McCain oder Obama? Wen werden die Deutschen wählen?

Ganz so weit ist es sicher noch nicht, aber es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass langsam aber sicher auch Wahlkämpfe global werden. Das hat zum Einen ganz naheliegende Gründe: die im Ausland lebenden Bürger müssen überzeugt werden und die außenpolitische Reputation des Staatsoberhauptes hängt (leider) mit dem Ruf des ganzen Landes in der Welt zusammen.
Das alles erklärt aber noch nicht, weshalb sich auch das Ausland so engagiert am Wahlkampf beteiligt, und dass es das tatsächlich tut, konnte man spätestens seit der Diskussion in Deutschland über die geplante Rede Obamas vor dem Brandenburger Tor erkennen. Die Argumente, die für und gegen diesen Ort ins Feld geführt wurden, waren an sich alle unverdächtig. Interessant war aber, dass vor allem linke Politiker für und konservative Politiker gegen dieses Setting plädierten. Und das riecht schon sehr nach deutschem Wahlkampf. Die Medien waren hier noch weniger zurückhaltend und haben schon längst Ms. Clinton zur Lieblingskandidatin gekürt. Aber jetzt kämpfen sie treu und tapfer für Obama. Die Berliner – also nicht nur die in Berlin lebenden Amerikaner – freuen sich auf die Rede Obamas und würden ihn mit klarer Mehrheit wählen: 70% der Stimmen bekäme Obama – wenn jemand die Deutschen fragen würde (lt. einem Bericht der FTD).
Und wenn man sich das Gekeife über George W. Bush anhörte, mochte man kaum glauben, dass es hierbei um das Staatsoberhauptes eines anderen Landes ging.

Die Frage ist nur: was soll das eigentlich? Wieso setzen sich Deutsche so für oder gegen einen amerikanischen Präsidenten ein?
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Religion und Magie

Sowohl bei Laien als auch unter Religionswissenschaftlern scheint die Vorstellung zu herrschen, in den sog. „Naturvölkern“ zeige sich eine besonders ursprüngliche Form der Religion. Auf diese Vorstellung stützt Freud ausdrücklich sein Buch „Totem und Tabu“, und sogar Pater Wilhelm Schmidt, der eigentlich die These vom Urmonotheismus vertrat, baute seine Argumentation auf der Vorstellung, in bestimmten rezenten Gesellschaften ursprüngliche Gesellschaften zu finden.

Und da die Magie ein universales Element dieser Gesellschaften ist, hat sie den Ruf, mit Totemismus, Animusmus u.ä. (je nach Auffassung) eine der ältesten Formen der Spiritualität zu sein. Hieraus habe sich dann viel später der Polytheismus und dann noch viel später – als Gegenreaktion zum Polytheismus – der Monotheismus entwickelt.
In Deutschland haben die Nazis diese These besonders bunt ausgemalt, indem sie das Christentum als jüdischen Einfall in ein vermeintlich stolzes und starkes Deutschland darstellten, wodurch dieses gedemütigt und geschwächt worden sei. Da diese Vorstellung ein Grund für den Hass gegenüber den Juden war, ist es eigentlich erstaunlich, wie wenig diese These öffentlich und kritisch diskutiert wurde. Nicht zuletzt, weil es gute Gründe gibt, diese Religionsgeschichte nicht blind zu glauben:

Da ist zum Einen das Problem, dass Magie viel zu eigenartig ist, um sie mit einfachsten und simplen menschlichen Regungen zu erklären: Auch der Magier unterscheidet sehr wohl zwischen alltäglichen Handlungen, bei denen er in unserem Sinne sehr rational vorgeht (z.B. bei der Jagd) und magischen Handlungen, die oft nur von Spezialisten und nach genauen Regeln ausgeführt werden. Man kann also nicht von einer bestimmten Form zu denken oder die Welt wahrzunehmen ausgehen.
Ebensowenig kann man magische Handlungen als reine „Ausrdruckshandlungen“ erklären – wie z.B. ja jemand aus Enttäuschung das Bild der Geliebten zerreißt. Denn damit kann man noch nicht erklären, wie es zu der Vorstellung kommt, diese Geste habe eine Wirkung. Denn wie gesagt: der Unterschied zwischen Wollen und Vermögen ist offensichtlich in allen Kulturen vorhanden, weil sie sonst überhaupt nicht lebensfähig wären.

