Ein Kampf gegen das Christentum

Konkret geht es um einen christlichen Kongress für Therapie und Seelsorge, auf dem es (wie beim Christival neben vielen anderen auch) Seminare zur Therapie Homosexueller gibt. Ein Aktionsbündnis mit prominenter politischer Unterstützung hat diesem Kongress den Kampf angesagt. Gleichzeitig stellen die Organisatoren in ihrem Flyer aber folgendes fest:
„Ein Kampf gegen das Christentum“ weiterlesen

Zum Sündigen verdammt

Die Menschen wollten ihre Freiheit von Gott und wurden zu Sklaven der Sünde. Nachdem sie Gott verworfen hatten, hat Gott sie an in ihrer Bosheit dahingegeben. Erst wollten sie sündigen, dann mussten sie.

Erst wollten sie am Sonntag arbeiten, dann mussten sie. („Ich weiß, dass morgen Sonntag ist, aber ihr Kollege hat das letztes Mal trotzdem für mich gemacht!“)
Erst wollten sie vor der Ehe zusammen schlafen, dann mussten sie. („Oder willst du etwa bis zur Ehe warten?“ *lachschlapp*)
Erst wollten sie ihren Tod selbst herbeiführen, dann mussten sie. (oder welches Recht hat der teure unheilbare Patient, noch am Leben zu hängen, dessen Heiligkeit niemand mehr sieht?)
Erst wollten sie abtreiben, dann mussten sie. („Wieso habt ihr das Kind denn dann bekommen? Konnte man da nicht irgendetwas machen…?“)
Erst wollten sie ihr Leben um ihre eigene Karriere aufbauen, dann mussten sie.

Wir erleben langsam, was es bedeutet, von Gott „dahingegeben“ zu werden in die Sünde, die wir scheinbar freiwillig gewählt haben. Hier hilft keine Politik, keine menschliche Macht sondern allein das Wort Gottes, das wir predigen müssen. Nur das Wort hat die Kraft, den Verdammten wieder zu Gott zu rufen und selbst Tote zum Leben zu erwecken.

„Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten, damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s eine Gotteskraft. Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.« Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.“
(1.Kor. 1,17-21)

Kann die Natur uns retten?

Wenn sie es nicht kann, läuft die westliche Welt geschlossen und konzentriert in die Irre, denn Klima- und Umweltschutz haben sich zur bestimmenden Kollektivsorge eines ganzen Kulturkreises entwickelt. Und wo es nicht darum geht, den Zustand seiner sog. „Umwelt“ zu retten, sucht der Mensch im Privaten das natürliche Leben und die eigene Natur und führt auf diese Weise seinen persönlichen Kampf gegen den vermeintlichen Naturverlust fort (einfach mal unter „Naturmystik“ googlen).

Die Überschrift „Kann die Natur uns retten?“ habe ich einer kurzen Erzählung des Pastors Wilhelm Busch entlehnt, mit der er die Frage auf schlichte Weise beantwortet.

Für alle, die sich von dieser weitsichtigen Ermahnung aus den 60er Jahren nicht ablenken lassen wollen, möchte ich hier auf die Zukunft der Natur hinweisen: die Natur ist endlich! Die Sonne wird erkalten und irgendwann erlöschen, der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist unumkehrbar und die Bevölkerung wächst exponentiell, während sich die Anbauflächen nur linear vermehren lassen (die bewohnbare Fläche der Erde ist ohnehin begrenzt), d.h. es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Menschen zwischen Essen und Atmen entscheiden müssen.
Die Welt ist nicht für die Ewigkeit geschaffen sondern todverfallen, sie trägt die Zeichen des Todes überall. Sie kann daher den Blick auf Gottes Herrlickeit lenken, aber sie wiederspiegelt sie nur noch unvollkommen.
Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass mir Naturschutz am Herzen liegt. Aber ich bin überzeugt davon, dass es eine Torheit ist, seine Hoffnung auf die Natur zu richten.
Und falls sich jemand darauf zurückziehen möchte, dass das Ende der Welt noch ziemlich weit entfernt ist, muss er sich daran erinnern lassen, dass es seine eigene Natur ist, die ihn töten wird, sofern er nicht eines „unnatürlichen“ Todes sterben sollte. Denn nicht die Atombombe, nicht die Handfeuerwaffe und auch nicht die Todesstrafe sind die größten Killer, sondern die Natur des Menschen. Wobei es eine Frage der Definition des „natürlichen“ Todes ist, ob man die über 200 000 Opfer des Tsunami, die innerhalb von Stunden sinnlos von der Natur hinweggerafft wurden, dazuzählt oder nicht.
Wenn mir die Natur also am Herzen liegt, dann nicht, weil sie mich retten kann, sondern weil sie mich auf meinen Retter verweist. Sie lehrt mich staunen (und fürchten) und sie lehrt mich vor allem den Blick nach oben zu richten, von wo jedes Lebewesen seine Kraft und sein Leben empfängt. Aber sie lehrt mich auch, über sie hinaus zu sehen, weil ich zwar die Trümmer der Herrlichkeit in ihr erkenne aber nicht mehr die Herrlichkeit selbst. So wird die Natur mir zur ersten Lehrerin der Güte Gottes und zur Mahnerin seines Gerichtes und lässt mich ohne Entschuldigung vor ihm stehen. Die Entschuldigung finde ich nur im Evangelium.

