Europäischer Menschengerichtshof schwächt nicht die Autonomie der Kirche sondern fordert klare Regelungen

Im konkreten Fall ging es um einen Organisten, dem von der katholischen Kirche wegen „Ehebruchs und Bigamie“ gekündigt wurde. Der europäische Menschengerichtshof hat die Kündigung für illegal erklärt und dem Organisten einen Schadensersatz von 40.000€ zugesprochen.

In verschiedenen Medien und Foren wurde diese Entscheidung vorschnell so verstanden, dass die Autonomie der Kirchen durch das Urteil geschwächt wurde und Ehebruch akzeptiert werden müsse. Genau darum ging es bei diesem Urteil aber nicht, „Europäischer Menschengerichtshof schwächt nicht die Autonomie der Kirche sondern fordert klare Regelungen“ weiterlesen

Baden-Württembergs Pressesprecher wechselt zur CDU – Projekt PBC gescheitert?

Vom Wechsel des baden-württembergischen Pressesprechers der Partei Bibeltreuer Christen (PBC) Andreas Schönberger in die CDU las ich gestern auf idea.de. Da er sich auch schon hier auf theocons.de an Diskussionen beteiligte, schrieb ich ihn an, um näheres über seine Wechsel-Motive zu erfahren. In der Anlage nun seine detaillierte Antwort …
Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Liebe Freunde und Bekannte,

schweren Herzens erkläre ich heute meinen Austritt aus der PBC. Dieser Schritt ist endgültig und ich bitte Euch, mich nicht durch telefonische Rückholungsversuche davon abbringen zu wollen.

Es hatten sich ja bereits in den letzten Monaten immer wieder unterschiedliche Einschätzungen im Hinblick auf programmatische und strategische Fragen ergeben, zuletzt im Hinblick auf die Frage, ob die PBC auch zur Bundestagswahl antreten solle.

Der entscheidende Grund für meinen Austritt liegt darin, dass die PBC seit mittlerweile zwanzig Jahren bei bundesweiten Wahlen Ergebnisse von 0,1 bis 0,4 % einfährt und auch bei Landtagswahlen noch nie ein Ergebnis von einem Prozent oder mehr erreicht hat. Es zeigt sich somit überdeutlich, dass das Projekt PBC, was den zählbaren Erfolg bei Wahlen angeht, als gescheitert angesehen werden muss. Ich sehe keine Aussicht auf eine Verbesserung dieser Zahlen bei zukünftigen Wahlen. Es gab – in sehr geringem Umfange – Erfolge im kommunalpolitischen Bereich. Dazu braucht es aber keine bundesweit organisierte christliche Kleinpartei – auf kommunaler Ebene ist es jederzeit jedem Christen möglich, sich mit seinen christlichen Überzeugungen in den bereits existierenden Parteien und Wählervereinigungen einzubringen.

Es reicht nicht aus, ein gutes, frommes Parteiprogramm zu haben, wenn man, weil man eine Splittergruppe ist, nicht ernst genommen wird und politisch nichts oder doch wenig erreicht.

Ich weiss, dass es ein schwieriger Weg ist, für christliche Überzeugungen, z.B. für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder, in den etablierten Parteien einzutreten. Ich sehe aber dazu keine Alternative. Ich habe daher einen Antrag auf Mitgliedschaft in der CDU gestellt. Falls diesem Antrag stattgegeben wird, so werde ich mich als einfaches CDU-Mitglied für meine christlichen Überzeugungen einsetzen, besonders bei den Christdemokraten für das Leben und im Evangelischen Arbeitskreis der CDU.

Meine Kandidatur auf der Landesliste der PBC zum Bundestag ziehe ich hiermit zurück. Ich werde den Landeswahlleiter hierüber informieren und bitte auch den PBC-Landesvorstand um Beachtung dieses Rückzuges, auch bei der Einreichung des PBC-Wahlvorschlages. Es wäre auch für die PBC nicht gerade werbewirksam, wenn sich ein bekennendes CDU-Mitglied auf ihrer Liste befände.

Für die freundschaftliche Zusammenarbeit möchte ich Euch allen ganz herzlich danken.
Möge der HERR Euch alle reichlich segnen!

Herzlich, Euer Andreas.
Baden-Württembergs Pressesprecher wechselt zur CDU – Projekt PBC gescheitert?

Vorzeichen des Umschlags

Die Ermordung der zwei deutschen Baptistinnen und das noch ungeklärte Schicksal der mit ihnen entführten fünfköpfigen Familie aus Sachsen sind für nicht wenige Teile der Medien ein willkommener Anlass zum Angriff auf Mission im Allgemeinen und evangelikale Missionare im Speziellen.

