Technik und Politik

Die technische Entwicklung beeinflusst unser Gehirn, sie prägt unseren Alltag, sie lässt Berufe sterben und aufblühen. Aber bisher wurde m.W. (ich lasse mich gerne eines Besseren belehren) wenig über ihren Einfluss auf die Politik nachgedacht.
Welche Auswirkungen hat es auf eine politische Kultur, wenn geistige Arbeit von elektronischen Helfern erledigt wird? Denn darum geht es ja: alles, was wir heute an Beispielen für moderne technische Entwicklung anführen würden, wären Beispiele, in denen es darum geht, das Gehirn zu entlasten. Elektronik entlastet unser Gehirn als Speicher, es entlastet uns von Recherchen, die Suchmaschinen für uns erledigen. Es entlastet uns vor unangenehmen Gedanken, indem wir Musik hören, gegen virtuelle Gegner spielen, oder Filme sehen – und zwar jederzeit und überall.
Spätestens, seit es mp3-Player gibt, muss niemand mehr Langeweile ertragen oder sich mit schweren Gedanken plagen, wenn er nicht will.

Welche Entwicklung wir durchgemacht haben, kann man am besten erkennen, wenn man sich die Aufmerksamkeitsspanne früherer Zuhörer vor Augen führt:
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Stammzelldebatte: die falsche Frage

Die Frage, welchen Schutz Embryonen ab wann genießen sollten, wird in vielen Texten zum Thema Stammzellforschung mit der Frage verknüpft, wann Leben beginnt. Aber in diesem Punkt scheint es wissenschaftlich wenig Unklarheit zu geben: der befruchtete Embryo ist ein Lebewesen. Die Frage ist vielmehr, wann er ein Mensch ist. Und tatsächlich wird die Debatte auch erst an dieser Stelle lebhaft. Hier wird dann auf Aristoteles verwiesen, der vermutete, dass der Mensch zunächst eine Pflanzenseele, dann eine Tierseele und wenn er ein Junge ist, mit 40 Tagen eine Menschenseele ist. Mädchen werden erst nach 90 Tagen zu Menschen. Die 90 Tage waren u.a. ein Grund dafür, die Abtreibung bis zum dritten Monat zu legalisieren. Aus unerfindlichen Grünen wählt man bei der Stammzelldebatte eher den Wert für die Jungen und denkt über 40 Tage nach.
Andere sehen im Embryo erst einen Menschen, wenn er sich nicht mehr zu Zwillingen entwickeln kann (wegen der Individualität des Menschen), andere fordern ein Mindestmaß an Intelligenz und warten, bis sich das Gehirn entwickelt hat. Allen Ansätzen ist gemein, dass sie wissen, worüber sie sprechen: über menschliche Embryonen. Es geht immer um die Frage, wann man einem menschlichen Embryo Würde zukommen lässt, aber niemand fragt, was ein menschlicher Embryo ist – hier herrscht schlichte Klarheit. Und damit ist schon die ganze Widersprüchlichkeit der Debatte umrissen, denn wenn man wirklich die Würde eines Menschen an Eigenschaften knüpfen wollen würde, dann müsste man manchem Tier mehr Würde als manchem (z.B. behinderten) Menschen zubilligen. Würde wäre nicht mehr an die biologische Gattung gebunden. Aber obwohl in der Debatte unausgesprochen das Wissen darüber, was ein menschlicher Embryo ist, vorhanden ist, der offenbar durch sein Menschsein einen anderen Schutz verdient als Tiere, fragt man sich darüber hinaus, ab wann er denn nun „wirklich“ ein Mensch sei, also wann er bestimmte Merkmale aufweist, die ihn als Menschen gelten lassen. Daher ist die Debatte um die Legalisierung der Stammzellforschung schon pure Heuchelei, bevor sie begonnen hat. Die „Lösung“, zu der sich der Bundestag jetzt durchgerungen hat, spiegelt dies einfach wieder: am meisten Stimmen hat der Vorschlag erhalten, den Stichtag zu verschieben. Damit ist auf jeden Fall klar, dass kein einziger Ansatz zur Festlegung der Menschenwürde berücksichtigt wurde, denn dass diese erst an einem bestimmten Termin dem Menschen zugesprochen wird, hat noch nie jemand behauptet. Die Entscheidung ist ein Zeugnis für das Unvermögen einer Regierung, die sich von Gottes Geboten verabschiedet hat, transzendente Werte zu sichern, selbst dort, wo sie den Bedarf sieht.