Es spricht aber noch etwas anderes gegen die Vorstellung einer ursprünglich magischen Spiritualität: nämlich die Beobachtung moderner Religionen. Hier finden wir überall und immer wieder das Phänomen, dass Religion zur Magie entwickelt wird, aber nie, dass eine magische Handlung sich zur Verehrung eines Gottes entwickelt. Also man kann beobachten, dass z.B. unter Christen immer die Gefahr virulent ist, das Gebet als eigenes Werk zu betrachten. Dann geht es nicht mehr um die Bitte an Gott, sondern um den Willensakt. Es genügt dann nicht vertrauensvoll zu glauben, dass Gott helfen kann und mir ein liebevoller Vater ist, sondern man muss vor allem glauben, dass das erbetene Ergebnis eintrifft! Auf diesem Wege hat man das Gebet zu einem Instrument des eigenen Willens gemacht und erfüllt damit die Kriterien einer magischen Handlung. Ich habe es umgekehrt noch nie erlebt, dass magisch denkende Christen von selbst anfingen, ihre magische Haltung aufzugeben. Hier ist immer ein klares Wort nötig, dass die Menschen noch einmal wach rüttelt und sie auf Gott hinweist. Geschieht dies nicht, wird das Gebet zur Kunst, die vor allem von Spezialisten beherrscht wird – ähnlich einem Schamanen.

Aufgrund dieser Beobachtung halte ich auch die Magie in anderen Kulturen für eine degenerierte Form der Religion.

Auf einem ähnlichen Weg könnte es auch zum Polytheismus gekommen sein: zunächst wurden die Eltern und andere Menschen, die von Gott erzählten, verehrt. Bis schließlich Gott vergessen war und alle religiösen Empfindungen bei den Lehrern hängen blieben. So rückten verehrte Menschen stufenlos in die Stellung von Göttern. Dieses Phänomen kann man bei Buddha beobachten: er lehrte eigentlich eine atheistische Religion und war für die Menschen nur ein Vorbild. Wer sich aber heute ansieht, mit welcher Hingabe Buddhafiguren (oder auch der „Dalai Lama“) von Gläubigen Buddhisten mitunter verehrt werden, wird kaum umhin kommen, diese Figur als das Abbild eines Gottes zu verstehen.

Die vorgeschlagene Erklärung für Magie und Polytheismus bietet eine Möglichkeit, gerade die Erklärungsbedürftigkeit beider Phänomene ernstzunehmen. Es sind eben keine trivialen Vorgänge, wenn Menschen anfangen, ihre Eltern anzubeten, nur weil diese tot sind! Und es ist auch nicht trivial, dass Menschen scheinbar sinnlose Handlungen ausführen, um ihr Ziel zu erreichen, dass sie durchaus auch auf anderen Wegen erreichen könnten (z.B. einen Feind zu töten). Wenn wir von einer ursprünglichen Gottesvorstellung ausgehen, können wir das magische Verhalten als Rudiment erklären und als Bestandteil einer Vorstellungswelt, die auch ihren Teilhabern nur zu oft unverständlich ist.