Was wollen die islamischen Terroristen eigentlich?

Bei den meisten Terroristen sind die Ziele einigermaßen durchschaubar: entweder sollen Gefangene entlassen werden, Truppen sich zurückziehen oder es geht einfach um Geld. Aber welchen Nutzen hat der Terrorismus, den wir z.Zt. erleben? Hierzu herrscht erstaunlich viel Schweigen im deutschen Blätterwald. Stattdessen denkt man lieber über praktische Fragen der Anti-Terror-Abwehr nach, was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist.

Die sozialen Gründe für den Terror musste man schon früh aufgeben, weil die Terroristen eher aus der Mittelschicht kamen. Und alle möglichen psychologischen Teorien scheitern daran, dass sie nicht das Phänomen des islamischen Terrorismus erklären, denn verbitterte, hasserfüllte Menschen gibt es in jeder Kultur.
In konservativen Kreisen wird der Terror oft als Mittel der Mission oder Verbreitung des islamischen Herrschaftsgebietes gedeutet. So erklären es übrigens auch manche ehemalige Muslime:

http://www.gruene-pest.de/showthread.php?t=240770
http://de.danielpipes.org/article/2800

Aber diese Erklärungen greifen immer noch zu kurz, denn eine Ausbreitung der eigenen Religion oder Weltanschauung wünscht sich doch jeder, nicht nur die Muslime. Davon abgesehen, wählen sie dafür denkbar dämliche Mittel, wenn sie ernsthaft glauben, die Deutschen führen die Scharia ein, weil sie sich vom Islam bedroht fühlen. Der größte Erfolg könnte doch nur darin bestehen, dass sie rechtliche Reaktionen auslösen – die dann allerdings vor allem zum Nachteil der hier lebenden Muslime auschlagen würde. Das kann nicht der Grund sein.

Wer den Terrorismus des Islam verstehen möchte, muss die Theologie des Dschihad verstehen. Der Dschihad heißt wörtlich übersetzt soviel wie „Bemühen“ und ist ein Ausdruck für das Vorgehen gegen Sünde. Christine Schirrmacher nennt in ihrem Buch „Der Islam, Band 1“ vier Formen des Dschihad:
1. Der Jihad des Herzens: dies ist die Bekämpfung des Teufels und die Abwehr seiner Angriffe, um die Menschen zum Bösen zu verleiten.
2. Der Jihad der Zunge: Er wird gekämpft durch das Aussprechen des Wahren und Richtigen.
3. Der Jihad der Hände: Dies ist das Eintreten für das Richtige und das Vermeiden des Falschen.
4. Der Jihad des Schwertes: Nur er bedeutet Kampf und Krieg gegen die Ungläubigen und Feinde des Glaubens. (Schirrmacher, S.184).

Was nun oft übersehen wird, ist der Zusammenhang zwischen diesen vier Formen. Aus den gleichen Gründen wird gegen die eigene Sünde gekämpft wie gegen die „Gottlosen“.

Die Identität beider Formen des Jihad wird durch den speziellen Sündenbegriff im Islam möglich: Sünde ist im Islam, anders als im Christentum, etwas, das dem Menschen anhängt, ohne den Menschen völlig zu verderben. Der Kampf gegen die eigene Sünde ist daher auch immer ein Kampf gegen etwas äußeres, nicht zur eigenen Person gehörendes, wobei sich im Herzen natürlich die Versuchungen abspielen, die allerdings von Satan ausgehen und nicht aus dem Menschen selbst kommen:
„Und wenn du von seiten des Satans (zu Bosheit und Gehässigkeit) aufgestachelt wirst, dann such Zuflucht bei Gott! Er hört und weiß (alles).“ (Sure 7, 200) Ähnliches befürchtet man auch von den Ungläubigen. Das Böse wird also immer von außen an den Muslim herangetragen. Dieser Unterschied zum Christentum ist der grundlegenste, um den Jihad zu verstehen aber nicht der einzige. Denn bis hierhin hat man nur gezeigt, weshalb es sich um den gleichen Jihad handelt, egal ob man gegen die Sünde im eigenen Leben kämpft oder gegen die Sünde in der Welt. Man versteht aber noch nicht, welche Bedeutung dieser Kampf hat.