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Was ist los mit den christlichen Kleinparteien?

Die PBC hat bei der Europawahl 2009 bundesweit 0,3 % der Stimmen bekommen und verschlechterte sich zur Europawahl von 2004 um 0,1 %, dass sie vermutlich an die AUF verloren hat, die eben gerade 0,1 % der Stimmen erhielt.
Die Werbespots beider Parteien haben mir die Schamröte ins Gesicht getrieben – „wir schreiben Europa mit C…“. Das wirkte nicht nur unprofessionell, was man bei kleinen Parteien entschuldigt, sondern auch ungengagiert und desinteressiert.

Mein Wunsch für die nächste Wahl wäre eigentlich ein kleines Set aus Wünschen:

1. Macht die AUF-Partei dicht. Das Konzept einer gemeinsamen Partei für Evangelikale und Katholiken ist nicht nötig, denn die CDU war als traditionell katholische Partei trotzdem für viele Evangelikale wählbar, bevor sie sich in ihrer Familien- und Sexualpolitik vom Christentum weg bewegt hat. Umgekehrt könnte eine evangelikal geprägte Partei auch für Katholiken attraktiv sein, denn ein gemeinsames Themenspektrum gibt es tatsächlich.
2. Gebt der PBC einen neuen Namen, der zwar den christlichen Bezug aber keine evangelikalen Spezialitäten enthält. Ein Evangelikaler kann zwar eine christlich demokratische Union wählen, aber er hätte vermutlich Schwierigkeiten mit einer katholisch demokratischen Partei o.ä….
Wie wärs einfach mit CDP?
3. Bringt die Steckenpferde zum Metzger. Man mag ja von der Israel-Politik der PBC halten was man mag, aber sie gehört in einem Parteiprogramm einfach nicht in den ersten Teil. Wenn das Programm nicht nur von Freaks Zustimmung erfahren soll, muss es auch allgemeiner angelegt sein und politischen Gestaltungswillen für alle wichtigen Bereiche eines Programms deutlich machen.
4. Etwas mehr Propaganda vor einer Wahl wäre nicht übertrieben. Ich glaube, dass es das Potential für eine Stimmenzahl weit über der 5%-Hürde gibt, wenn man die Wähler zu überzeugen versteht. Das wäre in meinen Augen eine gute und überfällige Ergänzung zur CDU.
5. Vielleicht fällt mir noch mehr ein…

„Sexueller Totalitarismus“

Unter dem gleichnamigen Titel ist derzeit ein aufschlussreicher Essay der Publizistin Gabriele Kuby auf der Homepage des christlichen Informationsforums „Medrum“ zu lesen.
Auch wenn ich an dieser Stelle vor ihrer Marien-Begeisterung warnen möchte, ist dieser Text in meinen Augen lesenswert.

Ist der Buddhismus eine Religion?

Es gibt Begriff, die sind unklar und daher schwer zu definieren (z.B. „Globalisierung“, „gut“, „Freund“…). Andere können wir hingegen einigermaßen einfach definieren ( z.B. „Kugel“) weil wir eine klare Vorstellung von der bezeichneten Sache haben. Aber es gibt auch Fälle, in denen wir zwar einen klaren Begriff haben, aber zu einer Definition kaum imstande sind. Z.B. wenn wir die eigenwillige Wohnung von Siggi beschreiben wollen und jeden einzelnen Gegenstand noch vor uns sehen und einem dritten erklären wollen, wie die Wohnung so ist. Dann haben wir das Gefühl, es liegt uns auf der Zunge, aber da liegt garnichts, und so sagen wir schließlich: „sie ist einfach typisch Siggi!“
Und jeder, der Siggi kennt, weiß, was gemeint ist. Wer ihn nicht kennt, hat natürlich keine Ahnung. Er würde an der Wohnung natürlich auch nichts typisches entdecken und fände vermutlich noch nicht einmal einen Begriff, unter dem er die Wohnungseinrichtung gut fassen könnte.

Das ist ein Beispiel für einen Fall, in dem man einen Gegenstand nicht über seine Eigenschaften definieren kann, sondern ihn über die Eigenschaften eines Dritten definieren muss.
Jeder, der schon mal verliebt war, kennt das Gefühl, durch alle möglichen Personen oder Gegenstände an den geliebten Menschen erinnert zu werden, wo ein Außenstehender keine Chance hätte, diese geheime Verbindung der Dinge und Personen zu erkennen. Bei der einen erinnert ihn die Stimme, bei der anderen vielleicht die Form der Fingernägel oder sogar ihr Auto an sie.

