Erbsünde und privates Glück

Die Erbsünde dürfte zu den unsympathischsten Lehren des Christentums gehören. In Gemeinden würde man ihr zwar kaum widersprechen, aber sie wird auch selten gepredigt. Und doch wäre ihr Verlust groß – für die Kirche wie für die Gesellschaft, aber dazu später mehr…
Die Erbsünde ist eine echte Sünde, d.h. es geht um wirkliche Schuld. Aber, und das ist das Anstößige, es ist eine Schuld, die man erbt. Man wird also nicht durch die erste bewusste Sünde schuldig, sondern die erste bewusste Sünde ist bereits eine Folge der geerbten sündigen Natur des Menschen. Die Schuld ist also mit dem Wesen des Menschen aufs Engste verwoben und nicht erst Folge eines persönlichen Pechs oder schlechter Prägung. Jeder Mensch bringt die Schuld schon mit auf die Welt.
Das Gegenmodell ist die Vorstellung vom „an sich“ guten Menschen. D.h. schuldig wird der Mensch erst durch eine bewusste Wahl der schlechten Handlung, und auch dann ist nicht der Mensch gut oder schlecht, sondern nur seine Taten. Da er eigentlich alles zum moralisch guten Leben mit auf die Welt gebracht hat, liegt der eigentliche Grund für seine Schlechtigkeit in seiner Außenwelt.
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Ein Kampf gegen das Christentum

Konkret geht es um einen christlichen Kongress für Therapie und Seelsorge, auf dem es (wie beim Christival neben vielen anderen auch) Seminare zur Therapie Homosexueller gibt. Ein Aktionsbündnis mit prominenter politischer Unterstützung hat diesem Kongress den Kampf angesagt. Gleichzeitig stellen die Organisatoren in ihrem Flyer aber folgendes fest:
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Wie Kirchen untergehen

Kirchen sterben nicht durch Verfolgung oder weil sie von der Gesellschaft nicht gemocht werden – das ist normal-, sondern wenn sie Christus verlieren.
Michael Horton, Professor für Apologetik und Systematische Theologie am Westminster Theological Seminary (Escondido, Kalifornien), hat einen Aufsatz unter dem Titel veröffentlicht, der auf der Seite TheoBlog auszugsweise auf Deutsch übersetzt wurde.

Homosexualität in der Bibel

In diesem Beitrag geht es um eine Besprechung einzelner Kapitel des Buchs „Streitfall Liebe“ von Valeria Hinck. Auf der Homepage von „zwischenraum“ ist dieses Buch kostenlos als Download erhältlich. Ich werde daher einzelne Kapitel kommentieren, ohne sie noch einmal zusammenzufassen. Für die Auswahl der Kapitel und in den Kapitel für bestimmte Abschnitte gibt es verschiedene Gründe, in der Regel habe ich aber Argumente übersprungen, wenn ich den Eindruck hatte, sie seien ihrerseits von anderen Argumenten abhängig, auf die ich schon eingegangen bin. Falls Sie den Eindruck haben, ich hätte doch noch etwas Wichtiges übersehen oder ich sollte doch noch ein weiteres Kapitel kommentieren, dann merken Sie das ruhig als Kommentar oder über die Kontaktseite an. Ich werde versuchen, den Punkt zu ergänzen.
Ich hoffe, dass ich das Thema „Homosexualität“ danach erst mal etwas ruhen lassen kann, weil mir einige andere Themen eigentlich mehr unter den Nägeln brennen…

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