Die Erklärung erlaubt auch eine differenzierte Sicht auf die Christianisierung: Wo das Wort Gottes gepredigt wird, kommt es zu einem Kulturbruch. Aber dieser Kulturbruch führt die Menschen zurück an ihre Wurzeln der Gotteserkenntnis, von denen sich ihr Kult weit entfernt hat. Der Glaube an den einen Gott, der durch seinen Willen etwas schaffen kann, ist den Menschen zu allen Zeiten fremd und vertraut.
Auf diese Weise haben die Reformatoren gegen die stark instrumentalisierten Formen des Glaubens in der katholischen Kirche gekämpft. Aber so fremd und unorganisch dieser Eingriff war, so sehr entsprach er doch den eigentlichen Grundlagen der Kirche, nämlich dem offenbarten Wort Gottes.

Seminar: Als Christen Demenzkranke begleiten

Mit der steigenden Zahl alter Menschen in unserer Gesellschaft ist eine rapide Zunahme von Demenzkranken zu beobachten. Als Ärzte und Pflegende werden wir zunehmend mit teilweise irritierenden Verhaltensweisen von diesen Menschen konfrontiert, die uns – wenn wir ehrlich sein – oft an unsere eigenen Grenzen führen. Diese Entwicklung fordert uns gerade im Umfeld diakonischer Organisationen heraus, hier insbesondere aus christlicher Perspektive nach Antworten und Wegen zu suchen. Welche Rolle spielt unser „Christ Sein“ beim Umgang mit diesen Patienten? Welche seelsorgerlichen aber auch praktischen Ansätze in der Begleitung Demenzkranker und ihrer Angehörigen gibt es für uns? Wie ist Demenz aus Sicht der Christlichen Heilkunde zu verstehen?
„Christen im Gesundheitswesen“ eine bundesweite, konfessionsübergreifende Initiative von Mitarbeitern im Gesundheitswesen versprach in ihrem einladungsflyer zu dem Seminar „Als Christen Demenzkranke begleiten“ am 24.06.2006 in Berlin Antworten auf diese Fragen zu geben.

Zunächst ein paar persönliche Anmerkungen zu meiner Motivation dieses Seminar zu besuchen: Ich selber arbeite als Arzt in der geriatrischen Rehabilitationsklinik und wurde schon so manche Nacht zu einem demenzkranken Patienten gerufen, der vollkommen verwirrt, misstrauisch und verängstigt, laut schreiend kurz davor stand die ganze Krankenstation aufzuwecken. In der Regel führen hier meistens bestimmte sedierende Medikamente zum Ziel. Überaschenderweise hilft aber manchmal auch ein „Vater unser“ … sogar bei vermeintlich „hoffnungslosen“ Fällen. Demenz bedeutet auch immer Strukturverlust. Wir vergessen oft, dass gerade bei älteren Patienten noch tief verwurzelte christlich-spirituelle Erfahrungen und Eindrücke abrufbar sind, auf die wir demenzerkrankte Menschen wie auf schützende Inseln inmitten von Stahlgewittern des Chaos und der Bedrohung führen können. Wir vergessen auch oft in unserem hektischen Berufsalltag, dass Gott diese Menschen liebt und dass wir ihn gemeinsam um Hilfe bitten können, einzugreifen in diese Not.

Ich besuche also dieses Seminar: Es beginnt an einem schönen sonnigen Samstagmorgen in den Räumen der Lukasgemeinde in Berlin-Schöneberg. Es sind etwa 70 Teilnehmer anwesend. Schätzungsweise 2/3 der Teilnehmer kommen aus den typischen Gesundheitsberufen ungefähr 1/3 sind Angehörige von Demenzkranken.
Dr. med. Schiffner ist Internist und Oberarzt an einer geriatrischen Klinik in Hamburg. Er ist der Leiter von „Christen im Gesundheitswesen“ und beginnt die Veranstaltung mit einer kurzen Einführung und einem Gebet.

Anschließend hält er einen gut strukturierten Vortrag über die medizinische Aspekte der Demenz, der nochmal alle wesentlichen fachlichen Details bringt.