Ich möchte hier nur kurz auf die Probleme eingehen, die durch den Ansatz entstehen, der einem Menschen Würde erst zuspricht, wenn bestimmte Merkmale erkennbar sind:
Würde, die von Eigenschaften abhängt ist erstens verlierbar und zweitens graduierbar. D.h. ein Mensch, der eben noch Würde besaß, kann sie durch einen schweren Unfall verlieren. „Graduierbar“ bedeutet, dass es ein Mehr oder Weniger an Würde geben kann, so wie ja auch die notwendigen Eigenschaften mehr oder weniger ausgeprägt sind. D.h. Männern würde durchschnittlich eine größere Würde zugesprochen als Frauen, weil sie durchschnittlich einen höheren IQ besitzen, ein Philosophie-Professor, der besonders über sein Menschsein reflektiert, besitzt eine höhere Würde als ein Mathematik-Professor und Europäer besäßen vermutlich mehr Würde als Indianer. Das ist wohl kaum eine Position, über die man ernsthaft nachdenken möchte…

In der Bibel gibt es mehrere Stellen, die für diese Frage fruchtbar sind: die Ebenbildlichkeit des Menschen (wobei wir von Gott ja gerade kein Bild besitzen und dies gar nicht vergleichen können!), David sagt, dass schon seine Urform von Gott gesehen wurde (also genau das, was der Forscher im Labor dann unter den Augen Gottes zerlegt) und letztlich jede Stelle, in der es um den Schutz der Armen und Schwachen, der Frauen und Kinder, der Witwen und Fremden und Kranken geht. Sie sind ein lebendiges Zeugnis für die Würde des Menschen, die gerade nicht nachweisbar und nicht an Eigenschaften festzumachen ist sondern dem Menschen transzendent von Gott zukommt. Eine Regierung, die sich von dem christlichen Weltbild lossagt, wird keinen Zugang mehr zum Gedanken der Menschenwürde finden. Dafür hat der Bundestag erneut den Beweis angetreten.

Einen ausführlicheren Artikel zu diesem Thema gibt es in diesem Blog unter der Überschrift „Ab wann besitzt der Mensch eine unantastbare Würde?„.

Eine umfangreiche Linkliste zum Thema gibt es bei der ALFA.

Seminar: Als Christen Demenzkranke begleiten

Mit der steigenden Zahl alter Menschen in unserer Gesellschaft ist eine rapide Zunahme von Demenzkranken zu beobachten. Als Ärzte und Pflegende werden wir zunehmend mit teilweise irritierenden Verhaltensweisen von diesen Menschen konfrontiert, die uns – wenn wir ehrlich sein – oft an unsere eigenen Grenzen führen. Diese Entwicklung fordert uns gerade im Umfeld diakonischer Organisationen heraus, hier insbesondere aus christlicher Perspektive nach Antworten und Wegen zu suchen. Welche Rolle spielt unser „Christ Sein“ beim Umgang mit diesen Patienten? Welche seelsorgerlichen aber auch praktischen Ansätze in der Begleitung Demenzkranker und ihrer Angehörigen gibt es für uns? Wie ist Demenz aus Sicht der Christlichen Heilkunde zu verstehen?
„Christen im Gesundheitswesen“ eine bundesweite, konfessionsübergreifende Initiative von Mitarbeitern im Gesundheitswesen versprach in ihrem einladungsflyer zu dem Seminar „Als Christen Demenzkranke begleiten“ am 24.06.2006 in Berlin Antworten auf diese Fragen zu geben.