Die Bedeutung des Jihad im Leben eines Muslim ergibt sich aus der Lehre von der Barmherzigkeit Allahs:
die Barmherzigkeit steht grundsätzlich jedem offen, aber sie folgt dem Gehorsam nach.
„Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, damit (auch) Gott euch liebt und euch eure Schuld vergibt!“ (Sure 3,31). Im Gegensatz dazu ist Jesus für uns gestorben, als wir noch Sünder waren (Röm 5,8).
Das gerechte Handeln ist im Islam also immer ein Weg zur Vergebung. Man kommt aber nie an den Punkt, wo man sich der Gnade sicher sein kann, der Islam kennt keine Heilsgewissheit und Allah vergibt seine Gnade, wie es ihm gefällt.

Im Koran wird diese Souveränität Allahs betont. Z.B. in Sure 13,13 „Und der Donner lobpreist ihn, und (desgleichen) die Engel, aus Furcht vor ihm. Er schickt die (Blitze und) Donnerschläge und trifft damit, wen er will. Dabei streiten sie (d.h. die Ungläubigen, Anm. des Übersetzers Rudi Paret) über Gott, wo er (sich doch so gewaltig zeigt und) voller Tücke ist.“ Mit dem Streit über Gott ist wohl in diesem Zusammenhang die Überlegungen über Gottes Gerechtigkeit zu verstehen, wie sie auch im Buch Hiob beschrieben sind. Während allerdings im Buch Hiob die Frage den Menschen aus der Hand genommen wird durch Gottes Antwort, bietet der Koran eine sehr menschliche Erklärung für Allahs Unberechenbarkeit: er ist voller „Tücke“. Dieses Merkmal darf wohl kaum moralisch wertend gemeint sein, sondern ist eine spitze Formulierung für die allgemeine Vorstellung, dass der Muslim nie zur letzten Gewissheit über seinen Heilszustand vor Allah kommt, der hier nach seinem Gutdünken oder eben willkürlich entscheidet.

Der Jihad ist also die einzige Möglichkeit, sich die Gunst Allahs zu erwerben. Der Jihad erwächst direkt aus dem Lebensgefühl, dass der Muslim in seiner Stellung vor Allah empfinden muss. Das „Bemühen“ (Jihad) ist gelebter Gehorsam und erhebt den Muslim über den Gottlosen, es ist die treibende Kraft hinter den 5 Säulen des Islam und die stete Unruhe die aus der Heilsunsicherheit erwächst. Der Jihad ist also selbst eine religiöse Übung – unabhängig von der erzielten Wirkung! Nur so kann man die Anschläge verstehen. Es gibt im Islam verschiedene Auffassungen darüber, wer den Jihad ausrufen muss, und welche äußeren Bedingungen gegeben sein müssen und ich sage nicht, dass die terroristische Variante die einzige oder beste Auslegung des Jihad ist. Man kann also nicht voraussagen, welche Formen der Jihad annimmt, aber man kann die auftretenden Formen leicht durch die Theologie des Jihad erklären.

Es gibt auch in der Bibel von Gott befohlene Kriege. Der Unterschied zum Jihad besteht aber darin, dass die Kriege zwar aus Gehorsam geführt werden aber bereits die Zugehörigkeit zum Volk Gottes voraussetzen, während der Jihad das ständige Bemühen um die Gunst Allahs darstellt und der Krieg so selbst zur religiösen Übung wird.

Im Christentum gibt es natürlich auch den Kampf gegen die Sünde. Aber hier werden wir durch den Glauben an die Vergebung Gottes durch sein stellvertretendes Opfer durch Jesus erlöst. Die Sünde ist auch keine bloße Tatsünde sondern ein Verderben, dass den Menschen von seinem Innersten her verwüstet hat. Hier ist an eine besondere Auszeichnung durch gute Taten vor allen anderen Menschen nicht zu denken. Jeder Christ weiß: wenn mein Heil darauf beruhte, dass Gott meine besonderen Werke mit denen anderer Menschen vergleicht, bin ich verloren. Deswegen lehrt Jesus uns zu beten „Und vergib uns unsere Sünden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Der Christ ist Sünder wie der Gottlose. Er unterscheidet sich nicht dadurch, dass er sich durch bestimmte Leistungen hervorgearbeitet hat, sondern dass er seine Schuld von Gott aufgedeckt bekommt und durch das Blut eines anderen gerecht vor Gott steht.
Ein bekannter Text über den geistlichen Kampf beginnt daher mit den Worten:
„Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Eph. 6,10) Die ganzen Waffen, die dann aufgezählt werden, sind Waffen, die wir bereits von Gott erhalten haben. Es ist also ganz wörtlich zu verstehen, dass wir hier in SEINER Stärke stark werden sollen. Unser Kampf findet also bereits durch ihn statt, und unsere Waffen sind sein Heil und seine Gnade, also gerade die Dinge, mit denen Gott uns voraussetzungslos beschenkt hat. Woher könnte uns ein Urteil drohen, wenn Gott selbst uns vergeben hat und die Gerechtigkeit seines eigenen Sohnes anrechnet? An die Stelle des Kampfes tritt hier nur noch das eigene Absterben und die Dankbarkeit.
Gewaltätig sind Christen vor allem dort geworden, wo sie diese Lehre missachtet und sich eine eigene Gesetzesreligion erschaffen haben.