Der zweite Vortrag wird von Frau Adriana Hasenberg, einer Wohnbereichsleiterin in der Gerontopsychiatrie und Dozentin an der Wannsee-Akademie zum Thema…“Pflege der Menschen mit Demenz anhand des Grundsätze-Modells – eine Quintessenz der Erfahrung segregativer Betreuung“ gehalten. Es geht schwerpunktmäßig um auf den gerontopsychiatrischen Pflegealltag adaptierte Handlungsleitsätze und Prüfraster aus der Theoriebaukasten eines gewissen Prof. Erwin Böhms, der offensichtlich ein eigenes Fachgebiet die psychobiographische Pflegetheorie entwickelt hat. Das Ganze wurde allerdings von der ausgesprochen sympathischen Referentin sehr herzlich und mit Verve vorgetragen. Zitat:“Jeder Verhaltensauffälligkeit liegt eine seelische Komponente zugrunde. Der Mensch mit Demenz wird von drei, hauptsächlichen inneren Zuständen geplagt: von Angst, von Leere/Chaos und von massivem Identitätsverlust. Der Mensch mit Demenz und seine Betreuer befinden sich in Interaktion nach dem Resonanzprinzip.“ Sicherlich sind das essentielle Hinweise für den Umgang mit Demenzkranken, mir fehlte jedoch der explizite Brückenschlag zu unserer christlichen Perspektive und letztlich blieb mir der Ursprung der Lehren dieses Prof. Böhm ein wenig suspekt.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war in meinen Augen ein brillianter Vortrag über die Christliche Heilkunde, die Weltanschauungen im modernen Gesundheitswesen und ihr Einfluß auf Pflege und Therapie von Herrn Dr. Schiffner. Es gibt keinen weltanschaulich neutralen Raum in der Medizin. Hinter jeder pflegerischen, therapeutischen oder medizinischen Handlung steht eine Weltanschauung. Im heutigen Gesundheitswesen sind das im wesentlichen: Rationalismus, Humanismus, Naturalismus, Esoterik und das christliche Menschenbild. Ist im Rationalismus nur der körperliche Horizont abgebildet, so kommt schon im Humanismus auch der seelische Horizont hinzu. Die mittlerweile im gesamten Gesundheitswesen sehr gut aufgestellte Esoterik bringt neuerdings auch den im Rahmen der Säkularisierung schon längst aufgegebenen geglaubten geistlichen Horizont wieder mit in das Gesundheitswesen. Aber Dr. Schiffner fragt zurecht: Sollen wir uns als Christen über diese New-Age-Erfolge freuen? Nach seinen Ausführungen tut das sicherlich kaum einer der Teilnehmer mehr. Die drängende Frage, die wir Christen uns stellen müssen lautet: Wo bleibt das christliche Menschenbild in der Medizin? Wir sind sehr dankbar für unsere Kollegen mit humanistischen Hintergrund, die uns täglich bei unserer anstrengenden Arbeit zur Seite stehen … aber wie unterscheiden wir uns eigentlich von Ihnen was das Menschenbild angeht? Beide Teile des sehr empfehlenswerten Vortrags können im Internet heruntergeladen werden unter
[->www.cig-online.de/publikationen/pub_artikel.htm ]
Der 4. Vortrag „Biblische Aspekte zu Altern und Demenz. Seelsorge mit demenzkranken Menschen“ kam von der sehr liebenswerten Schwester Rosa Maria Lochmiller einer Altenpflegerin mit dem Schwerpunkt Altenseelsorge und eine der Leiterinnen von „Christen im Gesundheitswesen„. Ich kann hier nur einige kurze Stichpunkte anführen: Altes Testament: Weisheit, Gerechtigkeit, Psalm 92,13-16 hohes Alter als Segnung Gottes. Aber auch: Gebrechlichleit Psalm 71.
Neues Testament: Positive Beispiele sind Simeon (Lukas 2,25) und Hanna (Luk 2,36). Vor allem aber: Jesus der sich den Schwachen zuwendet. Apostelgeschichte 2,17 „… und eure Alten sollen Träume haben“. Schwester Rosa sieht das als Berufung für die Alten in unserer Zeit: Der alte demente Mensch als prophetisches Zeichen: Er stellt unsere Gesellschaft in Frage … Demente … ein Heilmittel für unsere Gesellschaft. Lassen wir uns in Frage stellen? OK ich breche hier lieber ab, denn ich sehe Apg 2,17 doch wesentlich anders als die Referentin, die allerdings für ihre provozierenden Thesen mitunter viel Beifall erntet.
Nach der Mittagspause fangen die Vertiefungs-Workshops an. Ich besuche den Workshop von Frau Hasenberg „Kann ich verhaltensauffällige demente Menschen betreuen? Ein Nachdenken über Berufung.“ … jedoch nur, weil mir die Referentin so sympathisch war. Es geht um Berufung und es geht diesmal um die praktische Anwendung der Prüfraster im gerontopsychiatrischen Umfeld: Bin ich angstfrei, bin ich „bei mir“? Führt das, was ich sage und tue bei meinem Gegenüber zu mehr Vertrauen, Ordnung und Erinnerung seines Ichs? Besonders für Angehörige war dieser Teil des Seminars sicherlich sehr fruchtbringend. Parallel hierzu fand ein anderer Vertiefungs-Workshop statt mit dem Titel Seelsorgerliche Aspekte in der Demenzbegleitung.