Zunächst ein paar persönliche Anmerkungen zu meiner Motivation dieses Seminar zu besuchen: Ich selber arbeite als Arzt in der geriatrischen Rehabilitationsklinik und wurde schon so manche Nacht zu einem demenzkranken Patienten gerufen, der vollkommen verwirrt, misstrauisch und verängstigt, laut schreiend kurz davor stand die ganze Krankenstation aufzuwecken. In der Regel führen hier meistens bestimmte sedierende Medikamente zum Ziel. Überaschenderweise hilft aber manchmal auch ein „Vater unser“ … sogar bei vermeintlich „hoffnungslosen“ Fällen. Demenz bedeutet auch immer Strukturverlust. Wir vergessen oft, dass gerade bei älteren Patienten noch tief verwurzelte christlich-spirituelle Erfahrungen und Eindrücke abrufbar sind, auf die wir demenzerkrankte Menschen wie auf schützende Inseln inmitten von Stahlgewittern des Chaos und der Bedrohung führen können. Wir vergessen auch oft in unserem hektischen Berufsalltag, dass Gott diese Menschen liebt und dass wir ihn gemeinsam um Hilfe bitten können, einzugreifen in diese Not.

Ich besuche also dieses Seminar: Es beginnt an einem schönen sonnigen Samstagmorgen in den Räumen der Lukasgemeinde in Berlin-Schöneberg. Es sind etwa 70 Teilnehmer anwesend. Schätzungsweise 2/3 der Teilnehmer kommen aus den typischen Gesundheitsberufen ungefähr 1/3 sind Angehörige von Demenzkranken.
Dr. med. Schiffner ist Internist und Oberarzt an einer geriatrischen Klinik in Hamburg. Er ist der Leiter von „Christen im Gesundheitswesen“ und beginnt die Veranstaltung mit einer kurzen Einführung und einem Gebet.

Anschließend hält er einen gut strukturierten Vortrag über die medizinische Aspekte der Demenz, der nochmal alle wesentlichen fachlichen Details bringt.

