der Pfingst- und der Charismatischen Bewegung.
Als nächstes wird Derek Prince persönlich mit dem Toronto-Segen in Zusammenhang gebracht. Seibel behauptet, weil seine eigene „Geistestaufe“ mit Manifestationen wie „Ruhen im Geist“ und „Lachen im Geist“ einherging, hätte Prince Probleme sich vom Toronto-segen zu distanzieren. Einen Beleg für diese Aussage in den vielen Büchern und Kassetten von Prince liefert Seibel natürlich nicht.
Im nächsten Abschnitt geht es dann um das Drama der „Ft. Lauderdale’s Five“, denen Derek Prince angehörte. Eine sehr einflußreiche Hirten-Bewegung, die jedoch in extremen Kontroll- und Unterordnungstrukturen sowie einen der größten geistlichen Mißbrauchsskandale der charismatischen Bewegung endete. Immerhin erwähnt Seibel, dass Derek Prince 1984 die grundlegenden Prinzipien der Hirtenbewegung widerrief und sich von diesem Team trennte, jedoch nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er auch nachher immer noch Kontakt mit diesen Männern hatte. Was Seibel jedoch hier unerwähnt läßt ist, dass Prince 1991 hierzu auch öffentlich Buße getan hat (Vortrag im August 1991, OstWest-Konferenz, Karlsruhe). Was wir im übrigen in einem bekannten anti-charismatischen Seibel/Stadelmann-Text nachlesen können.

Kommen wir nun zum in meinen Augen eigentlichen Skandal dieses Textes. Es geht um die Beschreibung des Befreiungsdienstes von Derek Prince, die Befreiung von Dämonen. Um korrekt zu sein, sieht Derek Prince meiner Meinung nach hinter zu vielen menschlichen Probleme ursächlich Dämonen, daß Dämonen diese Probleme jedoch bewirken können und daß sie durch einen biblisch fundierten Befreiungsdienst im Namen jesus christus weichen müssen bleibt jedoch in meinen augen unbestritten, aber das ist jetzt eine andere Geschichte …
… Fahren wir fort in unserem Seibel-Text, denn jetzt wird er endlich einmal konkret. Er beschreibt wie er eine Befreiungsdienst-Kassette hörte, wo Prince die Befreiung von Flüchen und Bindungen bei seinem christlichen Publikum praktizierte, was dort zu dämonischen Manifestationen im sinne von Schreiattacken etc. führte. Seibel stellt Prince selbst nun in einem extrem diabolischen Licht dar, in dem er beschreibt, dass das Schreien und Kreischen aus dem Publikum sich ziemlich gruselig angehört habe und Prince dies wörtlich mit dem Kommentar versehen hätte „Ich liebe es, die Stimme Satans zu hören!“
Als ich diesen Seibel-Text zuerst las, wunderte ich mich sehr über diese in der Tat hinterfragenswerte Aussage von Derek Prince und hoffte irgendwann mal im Original auf sie zu stossen, um den Sachverhalt zu prüfen.
Nun ja … Dies ist heute geschehen und jeder, der möchte, kann sich nun sein eigenes Urteil bilden. Hier ist der Link zu Teil 3 der Predigt im MP3-Format.
Der Zusammenhang ist folgender: Es ging um das Brechen von Flüchen, auch von generationsübergreifenden Familienflüchen. Der theologische Schwerpunkt lag im Tausch am Kreuz, dass Jesus für uns am Kreuz zum Fluch wurde (vgl. Gal 3,13) und das wir dies aktiv für uns beanspruchen können. Derek Prince vertritt die Meinung, dass man dies aktiv aussprechen müsse. Derek Prince führte sein Publikum in ein Gebet an Jesus und als er an die Stelle kam wo auf Deutsch übersetzt wurde „… vom heutigen Tag an will ich Dir gehorchen und Dir folgen“ kamen die ersten gellenden „Dämonenschreie“ (0:05:40). Das Publikum muß wohl ziemlich verstört reagiert haben, denn Prince sagt ganz cool „That´s all right … relax! … There will be a lot more of this“
Und so kommt es dann auch … heftigste Schreiattacken brechen los. Derek Prince ist während all diesen Attacken vollkommen routiniert und gelassen. Sein lapidarer Kommentar lautet(0:05:56): „I allways enjoy, hearing the devil cry out!“ Meine Übersetzung dazu lautet: „Ich genieße es immer den Teufel aufschreien zu hören!“ Das ist etwas ganz anderes als zu sagen: „Ich liebe es die Stimme Satans zu hören!“ Es geht ganz einfach darum, dass in diesem an Jesus Christus gerichteten Gebet Flüche gebrochen wurden und offensichtlich massenhaft Dämonen aus den Menschen ausgefahren sind. Das sollte für jeden Christen eine Freude sein! Die Verfälschung des angeblich wörtlich wiedergegebenen Zitats ist in meinen Augen ein bewußte Irreführung der Leser auf Seidels Homepage.
Wer übrigens alle drei Teile des Prince-Vortrags hören will sei noch auf Teil 1 und Teil 2 im Speziellen und für weiteres Interesse an Derek Prince auf Derek Prince auf online-predigt.de im Allgemeinen verwiesen, wo man sich sehr viele seiner Predigten als MP3 herunterladen kann.