Und genau dieser Fall scheint mir auch bei dem Begriff „Religion“ vorzuliegen: jeder hat eine ziemlich klare Vorstellung davon und hat vielleicht sogar den Eindruck, es könne nur eine Formsache sein, hier noch eine Definition zu finden. Und erst bei näherem Hinsehen fällt auf, dass es kein Element gibt, dass alle gemeinsam haben. Es sei denn, man formuliert es so vage, dass der Begriff nicht mehr von einer „Weltanschauung“ zu trennen und letztlich uninteressant ist.
Für dieses Phänomen ist es die naheliegendste und beste Erklärung, von einem Urbild auszugehen, also einer Religion, die gleichsam zum Modell für jede sogenannte „Religion“ wurde, weil sie alle Gedanken, die auch in anderen Religionen auftauchen, in der klarsten Weise enthält.

Ich möchte dies anhand des Buddhismus etwas ausführlicher zeigen:
Der Buddhismus bereitet dem Definitionssucher eine besondere Schwierigkeit, weil er keinen Gott kennt und auch kein Jenseits, wie wir es verstehen. Denn „Jenseits“ drückt die Trennung und Unterscheidbarkeit von einem Diesseits aus, die der Buddhismus m.W. so nicht kennt.
Und dennoch zögert kaum jemand, den Buddhismus als Religion zu bezeichnen. Warum? Weil er dem Christentum ähnlich sieht. Das mag auf den ersten Blick überraschen, aber wenn man aus dem Christentum den persönlichen Gott wegdenkt, erhält man eine Religion, die dem Buddhismus sehr ähnlich sieht, und zwar ähnlicher als jede polytheistische Religion.
Das Gebet wird dann zu einer Übung, bei der der Gläubige keinen Kontakt mit einer Person sucht, sondern bemüht ist, die vermeintliche Pespektive eines Gottes selbst einzunehmen, der das Wesen aller Dinge versteht und so zur Erleuchtung gelangt. Aus dem Gebet ist die Meditation geworden. In beiden Fällen nimmt die Seele für eine Zeit Urlaub vom Leben auf der Erde und erhält einen kleinen Vorgeschmack von dem oder auf das, worauf ihre Hoffnung ruht.

Nimmt man der christlichen Ethik den persönlichen Gott, wird aus dem moralischen Anspruch eine mechanische Konsequenz. D.h. negative Konsequenzen kommen nicht aus dem Zorn Gottes, sondern aus dem Handeln des Menschen. Sie sind keine „Strafe“ sondern „Folge“, mechanisch, notwendig und vor allem unpersönlich.

Dadurch entsteht aber das Problem, wie man mit dem Versagen des Menschen umgeht, denn Gnade kann es im Buddhismus nicht geben. Die Lösung bietet die Wiedergeburt, bei der jeder Mensch in beliebig häufiger Folge zum perfekten Menschen werden kann. Im Christentum kennen wir diese Konzeption aus der Katholischen Kirche. Auch hier wurde das Heil Gottes mechanisiert und zu einem Heils-Algorithmus pervertiert, der für Gott wenig Raum ließ. Das Problem der fehlenden Gnade löste man hier durch die Erfindung des „Fegefeuers“, bei dem die schlechten Taten noch weggebrannt werden können, bevor die Seele des Gläubigen dann zu guter Letzt doch noch in den Himmel kann. Der Buddhismus hat das Fegefeuer hingegen auf die Erde verlegt und lässt den Menschen hier für seine Vergehen büßen, bis der Mensch vollkommen und – wie ein Christ sagen würde – „heilig“ ist.

Für einen Christen bietet der Buddhismus daher einen sehr großen Wiedererkennungeffekt und er wird ihn als Religion bezeichnen, ohne vielleicht genau zu wissen, wieso. Bei anderen Religionen ist der Vergleich noch einfacher, weil sie meistens die Verehrung eines Gottes kennen und sich mit der Frage nach Schuld und Sühne, Güte und Jenseits beschäftigen.

Es ist daher nicht erstaunlich, dass die Religionswissenschaft auf christlichem Boden – wenn auch nicht von Christen – entwickelt wurde. Denn das Christentum bietet zwar kein genuines Interesse an dem Religionsvergleich, aber es bietet das Urbild, durch das überhaupt der zu erforschende Gegenstand erkennbar wird.
Wieviel Vergnügen einem Christen allerdings die Beschäftigung mit anderen Religionen, zeitgenössischen und antiken, bietet, werde ich vielleicht in einem weiterem Beitrag zeigen.