Der zweite Vortrag wird von Frau Adriana Hasenberg, einer Wohnbereichsleiterin in der Gerontopsychiatrie und Dozentin an der Wannsee-Akademie zum Thema…“Pflege der Menschen mit Demenz anhand des Grundsätze-Modells – eine Quintessenz der Erfahrung segregativer Betreuung“ gehalten. Es geht schwerpunktmäßig um auf den gerontopsychiatrischen Pflegealltag adaptierte Handlungsleitsätze und Prüfraster aus der Theoriebaukasten eines gewissen Prof. Erwin Böhms, der offensichtlich ein eigenes Fachgebiet die psychobiographische Pflegetheorie entwickelt hat. Das Ganze wurde allerdings von der ausgesprochen sympathischen Referentin sehr herzlich und mit Verve vorgetragen. Zitat:“Jeder Verhaltensauffälligkeit liegt eine seelische Komponente zugrunde. Der Mensch mit Demenz wird von drei, hauptsächlichen inneren Zuständen geplagt: von Angst, von Leere/Chaos und von massivem Identitätsverlust. Der Mensch mit Demenz und seine Betreuer befinden sich in Interaktion nach dem Resonanzprinzip.“ Sicherlich sind das essentielle Hinweise für den Umgang mit Demenzkranken, mir fehlte jedoch der explizite Brückenschlag zu unserer christlichen Perspektive und letztlich blieb mir der Ursprung der Lehren dieses Prof. Böhm ein wenig suspekt.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war in meinen Augen ein brillianter Vortrag über die Christliche Heilkunde, die Weltanschauungen im modernen Gesundheitswesen und ihr Einfluß auf Pflege und Therapie von Herrn Dr. Schiffner. Es gibt keinen weltanschaulich neutralen Raum in der Medizin. Hinter jeder pflegerischen, therapeutischen oder medizinischen Handlung steht eine Weltanschauung. Im heutigen Gesundheitswesen sind das im wesentlichen: Rationalismus, Humanismus, Naturalismus, Esoterik und das christliche Menschenbild. Ist im Rationalismus nur der körperliche Horizont abgebildet, so kommt schon im Humanismus auch der seelische Horizont hinzu. Die mittlerweile im gesamten Gesundheitswesen sehr gut aufgestellte Esoterik bringt neuerdings auch den im Rahmen der Säkularisierung schon längst aufgegebenen geglaubten geistlichen Horizont wieder mit in das Gesundheitswesen. Aber Dr. Schiffner fragt zurecht: Sollen wir uns als Christen über diese New-Age-Erfolge freuen? Nach seinen Ausführungen tut das sicherlich kaum einer der Teilnehmer mehr. Die drängende Frage, die wir Christen uns stellen müssen lautet: Wo bleibt das christliche Menschenbild in der Medizin? Wir sind sehr dankbar für unsere Kollegen mit humanistischen Hintergrund, die uns täglich bei unserer anstrengenden Arbeit zur Seite stehen … aber wie unterscheiden wir uns eigentlich von Ihnen was das Menschenbild angeht? Beide Teile des sehr empfehlenswerten Vortrags können im Internet heruntergeladen werden unter
[->http://www.cig-online.de/publikationen/pub_artikel.htm ]
Der 4. Vortrag „Biblische Aspekte zu Altern und Demenz. Seelsorge mit demenzkranken Menschen“ kam von der sehr liebenswerten Schwester Rosa Maria Lochmiller einer Altenpflegerin mit dem Schwerpunkt Altenseelsorge und eine der Leiterinnen von „Christen im Gesundheitswesen„. Ich kann hier nur einige kurze Stichpunkte anführen: Altes Testament: Weisheit, Gerechtigkeit, Psalm 92,13-16 hohes Alter als Segnung Gottes. Aber auch: Gebrechlichleit Psalm 71.
Neues Testament: Positive Beispiele sind Simeon (Lukas 2,25) und Hanna (Luk 2,36). Vor allem aber: Jesus der sich den Schwachen zuwendet. Apostelgeschichte 2,17 „… und eure Alten sollen Träume haben“. Schwester Rosa sieht das als Berufung für die Alten in unserer Zeit: Der alte demente Mensch als prophetisches Zeichen: Er stellt unsere Gesellschaft in Frage … Demente … ein Heilmittel für unsere Gesellschaft. Lassen wir uns in Frage stellen? OK ich breche hier lieber ab, denn ich sehe Apg 2,17 doch wesentlich anders als die Referentin, die allerdings für ihre provozierenden Thesen mitunter viel Beifall erntet.
Nach der Mittagspause fangen die Vertiefungs-Workshops an. Ich besuche den Workshop von Frau Hasenberg „Kann ich verhaltensauffällige demente Menschen betreuen? Ein Nachdenken über Berufung.“ … jedoch nur, weil mir die Referentin so sympathisch war. Es geht um Berufung und es geht diesmal um die praktische Anwendung der Prüfraster im gerontopsychiatrischen Umfeld: Bin ich angstfrei, bin ich „bei mir“? Führt das, was ich sage und tue bei meinem Gegenüber zu mehr Vertrauen, Ordnung und Erinnerung seines Ichs? Besonders für Angehörige war dieser Teil des Seminars sicherlich sehr fruchtbringend. Parallel hierzu fand ein anderer Vertiefungs-Workshop statt mit dem Titel Seelsorgerliche Aspekte in der Demenzbegleitung.

