Evolutionstheorie in der Zwickmühle

Die klassische Evolutionstheorie erklärt Verhalten durch Funktion. Auch aktuelle Lehrbücher der Verhaltensbiologie beschäftigen sich daher mit Kosten – Nutzen – Analysen für die Zeit, die Tiere in den Nachwuchs investieren, in die Nahrungsbeschaffung, ggf. Abwehr von Feinden etc.

Auf der anderen Seite gibt es ein starkes Bestreben, Tiere als gefühlsfähige Wesen mit einem reichen Innenleben darzustellen, und der Nachweis dieses Innenlebens funktioniert regelmäßig über den Nachweis von nutzlosen Verhaltensweisen. Die kleinen unlogischen Entscheidungen, die niemandem nützen, aber einfach Spaß machen, wie z.B. im Schnee einen Abhang runterrutschen etc.

Der Konflikt, der sich daraus für die Evolutionstheorie ergibt, scheint bisher kaum jemandem aufgefallen zu sein: ein Biologe muss sich entscheiden, ob er der Evolutionstheorie die Schuld an der Entseelung der Welt gibt und damit an den Umweltkatastrophen, die aus dieser kalten Sicht entstanden sind, oder ob er weiter Tiere als Reproduktionseinheiten darstellt.

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