Im Ausklang wurde noch die Organisation Christen im Gesundheitswesen sowie deren Regionalgruppe in Berlin vorgestellt [Kontakt: Dr. Ruth Jeutner, Tel: 030-39877665] und über das Seminar als Ganzes diskutiert. Es wurde für weitere Seminare in Aussicht gestellt, stärkere Schwerpunkte auf die eigentlich Christliche Perspektive zu legen und auch den internationalen Boom in der medizinischen Literatur bzgl. der Christlichen Heilkunde näher zu beleuchten. Mir persönlich war noch wichtig darauf hinzuweisen, dass im Rahmen eines zunehmend geförderten bürgerschaftlichen Engagements ( Stichwort civil society) auch wir Christen ein stärkeres Engagement von Ehrenamtlicher Arbeit für Demenzkranke bzw. Kranke überhaupt leisten könnten [z.B. Jak 5,14]. Modellprojekte, die erfolgreich eine Vernetzung von Freiwilligen aus christlichen Gemeinden mit Krankenhäusern und anderen Strukturen im Gesundheitswesen umsetzen, könnten bei der nächsten Demenz-Veranstaltung dann vorgestellt werden.

Psalm 71
Bitte um Gottes Hilfe im Alter
1HERR, ich traue auf dich, laß mich nimmermehr zuschanden werden. 2Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir heraus, neige deine Ohren zu mir und hilf mir! 3Sei mir ein starker Hort, zu dem ich immer fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein aFels und meine Burg.
4Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen. 5Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an. 6Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an; du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Dich rühme ich immerdar. 7Ich bin für viele wie ein Zeichen; aber du bist meine starke Zuversicht. 8Laß meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich. 9Verwirf mich nicht in meinem Alter, verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. 10Denn meine Feinde reden über mich, und die auf mich lauern, beraten sich miteinander 11und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jagt ihm nach und ergreift ihn, denn da ist kein Erretter! 12Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile, mir zu helfen! 13Schämen sollen sich und umkommen, die meiner Seele feind sind; mit Schimpf und Schande sollen überschüttet werden, die mein Unglück suchen. 14Ich aber will immer harren und mehren all deinen Ruhm. 15Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann. 16Ich gehe einher in der Kraft Gottes des HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein. 17Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder. 18Auch aim Alter, Gott, verlaß mich nicht, und wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen. 19Gott, deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel; der du große Dinge tust, Gott, wer ist dir gleich? 20Du lässest mich erfahren viele und große Angst und bmachst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. 21Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
22So will auch ich dir danken mit Saitenspiel für deine Treue, mein Gott; ich will dir zur Harfe lobsingen, du aHeiliger Israels. 23Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen. 24Auch meine Zunge soll täglich reden von deiner Gerechtigkeit; denn zu Schmach und Schande werden, die mein Unglück suchen.
Seminar: Als Christen Demenzkranke begleiten