TOP 20 Theocons 2007: Die meistgelesenen Artikel

Wir lassen die Seitenzugriffe auf unseren Blog durch Google-Analytics messen. Hier präsentieren wir Euch die 20 Artikel, auf die im Jahr 2007 am häufigsten zugegriffen wurde:
1. Die Klimalüge: Klimaskeptiker schlagen Alarm! [1.335]
2. Kostenloser Derek-Prince MP3-Predigt-Download auf Online-predigt.de gestoppt [670]
3. Der Große Schwindel um die Erderwärmung [460]
4. Neo-Atheismus : neue Fundamentalisten auf dem Vormarsch! [333]
5. Homosexuelle als Kanonenfutter des Kulturkampfes [213]
6. CDU ohne C – Christliche Kleinparteien fusionieren für Superwahljahr 2009! [147]
7. Christlicher Hexenwahn? [133]
8. Bist Du theokonservativ? [126]
9. Das Kopftuch [91]
10. MFC: Heiratsquote unter Christen ver1000fachen [77]
11. Ich genieße es den Teufel aufschreien zu hören! [59]
12. Ab wann besitzt der Mensch eine unantastbare Würde? [59]
13. Die Dekadenz der vierten Gewalt [56]
14. 11.06. 22:15 RTL Der große Klima-Schwindel [45]
15. Naturmystik – Die neue Religion [43]
16. Christliches Bauchaufschneiden? [37]
17. Marilyn Manson von Dämonen besessen … [35]
18. Waren die Nazis familienfreundlich? [32]
19. Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolutionslehre von Charles Darwin [32]
20. Schafft die Entwicklungshilfe ab! [31]

Bist Du theokonservativ?

Lieber Bruder, liebe Schwester,
fühlst Du Dich durch diesen Blog angesprochen? Könntest Du das Intro rechts neben diesem Text ohne Bauchschmerzen unterschreiben? Hast Du Jesu Liebe für die Armen, für die Verlorenen im Herzen? Und für Deine wiedergeborenen Mitgeschwister … seien es nun Pfingstler, Katholiken oder gar Links-Evangelikale? Würdest Du auch gerne hier etwas schreiben? Hast Du ein gewisses Talent dafür? … Wenn ja, möchte ich Dich gerne einladen, Theocons.de regelmäßig zu besuchen und von der Kommentarfunktion Gebrauch zu machen. Die eigentliche Intention dieses Aufrufs ist es jedoch, Dich mittelfristig für diesen sog. Weblog als Autor bzw. Autorin zu gewinnen.
Bitte habe Verständnis dafür, dass bei diesem Projekt keine kommerziellen Absichten vorhanden sind und deswegen natürlich auch keine Autorenvergütungen vorgesehen sind. Wenn Du Dich also dafür erwärmen könntest, gelegentlich einen maximal DinA4-Seiten langen Artikel mit aktuellem politischen Hintergrund für Theocons.de zu schreiben oder schon geschriebene Artikel hier zweitzuverwerten, nimm doch bitte Kontakt zu mir auf [-> E-Mail]. Falls wir zusammenkommen, richte ich Dir dann einen Login auf unser Redaktionssystem ein, mit welchem Du hier ganz leicht Artikel veröffentlichen kannst. [Ein Redaktionssystem-Demo: http://demo1.b2evolution.net/stable/admin.php?login=admin&pwd=demopass ]. Ich würde mich freuen, wenn Du Theocons.de weiteren potentiell theokonservativen Autoren, die Du kennst empfehlen würdest!

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Bist Du theokonservativ?

2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“?

2007 könnte das Jahr des Beginns einer „Christlichen Koalition“ für Deutschland werden. Am 2. September vergangenen Jahres trafen sich die Spitzen der Bundesvorstände der beiden christlichen Parteien Partei Bibeltreuer Christen (PBC) und der ältesten Partei Deutschlands der Deutschen Zentrumspartei in Nürnberg, um eine weitreichende Zusammenarbeit zu vereinbaren. In einem längeren Prozess haben sich beide Parteien, die programmatisch offenbar in allen wesentlichen Politikfeldern übereinstimmen, angenähert und wollen jetzt konkret zusammenarbeiten. Die christliche Ethik, beispielhaft in den Zehn Geboten zusammengefasst, bildet die Grundlage ihrer politischen Positionen bzgl. einer nachhaltigen Familien- und Gesellschaftspolitik. Beide Parteien treten für die Förderung von Ehe und Familie, für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder sowie für eine grundlegende Reform des Gesundheits- und Sozialsystems ein. Für 2007 sind Aktionen u.a. für das Lebensrecht von ungeborenen, behinderten und alten Menschen geplant.