Nebenbei bekommt Prince schließlich noch vorgehalten, dass er den Pastor einer Jerusalmer Gemeinde auf dessen Heilungswunsch mit den Worten abserviert habe:“… meine „Heilungs“-Gabe wirkt nicht im Privaten, sondern nur in großen Menschenmengen.“; was Seibel natürlich sofort benutzt um Prince irgendwie in die Nähe des Spiritismus zu stellen.

Der krönende Abschluß ist eine Seibelsche Anrufung des Herrn mit den Worten: „Möge unser Herr der Herrlichkeit uns Weisheit und Urteilsvermögen in diesen letzten Tagen von wachsendern Konfusion und Irreführung verleihen.“ Verwiesen wird dann noch auf 1. Tim 4,1 „Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“.

Damit wäre der Kreis geschlossen von dem Derek Prince, der anfangs noch als „brillianter Mann“ vorgestellt wurde, der viele gute Dinge gelehrt und gepredigt hat hin zu einem verführerischen Geist, der „teuflische Lehren“ vertritt und … „die Stimme Satans liebt“!

Bitte nun nicht glauben, dass ich als pietistischer Neo-Charismatiker alles was Herr Seibel gegen die Charismatiker schreibt ablehnen würde. Dem ist mitnichten so! Ganz im Gegenteil! Um mit den Worten Derek Prince´s zu sprechen: „Das Vollbringen von Wundern bestätigt nicht notwendigerweise die Wahrheit. Hier werden Charismatiker in Schwierigkeiten geraten, denn die meisten Charismatiker werden irgendetwas glauben, wenn es von einem Wunder begleitet ist. Und der Antichrist wartet nur auf sie … Es gibt nur einen Weg Wahrheit ermitteln und das geschieht über die Schrift“ Da liegen Seibel und Prince wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Hochinteressant fand ich beispielsweise auch einen Seibel-Artikel über Arnold Bittlinger einer Art Urgestein der GGE, der ich selber angehöre. Da werde ich noch prüfen müssen. Prüfen tue ich als Arzt im Übrigen auch vorzugsweise charismatische Wunderheilungen, wie beispielsweise Charles Ndifon in der Berliner Pfingstgemeinde Kirche am Südstern. Obwohl ich also bei der charismatischen Gemeindeerneuerung mitmache, sind für mich doch nicht alle charismatische Lehren mittragbar und ich sage das auch allen ganz offen.

Das andere Extrem ist aber, ALLES für Schlecht zu erklären, um es verwerfen zu können.

Für diesen Artikel wird sich Alexander Seibel einmal rechtfertigen müssen!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf jesus.de

Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören!

Marilyn Manson von Dämonen besessen …

Viele kennen meine Abneigung gegen Gothic, Black Metal im Allgemeinen und Marilyn Manson im Speziellen.
Zwischenzeitlich hatte Manson, im Übrigen ein Reverend der Church of Satan die berühmte Stripperin Dita von Teese geheiratet. Die Ehe ging – wie sollte es auch anders sein – schon nach einem Jahr in die Brüche. Die Stripperin zog kürzlich aus dem gemeinsamen Haus und der fast vollkommen dem Suff verfallene Manson bekam davon noch nicht mal etwas mit. Dass Manson von Dämonen besessen ist, wollte man selbst in Christenkreisen unter den aufgeschlossenen Liebhabern der dunklen Seite der Rock-Musik noch nie wahrhaben … Jetzt steht es in allen Zeitungen! Spiegel Online schreibt: „Von Teese habe wirklich hart an der Beziehung gearbeitet. Doch offenbar wurde der Stripperin die Grusel-Masche des Gothic-Rockers, der sich stets grell geschminkt in Lack und Leder präsentiert, zuviel. Manson werde von zu vielen Dämonen heimgesucht, sagte der Freund der Zeitung. Zudem habe Manson im vergangenen Jahr kräftig dem Alkohol zugesagt, sehr zum Missfallen Von Teeses.“.
Kometenhafter Aufstieg und erbärmlicher Zerfall. Dies ist die typische Karriere von Menschen, die von der dunklen Seite in Besitz genommen werden. Dämonen, die ihm anfangs die Kraft und Dynamik gaben, die unbestrittene Nummer Eins in dieser düsteren Musik-Szene zu werden, führen nun zur Selbstzerstörung … Scheidung, körperlicher Verfall durch Alkohol und Drogensucht … und schließlich … Tod!
Laut Joh. 8,44 ist Satan ein … „Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ -> 1. Joh. 3,8 „… Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.“
Konkreter Aufruf: Betet dafür, dass Manson durch diese Krise zu Jesus Christus findet und von seiner dämonischen Besessenheit befreit wird!
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Diskussionsverlauf auf Jesus.de
Marilyn Manson von Dämonen besessen …