Tag 41: Hoffnung für unser Land [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Wenn Jesus Christus tot wäre, dann wäre unser Glaube bloß ein Denkmal, ein Aufrechterhalten von überkommenen Strukturen. Doch unser Herr lebt! Und sein Leben ist ansteckend. Die Auferstehung Jesu ist eine historische Tatsache. Und sie ist mehr als das. Es ist geradezu Gottes „Programm“, mit seinem Leben unseren Tod zu überwinden.
Wir beten:
• Dank für Ostern, für Gottes Zusage, dass wir bei ihm eine Zukunft haben
• Dank für Gottes Vergebung, sein Leben und die Hoffnung für unser Land, die wir in Jesus erfahren
Kreativ beten:
Auferstehung ist ein Grund zum Feiern – mit allen Ausdrucksmitteln! Finden Sie Wege, Gott Ihren Dank „leibhaftig“ auszudrücken: Mit Gesang, Tanz, Malen oder anderen kreativen Wegen.
Buchtipp:
Zink: Auferstehung. Kreuz, 12,95 Euro
Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf

Tag 41: Hoffnung für unser Land [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Tag 40: Veränderung ist möglich [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Ich selbst verändere mich kaum. Wie soll sich da ein ganzes Land ändern? Ein Rückblick zeigt: Der Eiserne Vorhang existiert nicht mehr und die Mauer ist gefallen. Veränderung ist
möglich und hängt praktisch immer mit Gebet zusammen. Gott verspricht: „Wenn dieses Volk, das meinen Namen trägt, seine Sünde bereut, von seinen falschen Wegen umkehrt und nach mir fragt, dann will ich ihnen vergeben und ihr Land wieder fruchtbar machen“ (2. Chronik 7,14). Das gilt.
Wir beten:
• wir danken für alle Veränderung, die Gott bereits geschenkt hat
• dass wir mit seiner Vergebung und Veränderung rechnen dürfen
Buchtipp:
Catherine Marshall: Bete und Staune. Brockhaus Verlag, 6,90 Euro

Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf

Tag 40: Veränderung ist möglich [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Tag 39: Verfolgte Christen [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Schikane, Terror, Inhaftierung, Mord. Die Liste ist lang. Doch während bedrohte Tierarten eine breite Lobby haben, sind bedrohte Christen zwar eine Realität, aber meistens eine verschwiegene. Weit über 100.000 Menschen sterben jährlich, nur weil sie an Jesus Christus glauben. Und ihre Zahl wächst ständig. Informieren Sie sich über verfolgte Christen weltweit und nutzen Sie Ihr Wissen zum Gebet z.B. am „Tag der verfolgten Christen“ Anfang November.
Wir beten:
• wir danken für unsere Situation der Freiheit – sie ist ein Geschenk Gottes.
• um die Abnahme von Not und Verfolgung, aber auch um Gottes mächtiges Wirken inmitten solcher Schwierigkeiten
Internet:
Arbeitskreis Religionsfreiheit der Evangelischen
Allianz: www.ead.de/akref

Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf

Tag 39: Verfolgte Christen [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Tag 38: Kino und TV [40 Tage beten und fasten für unser Land]