Dies könnte in der Tat der Anfang für eine wahrhaft historische christliche Plattform sein, denn beide Parteien tragen in sich Kristallisationskerne des theokonservativen Wählerpotentials Deutschlands. Die PBC könnte entscheidende Anteile der politisch denkenden deutschen Evangelikalen binden und die Deutsche Zentrumspartei die Eliten des politisch aktiven Katholizismus einbinden.
Dass die Zeichen der Zeit für eine solche Plattform ausgesprochen günstig sind, zeigen politische Prognosen, die am Horizont für Europa und speziell für Deutschland eine Rückkehr der Religion aufziehen sehen.

Kommen wir ganz kurz zur CDU. Sicher kann sich noch jeder daran erinnern, als Kardinal Meisner der Kragen platzte und er den Unionsparteien empfahl das C aus dem Namen zu streichen. Er sprach manchem dabei aus dem Herzen, aber tun wir der Union damit nicht Unrecht? Gibt es nicht viele hoffnungsvolle Ansätze, wie zum Beispiel die Christdemokraten für das Leben? Ja die gibt es, aber wenn wir ehrlich sind läuft doch zur Zeit das große Säkularisierungsprogramm in der Union, mit schleichender Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, Aufgabe jeder echten Opposition gegen das gängige Abtreibungsrecht und dem klammheimlichen Schielen in Richtung Stammzellforschung …
Aber für den wirklich christlichen Kern der Union kann der Aufbau dieser Plattform eine Ermutigung sein. Wer weiß vielleicht wächst dort ja ein neuer Koalitionspartner heran, der die Unionsparteien dazu bringt ihr christliches Erbe wirklich ernst zu nehmen. Vielleicht werden bald aus christlichen Aussenseitern in der Union Politiker, die von ganz oben aufgefordert werden Brücken zu dieser neuen theokonservativen Bewegung zu schlagen

Das neue Parteibündnis ist jedenfalls offen für die Zusammenarbeit mit Christen in allen Parteien und politischen Organisationen. Mittelfristig streben sie in einer christlichen politischen Bewegung in Deutschland ein Wachstum auf 50.000 Mitglieder an und wollen stabil 8 – 10 % Wählerpotential erschließen.

Allen Beteiligten sei hierzu das neue Buch von Günter Rohrmoser ans Herz gelegt „Konservatives Denken im Kontext der Moderne“ Er geht darin der Frage nach, wie konservatives Denken und unsere moderne Gesellschaft zusammenpassen und beklagt die Tatsache, dass die Mehrheit der Bevölkerung zwar konservativ fühlt, aber es in Deutschland keine politische Kraft gibt, die dies kanalisieren kann. Am Beispiel der USA beschreibt er, wie eine konservative Kulturrevolution aussehen kann. Dieses „wiedererweckte“ amerikanische Christentum hat nun mit der Wahl Bushs aus Sicht des Autors einen revolutionären konservativen Angriff auf unsere spätliberale Dekadenz geführt, von dem sich Europa nicht abkoppeln sollte, um das Überleben des Westens zu sichern.

Vom christlichen Amerika lernen, heißt siegen lernen … so sehen wir theocons das auch 🙂

Mit freundlichen Grüßen
wanderprediger

Diskussion zu diesem Thema auf jesus.de
2007: Deutschland auf dem Weg zur „Christian Coalition“?

Papst ist „Anti-Gay Person 2005“

Die Homo-Zeitung „Washington Blade“ hat Papst Benedikt XVI den Titel „Anti-Gay Person 2005“ verliehen. „Während seiner Zeit als Kardinal, hat Ratzinger die homofeindlichste Rhetorik des Vatikans verfasst“, so die 1969 gegründete Zeitung. Daraufhin hätte der neu gewählte Papst in wenigen Monaten „Schwule und Lesben einseitig als moralische Bedrohung der Gesellschaft angegriffen.“ Der Artikel steht unter der Überschrift „Heilige Engstirnigkeit“. Der deutsche katholische Nachrichtendienst kreuz.net schrieb daraufhin: Begründet wurde die Kür des Heiligen Vaters unter anderem mit dem im November veröffentlichten Schreiben über Homosexualität und Weiheamt. Außerdem stemple Benedikt XVI. die Homos einseitig als „moralische Bedrohung für die Gesellschaft“ ab. Der Papst würde auch ein weltweites, aggressives Lobbying gegen die angeblichen Rechte homosexuell Unzüchtiger betreiben.

Papst ist „Anti-Gay Person 2005“