Im Ausklang wurde noch die Organisation Christen im Gesundheitswesen sowie deren Regionalgruppe in Berlin vorgestellt [Kontakt: Dr. Ruth Jeutner, Tel: 030-39877665] und über das Seminar als Ganzes diskutiert. Es wurde für weitere Seminare in Aussicht gestellt, stärkere Schwerpunkte auf die eigentlich Christliche Perspektive zu legen und auch den internationalen Boom in der medizinischen Literatur bzgl. der Christlichen Heilkunde näher zu beleuchten. Mir persönlich war noch wichtig darauf hinzuweisen, dass im Rahmen eines zunehmend geförderten bürgerschaftlichen Engagements ( Stichwort civil society) auch wir Christen ein stärkeres Engagement von Ehrenamtlicher Arbeit für Demenzkranke bzw. Kranke überhaupt leisten könnten [z.B. Jak 5,14]. Modellprojekte, die erfolgreich eine Vernetzung von Freiwilligen aus christlichen Gemeinden mit Krankenhäusern und anderen Strukturen im Gesundheitswesen umsetzen, könnten bei der nächsten Demenz-Veranstaltung dann vorgestellt werden.

Psalm 71
Bitte um Gottes Hilfe im Alter
1HERR, ich traue auf dich, laß mich nimmermehr zuschanden werden. 2Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir heraus, neige deine Ohren zu mir und hilf mir! 3Sei mir ein starker Hort, zu dem ich immer fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein aFels und meine Burg.
4Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen. 5Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an. 6Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an; du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Dich rühme ich immerdar. 7Ich bin für viele wie ein Zeichen; aber du bist meine starke Zuversicht. 8Laß meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich. 9Verwirf mich nicht in meinem Alter, verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. 10Denn meine Feinde reden über mich, und die auf mich lauern, beraten sich miteinander 11und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jagt ihm nach und ergreift ihn, denn da ist kein Erretter! 12Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile, mir zu helfen! 13Schämen sollen sich und umkommen, die meiner Seele feind sind; mit Schimpf und Schande sollen überschüttet werden, die mein Unglück suchen. 14Ich aber will immer harren und mehren all deinen Ruhm. 15Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann. 16Ich gehe einher in der Kraft Gottes des HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein. 17Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder. 18Auch aim Alter, Gott, verlaß mich nicht, und wenn ich grau werde, bis ich deine Macht verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen. 19Gott, deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel; der du große Dinge tust, Gott, wer ist dir gleich? 20Du lässest mich erfahren viele und große Angst und bmachst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. 21Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
22So will auch ich dir danken mit Saitenspiel für deine Treue, mein Gott; ich will dir zur Harfe lobsingen, du aHeiliger Israels. 23Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen. 24Auch meine Zunge soll täglich reden von deiner Gerechtigkeit; denn zu Schmach und Schande werden, die mein Unglück suchen.
Seminar: Als Christen Demenzkranke begleiten

Björn Lomborg und die ökologische Mythenbildung um Hurrikan Kartarina

Wir haben hier auf theocons.de schon auf das ausgezeichnete Buch von Lomborg Apocalypse No! hingewiesen, welches sich mit den zum teil äusserst irrationalen apokalyptischen Szenarien der Umweltschutzorganisationen beschäftigt. In der heutigen Ausgabe der „WELT“ nimmt er in dem Kommentar „Deiche waren es, nicht das Klima“ zu der öklogischen Mythenbildung zu den Ursachen des Hurrikans Katrina Stellung.
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Well done, Gerhard!