„Zeige mir das aktuelle Kinoprogramm und ich sage dir, was die Menschheit heute beschäftigt.“ Filmemacher haben heute die Rolle der alttestamentlichen Propheten übernommen. Sie halten uns einen Spiegel vor und zeigen gesellschaftliche Entwicklungen auf. Filme setzen sich oft mit den Fragen auseinander, die klassische „Eingangstüren“ zum Glauben sind. Auch, wenn sie die Antwort nicht immer geben (können).
Wir beten:
• wir danken für Christen, die das Medium Film nutzen
• für Weisheit, um die Offenheit und das Fragen nach Liebe, Freundschaft und Ewigkeit zu nutzen, die durch gute Filme entstehen
Buchtipp:
Norbert Schnabel: Wenn Gott ins Kino geht. 50 Filme, die man kennen muss. 12,90 Euro
Filmtipp:
Jesus-Film gegen Spende erhältlich bei: www.millenniumfilms.de

Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf

Tag 38: Kino und TV [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Tag 37: Die schönste Nebensache der Welt [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Hauptsache ist, dass die Hauptsache die Hauptsache bleibt. Was tun wir, wenn Deutschland im Juni vom WM-Fieber erfasst wird? Und eine (schöne) Nebensache sich in den Mittelpunkt schieben wird? Dasselbe, was viele christliche Fußballspieler auch tun: Das große öffentliche Interesse für ein klares Bekenntnis zu Jesus nutzen.
Wir beten:
• wir danken für die Aktion kickoff 2006, in der viele Christen zusammenarbeiten, um das zu erreichen.
• für genutzte „offene Türen“ in Kirchen und Gemeinden, die die Spiele übertragen
• dafür, dass das Zeugnis der christlichen Fußballer und der christlichen Fans glaubhaft ankommt
Internet:
Informieren Sie sich über kickoff 2006:
www.kickoff2006.de

Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf

Tag 37: Die schönste Nebensache der Welt [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Tag 36: Chancen in der Popmusik [40 Tage beten und faster für unser Land]

„Wir sind die Onkelz und bekannter als Jesus“ behauptet eine Band. Bekannter? Wohl kaum. Doch einflussreicher auf unsere (Jugend-)Kultur? Größtenteils ja. Populäre Musiker sind Vorbilder sowie Trendsetter und beeinflussen das Denken vieler (junger) Menschen. Einige Christen sind auch im säkularen Bereich anerkannte Musiker und haben dadurch große Chancen.
Wir beten:
• dass Musiker, die auf der Suche nach Gott sind, ihn finden
• dass die Offenheit für christlicheThemen in der Musik wächst
Kreativ beten:
Auch Stars brauchen Jesus. Beschaffen Sie sich die Liste der „Top Ten“ und beten Sie für die Interpreten.

Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf
Tag 36: Chancen in der Popmusik [40 Tage beten und faster für unser Land]

Tag 35: Werte in den Medien [40 Tage beten und fasten für unser Land]

Massenmedien und ihr Einfluss sind eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits wächst in unserer Bevölkerung die Sehnsucht nach Werten. Auch die Medien versuchen zunehmend, Werte zu vermitteln. Andererseits gibt es bei Fernsehen und Zeitschriften eine scheinbare Neutralität, die allen möglichen Denkansätzen ein Forum bietet, aber beim christlichen Glauben sehr zurückhaltend wird.
Wir beten:
:dass mehr und mehr Christen in den Medien über ihren Glauben befragt werden
• dass Christen vor und hinter den Kameras und Redaktionstischen Wege finden, ihren Glauben auf eine gewinnende Art zu artikulieren
Tipp:
Wenn Sie in den Medien ein positives Beispiel von Werteorientierung entdecken, dann halten Sie mit Ihrem Lob nicht hinter dem Berg. Solches Feedback hilft den zuständigen Redakteuren.

Quelle: Gebetsheft der Initiative „40 Tage beten und fasten für unser Land“
www.40tagebetenundfasten.de/download/40Tage-Heft2006.pdf
Tag 35: Werte in den Medien [40 Tage beten und fasten für unser Land]