Mit diesem null ironisch gemeinten Lob an meinen Bundeskanzler soll dieses Posting beginnen … Nachdem er zwei Tage lang im Abseits stand, als die Spitze der Grünen Kapital aus der Katastrophe zu schlagen suchte. Vor allem Trittin hat auf kaum zu ertragende Weise vermeintlich Schuldige in Amerika verurteilt, obwohl noch nicht einmal die Toten dort geborgen waren … Kündigt nun endlich Schröder ein umfangreiches Hilfsprogramm an: „Alles, was wir mobilisieren können, wird mobilisiert“. In diesem Zusammenhang verwies er auf die historische Hilfe die die Vereinigten Staaten von Amerika zum Wiederaufbau des zerstörten Nachkriegsdeutschland geleistet hatten. Mit Blick auf Trittin, sagte er, dass jetzt nicht die Zeit der Diskussion über Ursachen sei, sondern „jetzt ist die Zeit zu helfen“.
Ausgezeichnet, mein Kanzler! 😉
Mit freundlichen Grüssen
wanderprediger

Zur Angie-Debatte …

Was sind das für popkulturell unterbelichtete Wahlkampfmanager die die Christliche Demokratische Union mit einer Band verlinken, von der „Sympathy for the Devil“ stammt. Ganz abgesehen davon, dass diese hochnotpeinliche Rentner-Band so mit das peinlichste ist, was die Pop-Industrie heutzutage noch zu bieten hat …
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Mega-Ansturm auf Bush-Suporter Michael W. Smith

Am 2. Oktober kommt der christliche Musiker Michael W. Smith nach Wetzlar. Es wird das einzige Konzert in Deutschland sein. „smithy“ ist hier gerade bei evangelikalen Jugendlichen sehr beliebt. Was viele nicht wissen. Smith ist nicht nur ein überzeugter und engagierter Unterstützer für den amerikanischen Präsidenten George W. Bush … Er ist sogar ein Freund von Bush …
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Gaza-Siedlungen: Bulldozer reißen Häuser ein

Die Räumung der jüdischen Siedlungen durch israelische Soldaten auf dem Gaza-Streifen geht dem Ende entgegen. Der journalistische Mainstream, in Deutschland in der Regel antiisraelisch eingestellt weigert sich standhaft Scharon für die Räumung etwas freundlicher zu beurteilen als sonst. Die Gaza-Räumung wird als längst überfällig bezeichnet und ungeduldig wird auf weitere Räumungsnotwendigkeiten im Westjordanland hingewiesen …
Ich will heute mal nicht auf die Schwierigkeiten von uns Evangelikalen eingehen mit Nicht-Christen über dem Abzug zu diskutieren, vor dem theologischen Hintergrund, dass Gott dem Jüdischen Volk eben dieses Land geschenkt hat.
Nein, heute soll es um eine Position von in Deutschland lebender Juden zur Räumung der Siedlungen gehen. Wenden wir uns daher hagalil.com, einer jüdischen Publikation zu, die ein eigenes Dossier zum Thema Gaza-Abzug anbietet.
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NPD-Ziel Kulturhoheit über deutschen Mainstream

Die Rechtsextremisten im Allgemeinen und die NPD im Besonderen streben meiner Meinung nach eine Art Kulturhoheit über den deutschen Mainstream an. Dabei handelt es nicht nur um Verstärkung von mehr oder weniger latent vorhandenen ausländerfeindlichen Tendenzen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft oder den Einbruch in bisher vollkommen unerschlossene Jungwählerpotentiale mit rechtslastiger Gothic oder Black-Metal-Musik. Mittlerweile gibt es sogar Allianzen zwischen Nazis und Islamisten !!!
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Stammzellenforschung ist DAS Beurteilungskriterium aus christlicher Sicht …

Mir fällt immer mehr auf, dass das Thema Stammzellenforschung eines der ganz harten Unterscheidungsmerkmale innerhalb der gesamten deutschen Politik und insbesondere des neu aufgestellten Konservativen Lagers in Deutschland darstellt.
Ich hoffe dass der aktuelle Vorstoss von Schöder pro Stammzellforschung vor allem das Unionslager dazu bringt hier Farbe zu bekennen. Das wird keine leichte Debatte, zumal offensichtlich eine Mehrheit der Bevölkerung hinter Schröders Liberalisierungsvorschlägen für die Stammzellforschung steht.
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